Bankgeheimnisse

Mark Pond

Es war viertel nach acht. Ich wollte gleich gehen. Denn warten würde ich nicht.

„Sie brauchen sich nicht wegzudrehen. Schauen Sie ruhig“, hatte ich ihn ganz direkt angesprochen. „Ich mag es, wenn Sie mich so anschauen.“

„Aber ich habe …“, er beendete seinen Satz nicht.

Er drehte sich um. Sein Blick suchte ein Ziel, auf dem er sich ausruhen konnte. Erst versuchte er es hinter mir, aber da schien nichts zu sein. Und es war ja klar, was ich meinte. All seine Bemühungen waren bereits vergebens. Ich lächelte ihn an und das brachte ihn vollends aus der Fassung. Er sah aus, als ob er beim Klauen von Süßigkeiten erwischt worden war. Süß.

„Sie scheinen etwas schüchtern zu sein.“

„Ich, wieso?“

Er versuchte es ebenfalls mit einem Lächeln, doch es wollte ihm nicht so recht gelingen, genauso wenig wie seine Augen einen Platz gefunden hatten, an dem sie sich sicher fühlten. Und unbeobachtet. Mal hielten sie sich für einen kurzen Moment auf meinen Brüsten auf, mal auf meinen Händen. Hin und wieder suchten sie den Kontakt mit meinen Augen. Doch wenn das geschah, schnellten sie wieder an einen anderen Ort. Meistens hielten sie auf meinen Brüsten inne, ohne dass sie das wollten, zumindest war mir klar, dass er nicht wollte, dass es so aussah. Aber dagegen konnte er eigentlich nichts tun. Jetzt nicht mehr. Es war zu spät. Er hätte nur noch das Weite suchen können. Aber das wollte er anscheinend gar nicht. Prima.

Er hatte kurz nach mir den kleinen Raum der Bank betreten, in dem sich der Geldautomat und ein Kontoauszugsdrucker befanden. Diese Räume sind ja nicht besonders groß. Man kann nicht wirklich so tun, als nehme man keine Notiz vom anderen. Und was soll man auch schon machen, wenn man warten muss, als andere zu beobachten, die sich zufällig auch in diesem kleinen Raum befanden. Ich hatte gleich, nachdem er eingetreten war, mit einem Blick und einem Lächeln seine Aufmerksamkeit gewonnen. Auch wenn er sofort damit beschäftigt war, nicht auf meine Beine und meinen Hintern zu schauen. Das spürte ich und das sah ich auf dem Bildschirm des Geldautomaten, der das Geschehen hinter mir ein wenig spiegelte.

Ich hatte schwarze, enge Radlerhosen an, Turnschuhe und ein sehr enges, ärmelloses Oberteil. Was ich hatte, zeigte diese Kleidung mehr, als sie es verdeckte. Ich wollte anschließend ins Studio, ein wenig für die Fitness machen. Wegen der Sonne hatte ich eine Schirmmütze auf und das rote Haar zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden. Mein Nacken lag frei und war ebenfalls wie meine braunen Beine seinen Blicken ausgesetzt.

Er war bemüht sich mit Sachen zu beschäftigen, mit denen sich jemand beschäftigt, der eigentlich an etwas anderes denkt und am liebsten etwas ganz anderes machen würde. Hin und wieder drehte er den Kopf zu mir, wenn er sicher zu sein meinte, dass ich es nicht sehen würde.

Ich liebe schüchterne Männer. Männer, die offensichtlich starrten, denen der Sabber über die Lippen lief und die nur vom Schauen schon eine Erektion bekamen und immer kurz davor waren, einen zu begrapschen oder sich selber an die Hose zu fassen, schreckten mich eher ab, weil sie sehr aufdringlich waren und letztendlich mehr versprachen als einhielten. Sie kamen nicht nur schnell zur Sache. Und schliefen meist schnell ein, wenn ich überhaupt so lange blieb, um ihnen beim Einschlafen zuzuschauen oder zuzuhören. Sie waren langweilig. In jeder Hinsicht. Sie meinten besonders cool zu sein, wenn sie zeigten, was sie von einem hielten und was sie von einem wollten. Natürlich sind die meisten Männer gleich gestrickt. Das liegt in der Natur der Sache. Das ist auch gut so, wäre schlimm, wenn es anders wäre. Aber ein offensichtlich arrogantes Verhalten stößt mich eher ab. Da ist mir so ein schüchterner junger Mann, der zwar auch dasselbe denkt, es aber nicht wirklich zeigen will, doch viel lieber. Und wenn er dann auch noch gut aussieht und offensichtlich ebenfalls Sport treibt, dann will ich nicht nein sagen. So habe ich mehr Spielraum, so kann ich bestimmen, wie es läuft, wenn ich Interesse habe.

