Kapitel 20

 

Gracen

 

Ich wache sofort auf, als die Matratze neben mir nachgibt. Eine solche Reaktion ist uns Müttern eigen. Wir sind darauf trainiert, auch bei der kleinsten Bewegung aufzuwachen. Mein erster Gedanke gilt Lilly, doch dann spüre ich einen muskulösen männlichen Körper an meinem Rücken. Jemand schlingt einen starken Arm um meinen Bauch und zieht mich an sich.

Marek.

Er drückt mir einen zärtlichen Kuss auf den Hinterkopf und fragt: „Bist du wach?“

„Was tust du da?“, beantworte ich seine Frage mit einer Gegenfrage. Ich bin von seiner Nähe so schockiert, dass mein Herz wild in meiner Brust hämmert. Ich habe eigentlich gedacht, dass nach jenem Abend vor vier Tagen klare Grenzen zwischen uns bestehen.

Zumindest von Mareks Seite aus. Er hat mir deutlich zu verstehen gegeben, dass wir nicht mehr miteinander intim sein werden. Danach war er vier Tage verreist, da er zuerst ein Spiel in New York und dann eines in New Jersey absolviert hat. Doch ich habe jeden Tag mit ihm telefoniert. Wir unterhielten uns im Grunde nur flüchtig und ausschließlich über Lilly, weil er wissen wollte, wie es ihr ging. Das wäre jedoch gar nicht nötig gewesen, da er sie mehrmals täglich über Videochat kontaktierte, wann immer er Zeit fand.

„Ich dachte, ich könnte die Augen davor verschließen“, sagt er. „Aber ich kann es nicht. Und ich will es auch nicht.“

Mir wird schwindelig, denn in seinen Worten schwingt so viel Sehnsucht mit. Mein Puls rast. Marek schiebt seine Hand langsam unter den Bund meiner Schlafshorts, und mir stockt der Atem. Doch er lässt seine Finger nicht tiefer gleiten als bis zu der Narbe, die waagerecht direkt über meinem Schambein verläuft. Sie ist dünn und kaum wahrnehmbar, aber Marek findet sie mühelos, als hätte er sie schon eine Million Mal berührt.

Er streichelt über meine Haut und murmelt: „Der Gedanke an das, was du durchgemacht hast, bringt mich fast um. Es ist schrecklich, dass du und Lilly beinahe gestorben wärt.“

Ich versuche, zu schlucken, doch meine Kehle ist wie zugeschnürt.

Marek spreizt seine Finger über meinen Bauch und zieht mich näher an sich. Ich kann seinen harten Schaft an meinem Hintern spüren.

„Es tut mir so leid, dass du kein weiteres Kind bekommen kannst“, sagt er mit erstickter Stimme. Er hat hörbar Mühe, die emotionsgeladenen Worte über die Lippen zu bringen.

Ich lege eine Hand auf seine und drücke sie. „Es ist okay.“

Marek zieht seine Hand unter meiner hervor und umfasst sanft mein Kinn, um mein Gesicht zu sich zu drehen, sodass ich gezwungen bin, seinem Blick zu begegnen. Er stützt sich auf einen Ellbogen und beugt sich vor.

Er küsst mich ganz zärtlich.

Zärtlicher, als er es je zuvor getan hat. Seine Lippen berühren die meinen kaum. Ich kann seinen Atem an meinem Mund spüren, und für einen seltsamen Moment fühle ich mich von Marek wertgeschätzt.

Dann zieht er sich zurück.

Er rollt sich auf die andere Seite des Bettes. Im nächsten Augenblick höre ich ein Klicken, dann wird der Raum von warmem Licht erhellt. Er schmiegt sich wieder an mich, wobei ich bemerke, dass er eine Anzughose und ein leicht zerknittertes, aber strahlend weißes Hemd trägt. Die Cold Fury müssen das Stadion in New Jersey direkt nach dem Spiel verlassen haben und zum Flughafen gefahren sein, um nach Raleigh zurückzufliegen.

