Lust-Bomber

Lisa Cohen

Meine Freundin Saskia und ich hatten die Nase von Männern gestrichen voll. Ihre Lover entpuppten sich in letzter Zeit immer mehr als Looser und disqualifizierten sich somit, während mein langjähriger Freund mich einfach vor die Tür gesetzt hatte.

Wir waren also mal wieder Single, nicht gut auf das andere Geschlecht zu sprechen und wollten von nun an ohne Männer durchs Leben gehen.

Ich kenne Saskia schon seit fast 20 Jahren. Wir sind gemeinsam aufgewachsen, haben in denselben Sandkästen gespielt, sind zusammen zur Schule und zum Tanzkurs gegangen und teilten den ersten Liebeskummer.

Zum Glück verloren wir uns auch während unserer unterschiedlichen Ausbildungen nicht aus den Augen. Sie studierte in München, ich besuchte die Hotelfachschule in Hamburg und so oft es ging, trafen wir uns. Ihre Beziehungen und Freundschaften bekam ich von ihr so detailiert mitgeteilt per Telefon oder E-Mail, dass ich immer das Gefühl hatte, live dabei zu sein. Ich schüttete ihr mein so oft von Liebeskummer geplagtes Herz aus und irgendwie wusste sie es immer, mich zu trösten, auch wenn es eigentlich keinen Trost gab.

Nach der Ausbildung bekam ich zufällig einen ziemlich guten Job in der bayrischen Hauptstadt, in der sich Saskia beruflich mittlerweile etabliert hatte.

Wir freuten uns riesig, dass uns unsere Lebenswege wieder zusammengeführt hatten, und unsere Freundschaft wuchs und gedieh. Da wir völlig unterschiedliche Männergeschmäcker haben, kommen wir uns bei der Wahl unserer Lover nie in die Quere. Sie steht auf den sportlicheren Machotyp, während ich die eher softeren Männer bevorzuge. Optisch sind wir gänzlich unterschiedlich. Meine Freundin ist der schlanke, atlethische Typ, der rund um die Uhr sportlich aktiv ist. Sie hat kurzes helles Haar und sieht unglaublich nordisch aus.

Ich bin mehr die etwas üppigere Frau mit langen dunklen Haaren und keinerlei Ambitionen zu schweißtreibenden Aktivitäten.

Ich bewundere ihre sportliche Erscheinung, während sie mir immer wieder bestätigt, dass sie liebend gern meine großen Brüste hätte. Solange ich mich erinnern kann, gab es keinen Anlass, bei der eine von uns auf die Idee gekommen wäre in der anderen irgendetwas Sexuelles zu sehen. Wir waren allerbeste Freundinnen, die sexuell ausschließlich auf das andere Geschlecht standen.

Dachten wir … Aber das sollte sich an jenem Abend im August grundlegend ändern.

Sie hatte mich im Hotel angerufen, etwas aufgelöst, weil ihr letzter Lover mit ihr Schluss gemacht hatte. Damit hatte sie überhaupt nicht gerechnet. Er musste wohl schon länger eine andere gehabt haben und sie hatte ihn bei einer dicken Lüge erwischt. Die Geschichte flog auf und es war aus. Das war es mal wieder. Saskia heulte zwar, schwor aber bereits am Telefon den Männern ab. Na, das sollte mich wundern, dachte ich noch beim Hinfahren. Aber es passte mir ganz gut. Ich war schon länger Single, ohne Aussicht und Lust auf was Neues und so würden wir wieder mehr Zeit miteinander verbringen können. Sie hatte mir gefehlt, das merkte ich nun. Ich freute mich sehr auf sie.

Als ich mit einer Flasche Wein bei Saskia auftauchte, fiel sie mir um den Hals. An ihrem Weinen merkte ich, dass sie sich schon wieder beruhigt hatte. Es war mehr ein wütendes Gejammere als echter Schmerz. Sie sah toll aus. Zum ersten Mal fiel es mir so direkt auf.