Wenn ich dann auch noch so einen schüchternen Mann etwas schockieren kann, dann wird mir gleich ganz anders. Dann kribbelt und krabbelt bei mir alles in eine ganz bestimmte Richtung. Es fängt an zu ziehen und konzentriert sich in einer bestimmten Region meines Körpers.

Ich stand zuerst vor dem Kontoauszugsdrucker und schob gerade meine Karte hinein, als ich bemerkte, dass jemand den Raum betreten würde. Sofort drehte ich mich um, denn ich kann es nicht leiden, nicht zu wissen, wer hinter mir steht. Er sagte leise hallo und wollte schon zur Seite schauen, schaffte es aber nicht, mir nicht auf Beine und Po zu schauen. Seine Augen sprachen eine eigene, mir sehr bekannte Sprache.

Während ich auf die Ausdrucke wartete, ich wusste, dass es etwas länger dauern würde, weil ich erst einen Tag wieder in Deutschland war, wand er sich hinter mir und schaute sich die verschiedenen Formulare an, die man so in der Bank brauchte. Ich war vier Wochen auf Long Island gewesen. Allein. Zumindest bin ich allein geflogen. Ich bin auch allein zurückgekommen, aber ich war nicht eine Sekunde einsam und langweilig war es schon gar nicht. Den Urlaub hatte ich bitter nötig gehabt. Und er hatte sich in jeder Hinsicht für mich gelohnt. Ich litt noch ein wenig unter dem Jetleg, wusste aber, dass ich dem am besten begegnen konnte, indem ich Sport trieb. Ins Büro musste ich erst wieder am Montag. Das Wochenende lag also noch vor mir. Und im Moment schien es einen recht vielversprechenden Verlauf zu nehmen. Ich war nicht wirklich sexuell ausgehungert. Nein, bestimmt nicht. Aber die Aussicht auf den Sport und den Schweiß, die heiße Dusche nachher und die Körper an den Geräten, die ich beobachten würde, wenn ich meinen Drink an der Bar genüsslich schlürfte, hatte meinen Body in Anspannung versetzt. Er wusste, was auf ihn zukam, und war vielleicht deswegen etwas wahrnehmungsfreudig.

Allein die Tatsache, dass er nicht sofort zum Geldautomaten ging, der ja frei war, zeigte, dass er schauen wollte, solange es möglich war, ohne dass es gleich auffiel. Ich verlagerte mein Gewicht von einem Bein auf das andere und schaukelte meinen Hintern hin und her. Da ich vergangene Nacht nicht gut schlafen konnte, hatte ich die Zeit genutzt, mir die Beine zu rasieren. Ich bot also einen rundum angenehmen Anblick. Meine Haut war nach dem Duschen glatt, warm und weich und Beine, Po und Brüste rund und straff. Der Blick am Morgen in den Spiegel hatte mir das bestätigt. Ich konnte mich drehen und wenden, wie ich wollte, mein Körper erschien mir makellos. Ich genoss das langsame Anziehen vor dem Spiegel, der sich vom Boden bis fast zur Decke erstreckte. Langsam und genüsslich streifte ich jedes Teil über meine Haut und beobachtete jede meiner Bewegungen. Wenn ich mich nach vorn beugte, erregte der Anblick meine Fantasie, das Streicheln des Stoffes über Beine und Po erregte mein Haut. Als die Körbchen des Sport-BHs sich eng wie große warme Hände um meine Brüste schlossen und sich der Stoff auf die warme Haut meiner Brüste legte, waren meine Gedanken schon wieder bei Fernando. Ihm hatte auch meine Fantasie in der Nacht viel Platz und Zeit eingeräumt, als ich auf dem Bett gelegen hatte und nicht einschlafen konnte. Fernsehen war mir zu blöd und so hatte ich mich mit einem Buch ins Bett gelegt. Doch kaum hatte ich die ersten Sätze gelesen, schlich er sich schon zu mir unter die Decke und seine großen und geschickten Hände fanden schnell die Stellen meines Körpers, die er in der letzten Woche meiner Reise erkundet und denen er sich mit aller Ausführlichkeit gewidmet hatte. Dieser unverschämte Kerl. Er hatte zunächst auch auf schüchtern gemacht. Hatte kaum ein paar Worte über die Lippen gebracht, später zwar auch nicht sehr viel mehr geredet, aber dafür umso mehr handwerkliches Geschick und Zungenfertigkeit an den Tag und meinen Körper gelegt.

