Alles fing damit an, dass sie sich zu ihrer Tasche herunterbeugte, darin kramte und einen Joghurt hervorholte. Ich schaute ihr dabei zu. Außerdem sah ich, weil ich direkt neben ihr saß, mehr, als sie vielleicht wollte, dass ich zu sehen bekam. Das war mir egal, ich schaute hin und wenn es sie störte, dann würde sie mir das schon sagen. Sie kam wieder hoch, schaute mich an und sah, dass ich lächelte. Sie wusste, was ich gesehen hatte.
Sie stand auf, um sich einen Löffel zu holen. Sie ging ein paar Meter zur Küchenzeile und ich hatte Zeit und Gelegenheit sie in Ruhe anzuschauen. Sie trug einen kurzen Rock, durch den ihre schlanken Beine gut zur Geltung kamen. Durch die Sonne waren ihre Beine leicht gebräunt. Sie waren glatt und versprachen eine angenehme Geschmeidigkeit. Ich stellte sie mir in einem knappen Bikini mit String vor. Ihr Hintern zeichnete sich aufreizend ab. Er schaukelte beim Gehen rhythmisch hin und her.
Ja, sie gefiel mir, sie hatte mir von Anfang an gefallen, außerdem war sie witzig und besaß einen ausgeprägten Sinn für Humor.
Sie kam zurück. Ihre prallen Brüste waren unter dem engen T-Shirt deutlich zu erkennen und ich konnte ihre Brustwarzen sehen.
Hatte sie meine Blicke gespürt oder gar gesehen? Ging in ihrem Slip Ähnliches vor sich wie in meiner Hose? Ich bekam feuchte Hände.
Sie kam auf mich zu und setzte sich wieder. Sie öffnete den Becher und entfernte den Deckel. Bei allem schaute ich ihr zu, auch bei dem, was nun folgte und was alles Weitere ins Rollen brachte. Dieser Tag schien einfach der Tag zu sein, an dem es passierte. Anders kann ich mir das nicht erklären.
Ich weiß nicht, warum ich das vorher noch nie gemacht habe, vielleicht weil wir noch nie allein im Aufenthaltsraum gesessen hatten. Es kommt eben immer auf den richtigen Moment an. Den hatte es bisher noch nicht gegeben.
Wir kannten uns schon seit zwei Jahren. Ich arbeitete bereits drei Jahre hier, als sie sich vorstellte und sofort eingestellt wurde. Wahrscheinlich nicht nur wegen ihrer fachlichen Kompetenzen … Sie machte ihre Arbeit gut. Das merkte jeder schnell. Unser Chef hatte ein gutes Auge und einen guten Geschmack und dass er uns damit einen Gefallen erwies, hatte er bei der Einstellung sicher gewusst. Aber er stellte auch nicht jeden ein. Er ließ sich bestimmt nicht blenden.
Wir liefen uns oft über den Weg und sie schaute mich auch meistens an. Sie hatte dunkle, wunderschöne Augen und irgendwie lag in ihrem Blick etwas Erwartungsvolles. Das dachte ich jedenfalls. Dennoch traute ich mich nicht sie anzusprechen, zumindest nicht auf die Art und Weise, die viel Spielraum für Interpretationen ließ. Ich bildete mir ein, dass meine Blicke eindeutig waren. Manchmal hatte ich den Eindruck, sie schaute mich auf die gleiche Weise an, erwartungsvoll, aber unsicher, wie sie es anstellen sollte. Ich fand sie jedenfalls mehr als attraktiv. Aber ich war in Sachen Flirten etwas aus der Übung.
Sie konnte aus den Augenwinkeln sehen, wie ich ihr dabei zusah, wie sie den Deckel ihres Joghurts in den Händen hielt.
Dann fing sie an diesen Joghurtbecherdeckel abzulecken. Ich bekam sofort eine Erektion. Das war mir noch nie passiert.
Mir war sofort klar, dass sie den Deckel, so wie sie ihn ableckte, für mich ableckte.
Ihre Zunge schob sich zwischen ihre geöffneten Lippen, die feucht glänzten, auf den Deckel zu. Sie öffnete den Mund weiter und fuhr mit der Zunge langsam über den Joghurt, der noch am Deckel klebte. Aber nicht nur ihre Zunge und ihre Lippen machten mich wahnsinnig. Auch wie sie den Kopf bewegte, leicht vor und zurück, signalisierte, was sie beabsichtigte.
Es machte ihr offensichtlich Spaß, mich zu reizen. Na ja, und ich ließ es zu, warum auch nicht, alles, was ich sah, gefiel mir. Außerdem hatte sie mir ja immer schon gefallen, aber irgendwie hatte sich noch nicht die richtige Gelegenheit geboten, ins Gespräch zu kommen. Aber in dem Moment, als ich ihre Zunge sah, wie sie den Joghurt ableckte, wusste ich, dass an diesem Tag etwas anders war. Hier passierte etwas zwischen uns, das schon viel früher hätte passieren können.