Überrascht schnappe ich nach Luft, als er sich auf mich legt. Unwillkürlich spreize ich die Beine, um ihm Platz zu machen. Noch bevor ich meinen nächsten Atemzug tun kann, hat er seine Lippen schon wieder auf mich gepresst. Diesmal küsst er mich nicht ganz so sanft, sondern etwas leidenschaftlicher.

Aber flüchtiger.

Dann lässt er seinen Mund tiefer gleiten. Er schiebt mein Tanktop hoch, zieht den Gummizug meiner Shorts hinunter und betrachtet meine Narbe. Ich erröte, denn er mustert sie eingehend, wobei er die Lippen zu einer dünnen Linie zusammengepresst hat.

Marek sieht zu mir auf. Mein Herz setzt einen Schlag aus, als er sagt: „Es tut mir leid, dass ich dich verlassen habe. Ich bedaure die Art und Weise, wie ich dich verlassen habe. Und dass ich dir das Gefühl gegeben habe, während der Schwangerschaft nicht auf mich zählen zu können. Es tut mir alles so leid.“

Adrenalin rauscht durch meine Adern, und ich bin völlig schockiert. Ich hätte nicht geglaubt, diese Worte je aus seinem Mund zu hören.

Ich dachte, ich hätte nicht verdient, sie zu hören, da meine Sünden Mareks bei Weitem übertreffen.

„Mar…“

Ich verstumme, als er mit den Lippen über meine Narbe streicht und die dünne rosa Linie mit seiner Zunge nachzeichnet.

Ich stoße so heftig den Atem aus, dass ich Schwierigkeiten habe, wieder Luft zu holen.

Marek blickt zu mir auf. „Willst du, dass ich aufhöre?“

Ich schüttle energisch den Kopf.

„Gut, denn ich glaube nicht, dass ich es kann.“

„Aber was hat all das zu bedeuten?“, frage ich ihn verwirrt.

Er starrt mich durchdringend an, als wäre dies das wichtigste Gespräch unseres Lebens. „Es bedeutet, dass ich mit dir zusammen sein will.“

„Im Bett“, sage ich, um mir Klarheit zu verschaffen.

„Ja, im Bett“, antwortet er heiser. „Und außerhalb, um Lilly mit dir großzuziehen.“

Ich stütze mich auf die Ellbogen, um ihn besser sehen zu können. „Und was ist zwischen Bett und Elternschaft?“

„Ich weiß nicht“, sagt er nach kurzem Zögern. „Ich meine … was gibt es sonst noch?“

Immerhin ist er ehrlich.

Ich schiebe mich unter ihm hervor und rutsche ans Kopfende des Bettes. Dann ziehe ich die Knie an und schlinge die Arme um meine Schienbeine. Marek setzt sich auf, stützt eine Hand auf die Matratze und beugt sich zu mir vor.

„Das war eindeutig nicht die Antwort, die du hören wolltest“, bemerkt er vorsichtig.

„Du hast mich verlassen, weil du deine Freiheit wolltest“, erinnere ich ihn. „Du wolltest die Verantwortung einer Beziehung nicht tragen. Ich bin nicht dumm und weiß, dass du einfach frei sein wolltest, um mit anderen Frauen zusammen zu sein.“

„Gracen“, sagt er in mahnendem Tonfall, doch ich hebe eine Hand, um ihn zum Schweigen zu bringen.

„Ich bin nicht dafür geschaffen, lediglich eine von vielen Frauen in deinem Leben zu sein, Marek. Es tut mir leid, aber das reicht mir nicht.“

Ich erwarte, dass er verärgert ist, weil ich ihm das Wort abgeschnitten habe. Und vielleicht auch ein wenig enttäuscht.

Stattdessen bricht er in schallendes Gelächter aus, und seine Augen funkeln amüsiert.

„Warum ist das so lustig?“, schimpfe ich.

„Weil ich ein Idiot bin und mich offensichtlich nicht richtig ausdrücken kann.“

Ich zucke zusammen, denn in seiner Stimme schwingt wie erwartet ein wenig Verärgerung mit. Aber aus völlig anderen Gründen.

Marek geht auf alle viere und packt mit beiden Händen meine Fußknöchel. Ich schreie auf, als er mich ruckartig ein Stück nach unten zieht und sich wieder auf mich liegt.

