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Berlin-Grünau,
Wohnhaus von Dr. Fred Abel und Lisa Suttner,
Samstag, 2. August, 19:18 Uhr
A bel suchte gerade in der Innentasche seines zerknitterten Leinenjacketts nach dem Haustürschlüssel, als sein Blackberry in kurzen Abständen viermal hintereinander piepte.
Er zog das Gerät aus seiner vorderen Hosentasche, warf einen Blick darauf und öffnete dann hintereinander die vier neuen Fotonachrichten von Sara Wittstock.
Die Detailaufnahmen zeigten die Hände von Abdelkarim Saad und dem zweiten, noch unbekannten Mann aus der Schrankwand.
Abel wusste sofort, dass er heute Morgen mit der zunächst vagen Ahnung richtiggelegen hatte, dass die nächtlichen Beobachtungen von Sara Wittstocks Überwachungskameras möglicherweise mit dem Fall der schwer verletzten Nichte seiner Kollegin zusammenhingen. Eine Ahnung, die im Laufe des Tages vor seinem geistigen Auge immer mehr Kontur angenommen hatte, bis er realisierte, wonach er suchen musste.
Und er war fündig geworden.
Damit lässt sich arbeiten, dachte er.
Ein Lächeln umspielte seinen Mund, als er den Haustürschlüssel ins Schloss steckte.
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