Wir sahen uns an und wussten beide, was der andere dachte.
An ihren vollen, roten Lippen klebte etwas Joghurt. Sie entfernte ihn mit dem Zeigefinger und dann steckte sie den Finger in den Mund und leckte ihn ab, sehr langsam und ganz genüsslich. Sie schob ihn in den Mund, saugte daran und zog ihn wieder heraus. Das wiederholte sie zweimal, sauberer konnte ein Finger nicht werden.
In meiner Hose pochte es immer heftiger.
Dann war der Deckel wieder dran. Sie ließ sich Zeit. Das fand ich gut. Als sie endlich fertig war – auch ein Deckel war niemals so sauber gewesen –, legte sie ihn zur Seite und wollte den Löffel nehmen.
„Mach das noch mal“, sagte ich zu meiner eigenen Überraschung.
Sie drehte den Kopf.
„Was?“, fragte sie mit einem Lächeln.
Ihre Frage bedeutete nicht, dass sie nicht verstanden hatte, was ich gesagt hatte, oder dass sie glaubte, es falsch verstanden zu haben. Nein.
„Den Deckel ablecken!“, sagte ich und seufzte.
„Da ist doch nichts mehr dran. Alles abgeleckt.“ Sie seufzte auch.
„Aber es sieht gut aus.“
„Tatsächlich?“, fragte sie grinsend und ihre Hand machte sich auf den Weg.
Sie nahm den Deckel und drehte sich zu mir. Sie hob ihn an den Mund, ich sah, wie sie den Mund öffnete und wie ihre Zunge langsam zum Vorschein kam. Ich schaute hoch und sah, dass sie mich dabei ansah.
„Das würde dir gefallen“, flüsterte sie.
Wir wussten beide, was sie meinte.
„Das Zuschauen ist schon richtig gut, aber mehr würde mir natürlich besser gefallen. Ja.“
„Mehr?“, fragte sie.
„Als Jugendlicher bin ich häufig in die Bücherei gegangen. Nicht nur wegen der Bücher, da saß regelmäßig eine Frau, die hat beim Lesen immer an ihrem Bleistift gekaut und gelutscht und ich habe mir gewünscht das Ende des Bleistifts zu sein. Ich hatte immer eine heftige Erektion. Danach musste ich immer auf die Toilette verschwinden.“
„Hast du jetzt auch eine?“
Ich glaubte nicht richtig verstanden zu haben, aber als ich sah, wie sie schaute, wusste ich, dass ich mich nicht verhört hatte und dass sie die Absicht hatte mich zu provozieren. Warum lügen?, dachte ich und erwiderte: „Ja, und was für eine.“
„Musst du auch auf die Toilette?“, kokettierte sie.
„Noch nicht, aber bald vielleicht“, sagte ich.
„Du brauchst noch mehr?“, fragte sie.
„Nicht wirklich, aber der Weg ist doch bekanntlich das Ziel.“
„Da ist was dran“, sagte sie und drehte ihren Stuhl so zu mir, dass wir uns nun direkt gegenübersaßen.
Sie zog ihren Rock hoch und spreizte die Beine. Da der ziemlich kurz war, ging das sehr gut. Ich schaute natürlich sofort zwischen ihre Beine und stellte begeistert fest, dass sie keinen Slip trug! Ich sah sofort das gut rasierte Dreieck ihres Schoßes.
Sie strich sich mit den Fingern über die glatte Haut ihres Schenkels und nahm die Beine noch etwas weiter auseinander.
„Willst du mal kosten?“
„Du meinst …?“, fragte ich wirklich ziemlich blöd. Ich wusste doch genau, was sie von mir wollte.
„Du traust dich nicht?“ Ihre Finger berührten ihre Scham.
„Hier und jetzt?“
„Warum nicht?“, stöhnte sie leicht.
Sie rieb sich inzwischen ihre verlangende Mitte immer genüsslicher. Ich konnte riechen, wie erregt sie war.
Ich rutschte vom Stuhl und kniete mich vor ihren wunderbar duftenden Venushügel und sah zu, wie sich ihre Finger bewegten. Ich küsste ihre warme Haut, die unter den Berührungen meines Mundes und meiner Zunge zitterte. Sie stöhnte auf. Sie hatte sich die ganze Zeit gewünscht, dass ich das machen würde.
Ich bewegte meinen Kopf langsam ihrem sensibelsten Punkt entgegen. Obwohl ich es kaum mehr ertrug, sie nur zu schmecken, hielt ich mich zurück, sie überfallartig zu begrüßen.
Zuerst spürten die Innenseiten ihrer weit gespreizten Schenkel meine Zungenfertigkeit und nur langsam schob ich meinen Kopf weiter vor. Nein, eigentlich brauchte ich mich gar nicht mehr zu bewegen, denn sie schob sich mir selbst entgegen. Sie drängte ihre Lust meinem Mund entgegen. Ich konnte gar nicht anders, als ihre Lippen zu küssen und sanft mit der Zunge in ihre Öffnung zu dringen.
