Die Rolltreppe beförderte den gut aussehenden Mann aus der U-Bahnstation ans Tageslicht. Bernd hatte kurzes, dunkles Haar und über dem Mund sowie am Kinn ein kleines Bärtchen. Seine freundliche Ausstrahlung hob ihn wohltuend von den missmutigen Menschen ab, die ebenfalls dem Ausgang entgegenstrebten. Wie gerne wäre er jetzt, nach diesem ereignisreichen, hektischen Arbeitstag, einfach nach Hause in seine Wohnung gegangen, die nur wenige Gehminuten von hier entfernt war. Doch am kommenden Samstag würde die Gartenparty stattfinden, auf die er sich schon so lange gefreut hatte, und er besaß noch immer keine passenden Klamotten. Also hieß es, hier in der Fußgängerzone noch einiges zu besorgen – und er hasste Kleidungskäufe.
Der Grund dafür, dass Bernd trotzdem guter Laune war, war der, dass ihm hier vor einigen Wochen eine junge Frau aufgefallen war, der er seitdem immer wieder begegnet war. Etwas an ihr hatte ihn fasziniert, sodass er immer wieder an sie denken musste. So kam es, dass der freundliche junge Mann Ausschau nach ihr hielt, sobald er hier vorbeikam. Was zusätzlich eine gewisse Spannung und ein Prickeln verursachte, war die Tatsache, dass er noch nie ihr Gesicht gesehen hatte. Da er diesen Weg täglich zurücklegte, hatte er damit ein süßes Hobby gewonnen. Sein Bestreben war es, diese Frau ein bisschen genauer sehen zu können, in der Hoffnung, ihre Bekanntschaft zu machen.
Nun machte sich Bernd also auf den Weg durch die Fußgängerzone, die gleichzeitig auch eine beliebte Einkaufsstraße war. Das erste Schaufenster, das Bernd ins Auge stach, hatte nichts mit Jeans und T-Shirts zu tun. Es gehörte zu einem Dessousladen, der ihm zur Ablenkung ganz gelegen kam. Dieses Schaufenster stellte ein einziges Paradies für Bernd dar. Hier war er auf dem Heimweg schon öfter stehen geblieben und hatte vor sich hingeträumt.
Er richtete seinen Blick auf diese Schaufensterpuppe, die nur mit einem Negligé und schwarzen, halterlosen Netzstrümpfen bekleidet war. Sie hatte, wie alle diese Puppen, schlanke Beine und die ideale Figur. Diese hier war noch dazu so lebensecht, dass er sich von ihr magisch angezogen fühlte. Vor allem ihr Gesicht war so naturgetreu, dass sie vor Bernds Augen zu leben begann. Sie stand da in ihren High Heels und ihre rot lackierten Zehennägel schimmerten durch einen Hauch von Nylon hindurch. Ihren Blick auf Bernd gerichtet, ging sie etwas in die Knie, sodass sich ihre Schenkel leicht öffneten, gleichzeitig schob sie mit ihren schlanken Fingern ihr Negligé etwas nach oben. Ein perfekter Augenaufschlag ließ Bernd erschaudern.
„Komm etwas näher“, hauchte sie.
Seit sie zu ihm gesprochen hatte, war die Glasscheibe verschwunden und beide waren ganz allein. Bernd kam einen Schritt näher, sie legte ihre Hand auf seinen Hinterkopf und führte ihn langsam zu sich. Er kam ihrer glatten Scham so nahe, dass er ihren Duft wahrnahm.
„Ja, komm zu mir, küsse mich“, sagte sie und drückte ihn an sich.
Leise stöhnte sie, als er sie mit seiner Zunge berührte. Ihr Geschmack erregte ihn. Er spielte mit seiner Zunge, sie wand sich, ihr Stöhnen wurde lauter. Seine Zunge wurde immer mutiger und suchte sich nun auch den Weg in die Tiefe.
„Jaa …“, stöhnte sie auf.
Von weit weg hörte er jemanden „Entschuldigung“ sagen. Als er den Kopf drehte, sah er eine ältere Dame, die direkt neben ihm stand und der er offenbar den Weg versperrte. Bernd sah noch, wie die Frau im Weggehen den Kopf schüttelte. Von diesem Vorfall peinlich berührt, beschloss er sich nun wirklich auf die Suche nach passender Kleidung für das Wochenende zu begeben.