Er drängt sich zwischen meine Schenkel, die ich erneut bereitwillig spreize, und stützt seine Ellbogen auf beiden Seiten meines Brustkorbs ab. Sein Gesicht schwebt direkt über meinem, und er fixiert mich mit einem durchdringenden Blick. „Gracen, seit dem Tag, an dem ich in die Kirche gestürmt bin, um deine Hochzeit zu verhindern, war ich mit keiner anderen Frau zusammen.“

„Wirklich nicht?“, frage ich und runzele die Stirn.

Er schüttelt den Kopf. „Ich will nicht lügen und behaupten, es läge daran, dass ich die ganze Zeit über wie von dir besessen war. Vor allem war ich überwältigt, weil ich plötzlich eine Tochter habe, und ich war völlig durcheinander. Ich konnte an nichts anderes als an Lilly denken. Aber seit ich dich neulich zum ersten Mal nach langer Zeit geküsst habe, bist du definitiv die einzige Frau, die mir im Kopf herumspukt.“

„Für den Moment“, kommt es mir unwillkürlich mit sanfter Stimme über die Lippen. Es ist mir zuwider, dass er mich an allem zweifeln lässt.

„Ja, für den Moment“, bestätigt er. Seine Ehrlichkeit hasse ich noch mehr. „Aber, Gracen, wir haben nur den Moment. Wir haben uns völlig unverhofft wiedergefunden und teilen etwas, das ich nie mit einer anderen Frau hatte. Und das hat etwas in mir verändert. Ich … ich will dich. Nur dich. Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt, aber wir werden es sicher herausfinden.“

Es ist zwar keine Liebeserklärung, doch die habe ich auch nicht erwartet. Meine Gefühle für Marek haben sich nie geändert, nichtsdestotrotz ist mir klar, dass ich durch meine Taten alles zerstört habe, was er für mich empfunden hat.

Aus diesem Grund sind seine Worte verwirrend, allerdings muss man den anderen wohl nicht lieben, um mit ihm zu schlafen. Ich war zwar in Marek verliebt, als ich ihm meine Jungfräulichkeit schenkte, doch danach war ich mit anderen Männern zusammen, für die ich keine so tiefen Gefühle hegte. Sie waren nicht bedeutungslos, und ich mochte sie, aber ich habe nie einen Mann außer Marek geliebt.

„Sag etwas, Gracen“, drängt Marek, während er sich ein Stück anhebt, um mich nicht zu erdrücken.

Ich knabbere an meiner Unterlippe, um meine Gedanken zu sammeln. „Dann werden wir also eine intime und monogame Beziehung führen und gemeinsam Lilly großziehen?“

Er zuckt bei meinen Worten leicht zusammen, und ich bin mir nicht sicher, ob ich nicht ein wenig Genugtuung dabei empfinde. Nun, es ist, wie es ist.

Er nickt. „Es wäre ein Anfang.“

Ja, es könnte wirklich der Anfang von etwas Neuem sein. Wir werden nie wieder eine Beziehung wie früher führen, denn wir haben einander zu viele tiefe emotionale Wunden zugefügt. Aber mit einem solchen Arrangement könnte ich mich abfinden.

Schließlich liebe ich ihn.

Ich schlinge meine Hände um seinen Nacken und sage: „Ich denke, damit kann ich leben.“

Mein Herz setzt einen Schlag aus, denn Marek verzieht die Lippen zu einem strahlenden Lächeln. Man könnte meinen, er hätte im Lotto gewonnen, aber ich fühle mich wie die Gewinnerin, als er sich zu mir herabbeugt und mich innig küsst.

Er ergreift förmlich Besitz von meinem Mund. Ich stöhne, weil ich spüre, wie sein Schwanz zwischen meinen Schenkeln anschwillt und hart wird. Marek zieht den Kopf zurück und starrt mich mit einem lodernden Feuer in den Augen an. Ich lasse meine Hüften kreisen, um Reibung zu erzeugen, aber er presst seine Lippen wieder auf meine und rollt sich mit mir auf die Seite, um an meiner Kleidung zu zerren. Während ich mir an seinem Gürtel zu schaffen mache und den Reißverschluss seiner Hose öffne, schiebt er mir mein Oberteil über den Kopf. Marek umschließt eine meiner Brustwarzen mit seinen Lippen, als ich seinen Schwanz umfasse und beginne, ihn zu streicheln.

