Agamemnon

«Er las immer Agamemnon statt angenommen, so sehr hatte er den Homer gelesen.» Als der Schulfreund Karl Globig in den Zeiten, da wir uns mit Homer abquälten, ein schmales Buch mit Aphorismen von Georg Christoph Lichtenberg mitbrachte und ich dessen Namen zum ersten Mal hörte, war es dies Zitat, mit dem die lebenslange Fernliebe zu dem witzigsten aller Aufklärer und Pfarrerssöhne begann. Aus zwei so trockenen Wörtern solche Funken zu schlagen! Fortan gehörten eine Auswahl aus den «Sudelbüchern» zum Haushalt und eine Gedenkminute vor seinem Haus bei Gängen durch Göttingens Zentrum