14 — Gestrandet auf Rhodos

Es war kein Zufall, dass es Perl nach seiner Abreise aus Rumänien ausgerechnet nach Rhodos verschlagen hatte. Im Lauf des Frühjahres hatte er mit der dortigen jüdischen Gemeinde Kontakt aufgenommen und mit ihr einen Vertrag über einen Transport nach Palästina geschlossen. Profitieren davon sollte die bemitleidenswerte „China-Gruppe“, die nach wie vor im Hafengebäude von Constanţa festsaß. Die Scharlachepidemie war Ende Mai 1939 zwar abgeklungen, doch der ungewollte und vor allem lange Aufenthalt in Rumänien hatte die finanziellen Reserven der 150 Flüchtlinge aufgezehrt. Für die Weiterreise an ihr Ziel war nicht mehr genug Geld da.

Perl löste das Problem, indem er mit der Reisegruppe aus Rhodos vereinbarte, dass diese auch für die Passage der in Constanţa Gestrandeten aufkam. Doch die Qualen der „China-Gruppe“ waren damit nicht vorbei. Zwar konnte sie nach Monaten der Ungewissheit endlich auf ein Schiff gehen, das sie gemeinsam mit 351 Jüdinnen und Juden aus Rhodos und weiteren 300 Flüchtlingen aus Österreich und der Tschechoslowakei nach Palästina bringen sollte, doch bald folgte der nächste Rückschlag. Anfang Juli 1939 ging die Rim unterwegs in Flammen auf, möglicherweise wegen Brandstiftung durch die Crew. Wenigstens konnten sich die Passagiere auf einem nahen Felsen in Sicherheit bringen. Wenig später kam ein italienisches Schiff an der Unglücksstelle vorbei, das sie an Bord nahm und zurück nach Rhodos brachte.201

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Gestrandete Passagiere der Rim, 1939

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Die brennende Rim, 1939

Für Perl war dies die zweite Hiobsbotschaft innerhalb kurzer Zeit. Unlängst hatte ihm Mila Epstein mitgeteilt, dass ein zwielichtiger Reiseagent aus Bukarest von seiner Abreise aus Rumänien erfahren hatte und nun trotz Epsteins Proteste seinen Namen – schließlich waren die Transporte lange Zeit unter „Perl-Aktion“ bekannt gewesen – missbrauchte, um auf der nach ihm benannten Las Perlas zu horrenden Preisen eine Fahrt nach Palästina anzubieten. Den daraus resultierenden Reputationsverlust konnte Perl im Moment überhaupt nicht gebrauchen.

Obendrein war diese Reise nicht gut organisiert, ganz anders als Perls Transporte, dessen Schiffe eine bestimmte Taktik anwendeten: Sie durchquerten zunächst die Ägäis auf einem Zickzackkurs und schwenkten danach nach Alexandria ab, um Palästina aus dem Süden kommend anzulaufen. Bei der Durchfahrt durch Istanbul hatten sich zudem alle Flüchtlinge unter Deck aufzuhalten, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Der Organisator und der Kapitän der Las Perlas berücksichtigten nichts von alledem und hatten auch keinerlei Vorkehrungen für die Landung in Palästina getroffen. Laut Perl gingen sie einfach davon aus, dass in Netanya Landungsboote und Helfer bereitstehen würden. Doch nicht die Irgun, sondern die Briten nahmen sie in Empfang, die die Las Perlas für ein echtes Perl-Schiff hielten und deren unverdeckte Fahrt als offene Provokation ansahen. Die 370 Passagierinnen und Passagiere kamen in ein Anhaltelager, das Schiff wurde konfisziert und der Kapitän zu einem Jahr Haft verurteilt, seine dreizehn Seeleute zu je drei Monaten.202

Zu Perls größtem Ärger wurde nun auch er selbst auf Rhodos verhaftet, da er in den Augen der Polizei für die gestrandeten Reisenden der Rim verantwortlich war. Immerhin hatten sich die italienischen Behörden von der Aktion eine Verringerung der jüdischen Bevölkerung erwartet, doch durch die „China-Gruppe“ und die übrigen Flüchtlinge aus Österreich und der Tschechoslowakei befanden sich mit einem Mal mehr Juden auf der Insel als zuvor. Nachdem sein Pass eingezogen worden war und Perl erklärt hatte, Rhodos nicht zu verlassen, wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt. Er musste allerdings innerhalb von zwei Wochen alle ausländischen Juden fortschaffen, ansonsten drohte ihm die neuerliche Verhaftung.

