Romantischer Abend

Linda Freese

Schaum spritzte überall auf die weißen Kacheln und das Wasser schwappte über den niedrigen Wannenrand. Wie wilde Tiere fielen wir übereinander her. Unsere Leidenschaft kochte über, so wie das Wasser, das an den Fliesen heruterlief. Schäumende Wogen blau gefärbten Wassers wirbelten in der kleinen Wanne, wie Geysire und überschwemmten unsere erhitzten Körper. Mit jeder sinnlichen Bewegung spritzten nasse Tropfen auf unsere geröteten Gesichter und verschwitzten Gliedmaßen. Trotz der Enge bewegte ich mich immer heftiger und wir ahnten beide, dass wir gemeinsam kommen würden.

Wir hatten uns so richtig in Fahrt gebracht, uns gegenseitig heiß gemacht.

Schon lange hatten wir einen romantischen Abend geplant, mit allem, was dazugehört. Heute planten wir nicht nur, wir setzten unsere Pläne auch um, um nicht zu sagen Marcus setzte sie um, hielt sie aber vorerst geheim.

Er hatte für uns einen Tisch, in einem kleinen italienischen Restaurant um die Ecke, reservieren lassen. Wir hatten dort schon oft gegessen und es war immer wieder schön. Er überraschte mich mit seiner Einladung, jedoch hatte er eine kleine Bedingung und so fing alles an …

Marcus stand direkt vor mir und meinte: „Na, meine Kleine, hast du Lust heute mit mir essen zu gehen?“

Verblüfft schaute ich in seine braunen, klaren Augen. „Essen gehen? Na klar hab ich Lust. Kochen muss nicht sein nach diesem anstrengenden Tag“, erwiderte ich.

„Dann ist ja alles klar“, sagte Marcus mit einem leichten Unterton, den ich noch nicht deuten konnte.

„Ist noch was?“, lautete meine neugierige Frage.

„Nun“, setzte er an und lächelte verschmitzt, „ich möchte gerne, dass du mir einen Gefallen tust, Melanie.“

„Einen Gefallen? Was denn?“

„Wenn wir essen gehen, möchte ich, dass du einen Rock oder ein Kleid trägst und darunter keine Unterwäsche.“

Nachdenklich stand ich da und überlegte, ob ich es riskieren konnte, ihm diesen Wunsch zu erfüllen.

„Natürlich nur, wenn du es auch willst, Mel“, fügte er hinzu.

Nachdem ich nachgedacht hatte, zögerte ich noch eine Weile, um es spannend zu machen, und sah ihn einfach nur an. Das war zu viel für ihn und er fragte: „Und? Hast du dich entschieden?“

„Ja, habe ich“, antwortete ich lapidar, „ich werde es tun, nur für dich.“

Freudig erregt riss er mich in seine Arme, drückte mich kräftig und bedankte sich überschwänglich: „Danke, Mel, das wird ein verdammt heißer Abend. Mach dich auf was gefasst!“

So gingen wir also eine Stunde später zu unserem Italiener. Ich hatte das kleine Schwarze gewählt, dazu halterlose Strümpfe und High Heels. Meine langen, blonden Haare hatte ich zu einer eleganten Frisur hochgesteckt. Marcus hatte sich für einen grauen Anzug mit hellblauem Hemd entschieden und er sah darin fantastisch aus. Wie abgesprochen trug ich keine Unterwäsche und es war ein prickelndes Gefühl, so über die Straßen zu gehen. Immer wenn ein Windhauch an uns vorüberzog, hielt ich mein Kleid fest, sodass es nicht hochfliegen konnte. Marcus sagte daraufhin zu mir: „Lass es doch einfach, halte es nicht fest und gönne mir einen Blick auf deinen knackigen, wohlgeformten Po.“

„Das kann ich doch nicht tun, Marcus, jeder sieht es doch“, erwiderte ich zweifelnd.

„Tu es für mich! Was gehen uns andere an und außerdem kann mich ruhig jeder um dich beneiden. Bitte!“, flehte er mich fast an.

Ich gewährte ihm auch diesen Wunsch und hielt das Kleid nicht mehr fest. Zum Glück war es nicht so windig und außer den Spitzenrändern meiner Nylonstrümpfe konnte niemand etwas sehen.

Wir betraten das Restaurant, nahmen an unserem reservierten Tisch Platz und wählten unsere Speisen. Die Atmosphäre war einfach hinreißend und Marcus sah glücklich aus. Wir liebten uns und es war mir wichtig, dass es ihm gut ging.

