1 The Moses of the Holocaust ist der Untertitel einer unveröffentlichten Biografie Willy Perls von Reuven Schlenker und Charles Goolsby; das Manuskript findet sich in Perls Nachlass an der George Washington University. Es basiert neben Anfang der 1990er-Jahre geführten Interviews der Autoren mit Willy Perl und seiner Frau Lore vor allem auf Perls Büchern The Four-Front War und Operation Action. Siehe Charles Goolsby und Reuven Schlenker, The World of Willy Perl. Unveröffentlichtes und undatiertes Manuskript, 1995 bis 1998. GWU, MS 2026, Box 1, Folder 4; William R. Perl, The Four-Front War. From the Holocaust to the Promised Land. New York 1978; William R. Perl, Operation Action. Rescue from the Holocaust. Ann Arbor 1983.
2 Vgl. Albert Lichtblau, Antisemitismus 1900–1938. Phasen, Wahrnehmungen und Akkulturationseffekte, in: Frank Stern und Barbara Eichinger (Hrsg.), Wien und die jüdische Erfahrung 1900–1938. Akkulturation – Antisemitismus – Zionismus. Wien u. a. 2009, 39–58, hier 39 f.
3 Protokoll, 18. April 1929. GWU, MS 2026, Box 1, Folder 6.
4 Theodor Herzl, Der Baseler Congress. Wien 1897, 4.
5 Siehe Schmuel Katz, Lone Wolf. A Biography of Vladimir (Ze’ev) Jabotinsky. New York 1996.
6 Vgl. Zentralbureau der Zionistischen Organisation, Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des XVII. Zionistenkongresses und der zweiten Tagung des Councils der Jewish Agency für Palästina. London 1931, 398.
7 Perl datiert diese Rede in seinen Memoiren auf 1930, allerdings fanden in diesem Jahr keine Wahlen statt. Möglicherweise hielt er die Rede also in einem anderen Zusammenhang.
8 Siehe Harriet Pass Freidenreich, Jewish Politics in Vienna. Bloomington u. a. 1991.
9 Vgl. Erika Weinzierl, Das österreichische Judentum von den Anfängen bis 1938, in: Erika Weinzierl und Otto D. Kulka (Hrsg.), Vertreibung und Neubeginn. Israelische Bürger österreichischer Herkunft. Wien u. a. 1992, 17–166, hier 28.
10 Vgl. Gabriele Anderl, Generationskonflikte. Die zionistische Auswanderung aus Österreich nach Palästina in der Zwischenkriegszeit, in: Frank Stern und Barbara Eichinger (Hrsg.), Wien und die jüdische Erfahrung 1900–1938. Akkulturation – Antisemitismus – Zionismus. Wien u. a. 2009, 71–98, hier 71.
11 Siehe Robert Lackner, Training the Ally or the Enemy? Great Britain and the Jewish Underground in Palestine, 1936–1943, in: Journal for Intelligence, Propaganda and Security Studies, Vol. 7, 1/2013, 39–48.
12 Siehe Dietmar Goltschnigg, Wolfgang von Weisl. Der Weg eines österreichischen Zionisten vom Untergang der Habsburgermonarchie zur Gründung des Staates Israel. Wien 2019.
13 Vgl. Willy Perl an die NZO, 8. Juni 1939. JA, G-430/1.
14 Vgl. Wolfgang von Weisl, Illegale Transporte, in: Josef Fraenkel (Hrsg.), The Jews of Austria. Essays on their Life, History and Destruction. London 1967, 165–176, hier 175.
15 In einem Brief an Jabotinskys Vertrauten Shlomo Jacoby legt Perl ausführlich dar, wie er Krivosheins Pläne abänderte. Vgl. Willy Perl an Shlomo Jacoby, 20. März 1939. JA, P-1247/5.
16 Vgl. Weisl, Transporte, 166.
17 Vgl. Passport Control Office in Wien an das Department of Immigration in Jerusalem, 8. Mai 1933. TNA, CO 733/236/4.
18 Vgl. Reuben Hecht an Willy Perl, 29. Dezember 1992. JA, P-1243/111.
19 Vgl. Anderl, Generationskonflikte, 88 f; Gabriele Anderl, Emigration und Vertreibung, in: Erika Weinzierl und Otto D. Kulka (Hrsg.), Vertreibung und Neubeginn. Israelische Bürger österreichischer Herkunft. Wien u. a. 1992, 167–337, hier 197f.
20 Vgl. Weisl, Transporte, 167.
21 Darauf deuten die verfügbaren Quellen im britischen Nationalarchiv hin, in denen Perl erst 1938 erwähnt wird.
22 Dieser Aussage in Perls Memoiren steht allerdings eine Visitenkarte in seinem Nachlass entgegen, der zufolge er bereits im November 1935 eine Kanzlei in der Wollzeile eröffnet hatte.
23 Von dieser Begebenheit berichtet nicht nur Perl, sondern auch Weisl. Vgl. Weisl, Transporte, 170.
24 Zitat im Original: „Vienna has, of course, been notorious as the centre of Jewish illegal immigration from Germany and German occupied territory since the days of Dr. Willy Perl and the Stubenring office with its Gestapo partner.“ H. F. Downie an J. E. M. Carvill (Entwurf), 11. April 1940. TNA, CO 733/430/6.
25 In den Akten der NZO findet sich ein Dokument, in dem die Kriterien aufgelistet sind: „Es kommen nur jüdische Männer und Frauen in Frage, die nicht jünger als 16 Jahre und nicht älter als 35 Jahre sind. Bei Revisionisten, Chajalim und Betarim können eventuell Ausnahmen bis zum Alter von 40 Jahren gemacht werden.“ Auch wenn es aus Prag stammt, ist davon auszugehen, dass für die Wiener Transporte Ähnliches galt. Anweisungen der Transportleitung zum nächsten Transport, 29. November 1938. JA, G-44/12/1.
