Welches Gemüse soll in mein Hochbeet?

Das Gemüse, das am meisten in die Höhe schießt, wird in die Mitte gepflanzt, an den Rändern wächst das kleinste, sodass sich die Pflanzen gegenseitig nicht zu sehr beschatten. An den Rändern bleibt auch Platz für Gurken und Kapuzinerkresse, die nach unter ranken. Was bei uns im Garten auf dem Boden wächst und rankt, rankt im Hochbeet herunter. Das spart Platz und sieht auch noch hübsch aus.

Viel Ertrag bei wenig Platzverbrauch gibt es bei den nachwachsenden Sorten. Beim Mangold beispielsweise erntet man immer nur die äußeren Blätter. Nicht so gut geeignet fürs Hochbeet sind Kohlköpfe, weil sie viel Platz schlucken – aber natürlich wachsen auch sie hier. Zum Glück gibt es von vielen Gemüsearten verstärkt kleinere Sorten, beliebt sind besonders Snackgurken. Bei anderen Gemüsesorten sollten Sie auf kompakt wachsende Sorten zurückgreifen. Bei Erbsen bevorzuge ich welche, die man jung mit Schale essen kann.

Mit vorgezogenen Pflanzen lassen sich Lücken im Beet gut füllen. Ich empfehle unbedingt Salate, die lassen sich schnell ernten und brauchen wenig Nährstoffe. Geeignete Lückenfüller sind auch Kräuter. Sie sind nicht nur schön anzusehen, sie schützen zum Teil sogar vor Pflanzenkrankheiten und Schädlingen.

Gemüsearten, die über mehrere Monate im Hochbeet stehen, bilden die Hauptkultur. Überlegen Sie vor der Bepflanzung, welche Vor- und Nachkulturen dazu passen. Haben Sie sich beispielsweise für Kartoffeln als Hauptkultur entschieden, könnten Sie als Nachkultur Feldsalat einsäen. Wollen Sie die Kulturen verfrühen, bietet sich ein Aufsatz an. Mit ein paar Metern PE-Rohr und einer UV-stabilen Folie lässt sich schnell aus dem Hochbeet ein Frühbeet bauen. Einfach aus dem PE-Rohr Bögen formen und an den Kastenrändern befestigen, anschließend eine Folie darüberspannen – fertig.

Sieht fast wie der Bau eines Planwagens aus, aber ich mache gerade aus einem Hochbeet ein Frühbeet.