Kapitel 16

RYDER

Der dritte Bildschirm in der obersten Reihe wird schwarz, und da erst kann ich wieder atmen. Ich lasse den Kopf hängen, presse meine Finger auf den kühlen Metalltisch, hinter dem ich stehe, und versuche, die Kontrolle über mich wiederzuerlangen, die mir langsam entgleitet.

Einatmen … Das Seil schneidet in Hadleys Handgelenke.

Ausatmen … Die Angst in ihren Augen.

Einatmen … Das Zittern in ihrer Stimme.

Ausatmen … Die Waffe an ihrem Kopf.

Das Video wurde an meine E-Mail-Adresse geschickt, persönlich an mich adressiert. In der letzten Sekunde dieses Videos, als ich mit ansehen musste, wie eine Pistole gegen Hadleys Kopf gepresst wurde, war der Moment, in dem ich beschlossen habe, der Mann, der diese Pistole hält, muss sterben, und ich werde persönlich dafür sorgen.

Logisch oder nicht, aber dieses Versprechen brennt in meiner Seele, ebenso wie: Niemand wird verletzen, was mir gehört.

»Boss?« Alex’ sanfte Stimme reißt mich aus meinen Gedanken.

Ich hebe den Kopf, in der Kommandozentrale ist alles still, mein Team beobachtet mich vorsichtig. Sie brauchen eine Richtung. Sie brauchen einen Befehl. Aber ich habe mich selbst kaum noch unter Kontrolle. Der Senator hat mir vertraut, hat darauf vertraut, dass ich ihn und seine Familie beschütze, und ich habe dieses Versprechen nicht halten können.

Ich habe Hadley im Stich gelassen.

Auch wenn es ein ziemlich mutiger, wenn nicht sogar verzweifelter Schritt war, sie zu entführen, den ich nicht von dem Erpresser erwartet hätte. Was mich dazu bringt zu glauben, dass das hier nichts mit dem Gesetzesentwurf zu tun hat, wie wir bisher angenommen haben. Da steckt mehr dahinter. Ich muss nur herausfinden, was es ist.

Bevor mein Kopf beginnt, sich in wilden Spekulationen zu ergehen, nehme ich erst einmal das Wichtigste in Angriff. Ich frage Alex: »Wo ist die Frau des Senators?«

»Ich glaube, im Krankenhaus, beim Senator.« Alex dreht sich mit ihrem Drehstuhl um und blickt wieder auf ihren Computermonitor. Ihre Finger beginnen über die Tastatur zu fliegen. Bald sehe ich auf dem mittleren Monitor, direkt vor mir, die Frau des Senators, die in dem Sessel neben dem Bett ihres Mannes schläft. »Jep«, berichtet Alex. »Sie ist immer noch da.«

»Gut«, sage ich erleichtert, vor allem, weil ich sehe, wie gut der Senator sich nach der erfolgreichen Operation erholt. Laut dem letzten Bericht, den wir erhalten haben, hat der Arzt eine vollständige Genesung in Aussicht gestellt, da die Kugel glücklicherweise keine lebenswichtigen Organe getroffen hat. Was mir wirklich all die Antworten liefert, die ich brauche. Hadley war gerade rechtzeitig im Haus angekommen, um zu verhindern, dass der Killer seinen Job zu Ende bringt. Aber dadurch hat sie den Erpresser auch dazu gezwungen, seine Pläne zu ändern, was wahrscheinlich der Grund ist, warum er sie mitgenommen hat. »Wie viel Security befindet sich gerade dort?«

»Dutzende von Cops und auch einige FBI-Agenten«, sagt Alex, die wieder beginnt, auf ihrer Tastatur herumzutippen. Dann tauchen auf den beiden Reihen von Monitoren an der langen Wand weitere Aufnahmen der Security-Kameras des Krankenhauses auf, und man sieht Cops vor dem Zimmer und auf den Fluren herumstehen.