26 Perl, The Four-Front War, 23.
27 Vgl. Foreign Office, London an Colonial Office, London, 19. Juli 1938. TNA, CO 733/364/5.
28 Perl bezeichnet Lange in seinen Memoiren fälschlicherweise als den Chef der Gestapo in Wien. Die Wiener Gestapoleitstelle, mit 900 Beamten die größte im gesamten Reich, wurde in diesen Jahren von Franz Josef Huber geführt. Siehe Elisabeth Boeckl-Klamper, Thomas Mang und Wolfgang Neugebauer, Gestapo-Leitstelle Wien 1938–1945. Wien 2018.
29 Siehe Theodor Venus und Alexandra-Eileen Wenck, Die Entziehung jüdischen Vermögens im Rahmen der Aktion Gildemeester. Eine empirische Studie über Organisation, Form und Wandel von „Arisierung“ und jüdischer Auswanderung in Österreich 1938–1941 (= Veröffentlichungen der Österreichischen Historikerkommission. Vermögensentzug während der NS-Zeit sowie Rückstellungen und Entschädigungen seit 1945 in Österreich, Band 20/2). Wien und München 2004.
30 In einem Brief von Wladimir Zeev Jabotinsky ist von ungefähr 200 Betarim und Revisionisten sowie von 80 Angehörigen der Aguda Israel, der Weltorganisation der orthodoxen Juden, die Rede; der Rest verteilte sich auf andere Gruppen. Vgl. Wladimir Zeev Jabotinsky an die Exekutive der NZO in Johannesburg, undatiert, vermutlich Juli oder August 1938. JA, A-12/28.
31 Das Criminal Investigation Department der britischen Palestine Police gelangte später an die Aufzeichnungen Paul Diamants, in denen die genauen Anweisungen und Abläufe festgehalten sind. Vgl. Bericht des CID Jerusalem über die Organisation der illegalen Immigration, 17. Mai 1939, Appendix 1. TNA, CO 733/396/5.
32 Vgl. Weisl, Transporte, 172.
33 Vgl. Passport Control Office in Wien an den Director of Passport Control in London, 11. November 1937. TNA, CO 733/331/1.
34 Siehe Helen Fry, Spymaster. The Man Who Saved MI6. New Haven 2021.
35 Siehe Jochen Thies, Évian 1938. Als die Welt die Juden verriet. Essen 2017.
36 „INFORM RABBI HERTZ IMMEDIATELY […] FIVE HUND-RED POUNDS OTHERWISE CATASTROPHE STOP […] REMIT BY TELEGRAPH AN ADDITIONAL SUM TO PALESTINE […] OTHERWISE LANDING WILL NOT BE ARRANGED I WILL NOT TELEGRAPH AGAIN OUR BLOOD ON YOUR HANDS.“ Zitiert in: Wladimir Zeev Jabotinsky an die Exekutive der NZO in Johannesburg, undatiert, vermutlich Juli oder August 1938. JA A-12/28.
37 Vgl. Willy Perl an Moses Krivoshein, 12. Juni 1938. JA, G-44/12/1.
38 Vgl. Council for German Jewry an die NZO, 26. Juli 1938. JA, G-44/12/1.
39 Vgl. Dalia Ofer, Escaping the Holocaust. Illegal Immigration to the Land of Israel, 1939–1944. New York 1990, 13.
40 Vgl. Bericht des CID Jerusalem über die Organisation der illegalen Immigration, 17. Mai 1939, 3. TNA, CO 733/396/5.
41 Zwar wird im Vorwort angemerkt, dass das Dossier Lücken aufweist, und immer wieder stechen Ungenauigkeiten vor allem bei Namen ins Auge. Dennoch zeigt der Abgleich mit Korrespondenzen und Dokumenten aus den Beständen der NZO, dass der Bericht weitgehend den Tatsachen entspricht. Auch Perl, der ihn Jahre später im britischen Nationalarchiv ausfindig machte, bestätigt in seinen Memoiren dessen Authentizität.
42 Vgl. Willy Perl an Shlomo Jacoby, 20. März 1939. JA, P-1247/5.
43 Vgl. Israel [Nachname unbekannt] an Willy Perl, 20. Juli, 24. Juli und 7. August 1938. GWU, MS 2026, Box 1, Folder 13.
44 Willy Perl an Shlomo Jacoby, 20. März 1939. JA, P-1247/5.
45 Vgl. Katz, Jabotinsky, 1645.
46 Vgl. Note verbale des griechischen Außenministeriums, 22. Juli 1938. TNA FO 371/21888.
47 Vgl. E. R. Warner an Edward Wood, Viscount Halifax, 25. Juli 1938. TNA, FO 371/21888.
48 Vgl. Bericht von G. D. Cocorempas, 2. September 1938. TNA, CO 733/364/5.
49 Vgl. Willy Perl an Paul Riebenfeld, 31. August 1938. JA, G-44/12/1.
50 Vgl. Sidney Waterlow an Edward Wood, Viscount Halifax, 6. September 1938. TNA, CO 733/364/5.
51 Vgl. Willy Perl an Paul Riebenfeld, 31. August 1938. JA, G-44/12/1.
52 Vgl. Willy Perl an unbekannt, 31. August 1938. JA; G-44/12/1.
53 Vgl. Willy Perl an Paul Riebenfeld, 31. August 1938. JA, G-44/12/1.
54 Aus den Quellen geht allerdings nicht eindeutig hervor, ob Perl zu diesem Zeitpunkt überhaupt wusste, dass Haller betrogen worden war, oder ob dieser ihm lediglich gesagt hatte, das Schiff aus Athen würde sich massiv verspäten und er brauche daher jemanden vor Ort, um mit den Behörden zu verhandeln. Vgl. Willy Perl an Paul Riebenfeld, 31. August 1938, sowie Willy Perl an Paul Riebenfeld und unbekannt, 1. September 1938. JA, G-4 4/12/1.
55 Zitat im Original: „Enquiries made tend to confirm that young jews of both sexes are being sent to Palestine by an organization here but who exactly are behind this move cannot yet be stated with any degree of certainty. Such illegal emigrants it is stated are sent in sealed coaches to Athens where they are transferred to small steamers and taken to Palestine. They then swim ashore and continue their journey on foot.“ Britisches Generalkonsulat in Wien an das Foreign Office in London, 23. Juli 1938. TNA, CO 733/364/5.
