Schmerz und Lust

Kim Powers

„Ich gehöre Ihnen“, flüsterte Irene atemlos. Sie stand nackt in der Mitte des Raumes, ihre zusammengebundenen, erhobenen Hände zur Decke gestreckt. Dort war eine Eisenkette an einem Haken befestigt, hing herab und zog ihre gefesselten Arme nach oben. Ihr makelloser Körper präsentierte sich hilflos dem Meister.

„Ich werde dich knebeln, denn ich will dich richtig auspeitschen! Was hältst du davon, mein Baby?“, fragte François.

Irenes Stimme zitterte vor Erregung, und sie bekam nicht mehr als ein „Oh!“ heraus. Durch ihre nach oben gestreckten Arme wurden ihre wundervollen Brüste ebenfalls mit nach oben gezogen und etwas zusammengedrückt. Die Brustwarzen waren erigiert und standen weit hervor.

François berührte mit einer behutsamen Geste ihren Busen, küsste sie, ihren Mund, ihren Hals …

Als er ihr den Knebel mit einer resoluten Geste in den Mund schob, schmeckte sie trockenes Tuch. Ihre Zunge war wie gelähmt, die beiden Zahnreihen weit auseinandergepresst, sie fühlte sich unendlich gedemütigt und ausgeliefert. Irenes Herz raste, ihre Augen waren geweitet. Nackt und geknebelt hing sie dort von der Decke herab, ihre Füße berührten gerade noch den Boden.

„Du bis so schön“, schwärmte ihr Meister leise vor sich hin und strich ihr liebevoll übers Haar. Dann schlug er zum ersten Mal zu.

Er hatte eine kleine, aber robuste Klatsche in der rechten Hand, mit der er ihr blitzschnell eins über eine ihrer Hinterbacken gezogen hatte. Irene hatte die Klatsche nicht gesehen und so war sie auf diesen Schlag überhaupt nicht vorbereitet gewesen; er traf sie wie ein Blitz.

Sie zuckte durch dem Schmerz zusammen und spürte kurz darauf das wohlige Brennen und Prickeln auf der Haut. Welch ein Kontrast: Schmerz und Lust vereinten sich hier zu einem grandiosen Spiel!

Meister François ging langsam einen Schritt um sie herum und sah sich das Ergebnis seiner kleinen Behandlung an. Schließlich wusste er, wie man bei einer Sklavin wie Irene schnell und effektiv etwas mit der Klatsche erreichen konnte.

„Das sieht gut aus, sehr gut. Ich sehe einen roten Fleck – der brennt bestimmt fürchterlich und ist unangenehm, oder?“, fragte er sie.

Ohne zu zögern oder nachzudenken bejahte Irene, indem sie nickte, denn antworten konnte sie ja aufgrund des Knebels nicht. Sie wusste aber im nächsten Moment, dass dies ein Fehler war.

Voller Genugtuung trat ihr Meister wieder nach vorne vor sie, sah sie streng an und sagte: „Als Sklavin solltest du doch genau wissen, dass jeglicher Schmerz ein Geschenk ist, das du voller Dankbarkeit von mir entgegenzunehmen hast. Das scheinst du vergessen zu haben. Du hast dich nicht zu beklagen, sondern solltest dich freuen und glücklich sein über die süße Qual, die ich dir zukommen lassen. Nun ja, anscheinend brauchst du dringend eine Lektion, die dich lehrt eine gute, dankbare Sklavin zu sein. Mal sehen, was ich da für dich habe. Mit Peitschen allein komme ich heute bei dir wohl nicht aus. Aber ich finde bestimmt noch etwas anderes Schönes für dich.“

Irene atmete schwer durch die Nase, als sie Worte des Meisters hörte und ihre Bedeutung realisierte. Was würde er mit ihr tun, was hatte er vor? Schweißperlen bildeten sich auf ihrer Stirn.

Der Meister senkte leicht den Blick und schaute auf ihre Brustwarzen, die erigiert waren und wie reife Beeren aus den Warzenhöfen hervorragten.

