Möhren

Möhren (Daucus carota subsp. sativus), auch bezeichnet als Karotten oder Wurzeln, sind ein sehr beliebtes Gemüse, sie schmecken

Der Anbau von eigenen Möhren macht viel Spaß, denn ein fertiges Gemüse aus dem Boden zu ziehen, hat etwas Ursprüngliches an sich und lässt besonders Kinderaugen leuchten. Außerdem bringen Möhren viele wichtige Vitamine mit.

Bei sehr schweren, festen Böden kann es passieren, dass die Möhren zwar dick, aber eher kurz werden oder sich schnell verzweigen, weil sie nicht in die Tiefe wurzeln können. Dann kann man Sand in den Boden einarbeiten und ihn so lockern. Alternativ können Sie mit dem Spaten eine etwa 20 Zentimeter tiefe und 3 bis 4 Zentimeter breite Rinne ziehen und diese mit einem Gemisch aus Sand, Erde und gegebenenfalls Dünger füllen. Wenn Sie jetzt in diese Rille säen, haben die Möhren nach unten hin gut Platz.

Gießen muss man sie kaum, sie gedeihen am besten mit den üblichen Niederschlägen – wenn die denn regelmäßig erfolgen.

Möhren wachsen am besten gemeinsam mit Zwiebeln unter Netzen.

Möhren in Kürze

Saattiefe: 1 bis 2 Zentimeter

Direktsaat: Ab April bis Juni

Vorziehen: Kein Vorziehen

Keimdauer: 3 bis 4 Wochen

Auspflanzen ins Beet: Kein Auspflanzen, da ja auch kein Vorziehen möglich ist

Pflanzabstand: 2,5 Zentimeter

Gute Beetnachbarn: Zwiebeln; Möhren und Zwiebeln schützen sich gegenseitig vor Schädlingen

Schlechte Beetnachbarn: Rote Bete

Kulturdauer / Erntereife: Etwa 140 bis 160 Tage

Schädlinge & Krankheiten

Auch bei Möhren lassen sich durch Beachtung von Fruchtwechsel, Standort und der richtigen Sortenwahl eine Reihe von Problemen verhindern, darunter ein Schießen oder Platzen der Früchte (was auch bei extremer Trockenheit passieren kann), aber auch parasitäre Schädigung wie Möhrenschwärze.

Die Möhrenschwärze wird von einem Pilz (Alternaria dauci)

Ist der Boden allzu locker, können schädliche Nematoden sich an den Rübenkörpern laben. Nematoden sind Fadenwürmer, die sowohl als Schädlinge aufkreuzen, aber auch als Nützlinge dienlich sein können. Sie umfassen rund 20000 verschiedene Arten, wobei die weißen oder nahezu farblosen Würmer meist nur wenige Millimeter groß sind und man fast eine Lupe braucht, um sie zu entdecken.

Richtig unangenehm kann die Möhrenfliege (Chamaepsila rosae) werden. Anfang Juni legt sie ihre Eier in die jungen Möhren ab. Einige Tage später schlüpfen Maden, die sich in die Möhren hineinfressen und braune, gut sichtbare Fraßgänge hinterlassen. Sind die Maden ausgewachsen, wandern sie in den Boden, wo sie sich verpuppen. Noch im selben Jahr gibt es so die zweite Generation Möhrenfliegen. Die betroffenen Möhren sind dann nur noch teilweise verwendbar. Bei starkem Befall kann der Totalausfall der Ernte drohen. Befallene Pflanzen sind sofort zu entsorgen. Darüber hinaus sollten Möhren nicht mit frischem Kompost versorgt werden. Netze und die Nachbarschaft von Zwiebeln können hilfreich sein.