56 Vgl. Harold MacMichael an Malcolm MacDonald, 8. Juli und 12. Juli 1938. TNA, CO 733/364/5.
57 Diese Ungereimtheiten lassen sich vermutlich am ehesten dadurch erklären, dass Stocks Memoiren erst 70 Jahre nach den Ereignissen veröffentlicht wurden. Vgl. Mordecai Hacohen, Homeland. From Clandestine Immigration to Israeli Independence. New York 2008, 57–66.
58 Perls Memoiren stellen den Ablauf der Verhandlungen mit Davaris ein wenig anders dar und lassen den Griechen großzügiger erscheinen, als es vermutlich der Fall gewesen war.
59 In einem nicht unterzeichneten Brief aus Bratislava war bereits im Mai 1938 von einem geplanten Transport über Galaţi die Rede. Vgl. Unbekannt an Yosef Katznelson, 27. Mai 1938. JA, G-44/12/1.
60 Vgl. Bericht von G. D. Cocorempas, 2. September 1938. TNA, CO 733/364/5.
61 Vgl. A. F. Giles, Bericht über die Beschlagnahmung der Artemisia, 16. Februar 1939. TNA, CO 733/394/1.
62 Vgl. Interview mit Reuben Hecht, Winter 1972. JA, P-1247/5.
63 Vgl. Ofer, Holocaust, 77f.
64 Vgl. Bericht von G. D. Cocorempas, 2. September 1938. TNA, CO 733/364/5; Henry Hopkinson an Edward Wood, Viscount Halifax, 1. November 1938. TNA, FO 371/21888.
65 Zitat im Original: „After the Anschluss I wanted to leave Austria and come to Palestine. I sent a friend to the Consulate but I was told that no certificates were available, but the man at the Consulate suggested that there were other methods of getting into Palestine. I got in touch with a man called Willy Perl, of 16, Stuberring [sic!], Vienna, to whom I paid the sum of 500 Austrian shillings for a passage to Palestine. This was in April.“ Zitiert in: Bericht von Alan Saunders, 3. Januar 1939. TNA, CO 733/394/1.
66 Diese Angabe findet sich im CID-Bericht vom Mai 1939. Einem anderen Dokument zufolge bestand die Transportleitung im November 1938 aus Heinrich Haller, Fritz Herrnfeld und Moritz Pappenheim. Vgl. Gedächtnisprotokoll, 22. November 1938. JA, G-44/12/1.
67 Perl, The Four-Front War, 116.
68 „10 Gesetze für die Teilnehmer des Transportes“, undatiert. JA, K-63/3.
69 Auch von Mila Epstein findet sich eine derartige Darstellung, die sich, obwohl zeitlich passend, auf einen anderen Transport zu beziehen scheint. Vgl. Transkript eines Interviews mit Ludmilla Epstein, undatiert. JA, P-124 7/1.
70 Vgl. Russell Macrae an John H. Le Rougetel, 10. Januar 1939. TNA, FO 371/23246.
71 Zitat im Original: „It was also reported that a Jewish commission, apparently including a certain Dr Perl, was in Bucarest [sic!] arranging the Jewish end of the enterprise.“ C. W. Baxter an Michael Palairet, 24. November 1938. TNA, FO 371/21866.
72 Vgl. Foreign Office in London an Reginald Hoare, 2. Januar 1939. TNA, CO 733/364/5.
73 Vgl. Britische Gesandtschaft in Bukarest an das Foreign Office in London, 13. Januar 1939. TNA, FI 371/23246.
74 Heinrich Haller an Wladimir Zeev Jabotinsky, 28. November 1938. JA, G-44/12/1.
75 Vgl. Russell Macrae an John H. Le Rougetel, 10. Januar 1939. TNA, FO 371/23246.
76 Vgl. Harold MacMichael an Malcolm MacDonald, 9. September 1938. TNA, CO 733/364/5.
77 Vgl. Memorandum des Foreign Office und des Colonial Office, 17. Januar 1940. TNA, CO 733/395/14.
78 In den Beständen des Kolonialministeriums im britischen Nationalarchiv findet sich ein umfangreiches Aktenkonvolut zu diesen Überlegungen.
79 Vgl. Anderl, Emigration, 328f.
80 Vgl. Bericht von Alan Saunders, 3. Januar 1939. TNA, CO 733/394/1.
81 In einem Bericht des britischen Konsuls im türkischen Mersin ist von einem Schiff namens Ellianayotti mit jüdischen Flüchtlingen aus Österreich an Bord die Rede, das dort Mitte Dezember Kohle einkaufte; es ist nicht ausgeschlossen, dass es sich bei diesem um die Elli handelte. Sollte dies zutreffen und die Angaben des Konsuls den Tatsachen entsprechen, wäre die Elli wesentlich später in Palästina eingetroffen oder hätte eine weitere, in den Quellen nirgends verzeichnete Fahrt unternommen. Vgl. B. J. Catton an Percy L. Loraine, 19. Dezember 1938. TNA, CO 733/394/1.
82 Vgl. Bericht von Alan Saunders, 3. Januar 1939. TNA, CO 733/394/1.
83 Vgl. Memorandum des Foreign Office und des Colonial Office, 17. Januar 1940. TNA, CO 733/395/14.
84 Vgl. Bericht des CID Jerusalem über die Organisation der illegalen Immigration, 17. Mai 1939, Appendix 4. TNA, CO 733/396/5.
85 Zur personellen Zusammensetzung der Transporte erstellte Mila Epstein im Mai 1940 eine genaue Aufstellung. Dass die illegale Immigration als Mittel gesehen wurde, der revisionistischen Partei in Palästina Humanressourcen zuzuführen, zeigt der Umstand, dass darin von „Menschenmaterial“ die Rede ist. Ungeachtet dessen besitzt diese Aufstellung hohe Relevanz, weil sie relativ zeitnah zu den Ereignissen verfasst wurde und die darin enthaltenen Angaben zu Personenzahl, Herkunftsländern der Flüchtlinge und Organisatoren, sofern vorhanden, als einigermaßen verlässlich anzusehen sind. Epstein gliedert die Fahrten zudem in drei Kategorien: „Unsere Transporte“, „Transporte der alten S. O.“ sowie „Privattransporte“. Vgl. Bericht von Ludmilla Epstein, 7. Mai 1940. JA, P-1247/5.