Damit befand sich Perl in einer echten Notlage. Um die Passagiere der Rim abtransportieren zu können, musste er ein neues Schiff auftreiben, doch wie sollte er das bewerkstelligen? Er konnte nicht persönlich nach Athen reisen, um dort mit Reedern zu verhandeln, und die Kommunikation von der Insel aus gestaltete sich schwierig. Die Postverbindungen waren sehr unzuverlässig und brachten große Verzögerungen mit sich, also blieb nur das Telefon. Doch Ferngespräche waren teuer und zuweilen technisch schwierig zu bewerkstelligen. Zudem bestand die Gefahr, dass die Briten oder auch die Deutschen die Gespräche abfingen, weshalb er sich die Verwendung von Codewörtern angewöhnte.

Perl brauchte also jemanden, der ihn während seiner Quasi-Gefangenschaft auf Rhodos auf dem Balkan vertreten konnte. Mila Epstein, mit der er immer noch in Kontakt stand, wollte oder konnte er diese Last offenbar nicht aufbürden, also rief er seine alte Bekannte Lola Bernstein in London an und bat sie, nach Rumänien zu kommen. Bernstein war gebürtige Wienerin, verfügte jedoch seit ihrer Heirat mit einem Engländer über einen britischen Pass. Vor allem aber war sie vermögend und darüber hinaus zu Perls Erleichterung bereit, ihm zu helfen – auch wenn ihre Beteiligung noch für Kontroversen sorgen würde.

In der Nacht des 23. Juli 1939 wurde Perl um zwei Uhr aus seinem Hotelbett in Rhodos-Stadt geklopft. Vor seiner Tür stand der Hotelmitarbeiter, den er geschmiert hatte, um sich von ihm mit Neuigkeiten versorgen zu lassen. Dieser Aufgabe kam der Mann auch zu so später Stunde noch gewissenhaft nach. Perl meinte im ersten Moment allerdings, sich verhört zu haben, als ihm von einem Frachter berichtet wurde, der eben auf der Insel eingetroffen war – vollbeladen mit jüdischen Flüchtlingen. Rasch kleidete er sich an und fuhr per Motorroller zum Hafen, um sich selbst ein Bild von der Sache zu machen. Dort konnte er sich in der Tat von der Ankunft eines Schiffs überzeugen, das jedoch in rund eineinhalb Kilometer Entfernung vor Anker lag, sodass er in der Dunkelheit nicht viel erkennen konnte. Perl blieb also nichts anderes übrig, als auf den Sonnenaufgang zu warten. Er kehrte vorerst in sein Hotel zurück, ehe er einige Stunden später ein Hafencafé aufsuchte und von den einkehrenden Polizisten und Hafenbeamten mehr Informationen erhielt. Sein Verdacht bestätigte sich nun. Bei dem angekommenen Frachter handelte es sich um die Parita, vormals Bute, die im Mai von Eliyahu Gleser, dem Leiter des Alija-Zentralbüros in Prag, für den erst zweiten Transport des Zentrums für Alija nach der Astir gechartert worden war.203 Perl hatte noch vor seinem Ausscheiden aus der Bewegung den Kontakt mit ihrem Eigner Minakoulis hergestellt und vermutlich war er von Mila Epstein über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden gehalten worden.