Es dauerte gar nicht lange und wir saßen kichernd mit der zweiten Flasche Wein auf ihrem Sofa, fanden uns gegenseitig toll und zu schade für die vielen bekloppten Männer. Mein Schwips beflügelte mich. „Männer sind doof – aber ohne dieses männliche Geschlechtsteil, wie hieß es doch gleich, ist es natürlich auch kein Leben!“ Wir kicherten albern. „Aber wer sagt denn, dass frau darauf verzichten muss?“ Saskia sah mich verschwörerisch an! „Ich hab da ‘ne Überraschung für uns!“

Ich verstand gar nichts und schrieb das meinem Alkoholkonsum zu. Meine Freundin verschwand lachend im Schlafzimmer und kam mit einer Plastiktüte zurück. Gespannt wartete ich darauf, was sie zu bieten hatte. Sie hatte einen Vibrator gekauft. „Ohne Mann zu sein heißt ja nicht gleichzeitig auch ohne Sex zu sein, oder?“ Saskia hielt mir einen kräftig geäderten, fleischfarbenen Dildo vors Gesicht. „Noch Fragen …?“

„Also, ich weiß nicht.“ Ich guckte etwas skeptisch. In solchen Sachen war meine Freundin einfach offener als ich. „Und, wie war er?“, wollte ich natürlich wissen. Sie steckte ihn sich einfach in den Mund, lutschte gekünselt darauf herum und fing gespielt an zu stöhnen. Wir bogen uns vor Lachen.

„Ich habe ihn noch nicht benutzt. Ich dachte, wir könnten es zusammen testen. Wäre doch lustig, oder?“ Ich gebe zu, ich war etwas irritiert, aber auch neugierig.

Und ich hatte so ein ganz komisches Kribbeln im Unterleib, seit ich sie mit dem Vibrator im Mund gesehen hatte. Um unsere letzten Hemmungen abzubauen, tranken wir den Wein in großen Schlucken und zogen uns dann fast gleichzeitig aus. Irgendwas war mit uns geschehen. Ich konnte es fühlen. Es lag etwas in der Luft. Saskia sah mich anders an als sonst. Starrte sie mir etwa auf die Brüste, als ich meinen BH ablegte?

Ich sollte anfangen Saskia mit dem „Lust-Bomber“, der übrigens täuschend echt aussah, zu befriedigen. Meine Freundin legte sich entspannt und erwartungsvoll auf das Bett. Ich schaute länger als nötig auf ihre Scham. Noch nie hatte ich sie so betrachtet. Es gefiel mir zunehmend, was ich da sah. Sie hatte feste Schenkel. Ich konnte mich nicht mehr erinnern, wann ich sie das letzte Mal ganz nackt gesehen hatte. Sie war schön und ich bemerkte irritiert: Ihr Anblick machte mich an!

Langsam wollte ich sie mit dem Riesenlümmel verwöhnen. Da sie noch nicht erregt genug war, fasste ich sie spontan an. Saskia beobachtete mich intensiv. Mir wurde heiß unter ihrem Blick. Und ihre Scham feucht unter meinen Fingern. Mir stockte fast der Atem. Wir starrten uns an. So lange, bis Saskia sich stöhnend bewegte und die Augen schloss. Ihr gefiel, was ich da tat! Ich ließ mich von Saskia dirigieren, wie ich den Vibrator bewegen sollte. Nach kurzer Zeit fiel die Anspannung von mir ab. Sie verhielt sich nun völlig natürlich und wurde zusehends erregter. Sie stöhnte und wand sich, während ich mit Hilfe der Power-Vibrationen den „Penis“ von zart bis hart bewegte.

Der Anblick ihres immer heftiger zuckenden Körpers und ihren lüsternen Bewegungen turnten mich an. Ich fühlte eine heftige Erregung in mir hochsteigen. Ich wollte Saskia so gut wie möglich verwöhnen und wartete gespannt auf ihren Orgasmus. Als sie so weit war, war ich fast enttäuscht, dass es so schnell vorüber war. Ihre erregte Scham so dicht und entblößt vor mir, das war das Schärfste, was ich seit Langem gesehen hatte. Ich bekam Lust auf mehr!

Nachdem sie sich etwas beruhigt hatte, nahm sie mir den Riesen-Bomber aus der Hand und sah mich mit verklärtem Blick an: „Na, wie sieht es aus, hast du etwa keine Lust bekommen?“ Stumm nickend legte ich mich zurück. Saskia verschwand im Bad, um das Toy ausgiebig zu säubern. Es hätte mir nichts ausgemacht, wenn sie das nicht getan hätte.

Ich konnte es kaum erwarten, „ihn“ in mir zu spüren. Saskia ließ mich nicht nur geschickt den Vibrator spüren (allerdings war ich mittlerweile auch so feucht, dass das keine Schwierigkeit war), sondern ließ zur lustvollen Unterstützung ihre Hände sanft über meinen Unterleib gleiten.