86 Vgl. Transkript eines Interviews mit Ludmilla Epstein, undatiert. JA, P-124 7/1.
87 Einige von Mila Epsteins Aktivitäten finden in The Four-Front War keine Erwähnung, allerdings war es keinesfalls Perls Intention, ihre Rolle kleinzureden oder gar zu verschweigen. Wie Perl Reuben Hecht in einem Brief versicherte, war Epstein im ursprünglichen Manuskript wesentlich prominenter vertreten, das jedoch von seinem Verleger um gut die Hälfte gekürzt wurde. Perl hatte diesen Schritt bedauert, der Veröffentlichung willen aber zustimmen müssen. Vgl. Willy Perl an Reuben Hecht, 14. Mai 1984. JA, P-1247/6.
88 Vgl. Ludmilla Epstein an Edgar Kanner, undatiert. JA, K-63/2/1.
89 Epstein datiert diese Ereignisse in einem auf Kassette aufgezeichneten Interview irrtümlich auf Ende Dezember 1938. Vgl. Transkript eines Interviews mit Ludmilla Epstein, undatiert. JA, P-1247/1.
90 Vgl. Ludmilla Epstein über die Katina und die Chepo, undatiert. JA, P-1247/5.
91 Vgl. Willy Perl an Shlomo Jacoby, 20. März 1939. JA, P-1247/5.
92 Vgl. Reginald Hoare an Edward Wood, Viscount Halifax, 16. Dezember 1938. TNA, FO 371/21888.
93 Vgl. Walter Cawthorn an N. F. S. Andrews, 17. Dezember 1938. TNA, CO 733/364/5.
94 Vgl. Morgens Pelt, Tobacco, Arms, and Politics. Greece and Germany from World Crisis to World War 1929–41. Kopenhagen 1998, 163.
95 Vgl. Harold Farquhar an das Foreign Office in London, 23. Juli 1938. TNA, FO 371/21888.
96 Perl erwähnt in seinen Memoiren weder Bodosakis noch Theophanides; ob Waffen auch mit den von ihm organisierten Transporten nach Palästina kamen, geht aus den Quellen nicht hervor. Der CID-Beamte Cocorempas verdächtigte jedoch Krivoshein des Waffenschmuggels, der angeblich über ein Guthaben von 120.000 britischen Pfund bei griechischen Banken verfügte und im Safe eines Athener Hotels eine halbe Million Drachmen sowie eine große Anzahl von Juwelen aufbewahrte. Diese gut gefüllte Kriegskasse in Verbindung mit der gleichzeitigen Anwesenheit von Männern wie Krivoshein und dem zu diesem Zeitpunkt noch für einen britischen Financier gehaltenen Perl sowie eines bekannten Waffenhändlers namens Richard in Athen ließen Cocorempas vermuten, an Bord des nächsten Schiffes könnten neben illegalen Einwanderern auch Kisten mit Gewehren und Ähnlichem transportiert werden. Vgl. Bericht von G. D. Cocorempas, 2. September 1938. CO 733/364/5.
97 Vgl. Bericht von Alan Saunders, 3. Januar 1939. TNA, CO 733/394/1.
98 Perl scheint in seinen Memoiren allerdings die Abfahrtshäfen der Katina und der Chepo, die angeblich in Constanţa in See stach, vertauscht zu haben. Mila Epstein zufolge trat die Katina ihre Reise von Constanţa aus an. Vgl. Ludmilla Epstein über die Katina und die Chepo, undatiert. JA, P-124 7/5.
99 Die Anzahl der Passagiere variiert in den Quellen leicht. Perl selbst teilte Jabotinskys Sekretär Hans Löw per Telegramm mit, er habe „720 Kilogramm abgefertigt“. Vgl. Willy Perl an Hans Löw, 22. Januar 1939. JA, G-4 4/12/2.
100 Vgl. Harold MacMichael an Herbert Richmond Palmer, Sidney Waterlow und Reginald Hoare, 12. Januar 1939. TNA, CO 733/394/1.
101 Vgl. Bericht von G. D. Cocorempas, 2. September 1938. TNA, CO 733/364/5; Russell Macrae an John H. Le Rougetel, 10. Januar 1939. TNA, FO 371/23246; Bericht von Alan Saunders, 3. Januar 1939. TNA, CO 733/394/1; Harold MacMichael an Malcolm MacDonald, 12. Januar 1939. TNA, CO 733/394/1.
102 Perl nennt in seinen Memoiren an dieser Stelle vermutlich irrtümlich anstelle von Chasan einen anderen Irgun-Mann namens Josef Kremin, den er zuvor noch als den Kommandanten der Chepo bezeichnete.
103 Vgl. Moritz Pappenheim an Willy Perl, 1. Februar 1939. JA, P-1247/6.
104 Der aus der hebräischen Bibel stammende Begriff Alija, übersetzt „Aufstieg“, bezeichnet die Rückkehr von Juden in das Land Israel und bezieht sich seit dem Entstehen des Zionismus allgemein auf die jüdische Einwanderung nach Palästina und später in den Staat Israel. In der Literatur wird die Alija in mehrere Phasen unterteilt, das Bet als zweiter Buchstabe des hebräischen Alphabets kennzeichnet dabei die illegale Einreise ab den frühen 1930er-Jahren bis 1948.
105 Vgl. Katz, Lone Wolf, 1698.
106 Das zitierte Dokument stammt zwar aus Prag, es ist jedoch anzunehmen, dass auch in Wien und anderswo ähnlich vorgegangen wurde. Vgl. Revers-Formular, undatiert. JA, G-44/12/1.
