Wer sagte das?
Der griechische Arzt und Philosoph Galen war nach Hippokrates der berühmteste und bedeutendste Mediziner in der Antike. Seine an Tieren durchgeführten anatomischen Untersuchungen und seine Beobachtungen der Funktionen des menschlichen Körpers waren so bedeutsam, dass sie die Medizin für über 1400 Jahre prägten. Dieser Einfluss erstreckte sich auch auf die arabisch-muslimische Welt, wo man die Medizin durch eigene Forschungen und Erfahrungen weiterentwickelte.
Medizin studierte er in der Nähe von Smyrna (dem heute in der Türkei gelegenen Izmir). Galen reiste unter anderem nach Alexandria – zu jener Zeit Zentrum der Heilkunst und der einzige Ort in der Antike, an dem menschliche Leichen zwecks Studiums seziert werden durften.
Um das Jahr 161 ließ er sich als Arzt in Rom nieder. Etwas später wurde er Leibarzt von Lucius Aelius Aurelius Commodus, dem Sohn des römischen Kaisers Marcus Aurelius.
Während seiner Tätigkeit als Arzt der Gladiatoren in Pergamon erkannte er, dass die Bewegungen der Muskulatur vom Gehirn gesteuert werden.