Noch bevor das Menu vom Kellner gebracht wurde, trug Marcus ein erneutes Anliegen vor: „Mel, meinst du, du kannst deine Beine ein wenig öffnen? Niemand sieht es unter dem Tisch.“

Ich sah ihn an und wusste, er meinte es ernst. Dieses Spielchen erregte mich und ich wurde feucht. Der Gedanke, dass ich ohne Höschen hier saß und dann auch noch meine Beine spreizen sollte, war prickelnder als Champagner.

Ich antwortete nicht gleich und Marcus flüsterte mir zu: „Niemand sieht es, glaube mir. Ich möchte etwas fallen lassen, danach unter dem Tisch suchen und als Krönung einen Blick auf deine Venus werfen.“

Ich stimmte mit einem Lächeln zu.

Glücklich lächelnd hauchte er ein „Danke“ über den Tisch und nahm sogleich seine Serviette, entfaltete sie und bei diesem Vorgang ließ er sie, wie aus Versehen, fallen. Ich öffnete meine Beine unauffällig und Marcus beugte sich unter den Tisch. Nur ein verschwindend kurzer Moment verging und er erschien wieder oberhalb der Tafel. Röte war in sein Gesicht gestiegen und da ich ihn lange genug kannte, war mir klar, dass er sehr erregt war. Schnell schloss ich meine Schenkel wieder und sah erwartungsvoll in seine Richtung.

„Du bist so schön, Mel. Ich liebe dich. Danke, dass du mir vertraust.“

„Ich vertraue dir sehr, Marcus, das weißt du und ich liebe dich.“

In trauter Zweisamkeit aßen wir unsere italienischen Gerichte mit großem Appetit. Kleine Berührungen mit den Händen oder Füßen heizten unsere erotische Stimmung noch weiter an. Nach dem Essen verließen wir das Lokal und gingen zu Fuß nach Hause.

Wir liefen durch einen kleinen Park und als wir an einer Reihe von Bäumen vorbeischlenderten, zog Marcus mich plötzlich hinter eine große Eiche. Er presste mich an den breiten Stamm des Baumes und küsste mich leidenschaftlich. Ich erwiderte seinen Kuss voller Sinnlichkeit und unsere Zungen spielten das feuchte Spiel der Erregung in einem perfekten Duo. Sein Atem wurde schneller und er fuhr mit einer Hand unter mein Kleid. Grob fasste er mein Hinterteil und knetete es, was mich intensiv reizte. Seine Hand glitt langsam an meinem äußeren Oberschenkel entlang und legte sich auf meinen glatt rasierten Venushügel. Dort verweilte sie einen Augenblick, nur um dann fordernd meine heiße Mitte zu berühren und mit einem Finger in mich einzudringen. Ich stöhnte leise auf und hielt mich, meine Arme um seinen Nacken schlingend, an ihm fest. Nur ein wenig penetrierte er mich mit seinem Finger und zog ihn viel zu schnell aus mir zurück.

Leise hauchte er in mein Ohr: „Ich bin verrückt nach dir, aber lass uns noch warten.“

„Oh, Marcus. Ich bin so heiß“, wimmerte ich und hielt ihn noch fester umschlungen.

„Bald werde ich dich erlösen, aber du musst noch etwas Geduld haben. Der Abend ist noch lang.“

Wir spazierten hoch erregt durch den Park zurück nach Hause. Ab und zu landete seine Hand auf meinem Hinterteil und kniff vorsichtig hinein. So gelang es ihm, die erotische Stimmung die ganze Zeit aufrechtzuerhalten, und ich wollte nur noch eins: von ihm zum Höhepunkt gebracht werden.

„Nun, meine Kleine, ich habe noch eine Überraschung für dich“, posaunte Marcus, nachdem wir zu Hause angekommen waren.

„Was denn?“, wollte ich neugierig wissen.

„Warte hier, ich bin gleich zurück“, lautete seine Anweisung.

Ich machte es mir bequem und setzte mich auf das Sofa. Nach einer Ewigkeit, jedenfalls kam es mir so vor, erschien Marcus und fragte: „Was hältst du von einem gemeinsamen entspannenden Bad?“

Er reichte mir seine große, männliche Hand und nur zu gerne ergriff ich sie und ließ mich ins Bad führen. Er öffnete die Tür und ich war fassungslos: Er hatte unser kleines Bad in eine Oase der Romantik verwandelt. Wie in einem Traum standen überall Kerzen und frische Blumen. Die Wanne war mit Blütenblättern von roten Rosen übersät, die auf hohen Schaumbergen schwammen, und es roch wie in einem Rosengarten bei Regen. Im Hintergrund lief eine CD mit unserer Lieblingsmusik, Balladen und Lovesongs, die wir uns gemeinsam gekauft hatten. Es war so romantisch und ich kam mir wie eine Prinzessin vor. Der Raum war erfüllt von leichter Musik und dampfenden Nebelschwaden – meine Stimmung befand sich auf dem Höhepunkt.

