126. Julienne, Pumps, große Schnalle aus Kunstharz, mit weißen Perlen verziert, Applikationen aus rotem Ziegenleder. Internationales Schuhmuseum, Romans.
Als Tochter eines Stiefelschustermeisters der Provinz wird Julienne sehr früh mit den Geheimnissen des Handwerks vertraut. Sie lässt sich 1919 in Paris in der Rue Saint-Honoré Nr. 235 nieder.
Etwas später eröffnet sie einen Laden in Biarritz. Dank ihrer zeichnerischen Fähigkeiten und der technischen Kenntnisse ihres Handwerks gehört sie zu den Besten ihres Gewerbes.
Julienne spezialisiert sich auf schöne Schuhe für Kunden, die sich keine maßgefertigten Modelle leisten können, aber trotz allem Wert auf Eleganz legen.
Ihre Schuhe sind Nachbildungen der maßgefertigten, unterscheiden sich jedoch von den gewöhnlichen, serienmäßig hergestellten Schuhen durch ausgesuchte Materialien und perfekte Formen.
Julienne ist den Modetrends voraus.
Sie passt den exotischen Einfluss der Kolonialausstellung dem Pariser Geschmack an. Aber schon vor dem zweiten Weltkrieg gibt Julienne ihre Tätigkeit auf.