Schon bald hatte er einen Laden gefunden, verließ diesen jedoch schon wenig später. Der Ramsch, der seiner Meinung nach in solchen Läden angeboten wurde, war auch der Grund dafür, dass ihm solche Einkäufe so zuwider waren.
So lenkte er seine Gedanken unwillkürlich auf angenehmere Dinge. Es war nun schon etliche Wochen her, seit ihm dieses Geschöpf zum ersten Mal aufgefallen war; sie hatte mit einer anderen Frau gesprochen. An diesem Tag war der Rummel hier nicht allzu groß gewesen und so hatte er deutlich ihre angenehme, ruhige Stimme hören können. Natürlich waren ihm auch ihre schlanke Erscheinung und ihre hübschen, bestrumpften Beine aufgefallen. Aber all das hatte ihn in diesem Fall nur am Rande interessiert. Es war vor allem ihre Stimme, der Tonfall, ihre Art zu sprechen gewesen, was ihn so beeindruckt hatte. Er empfand seitdem eine große Zuneigung zu dieser Frau und er wollte sie unbedingt kennenlernen.
Bei dieser ersten Begegnung war es ihm nicht möglich gewesen, ihr Gesicht zu sehen, aber auch die anderen Male war es ihm nicht gelungen, eine bessere Perspektive zu erhaschen. Anfangs hatte es ihn geärgert, zunehmend genoss er nun seine Suche. Es war für ihn ein reizvolles Spiel geworden und die wiederkehrenden Begegnungen machten ihm auch Hoffnung auf mehr.
Schon allein ihr Gang faszinierte ihn. Er hatte so eine Bestimmtheit, dazu etwas Aufreizendes, aber auch etwas Lockeres, Entspanntes. Es waren nun etwa zwei Wochen vergangen, seit er sie das letzte Mal gesehen hatte, und das machte ihn ein wenig ungeduldig.
Seine Aufmerksamkeit wurde auf die Auslage eines Papierwarenladens gelenkt. Gedankenverloren betrachtete er die sorgsam angeordneten Waren. Sein Blick blieb an einem Tagebuch hängen und er erinnerte sich an seine erste Liebe. Vielleicht hatte die Jugend dazu beigetragen, dass sie damals mit einer gewissen kindlichen Unschuld und unbeschwerten Offenheit verschiedene Varianten der Liebe ausprobiert hatten. Gemeinsam hatten beide ihre ersten Erfahrungen darin gemacht, den Partner zuerst mit den Händen und dann auch mit dem Mund zu verwöhnen. Dies hatte übrigens lange vor dem eigentlichen Sex stattgefunden.
Die jungen Menschen waren dabei einfach ihren körperlichen Bedürfnissen und ihrem natürlichen Entdeckungsdrang gefolgt. Die von ihm geliebte Freundin hatte ihn in ihren Mund aufgenommen, hatte sein Glied zuerst zärtlich liebkost, dann daran gesaugt und ihm damit den Himmel auf Erden bereitet. Er naschte seinerseits mit der Zunge an ihr und ließ mit seinen gefühlvollen Lippen ihre Erregung wachsen.
Als er gerade vor Augen hatte, wie er mit seiner Zunge ihren zarten Flaum durchdrang, kam ihm wieder die Gartenparty in den Sinn und er stellte fest, dass er nun doch lieber weitergehen sollte. Bernd würde die Veranstaltung und den ungeliebten Einkauf ohnehin bald wieder vergessen, dazu brauchte er keinen besonderen Anlass.
Ein solcher kam ihm aber in diesem Augenblick in Form dieser gut aussehenden jungen Frau entgegen. Sie trug einen eleganter Blazer, dazu eine dunkle Hose. Damit machte sie auf Bernd den Eindruck einer Geschäftsfrau. Ihre grazile Gestalt wurde durch ihre Schuhe unterstrichen, deren schmale, hohe Absätze unter den Hosenbeinen hervorlugten und die ihrer Besitzerin einen erotischen, aufreizenden Gang verliehen. Dass die Konturen ihrer schlanken Schenkel nur im Rhythmus ihrer Schritte durch den leichten Stoff hindurch sichtbar wurden, regte seine Fantasie an. Nein, sie ist es nicht, dachte er, als sie aneinander vorbeigingen.