Was tat sie da? Wollte sie mich komplett verrückt machen? Was taten wir da eigentlich miteinander? Wann war ich bei einem Mann das letzte Mal so nass vor Lust gewesen? Alle Hemmungen hatte ich mittlerweile verloren. Es war egal, was sie von mir dachte. Wie ich da vor ihr lag. Unter ihren Händen schmolz ich dahin. Immer wieder bat ich sie das Spielzeug mal schneller, mal langsamer vibrieren zu lassen. Alles zog sich in meinem Unterleib zusammen. Ich war fast so weit. Bevor ich jedoch zum Orgasmus kommen konnte, zog sie den Vibrator zurück und sah mich schmunzelnd an: „So, Vera, ich glaube, das reicht fürs erste Mal, oder …?“ Ich schnappte nach Luft. „Spinnst du?“, konnte ich nur noch röcheln. „Mach bitte sofort weiter, sonst …!“

Lächelnd legte sie trotz meines Protestes den Vibrator weit weg und tauchte dann zwischen meine Beine. Ihr erster Zungenschlag durchfuhr mich wie ein glühendes Schwert. Ich schrie auf und das so laut, dass sie kurz erschrocken hochsah. Ich drückte ihren Kopf wieder runter. „Mach weiter, bitte!“ Ich wollte ihre Lippen spüren. Sie verwöhnte mich so sinnlich, dass ich das Gefühl hatte abzuheben. Saskia schob sich plötzlich auf mich – aber verkehrt herum. Wir lagen in der 69-Stellung aufeinander und so konnte ich ebenfalls von ihrer süßlichen Lust kosten, die an ihren warmen Schenkeln hinunterlief.

Wir gerieten völlig in Ektase. Nie hatte mich ein Mann mit den Lippen so zärtlich verwöhnt. Nie hatte ich eine solche Erregung verspürt. Obwohl wir uns so intim nicht kannten, wussten wir beide genau, was eine Frau braucht – und vor allem, wie sie es braucht. Wenn eine von uns kurz vor dem erlösenden Höhepunkt war, spürte die andere das sofort und hielt etwas inne. Stillschweigend hatten wir beide vor, es so lange wie möglich hinauszuzögern, um es so intensiv wie möglich zu genießen. Und wir genossen es – und wie wir es genossen! Ewig lange zögerten wir unsere Orgasmen hinaus, tauchten auf und ab zwischen den Beinen der anderen. Schon wie sie mit meinen Brustwarzen spielte, berührte mich sinnlich und entführte mich in höchste erotische Wonnen …

Ich umfasste gleichzeitig ihre kleinen Brüste zärtlich und vollführte mit meinen Lippen wahre Kunstwerke zwischen ihren Schenkeln. Ich wollte sie glücklich machen. Sie ganz und gar befriedigen. Ich würde erst aufhören, wenn sie mich darum bitten würde. In eine absolute sexuelle Ekstase wollte ich sie bringen.

Genauso schien es ihr zu gehen. Wir befanden uns in einem Rausch ungeahnter neuer Lüste. Nie zuvor hätten wir uns vorstellen können so miteinander umzugehen. Nie hatten wir geahnt solche Empfindungen bei der anderen wecken zu können.

Die Zeit verging und wir beschäftigten uns immer ekstatischer miteinander. Irgendwann konnten und wollten wir unsere Orgasmen nicht mehr aufhalten. Warum auch? Konnten wir danach doch zum nächsten übergehen und danach noch zu einem und wieder zu einem … Und jedes Mal war es noch überwältigender und noch atemberaubender als das Mal davor!

Es war gigantisch und sexuell einmalig, was wir gemeinsam an diesem Abend erlebten. Wir waren danach völlig überwältigt von unseren Lustgefühlen, die wir gegenseitig bei der anderen hervorgerufen hatten.

Bis heute haben wir solche lesbischen Sex-Erlebnisse immer mal wieder ausgekostet. Auch wenn eine von uns einen Partner hat, gönnen wir uns diese ekstatischen Fummeleien zwischendurch. Obwohl uns Männer nach wie vor interessieren und wir ohne sie nicht können – wenn wir Lust auf richtig guten, rundum befriedigenden Sex haben, machen wir uns selbst glücklich!