„Ahh, was sehe ich denn da?“, sagte er und lächelte. Dann drehte er sich um und ging quer durch den Raum zum Utensilienlager an der Wand. Alle erdenklichen Arten von kleineren S/M-Geräten waren dort zu finden. Sauber geordnet hingen und lagen dort verschiedene Ketten, Knebel, Zangen, Ledermanschetten, Klammern, große und kleine Klatschen, dicke und dünne Peitschen und vieles mehr. Auch eine große, mit dunkelrotem Samt ausgeschlagene Kiste stand dort, in der alle Arten von Dildos gelagert wurden.

Der Meister nahm sich eine silberne Brustklammer-Kette und ließ das kühle, edle Material versonnen durch seine Finger gleiten. In Gedanken versunken spielte er einen Augenblick mit den Klammern, die an beiden Enden der Kette befestigt waren. Dann lächelte er erneut vor sich hin, drehte sich um und schritt auf seine Sklavin zu.

Er stand nun vor ihr und ließ die Kette langsam über ihre nackte Haut gleiten, übers Gesicht und den Hals bis zu den Brüsten. Irene spürte das kalte Edelmetall und sie sah die Klammern an den Enden. Noch niemals hatte sie Brustklammern an sich gespürt und ihr grauste bei dem Gedanken, dass er diese vielleicht gleich …

Sie atmete heftig und starrte ihn mit weit aufgerissenen Augen an.

„Ja, sieh mich an, ich will in deinen Augen genau erkennen, was du spürst, wenn ich diese kleinen Helfer zum Einsatz kommen lasse!“ Seine Stimme hörte sich unendlich dominant an und in Irenes Kopf schwirrte es.

Sie versank in diesem Strudel der Gefühle, es gab nichts außer diesem Raum, dieser Situation – und ihrer grenzenlosen Angst und Begierde.

Sie schaute ihn an, versuchte sich an der Kraft und Stärke ihres Meisters festzuhalten, um den Schmerz ertragen zu können. Ganz langsam, nach und nach ließ er die kleinen Zangen zuschnappen, das Gefühl intensivierte sich von Sekunde zu Sekunde, und je fester sich die Klammern um ihre Brustwarzen schlossen, desto stärker wurde ihr Bedürfnis zu schreien. Doch der Knebel ließ sie stumm bleiben und statt ihrer Schreie sah ihr Meister nur die unbändige, qualvolle Lust in ihren Augen.

Es war still in dem Raum bis auf Irenes heftiges Atmen und das leise gehauchte „Jaaaaaa!“ des Meisters, als er die durch die silberne Kette verbundenen Klammern endgültig an ihrem vorgesehenen Platz angebracht hatte.

Auch als er nun ein wenig zurücktrat, ließ er den Blick nicht von den Augen seiner Sklavin, denn er konnte sich nicht sattsehen an ihrer Lust. Und vor allem wollte er den entscheidenden Moment nicht verpassen, nämlich wenn er langsam an der Kette ziehen würde.

Er streckte seine Hand aus, hakte einen Finger von unten unter die Kette und …

In Irenes Kopf zersprangen grelle Sonnen zu Millionen kleinster Punkte, Sterne explodierten, sie bebte und zuckte, ihr Kopf schlug hin und her und ihre Beine versagten. Sie ließ sich einfach fallen und hing kraftlos von der Decke herab.

Irene musste im Augenblick höchster Lustqualen die Augen schließen, denn sie schien einer Ohnmacht nahe, so gewaltig war dieses Gefühl höchster Ekstase. Es durchströmte sie mit solcher Macht, dass sie sich nicht dagegen wehren konnte und einfach mitgerissen wurde.

Alles in ihr, jede Faser ihres Körpers, jeder Gedanke war grenzenlose Leidenschaft und in ihrem Kopf hämmerte immer und immer wieder ein Satz: „Ich gehöre ihm …“