Sein Blick traf nun nicht etwa einen Jeansladen, sondern eine zierliche Frau, die in aufreizenden Schuhen vor einer Auslage stand und die darin ausgestellten Handtaschen betrachtete. Auch ihr kleiner, praller Po hatte seine Aufmerksamkeit erregt, ja er fand ihn richtig süß.
Wahrscheinlich hatte sie seine Blicke gefühlt, denn plötzlich drehte sie sich um und lächelte Bernd an. Bernd erwiderte das Lächeln und wandte seinen Blick wieder von ihr ab, nicht ohne dieser erfreulichen Erscheinung anerkennend zuzunicken. Auch wenn diese Frau seinen Geschmack gar nicht so schlecht getroffen hatte, so wusste er, dass seine Herzensdame deutlich größer war und überhaupt anders sein musste.
Bernd dachte, er sollte eigentlich …, doch da kam ihm gerade in jenem Augenblick diese Frau in dem leuchtend gelben Kleid entgegen. Der Wind drückte das Sommerkleid gegen ihre Scham. Die aufreizenden Umrisse, die sich hier abzeichneten, zogen seine Blicke an wie ein Magnet. Jenes Relief, das sich am Venushügel dieser Frau abzeichnete, empfand er als provokant. Sie trug offensichtlich kein Höschen. Könnte er doch nur seine Zunge an der Stelle über den Stoff gleiten lassen, wo dieser wie ein Hauch ihre weichen Rundungen bedeckte.
Erstaunlicherweise sprang ihm trotz seiner ausschweifenden Gedanken ein Jeansladen ins Auge. Er steuerte sofort auf diesen zu. Jedoch ein einziger Blick in das Schaufenster hatte genügt, um den Entschluss zu fassen weiterzugehen. So wandte er sich dem Springbrunnen zu, der ein paar Schritte von ihm entfernt war. Diese prachtvolle, mit weißem Stein umrandete Oase hatte etwas Beruhigendes. Hier konnte Bernds aufgewühltes Inneres für einen Augenblick zur Ruhe kommen. Das war jedoch nur von kurzer Dauer, denn während er in dieses sich bewegende Nass sah, fiel ihm Lisa ein; sie war seine vorletzte Freundin. Beide hatten damals festgestellt, dass sich der Lustgewinn deutlich steigern ließ, wenn man an den erogenen Zonen rasiert war. Er war verblüfft gewesen, wie erotischer man sich durch diese Veränderung fühlte, wie dadurch gewisse Körperbereiche sensibler wurden und man durch einfache Rasur das Lustempfinden bedeutend erhöhen konnte. Außerdem hatte er gefunden, dass der Schambereich seiner Partnerin unverhüllt einfach appetitlicher aussah. Und das war es auch, was ihm aus dieser Beziehung so besonders in Erinnerung geblieben war.
An all das hatte Bernd gedacht, während seine Augen auf den Brunnen gerichtet waren. Er sah in diesem Moment nicht das Wasser des Brunnens, sondern nur diese wunderbare Frau, mit der er damals den Sex so genossen hatte. Er hatte dabei ihre Lieblingsposition vor Augen, in der beide gleichermaßen zu ihrem Recht gekommen waren: Während sie ihn mit ihren weichen Lippen verwöhnte, kostete er von ihrer glatten Scham und bereitete ihr auf diese Weise höchste Lust.
Während Bernd so dastand, vor ihm der plätschernde Brunnen, hinter ihm die Passanten, umschloss sie seine Männlichkeit vollständig mit ihrem Mund. Während er sich unter ihren saugenden Lippen wand, küsste und liebkoste er ihren glatten Hügel, teilte diesen mit seiner Zunge, naschte am süßlich schmeckenden, feuchten Eingang …
Aus diesen Träumen wurde er durch eine schnelle Bewegung gerissen, die er aus den Augenwinkeln wahrgenommen hatte. Es war ein Mann, der mit seinem Fahrrad in knapper Entfernung an ihm vorbeigerauscht war. Bernd nahm diese Störung zum Anlass, seinen Weg fortzusetzen. Denn schließlich hatte er ja noch ein paar Dinge zu erledigen.