107 Vgl. Anderl, Emigration, 328 und 330.
108 Vgl. Yehuda Benari an Reuben Hecht, 13. Oktober 1938. JA, P-1244/27.
109 Vgl. Yehuda Benari an Paul Riebenfeld, 20. Dezember 1938. JA, P-383/2.
110 Vgl. Reuben Hecht an den Waad Hamorschim der NZO in Palästina, 16. Januar 1939. JA, P-1244/27.
111 Vgl. Ofer, Holocaust, 342.
112 Vgl. Yehuda Benari an Edgar Kanner, 22. Januar 1939. JA, P-1244/27.
113 Vgl. Ofer, Holocaust, 71.
114 Yehuda Benari an Jahn Bader, 9. Februar 1939. JA, G-44/12/2.
115 Vgl. Yehuda Benari an Isaac Remba, 13. Dezember 1938. JA, P-383/2.
116 Vgl. Ofer, Holocaust, 71.
117 Vgl. Bericht des CID Jerusalem über die Organisation der illegalen Immigration, 17. Mai 1939, Appendix 1. TNA, CO 733/396/5.
118 Vgl. Hans Löw an Julius Steinfeld, 10. März 1939. JA, G-44/12/2; Siegfried Graubart an Julius Steinfeld, 3. Mai 1939. JA, G-44/12/2.
119 Vgl. Bericht des CID Jerusalem über die Organisation der illegalen Immigration, 17. Mai 1939, Appendix 1. TNA, CO 733/396/5.
120 Vgl. Yehuda Benari an Jahn Bader, 9. Februar 1939. JA, G-44/12/2.
121 Vgl. Eri Jabotinsky an Edgar Kanner, undatiert, vermutlich Januar 1939. JA, G-61/2/3.
122 Vgl. Bericht von Hans Löw, 20. Februar 1939. JA, G-44/12/2.
123 Vgl. Heinrich Haller an Wladimir Zeev Jabotinsky, 28. November 1938. JA, G-44/12/1.
124 Heinrich Haller an die NZO in London, 31. Dezember 1938. JA, G-4 4/12/1.
125 Vgl. Willy Perl an Hans Löw, 6. Dezember 1938. JA, G-44/12/1.
126 Vgl. Bericht von Hans Löw, 20. Februar 1939. JA, G-44/12/2.
127 Tagesrapport der Gestapo-Leitstelle Wien Nr. 12, 28.–30. Januar 1939. DÖW.
128 Heinrich Haller an die NZO in London, 6. März 1939. JA G-44/12/2.
129 Bericht von Hans Löw, 20. Februar 1939. JA, G-44/12/2.
130 Vgl. Ludmilla Epstein über die Katina und die Chepo, undatiert. JA, P-124 7/5.
131 In Epsteins Erinnerungen findet sich auch folgende handschriftliche Notiz: „Diese Gruppe hat alle Reisespesen in Wien bezahlt. Katznelson wollte es nicht anerkennen und sagte, dass er wird die Leute nicht wegschicken bis sie ihm [sic!] nicht bezahlen. Empörung und kein Geld.“ Ludmilla Epstein, „Ankunft der 150 Wiener“, undatiert. JA, P-1247-5.
132 Julius Steinfeld an Wladimir Zeev Jabotinsky, 9. Februar 1939. JA, G-4 4/12/2.
133 Vgl. Julius Steinfeld an Siegfried Graubart, 14. März 1939. JA, G-44/12/2.
134 Vgl. Willy Perl an Shlomo Jacoby, 20. März 1939. JA, P-1247/5.
135 Vgl. Edgar Kanner an Benjamin Citron, 3. März 1939. JA, K-63/2/1.
136 Vgl. Julius Steinfeld an Siegfried Graubart, 7. Februar 1939. JA, G-4 4/12/2.
137 Vgl. Julius Steinfeld an Siegfried Graubart, 7. März 1939. JA, G-44/12/2.
138 Ebda.
139 Julius Steinfeld an Siegfried Graubart, 7. Februar 1939. JA, G-44/12/2; Julius Steinfeld an Willy Perl, 7. Februar 1939. TA, G-44/12/2.
140 Vgl. Isaac Remba an Julius Steinfeld, 9. März 1939. JA, G-44/12/2.
141 Vgl. Siegfried Graubart an Julius Steinfeld, 3. Mai 1939. JA, G-44/12/2.
142 Vgl. Transkript eines Interviews mit Ludmilla Epstein, undatiert. JA, P-124 7/1.
143 Emil Patlaschenko an Wladimir Zeev Jabotinsky, 23. März 1939. JA, G-4 4/12/2.
144 Vgl. Willy Perl an Shlomo Jacoby, 20. März 1939. JA, P-1247/5.
145 Vgl. Ludmilla Epstein über die Katina und die Chepo, undatiert. JA, P-124 7/5.
146 Vgl. Willy Perl an Shlomo Jacoby, 20. März 1939. JA, P-1247/5.
147 Vgl. Ludmilla Epstein über die Katina und die Chepo, undatiert. JA, P-124 7/5.
148 Vgl. Willy Perl an Shlomo Jacoby, 20. März 1939. JA, P-1247/5.
149 Laut Perl lief die Chepo am 26. Februar 1939 auf das Riff auf. Hätte sich der Unfall allerdings so knapp nach der Abfahrt ereignet, wäre nicht genug Zeit geblieben, um mehrmals nach Palästina zu fahren und wieder umzudrehen. Der 10. März, den Silverstone angibt, erscheint daher plausibler. Diesem zufolge ereignete sich der Schiffbruch nicht an der Süd-, sondern an der Nordküste Kretas, zudem wurde die Katina beim Landeversuch in Netanya von der Royal Navy beschossen, sodass nur 600 Personen den rettenden Strand erreichen konnten – der Rest folgte erst im April. Ofer datiert den Schiffbruch überhaupt auf den 16. April.