„Scheiße“, murmelt er an meiner Brust, dann greift er mir zwischen die Schenkel. „Wir sollten auch den Rest dieser Klamotten loswerden.“

Kichernd drücke ich ihn von mir. Er rollt sich vom Bett und entledigt sich seiner Kleider. Ich hätte nicht für möglich gehalten, dass ein Mensch sich so schnell ausziehen kann. Kaum habe ich meine Shorts und mein Höschen abgestreift, da liegt er schon wieder auf mir und küsst mich. Er dringt mit seinen Fingern in mich ein, und ich umfasse erneut seinen Schwanz, um ihn zu massieren. Ein tiefes Stöhnen entfährt seiner Kehle.

Marek streift mit dem Daumen meine Klitoris, und ich bäume mich auf und platze heraus: „Ich brauche dich, Marek. Bitte fick mich.“

„Verdammt“, murmelt Marek, als hätte er seine Selbstbeherrschung gerade über Bord geworfen. Dann dreht er mich auf den Bauch, packt meine Taille und zieht mich auf alle viere. Ich fühle mich wie eine Stoffpuppe, die grob herumgeschleudert wird, doch ich genieße jeden Moment.

Dann presst Marek seine Lippen von hinten an mein Geschlecht und lässt seine Zunge in mich gleiten, und ich schreie auf und schlage mir schnell die Hand vor den Mund. Er stöhnt genüsslich, als hätte er noch nie etwas Wohlschmeckenderes gekostet. Dann zieht er sich zurück, nur um die Spitze seines Schwanzes in mich zu stoßen.

Mareks Schaft ist dick, lang und wunderschön. Es war immer ein wenig beängstigend und aufregend zugleich, denn ich wusste, dass mein Körper sich erst dehnen musste, um ihn aufzunehmen.

Und es schmerzte auch leicht.

Er dringt etwa einen Zentimeter in mich ein und flucht. Ich wackle mit dem Hintern und lasse die Hüften kreisen, um ihn dazu zu bringen, noch tiefer in mich zu gleiten.

„So verdammt eng, Gracie“, presst er hervor, während er sich einen Zentimeter weiter hineinschiebt. „Und so feucht. Du bist klatschnass, Baby.“

Mein Gott, sein Dirty Talk hat mir wirklich gefehlt. Noch nie hat mich jemand nur mit Worten so sehr erregt wie er.

„Ich wünschte, du könntest es sehen“, murmelt er und lässt seine Hände an meinen Hintern gleiten. Mit den Daumen zieht er meine Pobacken leicht auseinander. Ich kann mir vorstellen, wie er auf uns hinunterstarrt. „Wie mein Schwanz in dich gleitet, wie ich mich in dir vergrabe. Diese Muschi … deine Muschi … fleht mich förmlich an, dich hart zu ficken, nicht wahr, Gracie?“

„Mein Gott, ja“, knurre ich und schiebe ihm meinen Hintern entgegen, um ihn noch tiefer in mich aufzunehmen.

„Ich liebe es, wenn du glaubst, du hättest die Kontrolle, Gracie“, neckt Marek mich und zieht seinen Schaft ein Stück aus mir heraus.

Ich beiße die Zähne zusammen, um ihn nicht zu verfluchen, und kralle mich in die Bettdecke. Ganz zärtlich streichelt er mir mit beruhigenden Bewegungen über die Pobacken.

Diesmal dringt er noch tiefer in mich ein, bevor er sich wieder langsam zurückzieht. Mir ist klar, dass er behutsam vorgeht, um mir keine Schmerzen zu bereiten, aber er weiß auch, dass mir der Schmerz nichts ausmacht.

Manchmal genieße ich ihn sogar.

