Anmerkungen des Autors

Tja, damit sind wir am Ende von Die Erben der Prophezeiung , und ich hoffe aufrichtig, es hat dir gefallen.

Ich sollte anmerken, dass ich nie vorhatte, diese Geschichte wirklich zu veröffentlichen, als ich sie vor Jahren geschrieben habe. Immerhin bin ich der spießige Wissenschaftlertyp. Ich laufe nicht rum und rede über Zwerge, Elfen, Drachen, Magie und dergleichen. Mache ich schlichtweg nicht. Der Ursprung dieser Geschichte liegt darin, dass ich mir als relativ junger Vater von zwei Jungs Gutenachtgeschichten für sie ausgedacht habe.

Als die Einzelheiten der Geschichten in meinem Kopf nach einer Weile durcheinandergerieten, habe ich begonnen, sie aufzuschreiben. Und die Geschichten wurden immer komplexer. Es wurde daraus eine Saga, die damals einen Siebenjährigen und einen Achtjährigen unterhalten hat. Und als ich fertig damit war, blieben die Geschichten für lange Zeit in meiner Schreibtischschublade.

Aber in der Zwischenzeit war mir etwas widerfahren: Ich hatte mich mit dem Schreibfieber angesteckt.

Wie ich feststellte, hatte ich Spaß daran, mir Geschichten auszudenken. Und weil es mir keine Ruhe ließ, dachte ich darüber nach, vielleicht etwas für mich selbst zu schreiben.

Nur zum Verständnis: Ich mag epische Fantasy und bin mit Tolkien, Eddings und verschiedenen anderen Autoren aufgewachsen, die mich auf den Weg gebracht haben. Aber ich hatte auch viel Freude mit Büchern von Crichton, Asimov, Grisham und anderen in Genres, die eher zu Action und Abenteuer tendieren.

Ich habe mich mit einigen recht bekannten Autoren angefreundet. Und wenn ich erwähnte, dass ich das Schreiben vielleicht ernsthafter betreiben will, bekam ich von mehreren denselben Rat: »Schreib über etwas, womit du dich auskennst.«

Über etwas schreiben, womit ich mich auskenne? Ich fing an, über Michael Crichton nachzudenken. Er war nicht-praktizierender Arzt und begann mit einem medizinischen Thriller. John Grisham war ein Jahrzehnt lang Anwalt, bevor er eine Reihe von Gerichtsthrillern verfasste. Der Ratschlag schien etwas für sich zu haben.

Ich fing zu grübeln an. »Womit kenne ich mich aus?« Und dann kam es mir.

Ich kenne mich mit Wissenschaft aus. Das ist mein Beruf, und es bereitet mir Freude, darüber zu lesen. Tatsächlich gehört es zu meinen Hobbys, Fachartikel zu lesen, die verschiedenste wissenschaftliche Disziplinen umspannen. Meine Interessen reichen von Teilchenphysik über Computer und Militärwissenschaften (also jede Wissenschaft hinter allem, was knallt) bis hin zu Medizin. In der Hinsicht bin ich zugegebenermaßen ein Nerd. Außerdem reise ich schon mein Leben lang viel und befasse mich aus reinem Interesse mit fremden Sprachen und Kulturen.

Mit dem Rat einiger New York Times -Bestsellerautoren im Gepäck begann ich mein Unterfangen, Romane zu schreiben.

Und dann geschah das Unerwartete.

Die Leute fingen an, sie tatsächlich zu lesen!

Dann landete ich auf der einen oder anderen landesweiten Bestsellerliste.

Aus dem Hobby wurde plötzlich mehr, als ich erwartet hatte.

Und obwohl ich streng genommen kein Vollzeitautor bin, sollte ich bis zum Ende dieses Jahres in relativ kurzer Zeit über 20 Bücher veröffentlicht haben.

Aus den ursprünglichen Gutenachtgeschichten war viel mehr geworden, als ich mir je hätte vorstellen können.

Und so öffnete ich die Schublade, in der alles begonnen hatte.

Ich holte die muffigen, vergilbten Blätter heraus, die ich vor langer Zeit beiseitegelegt hatte, fing an, sie zu lesen und schauderte.

Ich war inzwischen so viel besser geworden als damals. Irgendwie hatte ich mir Fähigkeiten und Instinkte angeeignet, die ich ein Jahrzehnt zuvor noch nicht hatte.