150 Vgl. Willy Perl an Shlomo Jacoby, 20. März 1939. JA, P-1247/5.
151 Vgl. Julius Steinfeld an Siegfried Graubart, 8. Februar 1939. JA; G-4 4/12/2.
152 Vgl. Eduard Pachtmann an Willy Perl, 13. Oktober 1938. GWU, MS 2026, Box 1, Folder 13.
153 Vgl. Israel [Nachname unbekannt] an Willy Perl, 28. Juli und 7. August 1938. GWU, MS 2026, Box 1, Folder 13.
154 Vgl. Bericht des CID Jerusalem über die Organisation der illegalen Immigration, 17. Mai 1939, 9. TNA, CO 733/396/5.
155 Vgl. Passport Control Office in Wien an den Director of Passport Control in London, 13. Dezember 1938. TNA, CO 733/394/1; Passport Control Office in Wien an das Foreign Office in London, 13. Januar 1939. TNA, CO 733/394/1.
156 Willy Perl an Shlomo Jacoby, 20. März 1939. JA, P-1247/5.
157 Vgl. Julius Steinfeld an Siegfried Graubart, 22. Februar 1939. JA, G-4 4/12/2.
158 Schon zuvor waren mit Perls Transporten Mitglieder des Maccabi nach Palästina ausgewandert, ebenso wie Angehörige der linkszionistischen Jugendverbände Gordonia, Blau-Weiß und Hashomer Hatzair. Vgl. Bericht von Ludmilla Epstein, 7. Mai 1940. JA, P-1247/5.
159 Vgl. Gedenkprotokoll, 2. April 1939. ETH, Af Z NL Ernst Fink 33.
160 Vgl. Anderl, Emigration, 282–284.
161 Vgl. Bericht des CID Jerusalem über die Organisation der illegalen Immigration, 17. Mai 1939, Appendix 6. TNA, CO 733/396/5.
162 Zitat im Original: „In the matter of travel opportunities we have interested our friend Dr. W. P., at present in Bucharest.“ Zitiert in: Bericht von Alan Saunders, 3. Januar 1939. TNA, CO 733/394/1.
163 Bericht von Hans Löw, 20. Februar 1939. JA, G-44/12/2.
164 Im CID-Bericht vom Mai 1939 ist von 200 Personen die Rede.
165 Vgl. Bericht über illegale Immigration, 26. Mai 1939. TNA, CO 733/294/2.
166 Vgl. Reginald Hoare an das Foreign Office in London, 12. Mai 1939. TNA, CO 733/294/2; Reginald Hoare an Edward Wood, Viscount Halifax, 14. Juni 1939. TNA, FO 371/24091.
167 Die Angaben über den Abreisehafen divergieren in den Quellen. Die Zahlen wiederum gehen aus Mila Epsteins Aufstellung vom Mai 1940 hervor, die die Liesel unter „Transporte der alten S. O.“ listet. Vgl. Bericht von Ludmilla Epstein, 7. Mai 1940. JA, P-1247/5.
168 Vgl. Harold MacMichael an Malcolm MacDonald, 10. Juni 1939. TNA, CO 733/394/2.
169 Vgl. Richard Schick, Die Geschichte der Aghia Zioni, unpaginiert und undatiert (vielleicht Mai 1939). JA, K-64/10/1.
170 Vgl. Unbekannt an Reuben Hecht, 20. März 1939. JA, P-1242/1.
171 Vgl. Joshua Torczyner an Gusty Bornstein-Fink, 12. Januar 1988. ETH, Af Z, NL Gusty Bornstein-Fink 7.
172 Dass es sich bei den Landungshelfern um Angehörige einer „linken Organisation“ gehandelt haben soll, wie Steinfeld ein anderes Mal an Siegfried Graubart schrieb, ist wenig wahrscheinlich. Vgl. Julius Steinfeld an Siegfried Graubart, 23. April 1939. JA, G-44/12/2.
173 Vgl. Unbekannt an Julius Steinfeld, 3. Mai 1939. JA, G-44/12/2.
174 Vgl. Bericht des CID Jerusalem über die Organisation der illegalen Immigration, 17. Mai 1939, Appendix 6. TNA, CO 733/396/5.
175 Vgl. Willy Perl an Yosef Katznelson, 23. Januar 1939. JA, G-44/12/2.
176 Vgl. Bericht über illegale Immigration, 26. Mai 1939. TNA, CO 733/394/2; Anderl, Vertreibung, 286.
177 Vgl. Hermann Flesch an Erwin Vielgut, 20. Mai 1939. JA, K-64/8/6.
178 Vgl. Erwin Vielgut und andere an Hermann Flesch, 18. Mai 1939. JA, K-6 4/8/6.
179 Willy Perl an Shlomo Jacoby, 20. März 1939. JA, P-1247/5.
180 Ebda.
181 Vgl. Willy Perl an Shlomo Jacoby, 20. März 1939. JA, P-1247/5; Siegfried Graubart an Yosef Katznelson, 12. März 1939. JA, G-44/12/2.
182 Willy Perl an Shlomo Jacoby, 12. April 1939. JA, G-430/1.
183 Willy Perl an Yehuda Benari, 25. April 1939. JA, G-430/1.
184 Vgl. Sidney Waterlow an das Foreign Office in London, 25. April 1939. TNA, FO 371/24089; Bericht des Foreign Office über mögliche Handlungen gegen die illegale Migration nach Palästina, undatiert. TNA, FO 371/24092.
185 Auch wenn diese Anekdote aus Perls Memoiren fantastisch anmutet und sich in den britischen Akten keine direkten Belege dafür finden, wurden im Rahmen der von ihm organisierten Transporte tatsächlich oft liberische Visa verwendet; das Criminal Investigation Department hatte Beweise, dass neben dem liberischen Konsul in Wien vor allem die chinesischen Konsulate in Wien und Rom sowie der Konsul von Santo Domingo in London Visa an die Organisatoren der illegalen Transporte verkauften, und vermutete, dass viele andere diplomatische Vertretungen es ihnen gleichtaten. Auch waren tatsächlich gefälschte Visa eines nicht existenten liberischen Konsuls in Paris im Umlauf. Vgl. Bericht des CID Jerusalem über die Organisation der illegalen Immigration, 17. Mai 1939, Appendix 13. TNA, CO 733/396/5; Bericht des Foreign Office über mögliche Handlungen gegen die illegale Migration nach Palästina, undatiert. TNA, FO 371/24092; Foreign Office in London an die britische Gesandtschaft in Monrovia, 6. April 1940. TNA, FO 371/25241.