„Marek“, flehe ich ihn leise an. „Bitte … ich …“

Mit einem kraftvollen Stoß vergräbt er sich in mir und schiebt seine Hüften so ruckartig nach vorn, dass ich mich mit einer Hand am Kopfteil abstützen muss, um nicht vornüberzukippen. Er füllt mich ganz aus, und mein Körper jauchzt geradezu vor Glück, denn er dehnt mich noch weiter, als ich es für möglich gehalten hätte.

„O Gracie“, stöhnt Marek und verharrt in mir. „Du fühlst dich so verdammt gut an.“

Dann umklammert er mit zitternden Händen meine Hüften, und ich weiß, dass er mich hart und schnell nehmen wird. Ich vibriere vor Vorfreude und warte darauf, dass Marek seinen Schwanz aus mir herauszieht, um ihn dann wieder in mich zu stoßen.

Doch zu meiner Überraschung beugt Marek sich über meinen Rücken und drückt mich auf die Matratze. Ich drehe den Kopf zur Seite und lasse meine Wange auf dem Kissen ruhen.

Marek küsst mich auf den Mundwinkel und dringt mit einem leisen Stöhnen noch tiefer in mich ein.

Dann lässt er die Lippen an meine Schulter wandern und liebkost sie sanft, während er sein Becken nur leicht zurückzieht. Er hält nicht inne und lässt seinen Schaft von Neuem in mich gleiten. Dabei bewegt er sich mit Bedacht, um das Gefühl voll auszukosten.

„Ich werde dich genüsslich ficken, Gracie“, murmelt er und küsst wieder meine Schulter. „Heute Nacht lassen wir uns Zeit.“

Ich seufze staunend. Das ist neu. Marek war nie der Typ, der es langsam angehen ließ. Wir beide haben uns immer wild und ungestüm geliebt, weil wir wussten, dass wir dann umso schneller von vorn anfangen konnten. Marek schaffte es jedes Mal, mich so geschwind zum Höhepunkt zu bringen, dass ich in der Regel mindestens zwei Orgasmen hatte, bevor er kam.

Aber das jetzt ist sehr interessant.

Anders.

Es fühlt sich an wie eine reifere Art von Sex. Seine Stöße sind tief und zugleich zielgerichtet, während er seine Lippen zärtlich über meine Haut gleiten lässt.

Wieder einmal fühle ich mich wertgeschätzt.

Mareks Atmung beschleunigt sich, und ich keuche heftig. Mit jedem Stoß treibt er uns beide weiter auf den Gipfel der Lust zu. In diesem Winkel reizt er etwas in meinem Unterleib, das mir fast den Verstand raubt. Genauso langsam, wie er mich fickt, steigert sich meine Lust. Mit seinen Bewegungen schürt er das Feuer in mir, bis mein Körper in Flammen steht, ich aber nicht gänzlich explodiere.

„Marek“, murmele ich frustriert.

„Lass dich gehen, Gracie. Lass dich gemeinsam mit mir fallen.“

Wieder treibt er mich mit Worten an den Rand des Wahnsinns.

Also tue ich, wie geheißen, und öffne mich für all die Empfindungen, die er mir beschert und die nun mit Wucht über mich hereinbrechen. Ich habe das Gefühl, von innen heraus zu platzen, und muss mein Gesicht in das Kissen drücken, um meinen Schrei zu dämpfen.

„So ist es gut“, lobt Marek mich und dringt noch einmal bis zum Anschlag in mich ein. Dann lässt er seine Hände unter meinen Bauch gleiten, während er sein Kinn an meine Schulter presst.

Er schiebt das Becken vor und drückt mich tiefer in die Matratze. Heftig bebend kommt er zum Höhepunkt und hält mich dabei so fest, dass ich kaum atmen kann.

„Scheiße, Gracie“, murmelt er. Er lockert seinen Griff etwas und stößt den Atem aus. „Das war unglaublich.“

Ich kann nur nicken, als ich einen Blick über die Schulter werfe, um ihn anzusehen. Er schenkt mir ein sanftes und zufriedenes Lächeln.

Befriedigt lasse ich den Kopf wieder auf das Kissen fallen. Obwohl ich völlig erschöpft bin, bringe ich noch die Kraft auf, sein Lächeln zu erwidern.