1. Verstärkende Psychodynamiken

Verstärkende Psychodynamiken ergeben sich – wie der Name schon sagt –, wenn sich zwei oder mehr Ausprägungen gegenseitig verstärken.

Hoher Fleiß und hohe Ordnung können sich beispielsweise gegenseitig verstärken und dich noch produktiver machen. Mit demselben Ergebnis können sich aber auch hoher Fleiß und hoher Enthusiasmus verstärken. Denn wenn du für etwas total begeistert bist und dann auch noch konsequent dranbleibst, wirst du mehr Ergebnisse produzieren.

Ein weiteres Beispiel: Niedrige Dominanz und hohe Empathie können sich verstärken und dich noch verträglicher machen. Du gibst anderen viel Raum und bist harmonieliebend. So ist es natürlich auch bei hoher Empathie und Politeness. Niedrige Dominanz gepaart mit hoher Empathie und hoher Politeness ergibt schon eine dreifache Verstärkung.

Hat eine Person eine hohe Ausprägung in Rückzug und zugleich in Volatilität, wird sie häufig auf einem hohen Stresslevel sein und ein sehr hohes Bedürfnis nach Sicherheit haben. Denn beide Ausprägungen haben ein starkes Sicherheitsbedürfnis und sind schnell gestresst.

Übung

Überlege einmal, welche weiteren Psychodynamiken dir einfallen, die sich gegenseitig verstärken. Welche kennst du vielleicht von dir selbst? Welche erkennst du in deinem eigenen Persönlichkeitsmodell? Mache dir dazu Notizen.

Tipp: Manchmal fällt es uns leichter, Beispiele zu finden, wenn wir in bestimmten Boxen suchen. Zum Beispiel im Beruf, in der Partnerschaft, in Stresssituationen, in der Familie, in der Freizeit.