14

Everett

Nervös begann nicht mal annähernd zu beschreiben, wie ich mich fühlte, als ich Grahams Familie kennenlernte. Ich war in keiner Hinsicht gut genug für ihren Alpha-Sohn. Ich hatte einen guten, aber keinen großartigen Job, mietete meine Wohnung und hatte ein Kind mit einem Elternteil, das, gelinde gesagt, übergroßem Ballast entsprach.

Graham schien überhaupt nicht nervös zu sein. Im Gegenteil, ich hätte schwören können, dass es ihm gut ging und er aufgedreht war. Wer ist schon aufgedreht, wenn seine Mutter seinen Freund, einen allein erziehenden Omega-Vater kennenlernt? Niemand, der gesunden Menschenverstand hatte, das war sicher.

„Dein Knie hüpft furchtbar.“ Graham legte seine Hand auf mein Bein. „Ich würde zu gern wissen, was du gerade denkst?“

„Ist nicht der Rede wert“, neckte ich ihn und wollte nicht, dass er den bitteren Schrecken mitbekommt, der sich in meiner Mitte aufzubauen begann.

Mein Herz hatte entschieden, schon lange bevor mein Gehirn dem hinterhergekommen war, dass Graham der Richtige für mich war. Das Problem war, dass Grahams Familie ihm alles bedeutete. Nicht, dass das hätte ein Problem sein sollen und vielleicht war es das auch nicht - es sei denn, es würde mich alle hassen. Keine Chance, dass er sich für mich anstatt für seine Mama entscheiden würde. Ich würde das auch nicht zulassen, auch wenn es mich zermürben würde.

„Du siehst angespannt aus.“ Er tippte meine Nase an. „Ich weiß, was du brauchst.“

Und bevor ich nachhaken konnte, war er schon auf seinen Knien zwischen meinen Beinen und öffnete meinen Gürtel.

„Das Baby…“, sagte ich als dürftiges Argument.

Sie schlief schon seit fast einer halben Stunde und so wie sie in letzter Zeit ihre Nickerchen machte, hatten wir nicht mehr viel Zeit. Das letzte, was ich wollte, war, sie mit unseren Erwachsenen-Sachen aufzuwecken.

„Das Baby ist nebenan, die Tür ist zu, der Babymonitor an, und ein Lächeln auf ihren Lippen über das, was auch immer sie gerade träumen mag.“ Er machte mit meinem Gürtel weiter, sein Handballen übte Druck auf meinen wachsenden Schwanz aus. „Du musst dich entspannen, Omega.“

Er zwinkerte mir zu, ehe er mir mit einer fließenden Bewegung den Gürtel rauszog. Sein Blick hielt meinen, während er den Knopf aufmachte, und ach so langsam den Reißverschluss öffnete, seine Finger über meine Eichel durch meine Boxershorts fuhren, viel öfter als nötig.

„Wenn du so weitermachst, komm ich in meine Hose.“ Ich spaßte nicht einmal, aber er tat es mit einem erzwungenen Kichern ab, ehe der Blick in seinen Augen etwas ernster wurde.

„Du wirst kommen, wenn ich bereit bin.“ Der herrische Graham war definitiv meine neue Lieblingsausgabe von ihm.

Er griff meine Hüfte und brachte mein Gehirn so weit, dass es seinen unausgesprochenen Anweisungen folgen konnte. Meine Jeans und Unterwäsche lagen um meine Oberschenkel und mein Schwanz eilte zu seinen Lippen, mit einem Lusttropfen auf meiner Eichel, der darum bettelte, gekostet zu werden.

Er folgte seinem Ruf, wischte mit seiner Zunge über meine Eichel, bevor er direkt eintauchte und mich in die Wärme seines Mundes hüllte. Seine Zunge wirbelte wieder um meine Eichel, als er mich so gut er konnte aufnahm. Mit ausgehöhlten Wangen lutschte er alles aus mir heraus, als er langsam, so schmerzhaft langsam, die Reise zurück zur Eichel antrat und dies immer wieder wiederholte, wobei sein Tempo gleichzeitig berauschend und ärgerlich war.

„Ich möchte kommen“, wimmerte ich, als sich eine Schweißperle auf meiner Stirn bildete.

„Wann habe ich gesagt, du könntest?“, fragte er, nachdem er meinen Schwanz mit einem Knall aus seinem Mund gelassen hatte.