Da ist sie!, durchfuhr es ihn. Bernds Herz klopfte wie verrückt vor Aufregung. Vor ihm ging sie, mit grazilen Schritten, mit ihren schulterlangen Haaren, mit ihren schlanken Beinen, die oben durch einen eng anliegenden Rock verhüllt und unten in zartes Nylon gehüllt waren. Ihr knackig hervortretender Po war einfach zum Anbeißen. Bernd spürte ein angenehm festes Gefühl in seiner Hose. Er beschloss sie anzusprechen und betrat kurz nach ihr die Bäckerei. Jetzt sah er erstmals auch ihr Gesicht von der Seite, aber auch die einladende Wölbung ihres Busens. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals.
Da hörte er ihre Stimme: „Einen Laib Brot bitte. Dieses dunkle hier und geben Sie mir bitte noch drei von diesen Dingern da.“
Nun wurde ihm heiß, nun wurde er komplett verrückt. Das war nicht „sie“, das war nicht „seine“ Frau! Bernd fand sie zweifellos attraktiv, sie sah gut aus, hatte eine gute Figur. Das hatte für Bernd jedoch keinerlei Bedeutung mehr – denn sie war es nicht! Der Aussprache nach zu urteilen kam sie nicht aus dieser Gegend. Ihre Stimme hatte einen dunkleren Klang, hatte nicht diese Wärme, das wusste er ganz bestimmt.
So ein Mist, dachte er, als er die Bäckerei verließ. Wahrscheinlich wäre es heute besser gewesen, ohne Umschweife nach Hause zu gehen und sich die Decke über den Kopf zu ziehen. Genau das würde er jetzt auch tun und damit basta. Tief in seine Gedanken versunken sah er gegenüber einen Laden, der bis jetzt seiner Aufmerksamkeit entgangen war. Nur um die Sache für heute abhaken zu können, beschloss Bernd sich hier noch kurz umzusehen und sich dann aber auf jeden Fall zu Hause einzuschließen. So stolperte er also, erschöpft wie er mittlerweile war, in den Laden.
Zu seiner Überraschung fand er schon nach kurzer Zeit die von ihm gesuchten T-Shirts und noch dazu in reichlicher Auswahl. Seine Müdigkeit war wie weggeblasen. Er nahm drei der Shirts vom Ständer, erreichte mit wenigen Schritten die Umkleidekabine und schlüpfte, den Blick auf seine erbeuteten Stücke geheftet, mit Schwung am Vorhang vorbei.
„Oh, Verzeih…“, entfuhr es ihm. Die Hitze schoss Bernd in den Kopf, reflexartig hatte er auch schon wieder kehrtgemacht. Sein Blick war zuerst auf einen wohlgeformten Busen gefallen, der von einem roten BH mit Preisschild verhüllt war. Kurz darauf hatte er die erstaunten, aufgerissenen Augen dieser Frau wahrgenommen. Mit diesen Eindrücken und einem tiefen Gefühl der Scham stürzte er auch schon wieder hinaus und zwar mit demselben Schwung, mit dem er die Kabine betreten hatte.
In diesem Moment packte ihn jemand am Arm und zwar mit erstaunlich festem Griff. Erstaunlich deshalb, weil es die Frau mit dem roten BH war, die ihn lächelnd, aber entschlossen in die Kabine hineinzog.
„Entschuldigung, ich war wohl …“, stammelte er.
Sie schloss sanft die Augen und nickte unmerklich, als wollte sie sagen: Es ist doch nichts passiert, alles in Ordnung!
Er blickte ins Leere, während sie langsam in die Knie ging, seine Gürtelschnalle löste und seine Jeans ein Stück hinunterzog.
„Ich muss das nächste Mal besser …“, versuchte er sich nochmals zu entschuldigen. Als er durch seine Boxershorts hindurch einen leichten Druck und eine sanfte Bewegung ihrer Hand spürte, zuckte er unwillkürlich zusammen. Sie blickte lächelnd zu ihm hinauf und schüttelte ihren Kopf. Dann nahm sie ihre Hand aus seinem Schritt und zog die Shorts ein wenig nach unten. Bernd spürte Hitze in sich aufwallen, an seine T-Shirts dachte er jedenfalls nicht mehr. Er hatte sie irgendwann fallen lassen. Sein Kopf fühlte sich leer an, er konnte diese Situation nicht einordnen. Sie umschloss nun seine schon etwas größer gewordene Wölbung mit ihren feingliedrigen Fingern. Mit sanftem Druck bewegte sie ihre Hand langsam hin und her.