Die Parita war zunächst im französischen Küstenort Sète für die Reise adaptiert worden und fuhr dann mit 80 Jüdinnen und Juden von Marseille nach Constanţa, um dort am 13. Juli 120 Betarim aus Rumänien sowie rund 600 aus Polen angereiste Passagierinnen und Passagiere aufzunehmen.204 Zu Mittag lichtete sie den Anker in Constanţa und nahm Kurs auf eine kleine Bucht auf Zypern, in der der Transfer auf ein kleineres Landungsboot erfolgen sollte. Nachdem dieses auch nach einem halben Tag nicht am vereinbarten Treffpunkt aufgetaucht war, kreuzte der Kapitän im Zickzackkurs weitere zwei Tage in der Gegend umher. Eine Kontaktaufnahme war nicht möglich, da weder die Parita noch das Landungsboot über eine Funkausrüstung verfügte – wie bei der Astir war an diesem Punkt vom Zentrum für Alija gespart worden.

Was im vergangenen März noch gut gegangen war, führte nun zu ernsthaften Konsequenzen. Schiffseigner Minakoulis war davon ausgegangen, dass die Parita nach zwölf Tagen wieder zurück in Rumänien sein würde, um die nächsten Flüchtlinge aufzunehmen. Auch die Organisatoren der NZO hatten mit einer kurzen und ruhigen Reise gerechnet und nur für sechs bis sieben Tage Wasser und Vorräte geladen. Auf Reserven war verzichtet worden, um mehr Flüchtlinge mitnehmen zu können, denn für die Anzahl an Passagierinnen und Passagieren an Bord der Parita benötigte die Verpflegung für jeden weiteren Tag den Platz von sechs oder sieben Menschen. Da nun Kohle und Vorräte knapp wurden, sah sich der Kapitän gezwungen, einen Hafen anzusteuern. Mit den Transportkommandanten einigte er sich auf Rhodos, denn sie hatten vom Unglück der Rim gehört und auch, dass deren Reisende auf der Insel Zuflucht gefunden hatten und Perl vor Ort war. In der Tat verhielten sich die Italiener den Flüchtlingen der Rim gegenüber korrekt, auch wenn sie sie so schnell wie möglich loswerden wollten. Der Gouverneur hatte sie in einem Zeltlager untergebracht, das sie zwar nicht verlassen durften, doch immerhin wurden sie versorgt.

Für die Parita verlief der Empfang auf Rhodos allerdings alles andere als freundlich. Nachdem ihr die Einfahrt in den Hafen verwehrt worden war, wurde sie zunächst auf offenem Meer isoliert. Wie Perl in dem kleinen Café in Erfahrung brachte, hatte der Kapitän verlangt, ihn zu sprechen, doch auch das hatte die Hafenpolizei abgelehnt und wollte bei Tagesanbruch zuerst den Gouverneur der italienischen Ägäis-Inseln in der Sache konsultieren. Perl ging daher abermals zurück in sein Hotel, um sich zu rasieren und entsprechend zu kleiden, und machte sich danach auf den Weg zum Amtssitz des Gouverneurs. Als er um halb acht dort eintraf, öffneten dessen Mitarbeiter gerade erst das Gebäude. Perl nahm im verwaisten Vorzimmer Platz, blieb jedoch nicht lange allein. Der Mann, der sich wenig später zu ihm gesellte, war für ihn kein Unbekannter. Es handelte sich um den britischen Konsul auf Rhodos und Perl hatte keinerlei Zweifel, was der Grund für dessen Erscheinen war. Offensichtlich hatte auch das Konsulat seiner Majestät einen Hinweis erhalten, welche Fracht die Parita in ihren Laderäumen transportierte. Während der Diplomat sich eine Zigarette anzündete, ließ er den Blick durch den Raum schweifen, ohne in irgendeiner Form von Perl Notiz zu nehmen.