„I love you“, hatte er geflüstert.

„No, you don’t “, hauchte ich zurück.

„No. I love your body. Every single part of your body“, sagte er und ließ mich spüren, welche Stellen er gerade jetzt am meisten liebte.

„Yes. You do. Come on, do it“, aber wirklich auffordern musste ich ihn nicht. Mehr sagen konnte ich auch nicht mehr, weil ein durchdringendes Ziehen in meinem Inneren mir die Luft zum Sprechen nahm und gleichzeitig ein lautes und anhaltendes Stöhnen meiner feuchten Kehle entfuhr. Willig ließ ich geschehen, was Fernando mit mir tat. Er fand die Stellen in meinem Körper und berührte sie, dass mir schwindelig wurde und ich regelrecht von Sinnen war. Alles Fühlen sammelte sie an diesen Stellen, die er mit Zunge, Finger oder seiner harten und doch so weichen Männlichkeit berührte. Wir flossen ineinander, wir waren eins. Und doch spürte ich ihn sehr deutlich in mir. Ich konnte ihm irgendwann nur noch meinen Hintern entgegenpressen und meine Hüften um ihn herumkreisen lassen, während er schnell und hart in mich stieß und seine Befriedigung mit einem tiefen und dunklen Stöhnen in meinen Körper strömen ließ. Diese letzte pulsierende Berührung, seine zupackenden Hände und sein Stöhnen und das Geräusch, das der Schlüssel verursachte, der gleichzeitig in das Schloss der Tür zu meinem Zimmer geschoben wurde, ließen mich geradezu explodieren. Solche Geräusche hörte ich. Ich filterte sie aus allen anderen Geräuschen um mich herum heraus. Zu meiner eigenen Überraschung vermied ich jedoch den Schrei, den ich normalerweise ausstoße, wenn es mir auf diese wunderbare und meinen Körper schüttelnde Weise kommt. Die Person, wahrscheinlich das Zimmermädchen, musste es sich dann aber doch anders überlegt haben, denn niemand betrat den Raum. Oder sie hatte doch etwas gehört. Wir blieben allein. Ineinandergeflossen. Aufeinander liegend.

Mit diesen Gedanken und Bildern im Kopf wurde mir schnell klar, dass ich nicht einschlafen würde. Und so ließ ich meine Hände wandern, erkunden und finden. Beruhigt und entspannt fand ich nachher doch noch ein paar Stunden Schlaf. Aber auch in ihm wurde ich von seinen Händen und seiner nicht müde werdenden Zunge verwöhnt. Als ich aufwachte, war mir sofort klar, dass ich das Laken nach einer Nacht bereits wieder abziehen konnte.

Nachdem meine Kontoauszüge ausgedruckt waren, zog ich meine Karte heraus und ging zum Geldautomaten. Die Gelegenheit nutzte ich, um nach ihm zu schauen und ihn anzulächeln. Ich hatte Glück, seine Augen wanderten gerade zu mir und unsere Blicke trafen sich. Er schaffte es tatsächlich, mich anzulächeln. Es war nicht nur ein verlegenes Lächeln. Eine gewisse Neugierde war zu erkennen.