186 Vgl. Yehuda Benari an die NZO in Rumänien sowie an Willy Perl, jeweils 17. Mai 1939. JA, G-430/1.
187 Willy Perl an Yehuda Benari, 22. Mai 1939. JA, G-430/1.
188 Vgl. Wladimir Zeev Jabotinsky, National Sport, undatiertes Manuskript. JA, A-17/211.
189 Vgl. Yehuda Benari an Willy Perl, 23. Mai 1939. JA, G-430/1.
190 Vgl. Yehuda Benari an Willy Perl, 30. Mai 1939. JA, G-430/1.
191 Vgl. Yehuda Benari an Willy Perl, 6. Juni 1939. JA, G-430/1.
192 Willy Perl an Yehuda Benari, 9. Juni 1939. JA, G-430/1.
193 Willy Perl an Yehuda Benari, 8. Juni 1939. JA, G-430/1.
194 Willy Perl an Yehuda Benari, 9. Juni 1939. JA, G-430/1.
195 Vgl. Notiz von Mila Epstein, undatiert. JA, P-1247-5.
196 Zitiert in: Bericht über die Vorgänge auf dem Flüchtlingsschiff Astir, undatiert. JA, K-64/11.
197 Willy Perl an Reuben Hecht, 25. Februar 1991. JA, P-1243/111.
198 Vgl. Willy Perl an Ludmilla Epstein, 13. Juli 1976. JA, A-62/3.
199 Vgl. Willy Perl an Reuben Hecht, 25. Februar 1991. JA, P-1243/111; Anderl, Emigration, 329.
200 Vgl. Yehuda Benari an Willy Perl, 19. Juni 1939. JA, G-430/1.
201 Vgl. Anderl, Vertreibung, 288.
202 Ofer und Silverstone zufolge soll es sich bei den Organisatoren der unter panamaischer Flagge fahrenden Las Perlas um Hermann Flesch und einen der Haller-Brüder gehandelt haben, allerdings ohne auf Quellen zu verweisen.
203 Vgl. Chartervertrag für die Bute, 22. Mai 1939. JA, G-44/13/1.
204 Mila Epstein spricht in ihrer Aufstellung von 724 Personen, Perl von 800, Silverstone wie Ofer gar von 850 Personen.
205 Vgl. Bericht über die Parita, undatiert. JA, G-44/13/1.
206 Vgl. Interview mit Reuben Hecht, 7. März 1982. JA, P-1243/2.
207 Perl berichtet von insgesamt drei Transporten, die von März bis Juni 1939 privat mit der Aghios Nicolaos durchgeführt wurden, nennt allerdings nur bei zwei Fleschs Namen. Überhaupt ist unklar, wie viele Fahrten tatsächlich stattfanden, wer die Organisatoren waren und ob es unter Umständen zwei Schiffe mit dem gleichen Namen gab. Auch wurde der Name der Aghios Nicolaos zumindest zweimal geändert. Vgl. Anderl, Emigration, 284–290.
208 Laut dem Bericht in den Akten der NZO war die Parita erst nach Iskenderun gefahren, wo schließlich auch das Landungsboot nach wenigen Tagen aufgetaucht war. Die lokalen Hafenbehörden hatten jedoch jeden Kontakt zwischen den beiden Schiffen verhindert. Erst danach hatte die Parita Kurs auf Rhodos genommen.
209 Vgl. Willy Perl an Yehuda Benari, 9. Juni 1939. JA, G-430/1.
210 In Perls Nachlass findet sich ein Presseausweis, der auf einen in England lebenden Korrespondenten des International Press-Photo-Service namens William Perl ausgestellt ist.
211 Reuben Hecht an Eri Jabotinsky, 24. November 1939. JA, A-44/9.
212 Ebda.
213 Vgl. Memorandum von Heinrich Rothmund, 10. August 1939. JA, P-124 7/2.
214 Reuben Hecht an Eri Jabotinsky, 24. November 1939. JA, A-44/9.
215 Vgl. Britische Gesandtschaft in Bukarest an das Foreign Office in London, 2. Februar 1940. TNA, FO 371/25239; Britische Gesandtschaft in Bukarest an das Foreign Office in London, 30. März 1940. TNA, FO 371/25241.
216 Vgl. Interview mit Reuben Hecht, 7. März 1982. JA, P-1243/2.
217 Vgl. Ofer, Holocaust, 80.
218 Vgl. Reuben Hecht an Abraham Abrahams, 3. Oktober 1939. JA, P-124 7/2; Eri Jabotinsky an Shlomo Jacoby, 4. Oktober 1939. JA, G-44/13/2.
219 Vgl. Information der Banque Cantonale de Zurich, 20. September 1939. JA, G-44/12/2.
220 Vgl. Ofer, Holocaust, 81.
221 Ofer, die sich auf Eri Jabotinskys Darstellung von 1945 bezieht, stellt die Abläufe etwas anders dar als Perl. Aufgrund der Quellenlage sowie der unterschiedlichen und teils widersprüchlichen Berichte der involvierten Personen gestaltet sich eine definitive Bewertung der Vorgänge rund um die Sakarya generell schwierig. Vgl. Eri Jabotinsky, The Sakarya Expedition. A story of extra-legal immigration into Palestine. Johannesburg 1945, 20–25; Ofer, Holocaust, 82f.
222 Da sich die zeitliche Abfolge aus Perls Memoiren nicht eindeutig herauslesen lässt, ist es möglich, dass das Fälschen der Visa erst bei diesem Besuch stattfand.
223 Willy Perl an Ernst Fink, 17. Januar 1940. ETH, Af Z NL Ernst Fink 33.
224 Vgl. Ernst Fink an Willy Perl, 5. Dezember 1939. ETH, Af Z NL Ernst Fink 33.
225 Vgl. Willy Perl an Ernst Fink, 17. Januar 1940. ETH, Af Z NL Ernst Fink 33.
226 Vgl. Vereinbarung zwischen Ernst Fink und Wilhelm Kanturek als Vertreter Willy Perls, 17. November 1939. ETH, Af Z NL Ernst Fink 33.
