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Berlin-Grünau,
Wohnhaus von Dr. Fred Abel und Lisa Suttner, Wohnzimmer,
Montag, 28. Juli, 9:10 Uhr
F
reds Handy war besetzt.
Mist,
dachte Lisa.
Erneuter Versuch. Wahlwiederholung.
Besetzt.
Wir sind nicht mehr allein.
Wahlwiederholung.
Besetzt.
Beim nächsten Versuch, ihn zu erreichen, sprang direkt seine Mailbox an. »Anschluss Dr. Fred Abel, Nachrichten nach dem Piepton«, hörte sie die vertraute Stimme ihres Lebensgefährten.
Mit immer noch klopfendem Herzen ließ Lisa das Handy sinken. Ausgerechnet jetzt erreiche ich ihn nicht
. Aber vielleicht ist es besser so.
Sie fühlte sich heute so verletzlich, am Ende hätte sie es ihm am Telefon gesagt, während er im Sektionssaal beschäftigt war. Wahrlich kein perfekter Moment. Ihr Blick schweifte durch den Raum.
Nichts wird mehr wie vorher sein.
Und auch Fred würde nicht mehr derselbe sein.
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