Ich schob meine Karte in den Geldautomaten und spürte wieder seine Blicke. Ich wusste, dass ich ein paar Euro mehr brauchen würde. Der Tag würde länger dauern als erwartet. Ich nahm das Geld aus dem Fach und steckte Karte und Scheine in meine kleine Tasche. Ich drehte mich langsamer als nötig um. Und machte keine Anstalten aus dem Schalterraum zu gehen. Womit er ganz offensichtlich nicht gerechnet hatte, trat ein: Ich ging auf ihn zu. Als ich ihn ansprach, sah ich, dass er mit Sicherheit 15 Jahre jünger war als ich, aber trotz meiner 35 Jahre war ich mir der Wirkung meines Hinterns in dieser engen Radlerhose und meines Lächelns durchaus bewusst. Das Geld, das ich monatlich dem Fitnessstudio überwies, war gut angelegt. Nicht anders war das mit meinen Beinen und meinem Bauch. Gar nicht zu sprechen von meinen Brüsten, die ihm in Zeitlupe entgegeneilten und nach seiner Berührung verlangten.

Ich ging langsam auf ihn zu. Seine Augen wussten wieder nicht, wo sie hinschauen sollten ohne unverschämt zu sein. Damit hatte er nicht gerechnet. Das war klar. Das war beabsichtigt. Das liebte ich. Das wollte ich jetzt. Es war genau der richtige Ort für ausgiebigen Sex!

Es erregte mich, mit der Möglichkeit zu handeln, entdeckt zu werden. Hier und jetzt kam ganz plötzlich alles zusammen. Er war schüchtern und würde alles machen, worum ich ihn bitten würde, und jeden Moment konnte jemand draußen vor der Tür seine Karte zücken und in den Schlitz neben der Tür stecken, um hier hereinzukommen!

Ich stand nur noch ein paar Zentimeter von ihm entfernt und schon zogen sich alle Nerven zusammen und ordneten sich Richtung Zentrum und verschickten Reize, die sofort ankamen. Lust pur. Was in meinem Körper vor sich ging, sah er nicht, aber meine Wirkung auf ihn war phänomenal und genau so, wie ich es erwartet hatte. Während sich meine linke Hand auf seine Brust legte, glitt meine rechte Hand von seiner Hüfte schnell und zielstrebig zu seiner Mitte und legte sich beherzt auf seine erwachte Begierde. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren schob ich ihm meine Zunge in den Mund. Seine Verwirrung war mindestens so groß wie seine Erregung. Er schaffte es nicht einmal, seine Augen zu schließen, also schaute auch ich ihm in die Augen, als mein Zunge mit seiner tanzte. Mir war nicht klar, ob es seinerseits eher ein Reflex war, mit seiner Zunge genau so zu reagieren, wie ich es wollte, aber mir schien doch, dass er ungefähr eine Ahnung davon hatte, was da mit ihm passierte. Zumindest wusste er instinktiv, dass eine erfahrene Frau vor ihm stand, die ganz genau mit seiner Lust umzugehen wusste.

Draußen war ein Auto zu hören. Mir lief eine Gänsehaut vom Hals abwärts, überquerte meinen Rücken, schmiegte sich kribbelnd um meinen Po, um dann nach vorne zu wandern, wo sie eintauchte in mein Verlangen nach Erfüllung. Es wollte mich zerreißen. Der wohlige Schauer bliebt noch einen Moment erhalten und erst als sich das Geräusch wieder entfernte, beruhigten sich meine Nervenenden ein wenig. Er ließ nicht von mir ab, obwohl auch er wissen musste, dass wir dort, wo wir waren, mit dem, was wir taten, Aufsehen erregen würden, wenn sich jemand fände, der uns sehen würde. Denn auch seine Hände hatten sich spürbar gefangen und fingen an zu wandern. Zunächst schüchtern, berührten sie beide gemeinsam mein Hüften und machten sich dann getrennt auf Wanderschaft.

Um ihn zu ermutigen, legte ich ihm nun eine Hand in den Nacken und zog seinen Kopf gegen meinen Mund. Eine Hand erreichte meinen Hintern und die andere eine meiner Brüste. Wieder durchfuhr meinen Körper ein schauriges Zittern. Und gerade so, als hätte ich es bestellt, hörte ich, wie ein Auto auf den Parkplatz fuhr und anhielt. Ich hörte, wie der Motor abgestellt wurde. Seine Hand hatte sich inzwischen in meiner Hose geschoben und sich auf den Weg nach vorne gemacht, wo mein Slip bereits feucht geworden war. Nicht zuletzt deswegen, weil ich seine Erregung nicht mehr nur noch durch den Stoff seiner Hose spürte, sondern in der Hand hielt.