Auch wenn ich es vorziehen würde, dass mein Team dort wäre, um den Senator zu beschützen, liegt der Fall des Schützen, der auf den Senator geschossen hat, nicht mehr in meiner Hand. Zumindest sieht es nach außen hin so aus. Ich pflege gerne eine freundschaftliche Beziehung zu den Gesetzeshütern. Wir erreichen mehr, wenn wir zusammenarbeiten. Aber unsere Beziehung hat klare Grenzen: Ich stehe ihnen nicht im Weg, und sie stehen mir nicht im Weg.

Da ich weiß, dass der Senator und Mrs Winters sicher sind, lasse ich zu, dass meine Gedanken zu derjenigen wandern, zu der sie unbedingt hinwollen. Zu Hadley.

Ich erhebe mich vom Schreibtisch und gehe zu Alex, stelle mich hinter sie. Dort verschränke ich die Arme und mustere die Gesichter meiner Teammitglieder, die alle steif wie Statuen dastehen und meinen nächsten Schritt erwarten. Es gibt tausend Dinge, die ich tun will. Es gibt hundert Dinge, die ich fragen will. Aber niemand kann sie mir beantworten. Wir haben keine Spuren mehr, und angesichts der Niedergeschlagenheit auf den Gesichtern um mich herum ist deutlich, dass jeder das weiß.

Ich werde Hadley niemals aufgeben. Ich brauche sie wieder sicher in meinen Armen, so, wie ich die Luft zum Atmen brauche. Ich bin mir nicht sicher, wann ich wegen ihr eine Entscheidung getroffen habe. Wann es aufgehört hat, eine Grenze zu geben, die ich nicht überqueren sollte, aber jetzt ist sie mein. Mein, um sie zu beschützen. Mein, um sie zu halten. Mein, um sie zu lieben. Und für diese Frau, die nie zugelassen hat, dass ich sie vergesse, muss ich jetzt in Höchstform sein.

Wieder fokussiert und mit neuer Energie wende ich mich an Alex, will herausfinden, was wir übersehen haben. »Weißt du, wo dieses Video herkam?«, frage ich sie.

Sie schüttelt den Kopf, Mitleid im Blick. »Leider nein. Der Standort wechselt ständig zwischen hier und Dubai hin und her. Ich kann weitersuchen, aber –«

»Verschwende deine Zeit nicht.« Ich winke ab. Ich habe genug davon, stillzustehen und beginne, zwischen den Computertischen und den Bildschirmen an den Wänden hin und her zu gehen. »Wir müssen uns auf die Spuren konzentrieren, die uns irgendwohin führen.« Als ich die Wand erreiche, drehe ich mich um und wende mich an das Team. »Ist irgendjemand in dem Video etwas aufgefallen, das uns helfen könnte?«

Schweigen.

Dieses Schweigen sagt mir, was meine nächsten Schritte sind. Ich bedeute Alex mit einer Geste, weiterzumachen, sosehr es mich auch schmerzt. »Spiel das Video noch einmal ab.«

Alex zieht die Nase kraus. »Bist du dir sicher, Boss?«

»Ja, Alex. Spiel es ab.«

»Alles klar, es ist dein gebrochenes Herz«, murmelt sie, dreht sich wieder zu ihrem Bildschirm um und drückt einige Tasten.

Ich sage mir, dass ich gewappnet bin, dass ich mir das Video wieder ansehen kann. Aber als Hadleys Gesicht wieder auf dem Bildschirm auftaucht, braucht es all meine Kraft, um mich nicht umzudrehen und gegen die nächstgelegene Wand zu schlagen. Die Sekunden schleppen sich langsam und schmerzhaft dahin, und ich zwinge mich, den Blick von ihr loszureißen. Ich achte auf all die kleinen Details, suche nach irgendetwas, das uns helfen könnte. Ihr Entführer hat das eindeutig früher schon einmal gemacht. Sein Gesicht, seine Hände, Arme, Beine, selbst sein Hals sind bedeckt. Ich kann nichts sehen, woran man ihn erkennen könnte, und der Gedanke, dass Hadley sich mit einem ausgebildeten Killer in einem Raum befindet, fühlt sich an, als würde man mir die Eingeweide herausreißen.