Nein, nein, nein, nein. Raus aus seinem Mund war der letzte Ort, an dem ich sein wollte.

„Wenn du bereit bist.“ Ich biss mir auf die Unterlippe, als seine Hand begann, mich in dem gleichen schmerzhaft langsamen Rhythmus zu streicheln, den sein Mund gerade benutzt hatte.

„Das ist richtig, Omega.“ Mein Schwanz zuckte zusammen, als er mich wieder Omega nannte. Wenn er das tat, hatte es etwas Ursprüngliches, und es tat mir alles Mögliche an. Wundervolle Dinge. Schmutzige Dinge. Vielleicht sollte ich offiziell meinen Namen in Omega umändern.

„Denkst du vielleicht, dass du jetzt bereit bist?“, fragte ich in der Hoffnung, ihn zum Lachen zu bringen, diesen herrlichen Klang zu hören, der so einzigartig für ihn war. Stattdessen wurde ich mit seinem Mund belohnt, diesmal in einem viel schnelleren Tempo, und seine Hände fügten noch ein Eier-Kneten hinzu, bevor er einen und dann zwei Finger in mein schlüpfriges Loch schob.

Die Antwort auf meine Frage schien ein klares Ja zu sein. Er war bereit, mich kommen zu lassen… und ich kam, direkt in seinen Rachen, wo er es gierig hinunterschluckte.

„Sexiest Alpha Alive“, murmelte ich, als mein Kopf zurückfiel und meine Augen sich schlossen.

„Sagt der sexieste Omega.“ Er setzte sich neben mich und schlang seinen Arm um meine Schulter. „Jetzt ein bisschen entspannter?“

„So viel mehr. Aber wir essen zu Abend. Duscht du mit mir?“, fragte ich und wollte nicht wirklich aufstehen. Graham unter der Dusche, nackt mit Wasser, das ihm über die Brust rollte - das war eine ziemlich gute Motivation. Nachdem er zugestimmt hatte, konnte ich das in seiner ganzen Pracht erleben. Ich durfte auch zusehen, wie ich ihn mit meiner Hand kommen ließ.

Sein Orgasmus-Gesicht hatte meinen Schwanz wieder zum Leben erweckt.

Seri hatte andere Pläne und rief Dada über das Babyfon, als wir uns gerade abtrockneten. Ich fand es toll, dass sie anfing, mehr zu reden und Worte anstatt Tränen benutzte. Sie wuchs so schnell.

Wir zogen uns an und machten uns auf den Weg zu seiner Mutter, wo ich mich wie durch ein Wunder wie zu Hause und willkommen fühlte.

Seri hatte sie sofort bezaubert und es fühlte sich alles kein bisschen falsch oder erzwungen an. Sie liebten sie einfach. Sie hatte etwas an sich, das Menschen in ihren Bann zog. Ich wusste das. Aber diese Leute hätten schon einen Grund gehabt, sie oder mich nicht zu mögen.

Kein Elternteil oder Geschwister denkt bei sich: Hoffentlich findet mein Familienmitglied einen geschwängerten Omega, und wenn möglich auch noch mit keiner anderen wirtschaftlichen Unterstützung als sich selbst. Nichts ist besser, als wenn unsere Familie auf eine wirtschaftliche Reise mitgenommen wird, die nicht für sie bestimmt ist.

Nicht, dass das war, wer ich war oder worum es mir ging. Vielleicht haben sie das gesehen. Oder vielleicht haben sie gesehen, wie Graham und ich einfach geklickt haben. Nicht, dass es etwas ausmachte. Nein. Alles, was zählte, war, dass sie mich willkommen hießen und akzeptierten und alles, was damit einherging. Ich verehrte sie bereits und akzeptierte sofort die Bitte seiner Mutter, zu einem weiteren Familienessen zurückzukehren.

Der Tag war praktisch in jeder Hinsicht perfekt gewesen - bis er es dann nicht mehr war.

Zum Beispiel, als ich mein Handy wieder einschaltete und einen Text sah, bei dem mir speiübel wurde, einen Text von meinem ehemaligen Chef Jack. Wir müssen uns unterhalten, bevor sie dich kontaktieren.

Fick mich. Es sah so aus, als würde ich in das juristische Chaos mit hineingezogen werden, das immerhin der Betrug meines ehemaligen Chefs war. Gerade als das Leben so schön wurde.