Langsam führte Marcus mich auf ein weiches Handtuch, das er auf den Boden gelegt hatte. Er umfasste meine Taille und presste seine vollen, begierigen Lippen auf meine. Der Kuss erhöhte meine sexuelle Erregung wieder und ich spürte meine feuchte Lust. Fordernd drückte er seine Hüfte gegen meine und ich fühlte seine geballte Männlichkeit.

Er schob mich sanft von sich und begann sich auszuziehen. Seine Hose fiel achtlos zu Boden und er murmelte: „Ich gehe schon in die Wanne und du wirst dich vor mir ausziehen, aber bitte ganz langsam, damit ich es genießen kann.“

Auch diesen Wunsch erfüllte ich ihm gern. Eilig entledigte er sich seiner restlichen Kleidung. Sein Penis war voll erigiert. Das reizte mich so sehr, dass ich mich am liebsten sofort darum gekümmert hätte, aber dazu musste ich mich erst einmal ausziehen.

Marcus schwang sich elegant in die Badewanne und die Blütenblätter bildeten ein wirres Muster auf den Schaumkronen.

„Fang an, Mel, ich bin so heiß auf dich“, hauchte er heiser und krächzend.

Ich positionierte mich direkt vor ihm und bewegte mich im Takt der Musik. Meine Hände verschwanden hinter meinem Rücken und ich öffnete den Reißverschluss des Kleides. Das ratschende Geräusch ertönte laut in dem dampfenden Zimmer. Ganz langsam zog ich das Kleid über meine Schultern und ließ nur den Ansatz meiner Brüste erkennen. Pralle, weiße Haut lugte aus dem schwarzen Stoff hervor. Gemächlich ließ ich das Kleid immer tiefer sinken, erst über meine Brüste, dann über meine Taille und mit einem letzten Zögern fiel es zu Boden. In Nylonstrümpfen und High Heels stand ich vor Marcus, der in der Wanne nach unten gerutscht war und lüstern meinen Körper betrachtete.

Meine Hüften wippten zu den Klängen der Musik, ich schlüpfte aus meinen Schuhen und kickte sie in eine Ecke. Bedächtig beugte ich mich ein wenig nach vorne und stellte ein Bein auf den Wannenrand. Meine nackte, vor Verlangen feuchte Mitte war deutlich zu sehen und ich genoss Marcus’ gierigen Blick, der auf meinem Venushügel haftete. Mit sachten Bewegungen löste ich den Haftrand der Stümpfe von meinen zarten Schenkeln und rollte sie vorsichtig nach unten. Achtsam wickelte ich die Nylons über meinen Fuß und warf den Strumpf hinter mich. Nachdem ich das Bein gewechselt hatte, wiederholte ich die Prozedur und ging dabei noch langsamer vor, um die Stimmung so richtig anzuheizen.

Voller Begierde starrte Marcus meine Beine an und sein Atem hatte sich beschleunigt. Auch ich war in höchstem Maße erregt und meine Nippel waren hart geschwollen und streckten sich ihm erwartungsvoll entgegen.

Mit sanften, grazilen Bewegungen stieg ich in die Badewanne, die über und über mit Schaum beladen war. Das warme Wasser erreichte meine Waden und umspielte meine Schenkel. Ich stand in der kleinen Wanne und Marcus’ Gesicht war genau auf der Höhe meines Geschlechts. Seine Augen klebten auf meinem Lustzentrum und mit leicht gespreizten Beinen setzte ich mich in das warme Nass. Mit den Händen spritzte ich mir Wasser über meine Schultern und ließ es über meine prallen Brüste laufen. Überall auf meiner Haut bildeten sich Wassertropfen und verliehen ihr ein frisches Aussehen. Ich entfernte die Haarklammern aus meinem langem Haar, es löste sich und fiel in Wellen über meinen Rücken bis ins Wasser. Mit beiden Händen schöpfte ich warmes Wasser und goss es mir über meine Haare, bis sie nass auf meiner Haut klebten.

Marcus beobachtete jede meiner Bewegung und sein erigierter Penis lugte aus dem Wasser. In atemloser Spannung leckte er sich mehrmals über die Lippen und bewegte sich unruhig in der Wanne.