227 Vgl. Chartervertrag zwischen Lola Bernstein und Avni Nuri Meseregi sowie Aslan Sadikoglu, undatiert. JA, K-64/14/2.
228 Vgl. Erklärung von Eliyahu Gleser, 22. Januar 1940. JA, K-63/2/1.
229 Vgl. Jabotinsky, Sakarya, 23–25.
230 Zitat im Original: „We fell into the hands of the worst criminals, Revisionists. This transport is also to serve as a transport of arms, and one says that also part of the (emigration) organisation will come with us. You cannot imagine what dirt, hunger and cold we have had to stand, and last but not least, terror, brute-force, and lies. Inform our party about this ‚Faltin‘ transport, the leaders of which must be punished.“ Zitiert in: Middle East Intelligence Centre, Auszug aus Summary No. 8, 19. bis 26. Dezember 1939. TNA, CO 733/396/5.
231 Vgl. Foreign Office in London an Reginald Hoare, 7. Januar 1940. TNA, FO 371/25238.
232 Willy Perl an Ernst Fink, 17. Januar 1940. ETH, Af Z NL Ernst Fink 33.
233 Vgl. Lola Bernstein an Avni Nuri Meseregi und Aslan Sadikoglu, undatiert. TNA, K-63/2/1.
234 Vgl. Reginald Hoare an das Foreign Office in London, 28. November 1939. TNA, CO 733/395/13; Foreign Office in London an Hugh Knatchbull-Hugessen, 13. Dezember 1939. TNA, CO 733/395/13.
235 Vgl. Willy Perl an Ernst Fink, 17. Januar 1940. ETH, Af Z NL Ernst Fink 33.
236 Vgl. Vertrag zwischen Aslan Sadikoglu sowie Avni Nuri Meseregi und Lola Bernstein sowie Robert Mandler, 22. Januar 1940. JA, K-64/14/2.
237 Vgl. Reuben Hecht über seine Arbeit, undatiert. JA, P-1247/3.
238 Willy Perl an Ernst Fink, 17. Januar 1940. ETH, Af Z NL Ernst Fink 33.
239 Vgl. Harold MacMichael an Malcolm MacDonald, 17. Februar 1940. TNA, FO 371/25240.
240 Vgl. Bericht über die Reise der Sakarya nach Haifa, 16. Februar 1940. TNA, FO 371/25240.
241 In einem Bericht eines namentlich nicht genannten britischen Agenten vom Dezember 1939 ist von einem Leoni die Rede, der eine große Gruppe illegaler Einwanderer nach Palästina vorbereitete. Dieser könnte ident mit Carpi sein. Im selben Bericht wird auch Krivoshein erwähnt, den die Briten immer noch beobachteten und der sich seit seiner Entlassung aus der Haft in Wien wieder in Italien aufgehalten zu haben scheint. Vgl. Anonymer Bericht, 7. Dezember 1939. TNA, CO 733/396/5.
242 Vgl. Ships engaged illegal immigration 1939/40, undatiert. TNA, CO 733/429/9.
243 Vgl. Michael Palairet an Edward Wood, Viscount Halifax, 20. März 1940. TNA, FO 371/25241.
244 Perl gab gegenüber Ernst Fink an, bis zur Sakarya 25 Transporte durchgeführt zu haben, was sich jedoch nicht mit der Aufstellung in seinen Memoiren deckt – möglicherweise war er daher auch an kleineren Reiseunternehmungen beteiligt, die dort nicht gelistet sind. Vgl. Willy Perl an Ernst Fink, 17. Januar 1940. ETH, Af Z NL Ernst Fink 33.
245 Vgl. Willy Perl an Reuben Hecht, 22. Januar 1990. JA, P-1243/111.
246 Tagesrapport der Gestapo-Leitstelle Wien Nr. 6, 17.–19. November 1942. DÖW.
247 Siehe Robert Lackner, Camp Ritchie und seine Österreicher. Deutschsprachige Verhörsoldaten der US-Armee im Zweiten Weltkrieg. Wien u. a. 2020.
248 Vgl. Lieutenant Colonel Burton F. Ellis, Letter of Recommendation for First Lieutenant William R. Perl, 30. Juli 1946. GWU, MS 2026, Box 4, Folder 20.
249 Laut Silverstone verließ nach der Sakarya bis zum Kriegseintritt Italiens im Juni 1940 nur mehr ein weiteres Flüchtlingsschiff mit knapp 400 Personen Europa in Richtung Palästina. Danach machten sich kriegsbedingt bis Ende 1941 nur mehr sieben größere Transporte auf den Weg. In dieser ersten Phase der Alija Bet waren seit dem ersten Transport der Aktion im März 1937 ungefähr 36.000 Menschen gerettet worden. Im Frühjahr 1944 wurden die Fahrten wieder aufgenommen, kamen jedoch bereits im darauffolgenden Sommer erneut zum Erliegen, doch zumindest waren weitere 4500 Menschen dem Holocaust entkommen. Nach einer Anlaufphase im Herbst 1945 sollte die Alija Bet erst im Frühjahr 1946 wieder richtig in Gang kommen. Siehe auch Jürgen Rohwer, Jüdische Flüchtlingsschiffe im Schwarzen Meer (1934–1944), in: Ursula Büttner (Hrsg.): Das Unrechtsregime. Band 2. Verfolgung – Exil – Belasteter Neubeginn. Hamburg 1986, 197–248; Artur Patek, Jews on Route to Palestine. Sketches from the History of Aliyah Bet – Clandestine Jewish Immigration. Krakau 2012.
250 Vgl. Paul G. Edwards, Court Upholds Two Convictions of JDL Activist, in: The Washington Post, 26. September 1978.
251 Vgl. George M. White an Willy Perl, undatiert; Ronald Reagan an Willy Perl, 28. Mai 1987. JA, P-1243/111.
252 Vgl. Helmut Zilk an Willy Perl, 9. Januar 1990. JA, P-1243/111.
253 Zitiert in Weisl, Transporte, 175.