Ich dachte mir: »Vielleicht sollte ich versuchen, ob sich aus den alten Geschichten noch etwas machen lässt?«

Nachdem ich das vor langer Zeit entstandene Werk gelesen hatte, stellte ich fest, dass die Geschichten selbst noch grundsolide waren. Nur mit der Prosa fühlte ich mich unwohl, und das Alter der Protagonisten musste überarbeitet werden. Abgesehen davon hatte ich nicht allzu viel Arbeit damit, die alten Geschichten aufzupeppen und zu veröffentlichen.

Anständige Cover, ordentliches Lektorat, Hörbuchversionen, das volle Programm.

Und hier sind wir nun, liebe Leserin oder lieber Leser.

Wenn du diese Worte liest, gehe ich davon aus, dass du auch die Geschichte gelesen hast und hoffentlich Freude damit hattest. Wenn das dein erstes Buch von mir ist, lass mich kurz erklären, was du in meinen Büchern immer vorfinden wirst.

Es gibt immer Anmerkungen des Autors für den Leser. Das ist der Abschnitt, in dem du dich gerade befindest. Hier teilte ich dir direkt mit, was ich mache, wer ich bin und warum ich es mache.

Ich möchte ein paar Wort über meinen Vertrag mit dir loswerden, dem Leser.

Ich schreibe, um zu unterhalten.

Das ist aufrichtig mein erstes und oberstes Ziel. Denn genau das wünschen sich die meisten Menschen von einem Roman.

Jedenfalls wollte ich das immer. Vorrang hat stets die Geschichte.

In dieser speziellen Geschichte tauche ich tief in eine Fantasy-Welt ein, die keinen starken Bezug zur Wissenschaft unserer Welt hat. Aber es handelt sich um eine Serie aus vier Büchern, und glaub mir, in den nächsten Teilen kommt ein wenig Wissenschaft vor, die real und gültig ist.

Du wirst auch feststellen, dass ich bei dieser Serie etwas tue, von dem alle behaupten, man sollte es unterlassen: Ich kreuze Science-Fiction und Fantasy.

Man hat schon gemeint, meine bisherige Themenwahl sei breitgefächert und unerwartet, aber der Großteil der bisherigen Rückmeldungen ist erfreulich positiv gewesen. Also vielen Dank an jene Leser, die schon andere meiner Bücher kennen. Rezensionen zu veröffentlichen, ist natürlich der einfachste Weg, andere wissen zu lassen, was du von diesem Roman oder einem meiner anderen Werke hältst. Mundpropaganda ist für uns arme Autoren kostbar.

Aber auch, wenn ich gern über Ereignisse, Geschichte und Wissenschaft schreibe und nun ins Genre Fantasy vorstoße, bleibt mein Hauptaugenmerk immer darauf zu unterhalten.

Wie immer gibt es auch am Ende dieses Buchs einen Anhang, in dem ich auf bestimmte Details über die Entstehung des Romans und die Recherchen dafür eingehe. Und natürlich erläutere ich die Wissenschaft und Technik – ich kann einfach nicht anders.

Ich hoffe aufrichtig, dieser Roman hat dir gefallen, und ich hoffe auch, du wirst auch meine künftigen Geschichten lesen.

Mike Rothman

2. April 2020

Falls dir diese Geschichte gefallen hat, sollst du wissen, dass noch Nachschub kommt. Buch drei, Die Waffen der Prophezeiung , greift die Geschichte dort auf, wo sie in diesem Buch geendet hat. Wenn du wissen willst, was es mit dem blauäugigen Jungen und seiner Familie auf sich hat, wie sie in diese neue Welt geraten sind, eine Reihe neuer Charaktere kennenlernen und Arabelle wiedersehen möchtest, dann wirst du hoffentlich bestens unterhalten.

Ich füge eine Vorschau auf das erste Kapitel des nächsten Buchs an. Aber davor noch ein Hinweis. Falls du Fantasy-Fan bist und dir diese Geschichte gefallen hat – ich habe abgesehen von dieser Serie (bisher) noch ein weiteres Fantasy-Buch veröffentlicht. Auch darin kommt ein 17-jähriges Mädchen vor ...

Ich bin so frei und füge an dieser Stelle eine Kurzbeschreibung von Dispokalypse ein:

In einer postapokalyptischen, von einem zugleich gefürchteten und verehrten Gouverneur regierten Welt versucht die 17-jährige Willow, ihr letztes Schuljahr zu überstehen. Aber als ihr Vater stirbt, erlebt sie seltsame Träume, die völlig verändern, wie sie die Welt und sich selbst sieht.

Von der Tragödie heimgesucht treibt sich Willow weit über alles hinaus, was sie sich je zugetraut hätte. Und als sie die Aufmerksamkeit einiger Informanten des Gouverneurs erregt, wird ihre Welt vollends auf den Kopf gestellt ...