Die in den sechziger bis achtziger Jahren so wichtige literarische Zeitschrift «Akzente» hat zum ersten Mal 1979 etwas von mir publiziert. Als Schüler hatte ich einem der Herausgeber, Hans Bender, Gedichte geschickt, die er im Juni 1961 freundlich ablehnte: «Aufmerksam haben wir Ihre Gedichte gelesen – Da schäumt und brodelt es noch, aber auch noch viel Angelesenes guckt allzu deutlich zwischen den Zeilen hervor. Wir wollen mit einer Veröffentlichung noch warten.» Etwa drei Jahre später, als Student, sandte ich Bender wieder Gedichte, die zwar ihm, nicht aber dem anderen Herausgeber, Walter Höllerer, gefielen. Dann studierte und promovierte ich bei Höllerer an der TU Berlin, da verbot es sich von selbst, ihm etwas für seine Zeitschrift anzubieten. Obwohl das Verhältnis zu Hans Bender immer freundschaftlicher wurde, mied ich auch nach dem Studium die «Akzente», teils wegen der für diese Zeitschrift vielleicht zu politischen Texte, teils weil ich Höllerers Strenge fürchtete und als sein sogenannter Schüler weder einen Bonus noch einen Malus haben wollte. Erst als Michael Krüger Höllerer abgelöst hatte, schickte ich die Gedichte «Deutsches > ABENDLIED» und «Chinesisch essen» an die «Akzente», die dann im Oktober 1979 erschienen, achtzehn Jahre nach dem «noch nicht» von Hans Bender.