Sie blickte auf. „Ganz ruhig“, sagte sie nur. Sonst nichts. Ab diesem Moment wurde der junge Mann mit dem kleinen Bärtchen tatsächlich ruhiger. Er begann das, was ihm hier passierte, zu genießen. Bernd spürte die Erregung in sich wachsen und gleichzeitig seine Aufregung weichen. Während die Dame ihre behutsamen Bewegungen fortsetzte und ihn dabei von unten ansah, fiel ihm erstmals auf, wie hübsch sie war. Sie hatte schulterlanges, rötlich blondes Haar. Ihre dunklen Augen sahen sanft und intelligent aus, ihr Blick hatte etwas Festes, Bestimmendes. Ihre Nase war wohlgeformt, ihre Lippen waren voll und sinnlich.
Voller Erregung und mit Genuss sah er, wie sich eben diese Lippen öffneten und sich ihm, schon prall und mächtig geworden, näherten. Er beobachtete, wie ihr Mund sich über ihn stülpte, und er spürte ihren warmen, feuchten Atem. Sie sahen einander kurz in die Augen, bevor sie ihn ganz tief in sich aufnahm. Ihr Mund umschloss ihn sanft und verursachte in ihm ein wohlig weiches Gefühl. Bernd nahm nur verschwommen wahr, dass er sich noch immer in einer Umkleidekabine eines belebten Kaufhauses befand. Dieses Bewusstsein löste sich durch die rhythmischen Bewegungen der Unbekannten vollständig auf.
Das Saugen ihres Mundes steigerte seine Lust ins Unermessliche. Als sie dann auch noch dafür sorgte, dass er ihren Rachen berührte, gab er leise, stöhnende Laute von sich. Sein Körper spannte sich an. Er hatte das Gefühl, es nicht mehr lange auszuhalten. Sein fragender Blick suchte ihre Augen. Wissend, ruhig, liebevoll, jedoch ohne Antwort erwiderte sie ihn. Für ihn schien es dennoch klar, dass die Unbekannte das Spiel genauso schnell beenden würde, wie sie es begonnen hatte.
Die Frau mit dem roten BH und den schönen, weiblichen Formen konzentrierte ihren Blick nun wieder auf das Objekt ihrer Begierde. Mit festem Griff grub sie beide Hände in seine Pobacken, ihren Kopf bewegte sie schneller als vorhin. Unwillkürlich gab er abermals kleine Laute von sich. Er stützte sich mit einer Hand an der Wand ab, griff mit der anderen behutsam an ihren Hinterkopf, spürte ihr weiches Haar. Sie hielt ihn mit einer Hand fest, während sie ihn mit ihrem weichen Mund umhüllte und ihre zärtliche Zunge kreisen ließ. Bernd spürte, wie sich sämtliche Muskeln seines Körpers lustvoll anspannten. Dann explodierte er. Er spürte, während es noch in ihm pulsierte, ihre sanften Lippen und ihre nun langsamer werdenden, ausklingenden Bewegungen.
Behutsam zog sie ihren Kopf zurück. Sie gab ihn frei, schob seine Shorts wieder hinauf. Sie verließen gemeinsam die Kabine und auch das Kaufhaus. Er lud sie in ein Café ein, wo sie sich angeregt und ausführlich unterhielten.
Von Ulli erfuhr er dort, dass sie ihn schon öfter in der Gegend gesehen und ihn auch sofort begehrt hatte, doch er hatte sie bisher leider nicht beachtet. Ein Riesenglück sei es gewesen, dieses Missgeschick mit der Umkleidekabine. Bernds Antwort auf dieses Liebesgeständnis nahm sie mit glücklich funkelnden Augen auf. Die wenigen Worte, die seine neue Freundin in der Kabine gesprochen hatte, jenes sanfte „Ganz ruhig“, hatten ihn in seinem tiefsten Innersten berührt. Seitdem wusste er nämlich, dass er es genau mit jener Frau zu tun hatte, die er schon so lange Zeit gesucht hatte.
Schon bald ging der verliebte Ton in eine entspannte, scherzende, aber nicht weniger gefühlvolle und prickelnde Unterhaltung über. Dann wurde es ruhig und beide sahen einander nur still lächelnd in die Augen. Bis Ulli langsam ihre sinnlichen Lippen öffnete.
„Ich finde, du bist mir noch etwas schuldig.“
Bernd verstand sofort.