Tut man dies nicht, wird man oftmals sehen, wie die Beschwerden des Patienten trotz Therapie unverändert fortbestehen oder nach erster scheinbarer Besserung wiederkehren oder sich sogar verschlimmern.
Häufige Magen-Darm-Beschwerden, kombiniert mit Migräne können manchmal Ausdruck psychisch belastender Lebenssituationen sein (Bsp.: unglückliche Ehe, überfordernde Arbeit usw.). Beachtet der Therapeut solch eine Situation nicht und verordnet ein Arzneimittel, wird er – selbst bei der passendsten Arzneimittelwahl – feststellen müssen, dass sich die Symptome nur sehr schwer mildern lassen oder unverändert bleiben oder nach kurzer Besserung wieder auftreten. Dabei könnte eine Auflösung der Konfliktsituation dazu führen, dass diese Symptome verschwinden, ohne dass man dafür irgendein zusätzliches Arzneimittel einsetzen muss. Und selbst wenn es eines zusätzlichen Mittels zur Beschleunigung der Genesung bedarf, wird es – so Gott will – zu einer wahren Heilung führen, weil die eigentliche Ursache behoben worden ist.
Ähnliches gilt, wenn ein Kardiologe sich zu sehr nur auf das lokale Geschehen bei einer Arteriosklerose und damit verbundenen Herz-Kreislauf-Beschwerden konzentriert, obwohl der Patient zugleich an Diabetes leidet und sich scheußlich ernährt.