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Berlin,
Stadtautobahn A 100, Höhe Tempelhof, Streifenwagen,
Dienstag, 5. August, 12:55 Uhr
A bel konnte den Blick nicht vom Display seines Handys lösen. Er drückte die Wahlwiederholung. Immer wieder. Es klingelte zwar am anderen Ende der Leitung, aber Lisa ging nicht dran.
Der Streifenwagen schoss mit eingeschaltetem Martinshorn und fast zweihundert Stundenkilometern über die Berliner Stadtautobahn. Abel hatte auf dem Rücksitz Platz genommen, Okyar saß vorn auf dem Beifahrersitz neben dem fahrenden Beamten. Der junge Kommissar telefonierte lautstark, schrie gegen den ohrenbetäubenden Lärm der Sirene im Wageninneren an und mobilisierte weitere Kräfte zur Verstärkung.
Aber Abel hörte nicht hin. Die Welt um ihn herum war nicht mehr existent. Seine Gedanken galten einzig und allein Lisa. Und er flehte inständig, dass Lars bereits bei ihm zu Hause eingetroffen war.
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