„Köstlich“, flüsterte ich.
„Nicht aufhören, nicht reden“, stöhnte sie und legte ihre Hände auf meinen Kopf. Sie drückte mich gegen sich. „Stell dir vor, es ist ein Joghurtdeckel, der sauber werden muss.“
„Nein, das hier ist viel besser als Joghurt.“ Ich musste Luft holen und schlucken. „Viel köstlicher.“
Ihr Becken nahm einen eigenen Rhythmus auf, ich suchte mit der Zunge ihre Klitoris und küsste sie. Sie stöhnte laut auf und ihr Becken zuckte. Meine Hände glitten an ihren Schenkeln nach oben. Ich legte sie über meine Schultern, damit meine Zunge ungehindert arbeiten konnte. Ich bewegte meinen Kopf etwas nach oben, damit meine Daumen Platz hatten, in ihre Mitte zu tauchen. Mit den Fingern spreizte ich ihre glänzenden, warmen Labien vorsichtig. Meine Daumen glitten gleichmäßig in ihren warmen Schoß, während meine Zunge weiter mit ihrer Perle spielte. Nein, eigentlich spielte sie nicht mit ihr, meine Zunge quälte sie erregend.
Ihr Becken bewegte sich immer schneller und unkontrollierter. Ihr gesamter Unterleib spannte sich plötzlich an. Ihre Finger krallten sich in meinen Haaren fest und sie drückte meinen Kopf noch fester an sich.
„Ja, koste mich, ja“, stöhnte sie, „ich komme gleich.“
Ihr Becken zuckte vor und zurück. Ich hätte in sie kriechen können, so erregt war sie, so voller Lust und Leidenschaft. In welchem Zustand ich mich befand, brauche ich wohl nicht zu beschreiben. Es brannte zwischen meinen Lenden. Meine Hüften hatten sich selbstständig in rhythmische Bewegungen versetzt, der Stoff meines Slips rieb an der Spitze meiner Erregung. Aber ich wollte mehr. Ich wollte umschlossen werden, ich wollte in ihre Wärme eindringen und mich in ihr bewegen, ich wollte Haut unter meinen Händen spüren. Ich wollte ihre Brüste sehen und berühren.
Trotzdem blieben meine Zunge und meine Lippen fleißig dort, wo sie sie haben wollte, denn ich genoss das erregende Gefühl, sie so unter meinen Händen und meinem Mund beben zu spüren.
Kurze ruckartige Zuckungen und tiefes, wenn auch unterdrücktes Stöhnen kündigten ihren Orgasmus an. Sie wusste anscheinend doch noch, wo wir uns befanden.
Ich öffnete die Augen und sah, wie sie ihren Mund und ihre Augen aufriss, als es ihr heftig kam. Ich trank die Köstlichkeit ihres lang anhaltenden Höhepunktes. Ihre Hände ließen mich wissen, dass ich noch nicht aufhören sollte. Doch ich wollte sie auch noch haben.
Ich befreite mich von ihrer zärtlichen, aber bestimmten Umklammerung, entfernte schnell und geschickt meinen Schwanz aus seinem Gefängnis und führte ihn zielsicher an den Ort, nach dem er sich sehnte. Ein Blick in ihre Augen sagte mir, dass sie nichts dagegen hatte, mich in sich aufzunehmen. Ihre zärtlichen Finger halfen mir, den richtigen Weg zu finden.
Ich drang kraftvoll in sie ein und bewegte mich sofort einer Erlösung entgegen, die ich lange herbeigesehnt hatte.
Als sie meinen Kopf zu sich zog und sich unsere Lippen leidenschaftlich und stürmisch berührten, spürte ich bereits, wie die Befreiung sich ankündigte. Mein Körper machte, was er wollte, und er bekam, was er brauchte. Unsere Zungen suchten und fanden sich, unser Atem vereinte sich und als unsere Münder miteinander zu verschmelzen schienen, als wir eins zu sein schienen, ergoss ich mich so heftig, dass mir die Tränen in die Augen schossen. Ich riss den Mund auf und bekam kaum noch Luft. Mein Körper wurde durchgeschüttelt.
Als sie das Zucken meines Penis in sich spürte und meine Erleichterung in sich aufnahm, kam auch sie noch einmal stöhnend und lustvoll keuchend.
Weil wir noch immer unsere Lippen aufeinanderpressten, waren unsere Laute kaum hörbar.
Heute, nach sechs Monaten Ehe, suchen wir hin und wieder nach Orten, an denen nicht wirklich klar ist, ob wir unentdeckt bleiben. Übrigens: mit Erdbeeren und Oliven kann man auch schöne Sachen machen, nicht nur mit Joghurtdeckeln …