Was bedeutet das?
Diese Goldene Regel stellt ein Prinzip dar, das in traditionellen Medizinsystemen und im Bereich der Naturheilkunde – insbesondere in der Homöopathie – zu den wichtigsten Elementen der Therapie zählt: die individuelle Betrachtung jedes einzelnen Patienten bei der Behandlung der Krankheit.
Diese in der heutigen Schulmedizin beinahe vollständig vergessene Weisheit lehrt uns, dass die wirkliche Heilung eines Menschen mehr erfordert, als lediglich standardisierte Arzneimittel für standardisierte Krankheitsnamen zu verschreiben. Denn, jeder Mensch stellt aufgrund seiner spezifischen Genetik und Konstitution, seiner persönlichen Krankheitsgeschichte und seiner psychischen Verfassung einen individuellen Fall dar.
Kollektive Überbegriffe für Zustände wie „Fieber“, „Lungenentzündung“, „Keuchhusten“, „Durchfall“, „Chronisches Erschöpfungssyndrom“, „Hyperaktivität“, „Depressionen“ usw. ermöglichen eine Grundorientierung, da sie die allgemeinen Symptome der Hauptbeschwerde des Patienten definieren. Doch, gemäß den Besonderheiten und Umständen eines jeden Menschen finden wir in jedem Patienten individuelle Ausdrucksformen solcher Krankheiten.