Schweigend warteten beide Männer auf die Ankunft des Gouverneurs, der kurz nach acht Uhr erschien. Cesare Maria De Vecchi hatte offenbar noch nicht von der Parita gehört, denn der Italiener war erstaunt, Perl und den britischen Konsul Seite an Seite in seinem Vorzimmer anzutreffen. Nachdem ein Mitarbeiter ihn kurz auf den neuesten Stand gebracht hatte, ließ er seine Besucher in sein Amtszimmer bitten. Wenig überraschend erhielt der Konsul den Vortritt. Als Perl rund fünfzehn Minuten später an der Reihe war, drückte De Vecchi ihm sein Mitgefühl bezüglich des Schicksals der Menschen auf der Parita aus. Es war aber eindeutig, dass sich der Italiener vom Briten hatte einkochen lassen. Denn er habe, so der Gouverneur, den jüdischen Plan durchschaut, seine Insel als Ausgangspunkt für eine Invasion Palästinas durch Zehntausende illegale Einwandernde zu missbrauchen. Schließlich konnte es kein Zufall sein, dass Rhodos innerhalb weniger Wochen gleich zweimal von großen jüdischen Flüchtlingsgruppen heimgesucht wurde, zumal es gar nicht auf der direkten Route nach Palästina lag. Und er war keinesfalls gewillt, dies zu tolerieren.

Warum die Parita ausgerechnet nach Rhodos gekommen war, wusste Perl nicht und sagte dies auch dem Gouverneur. Zur Klärung ersuchte er De Vecchi, mit dem Kapitän sprechen zu dürfen, was ihm unter Beisein eines italienischen Majors und dessen Adjutanten gestattet wurde. Der Kapitän wurde zu diesem Zweck an Land gebracht und erzählte Perl vom verpassten Treffen mit dem Landungsboot. Er versicherte ihm auch, dass er noch am selben Tag wieder abfahren könnte, wenn er die Erlaubnis erhielte, Kohle, Wasser und Vorräte zu kaufen. Perl kehrte daraufhin zum Gouverneur zurück, doch dieser hatte in der Zwischenzeit mit Rom telefoniert und eindeutige Anweisungen erhalten: Er durfte sich weiter um die Gestrandeten der Rim kümmern, musste aber jedem weiteren Flüchtlingsschiff die Hilfe verweigern. Perl wusste, dass den Passagierinnen und Passagieren auf der Parita nicht mehr viel Zeit blieb. Ohne Wasser bei Temperaturen um die 40 Grad waren die ersten Todesfälle auf dem Schiff nur eine Frage der Zeit.

Es blieb nur ein Ausweg. Er griff zum Telefonhörer.

Perl hatte erkannt, dass er in seiner Lage wenig zur Lösung des Problems beitragen konnte. Denn weder sprach er im Namen der Revisionisten noch handelte es sich bei der Parita um seinen Transport, sodass er für die Menschen an Bord auch gar nicht verantwortlich war. Zudem hatte sein Prestige als Reiseorganisator durch den Unfall der Rim zweifellos gelitten, er hatte ja die Weiterreise der Gestrandeten immer noch nicht zuwege gebracht. Faktisch war er selbst ein Gefangener, auch wenn er sich frei bewegen durfte. Er rief daher trotz aller vorangegangenen Streitigkeiten die NZO in London an und schlug vor, sofort einen offiziellen Vertreter der Bewegung nach Rhodos zu schicken, um dem Gouverneur persönlich zu versichern, dass kein Flüchtlingsschiff mehr auf seiner Insel Zuflucht suchen werde, sobald die Parita mit Kohle und Vorräten versorgt sei.