Nachdem das Video zum zehnten Mal durchgelaufen ist, ertrage ich es nicht mehr, es mir noch einmal ansehen zu müssen. »Mach es aus.« Der Bildschirm flackert, zeigt wieder die Aufnahmen der Sicherheitskamera aus dem Krankenhauszimmer, und ich mache meiner Frustration Luft. »Ich habe nichts gesehen, was uns helfen könnte.« Ich wirble auf der Ferse herum und wende mich an mein Team. »Jemand von euch?«

Einer nach dem anderen schütteln sie alle ihre Köpfe.

Alex, das Teammitglied, das immer alles positiv sieht, fügt hinzu: »Überlass das mir. Ich sehe, ob ich irgendetwas aus den Hintergrundgeräuschen herausfiltern kann, um einen Hinweis zu bekommen, wo sie sich möglicherweise befindet.«

»Gut«, ist die einzige Antwort, die ich ihr geben kann. Es ist nicht die beste Spur, aber alles, was wir haben. Etwas ist besser als nichts, denn ich bin noch nicht bereit, zuzugeben, dass wir keine Ahnung haben, wie wir Hadley da rausholen können. Dass ich keine Möglichkeit habe, sie zu beschützen. »Was ist mit der Polizei, wie weit sind sie schon mit dem Mordanschlag auf den Senator?«

»Sie verhören Mitglieder des Stabs des Senators«, sagt Jeff, dreht sich wieder zu seinem Computer-Bildschirm herum. Seine Finger bewegen sich rasch über das Keyboard. »Ah, aber das ist das Einzige, was wir in dieser Sache haben. Sie haben ihre Datenbank nicht mehr upgedated, seit wir das letzte Mal nachgesehen haben.«

»Okay, bleib da dran, Jeff«, sage ich zu ihm. »Hoffen wir, die Polizei liefert uns ein paar Namen, mit denen wir etwas anfangen können.« Das ist der Grund, warum es notwendig ist, Hacker in meinem Team zu haben und warum sie jeden der teuren Dollar wert sind, die ich ihnen bezahle. Die Cops erledigen die Laufarbeit, wir konzentrieren uns derweil auf die Technik, und dann nehmen wir ihre Spuren und bearbeiten den Fall aus einer anderen Perspektive heraus.

Ich trete vor den Bildschirm, auf dem der Senator und Mrs Winters zu sehen sind, wie sie schlafen. Früher hätte ich Hadley für den Mann, der dort liegt, zurückholen wollen. Für meine Pflicht, ihm gegenüber. Aber jetzt … Ich muss sie unbedingt finden, und selbst mir ist klar, dass das etwas zu bedeuten hat. Die Dinge haben sich verändert. Vielleicht habe ich mich auch verändert.

Finde sie zuerst einmal, Blackwood, dröhnt es in meinem Kopf.

Gerade als ich an einem neuen Plan arbeite, klingelt Jennys Handy. Sie geht ran. Dann, nach einer kurzen Pause, trifft ihr Blick meinen. »Okay, ich sage es ihm.« Sie legt auf und sagt: »Das war der Nachtportier. Ich schätze, der Gouverneur ist hier und will dich sehen.«

Auch wenn Blackwood Security nie schließt, kommt der Anruf doch überraschend. »Der Gouverneur?«, wiederhole ich. Jenny nickt und zuckt leicht mit den Achseln. »Ja, das hat Louise gesagt.«

Mir stellen sich die Nackenhaare auf. Es kommt selten vor, dass jemand bei uns im Firmengebäude auftaucht, vor allem zu so später Stunde, da ein Großteil unserer Arbeit vor Ort stattfindet. Es kommt sogar noch seltener vor, dass es sich bei einem der Besucher um Tobias Harrington handelt, den Gouverneur von Kalifornien. Sein Besuch macht mich neugierig und stimmt mich ein wenig misstrauisch. Ich blicke zu Alex. »Du kommst mit.«

Sie nickt und schnappt sich ihre Tasche, stopft den Laptop hinein und folgt mir dann aus der Kommandozentrale zu den Büros an der Vorderseite des Gebäudes. Für einen Außenstehenden würde es aussehen wie jede andere etablierte Firma. Büros reihen sich an die Flure, ebenso wie die Konferenzräume; es gibt einen normalen Pausenraum und einen Empfangsbereich.