Er stöhnte mir in den Mund und auch ich konnte nicht mehr einfach nur still genießen und schickte zurück, was er mir mitteilen wollte. Ich hörte schon in Gedanken, wie die Karte in die Vorrichtung geschoben wurde, und hörte auch schon das Piepen, mit dem das Öffnen der Tür begleitet wurde. Aber es geschah nichts, außer dass seine Hand sich zwischen meine sich widerstandslos spreizenden Beine schob und mit zitternden, aber warmen Fingern in mich eindrang.

Ich hob ein Bein hoch und stellte es auf das Schaukelpferd, das gleich neben der Tür stand. Es war für die Kinder, die auf Mama und Papa warten mussten, während sie ihren Geldgeschäften nachgingen. Jetzt diente es als Sicherheit dafür, dass ich während des heißen Sex-Spiels nicht umfallen würde und er ertasten konnte, was er wissen und spüren sollte. Ich wusste nicht, wie er es machte, aber ich hatte das Gefühl, dass er gleichzeitig in mir war und mich an der Stelle rieb, die mich wahnsinnig werden ließ, wenn nebenbei auch noch meine Brüste geleckt und geküsst werden. Und genau das tat er. Meine Hände gruben sich in sein Haar und führte seinen Kopf an die richtigen Stellen.

„Komm. Komm weg da. Ich brauche heute da nicht rein. Komm. Lass dich nicht so ziehen. Nu mach, komm“, sagte draußen eine Männerstimme.

Er zuckte zusammen, weil auch er den Mann mit dem Hund vor der Tür gehört hatte, ließ aber nicht von mir ab und streifte gerade in diesem Augenblick sehr intensiv mit seinen Fingern den Auslöser für meinen Orgasmus. Ich presste mich an ihn und stöhnte meine Erleichterung in sein Ohr. Er suchte und fand meinen Mund und schob mir abschließend seine Zunge noch mal hinein. Weil seine Finger noch immer dort waren, wo sie am besten aufgehoben waren, fühlte ich mich vollkommen ausgefüllt.

Schwer atmend ließ ich endlich von ihm ab und zog meine Radlerhose und das Top zurecht. Nachdem ich ihn noch einmal flüchtig geküsst hatte, sah ich, dass er selbst noch bereit war weiterzumachen. Aber für mich war es Zeit zu gehen. In seinen Augen war noch immer ein neugieriges, aber verwirrtes Glänzen. Ihm war wohl gar nicht klar, dass er nicht zum Zuge gekommen war, aber wirklich unbefriedigt wirkte er nicht.

Draußen stieg ich in meinen BMW und wollte gerade den Zündschlüssel umdrehen, als ich dem Impuls nachgab. Ich ging noch einmal hinein. Ich wollte das mit der Zunge verwöhnen, was er mir oral zu geben noch bereit war, ihn aussaugen und … Das hatte er sich verdient! Wahrscheinlich würde es auch sehr schnell gehen. Denn ich hatte noch immer das warme und feste Gefühl in der Hand, das sein Verlangen in ihr zurückgelassen hatte.

Er stand noch immer dort, wo ich ihn stehen gelassen hatte. In der einen Hand hielt er seinen erschlafften Penis, in der anderen Hand ein Taschentuch. Er schaute mich ein wenig verlegen an, fand jedoch augenblicklich ein Lächeln für mich.

Ich küsste ihn noch einmal, zog meine Visitenkarte aus meiner Tasche und reichte sie ihm.

„Dann eben heute Abend“, sagte ich. „Wenn dir danach ist. Ruf mich an. Bis 20 Uhr bin zu erreichen.“

Und dann ging tatsächlich das Telefon. Es war bereits halb neun. Ich musste mir eingestehen, dass ich auf den Anruf gewartet hatte. Aber es würde sich lohnen. Da war ich mir sicher!