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Berlin-Grünau,
Wohnhaus von Dr. Fred Abel und Lisa Suttner, Wohnzimmer,
Dienstag, 5. August, 12:47 Uhr
I m Haus war es still, nur die Mittagshitze waberte durch die gekippten Fenster in das Townhouse.
Die vergangenen Tage waren für Lisa hart gewesen – die Bedrohungslage durch den Clan und Freds ständige Abwesenheit sowie die immer wieder plötzlich auftretende Übelkeit zerrten an ihren Nerven. Mittlerweile zweifelte sie an ihrer Entscheidung, die ersten drei Monate ihrer Schwangerschaft allein zu bewältigen. Immer öfter spürte sie den unkontrollierbaren Drang, sich in Freddys Arme zu werfen und ihn in ihre Sorgen und Emotionen einzuweihen. Aber ein Ende war in Sicht. Der dritte Monat war bald vorüber. Und dann würden die bevorstehenden Urlaubstage in Griechenland genug Zeit und Raum dafür lassen. In Gedanken versunken legte Lisa die Hand auf ihren Bauch.
In diesem Moment klingelte es an der Haustür.
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