171. Stéphane Kélian, Sandale, Sommer 2001. Internationales Schuhmuseum, Romans.
Stéphane Kélian
Spezialist für Handgeflochtenes
Romans zählt im Jahr 1920 hundertzwanzig Fabriken. Zahlreiche Unternehmen, die in den Jahren zwischen den zwei Weltkriegen in voller Blüte stehen, verschwinden wieder im Laufe der Zeit. Neue, wie die 1960 von Georges und Gérard Kéloglanian gegründete Herrenschuhfirma Kélian, entwickeln sich. Stéphane, der Bruder der beiden Gründer, bringt 1978 die erste Stéphane Kélian-Damenschuhkollektion heraus. Die eleganten, geflochtenen Schuhe bester Qualität erlangen schnell weltweites Ansehen. Die seit 1985 an der Börse notierte Firma besitzt zwei Fabriken in Romans und Bourg-de-Péage und beschäftigt vierhundert Personen.
Der aus Armenien emigrierte Jean Tchilinguirian arbeitet zuerst in den Schuhmanufakturen von Romans, bevor er 1945 seine eigene Werkstatt aufmacht. Im gleichen Jahr schließt sich sein Sohn Jean dem Familienunternehmen, in dem schon seine zwei Brüder und seine Schwester arbeiten, an. Diese kleine Manufaktur vereinigt Tradition und Know-how. Einige bekannte Modeschöpfer wie Agnès B. vertrauen der kleinen Firma, die doch zu den großen zählt, die Realisierung eines Teils ihrer Kollektion an. Heute werden die Kreationen Jean Tchilinguirians unter der Marke Tchilin in seiner Boutique in Romans verkauft.