In diesem Telefonat erfuhr Perl, warum das Landungsboot nicht am vereinbarten Treffpunkt gewesen war. Es war nicht von Minakoulis, sondern von jemand anderem geschickt worden. Perl hatte jedoch gelernt, dass es für einen reibungslosen Ablauf absolut notwendig war, dass das große wie das kleine Schiff von derselben Reederei koordiniert wurden, deswegen hatte Davaris bei seinen früheren Transporten auch die Artemisia gechartert. Der Besitzer des Landungsbootes gab Perl zufolge später an, dass seine Besatzung betrunken in eine Schlägerei geraten und danach inhaftiert worden war, während in einem Bericht in den Akten der NZO von Motorproblemen die Rede ist.205

Einen Tag nach Perls Telefonat mit London landete Eri Jabotinsky auf der Insel, um die Verhandlungen zu übernehmen. Aber auch dieser konnte, trotz seines Namens, nichts erreichen. Zwar überredete er den Gouverneur, nochmals mit Rom Rücksprache zu halten, doch das italienische Außenministerium lehnte, wie von Perl befürchtet, jedwede Hilfeleistungen weiterhin ab. Die Parita erhielt daraufhin die Anweisung, sofort die Gewässer der Insel zu verlassen, der der Kapitän allerdings nicht nachkam.

Perl versuchte derweil auf andere Weise, das Leid der Menschen an Bord zu lindern, die ohne Wasser im Hochsommer entweder in der prallen Sonne an Deck oder im stickigen Laderaum ausharren mussten. Kurz nach der Parita war ein Kreuzfahrtschiff in Rhodos eingetroffen, das nur rund 200 Meter von ihr entfernt Anker geworfen hatte. Perl hoffte, dass sich unter den Passagierinnen und Passagieren eine einflussreiche Person befand, die möglicherweise bei den Verhandlungen mit dem Gouverneur helfen konnte. Allerdings war die Parita immer noch von der Außenwelt abgeschnitten und Perl wurde nicht einmal mehr erlaubt, das Hafengelände zu betreten. In einem kleinen Geschäft in Rhodos-Stadt traf er jedoch auf zwei Touristinnen, die mit dem Luxusliner gekommen sein mussten, und sprach sie kurzerhand an. Es handelte sich um Amerikanerinnen, und nachdem er ihnen von der Not an Bord der Parita erzählt hatte, versprachen sie, sich an ihren Kapitän zu wenden. Entweder aufgrund dieser Intervention oder ganz einfach, weil auf dem Kreuzfahrtschiff bemerkt worden war, was sich auf der Parita abspielte, wurde ein kleines Boot zu Wasser gelassen, das sich mit mehreren Kisten auf den Weg zu den Flüchtlingen machte. Der Inhalt dieser Kisten allerdings – Bier und Orangen – sorgte auf der Parita für Erstaunen.

Diese „Notverpflegung“ war aber immer noch besser als das, was der italienische Gouverneur schickte: eine Handvoll bewaffneter Marineinfanteristen, um den bislang ignorierten Befehl zur Abfahrt an Bord durchzusetzen. Die Crew behauptete nun, sie könne nicht auslaufen, weil sie von den Flüchtlingen bedroht werde – was allerdings nicht der Wahrheit entsprach. Auf Druck der Soldaten lichtete die Parita schließlich den Anker, und Perl blieb nichts anders übrig, als ihr nachzublicken, bis sie allmählich am Horizont verschwand.

Für sie konnte er nichts mehr tun, wohl aber für die Leute der Rim. In Zusammenarbeit mit Lola Bernstein, die Geld für die Anzahlung vorstreckte, gelang es ihm, endlich ein Schiff aufzutreiben.206 Bei diesem handelte es sich ausgerechnet um die Aghios Nicolaos, die der verfemte Hermann Flesch für seine Transporte gechartert hatte.207 Mit ihr machte sich die Rim-Gruppe mit acht weiteren Juden aus Rhodos am 10. August 1939 auf den Weg nach Palästina, gefolgt von drei kleineren Begleitschiffen. Diese wurden bei der versuchten Landung an einem Samstagmorgen allerdings von der britischen Polizei entdeckt und aufgebracht und die Flüchtlinge allesamt interniert. Dennoch hatten sie ihr Ziel erreicht. Für die 150 Personen der „China-Gruppe“ endete damit eine Reise, die mehr als ein halbes Jahr zuvor begonnen hatte.

Und Perl durfte Rhodos endlich verlassen.