Ich sehe Harrington durch das Glasfenster, der im ersten Konferenzraum wartet, und als ich näher komme, mustere ich den Mann. Er blickt durch das Fenster auf den Parkplatz, seine Schultern sind angespannt, und seine Haltung ist steif.

»Was glaubst du, worum geht es?«, fragt mich Alex.

Ich werfe ihr einen Seitenblick zu. »Da weißt du ebenso viel wie ich.« Aber ich habe eine Ahnung. Wahrscheinlich geht es um sein öffentliches Image. Es macht sich nicht gut für seine erneute Kandidatur, wenn er die Politiker in seiner Stadt nicht beschützen kann.

Als ich den Raum betrete, dreht Tobias sich herum und streckt mir seine Hand entgegen. »Mr Blackwood, danke, dass Sie Zeit für mich haben.«

Ich erwidere seinen Händedruck, unfähig, diesen Starrwettbewerb zu beenden. Ich habe das schon einmal erlebt, und doch warte ich, bis er wegsieht. Was er immer macht. Tobias stinkt nach Schwäche. »Was kann ich für Sie tun, Gouverneur?«

Er geht zum Konferenztisch, nimmt am Kopfende Platz und legt die flachen Hände auf die Oberfläche. »Ich würde gerne wissen, wo sie waren, als der Senator erschossen wurde?«

Ich bedeute Alex, sich zu setzen, und nachdem sie das getan hat, setze ich mich zwischen sie und den Gouverneur. »Ich befürchte, Sie werden mehr Glück haben, wenn Sie die Polizei fragen.«

Tobias lächelt kühl. »Lassen wir die Spielchen, Mr Blackwood. Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass Sie die Sache gerade auf eigene Faust untersuchen.«

Ich erwidere sein Lächeln. »Selbst wenn das stimmen sollte, kann ich über meine Ergebnisse nicht sprechen, weil ich fürchte, es würde den Ermittlungen schaden.«

Der Gouverneur weicht sichtlich zurück, und das Lächeln auf seinem Gesicht ist verschwunden. »Oh, natürlich möchte ich mich nicht in eine laufende Ermittlung einmischen, und das ist auch die Antwort, die ich vom Polizeichef bekommen habe.« Er schweigt für einen Moment, schielt zu Alex, bevor er mich wieder anspricht: »Aber ich werde Ihnen die gleiche Frage stellen, die ich ihm gestellt habe: Glauben Sie, dieser Angriff geschah aus persönlichen Motiven? Ich mache mir große Sorgen um die Politiker in unserer schönen Stadt.«

»Um ehrlich zu sein«, beginne ich, »müssen wir das Motiv hinter der Attacke noch herausfinden, daher fürchte ich, dass ich für sie keine Antwort auf ihre Frage habe.«

»Problematisch. Sehr, sehr problematisch.« Der Gouverneur lehnt sich in seinem Bürosessel zurück, und da sehe ich erst, dass er unrasiert ist und sich unter seinen eisblauen Augen dunkle Ringe abzeichnen. »Sie brauchen eine Absicherung, dass dort draußen kein Serienkiller herumläuft, der Jagd auf Politiker macht.«

Er versucht, weitere Informationen zu bekommen, aber ich habe nicht vor, Tobias Harrington Hadleys schmutziges kleines Geheimnis zu verraten. Es wissen bereits genug Menschen von diesem Video, und Tatsache ist, dass ich nicht für Harrington arbeite. »Ich bin mir sicher, Sie werden einen Weg finden, damit sie wieder alle ruhig schlafen können.«