„Komm her zu mir, Schönste“, hauchte er.

Das Wasser geriet in Wallung, als ich mich auf ihn legte. Seine Männlichkeit presste sich an meinen Bauch und wir küssten uns leidenschaftlich. Zärtlich streichelten wir gegenseitig unsere nasse, mit Wassertropfen übersäte Haut. Meine Haare lagen schwimmend auf seiner Brust und steigerten seine Lust, sodass er noch wilder und ungestümer wurde.

Langsam kroch ich auf seinem Körper ein wenig höher, sodass meine Unterschenkel auf seiner starken, behaarten Brust lagen. Er öffnete seine Beine, um mir Platz zu machen, was in der kleinen Badewanne nicht so einfach war. Wasserwogen schwappten in der Wanne hin und her und ich änderte noch einmal meine Stellung, sodass ich auf ihm kniete. Marcus’ starke Hände umfassten meine schmale Hüfte und er hob mich sanft an, um mich besser positionieren zu können.

Ich fühlte seine Manneskraft an meiner Vagina und meine Schamlippen umfingen ihn wie einen willkommenen Gast. Er näherte sich meiner Öffnung und glitt mühelos in mich hinein. Mein vom warmen Wasser umspieltes Lustzentrum empfing ihn voller sinnlicher Leidenschaft. Er drang tief in mich ein und stimulierte meinen sensibelsten Punkt gekonnt und zielgerecht. Rhythmisch bewegte ich meine Hüften auf seinem Becken und wir gerieten in einen Taumel der Sinnlichkeit.

Warmes Wasser plätscherte über unsere erhitzten Körper und floss an uns herunter. Kribbelnde Wasserperlen liefen über unsere erregte Haut und steigerten die temperamentvollen Schwingungen, die wir gemeinsam vollführten. Wogende Wassermassen gluckerten unter, über und neben uns. Wellen aus Schaum und mit bunten Blütenblättern besetzt schwappten über den Wannenrand und bildeten auf dem Badezimmerboden einen See aus Rosen und Gischt. Immer glühender bewegte ich mich auf ihm und geriet in eine Art Trancezustand, in dem es nur noch ein Ziel gab: die Erlösung für uns beide!

Stöhnend saß Marcus unter mir und bewegte sein Becken im gleichen Rhythmus wie ich. Seicht und noch entfernt spürte ich die lodernden Flammen des Orgasmus näher kommen. Damit wir gemeinsam kommen konnten, schrie ich: „Ich komme gleich! Noch ein bisschen, Marcus!“

Seine Antwort kam gepresst aus seiner trockenen Kehle: „Ich komme auch, warte noch. Ich will es mit dir zusammen genießen!“

Noch einmal steigerten wir das Tempo unseres aufeinander abgestimmten Rhythmus. Mit jedem Pochen unserer Herzen wippten wir dem Höhepunkt entgegen. Die lodernden Flammen brannten von meinem Kopf in Richtung Unterleib. Heiße Glut stieg in meinem Körper auf und ich glaubte zu verbrennen. In einem Feuer aus Leidenschaft schrie ich meine Glückseligkeit hinaus und nahm nur verschwommen wahr, dass Marcus sich unter einem letzten Aufbäumen heiß in mir ergoss. Sein weißes Gold verteilte sich in meinem Innern und Wasserwogen schwappten in hohen Wellen über unsere nassen Körper.

Hechelnd verlor ich meine Muskelspannung und sank, völlig verausgabt, auf seinem erhitzten Bauch. Er stöhnte noch leicht und versuchte japsend nach Luft zu schnappen. Auch er entspannte sich nun und lag selig erschöpft in der Badewanne. Die Wassermengen beruhigten sich langsam und nur noch seichte blaue Wellen überlagerten uns mit ihrem Schaum. Die Blütenblätter hatten sich auf unseren Körpern, in den Haaren und auf dem Boden ausgebreitet und es sah aus wie ein herrliches Rosenfeld.

Mehrere Kerzen wurden durch die plätschernden Wellen gelöscht und wir lagen in gedämpftem Licht aufeinander, unfähig uns auch nur einen Zentimeter zu bewegen. Die letzten Kontraktionen auskostend, atmeten wir wieder in ruhigeren Zügen und fühlten die Wärme und Nässe der Haut des anderen. So lagen wir noch eine Weile und wussten beide ohne Worte, dass dies mit Abstand der schönste Abend seit Langem war und wir ein solches Abenteuer bald wiederholen würden.