Wieder lächelt er, dieses Mal wirkt es drohend. »Ja, ich bin mir sicher, das werde ich. Wie ich dem Polizeichef heute Morgen schon gesagt habe, würde ich in dieser Sache gerne ständig auf dem Laufenden gehalten werden. Falls sich irgendetwas Neues ergibt, muss es sofort in meinem Büro auftauchen. Ist das klar?«

»Ja, Sir«, erwidere ich, auch wenn er niemals irgendetwas von mir bekommen wird. Männer wie der Gouverneur würden jede Information, die ich ihnen gebe, dazu benutzen, um im Licht der Öffentlichkeit besser dazustehen. Ich bezweifle nicht im Geringsten, dass er sich irgendeine Geschichte daraus zurechtschustern würde, bei der er am Ende wie ein Held dasteht.

Er steht auf, und als ich es ihm nachtue, reicht er mir wieder seine Hand. »Bitte lassen Sie es mich wissen, wenn ich irgendwie helfen kann.«

Als ich seinen Handschlag erwidere, fällt mir etwas ins Auge, und ich bin mir nicht sicher, warum es mir zuvor nicht aufgefallen ist – vielleicht, weil ich zu sehr auf sein herausforderndes Starren konzentriert war –, aber meine ganze Aufmerksamkeit richtet sich auf etwas auf seiner Hand. Plötzlich ergibt seine Aufmachung sehr viel mehr Sinn.

Langsam blicke ich wieder in seine Augen. »Vielen Dank. Darauf werde ich sicher zurückkommen.«

Kaum, dass ich seine Hand losgelassen habe, springt Alex von ihrem Stuhl auf und eilt mit einem strahlenden Lächeln an die Seite des Gouverneurs. Sie streckt ihm ihre Hand entgegen. »Es war großartig, Sie persönlich kennenzulernen. Es tut mir leid, dass ich mich wie ein Fangirl verhalte, aber ich konnte mich einfach nicht länger beherrschen. Ich bin so ein großer Fan von Ihnen. Die Dinge, die Sie für unsere Stadt und unseren Staat tun, sind unglaublich.«

Der Gouverneur schüttelt ihre Hand. »Ich hoffe, das bedeutet, ich habe im nächsten Jahr Ihre Stimme.«

»Oh«, schnurrt Alex schon fast und wippt auf den Fußballen auf und ab. »Ganz sicher. Machen Sie sich deswegen keine Sorgen!«

»Ich weiß Ihre Unterstützung zu schätzen.« Der Gouverneur schenkt ihr eines seiner charmanten Lächeln und wendet sich dann mir zu. »Sie melden sich bald?«

Ich erwarte, dass Sie sich bald melden, ist, was er eigentlich sagt, auch wenn er es nicht offen ausspricht. »Früher, als Sie erwarten«, erwidere ich vorsichtig.

»Gut«, erwidert der Gouverneur.

Alex und ich schweigen, während der Gouverneur den Raum verlässt. Ich gehe zur Tür und sehe ihm nach, wie er das Gebäude verlässt. Jeder Schritt scheint eine Minute zu dauern. Mein Herz rast, Adrenalin wird mit dem Blut durch meine Adern gepumpt.

In der Sekunde, in der sich die Eingangstür schließt, drehe ich mich zu Alex um; sie hat die Augen weit aufgerissen. »Du hast es gesehen, oder?«, keucht sie.

»Fuck, ja, das habe ich.« Die halbmondförmige Narbe war da, direkt auf seiner Hand, und sie verrät mir alles, was ich wissen muss. Unser Erpresser ist Tobias Harrington. »Bitte sag mir, dass diese Charade, dass du ihn unterstützt, irgendeinen Zweck hatte?«

»Na ja, natürlich hatte sie das. Immerhin hast du es hier mit mir zu tun.« Alex lächelt stolz. »Er hat jetzt einen Peilsender an seinem Mantel.«