Kapitel 16

FISCHEN IN KLAREM WASSER

FAKE-NEWS UND TRANSPARENZ

Hier habe ich eine Schlagzeile, die Sie zum Nachdenken bringen sollte. Und ich habe ein paar Bemerkungen darüber, was echt ist und was nicht ...

Jared Kushner zahlte jahrelang keine Bundessteuer, Dokumente legen es nahe

New York Times, 13. Oktober 2018

»In den letzten zehn Jahren hat Jared Kushners Familienunternehmen Milliarden von US-Dollar für den Kauf von Immobilien ausgegeben. Der Wert seiner persönlichen Investitionen in Aktien ist in die Höhe geschnellt. Sein Nettovermögen verfünffachte sich auf fast 324 Millionen US-Dollar.

Und doch scheint Herr Kushner – Präsident Trumps Schwiegersohn und ein leitender Berater des Weißen Hauses – laut vertraulichen Finanzdokumenten, die von der New York Times überprüft wurden, fast keine Bundeseinkommenssteuern gezahlt zu haben.«

Fake-News oder dumme Journalisten?

Mit den Worten von Warren Buffett:

Je klüger die Journalisten sind, desto besser ist es für die Gesellschaft. Denn zum Teil lesen die Leute die Presse, um sich zu informieren – und je besser der Lehrer, desto besser die Schülerschaft.

F: Sind diese Autoren der New York Times intelligente Journalisten, dumme Journalisten oder Förderer von Fake-News?

A: Wir werden es vielleicht nie erfahren. Wenn man nur die Schlagzeilen liest, klingt es, als ob Jared Kushner, Ehemann von Präsident Trumps Tochter Ivanka, ein weiterer Gauner ist, ähnlich wie sein Schwiegervater »The Donald«.

Millionen von Menschen ohne viel finanzielle Bildung, besonders akademische Eliten wie mein armer Vater sagen: »Die Reichen sind Betrüger.«

Hier sind einige Fragen, über die Sie vielleicht nachdenken möchten: Hat Buffett Recht? Brauchen wir intelligente Journalisten für eine intelligentere Gesellschaft? Lesen die Leute die Presse, um sich zu informieren?

Wenn Buffett Recht hat – und ich glaube, er hat tatsächlich Recht –, welchen Schaden bewirken Fake-News, asoziale Soziale Medien, Journalisten (einschließlich Blogger) ohne echte finanzielle Bildung in unserer Gesellschaft an? Wie viele Journalisten sind wie mein armer Vater, akademisch klug, gut ausgebildet, finanziell naiv, die tief im Inneren überzeugt sind, dass die Reichen Betrüger sind?

Wir werden die Antworten auf diese Fragen vielleicht nie erfahren.

Der Autor des Artikels der New York Times schreibt weiter:

[Kushners] niedrige Steuerbescheide sind das Ergebnis eines gemeinsamen Steuer-Minimierungsmanövers, das Jahr für Jahr Millionen von US-Dollar an Verlusten für Herrn Kushner brachte, so die Dokumente. Aber die Verluste waren nur auf dem Papier – Herr Kushner und sein Unternehmen schienen nicht wirklich Geld zu verlieren. Die Verluste wurden durch Abschreibungen verursacht, ein Steuervorteil, der es Immobilieninvestoren ermöglicht, jedes Jahr einen Teil der Kosten ihrer Gebäude von ihrem steuerpflichtigen Einkommen abzuziehen.

Im Jahr 2015 zum Beispiel verdiente Herr Kushner 1,7 Millionen US-Dollar an Gehalt und Anlagegewinnen. Aber diese Einnahmen wurden durch Verluste in Höhe von 8,3 Millionen US-Dollar überschattet, hauptsächlich wegen der »signifikanten Abwertung«, die Herr Kushner und sein Unternehmen auf ihre Immobilien vorgenommen haben, so die von der Times überprüften Dokumente.

Mehr Fragen zum Nachdenken:

Sagen oder unterstellen die Journalisten, dass »Jared Kushner ein Betrüger ist«? (Das tun sie nicht: In dem Artikel heißt es deutlich: »Nichts in den Dokumenten deutet darauf hin, dass Herr Kushner oder seine Firma das Gesetz gebrochen haben.«)

Wie kann Herr Kushner 1,7 Millionen US-Dollar an Einkommen verdienen, wenn seine Einnahmen durch 8,3 Millionen US-Dollar an Verlusten ausgelöscht werden?

Wenn er 8,3 Millionen US-Dollar verloren hat, warum ist Jared Kushner dann nicht bankrott?

Ist die Abschreibung ein mysteriöses Steuerloch, das von den verachtenswerten, betrügerischen Reichen genutzt wird? Oder ist die Abschreibung ein gesetzlicher staatlicher Steueranreiz, der von allen genutzt werden kann, auch von den Journalisten?

Abschreibung ist ein gesetzlicher staatlicher Steueranreiz, der von allen genutzt werden kann: von Ihnen, mir und sogar von den Journalisten.

F: Hat Jared 1,7 Millionen US-Dollar an Einkommen verdient und keine Steuern bezahlt, weil er 8,3 Millionen US-Dollar durch Abschreibungen verloren hat.

A: Ja.

F: Ist das legal?

A: Ja.

F: Wollen die Journalisten, dass die Leute glauben, dass Jared, seine Familie und die Trumps Betrüger sind?

A: Nur Sie können diese Frage beantworten.

Der Artikel der New York Times geht weiter:

Nichts in den Dokumenten deutet darauf hin, dass Herr Kushner oder seine Firma das Gesetz gebrochen hat. Ein Sprecher des Anwalts von Herrn Kushner sagte, dass Herr Kushner »alle fälligen Steuern bezahlt hat«.

Theoretisch soll die Abschreibungsrückstellung verhindern, dass die Investitionen der Immobilienentwickler durch Abnutzung ihrer Gebäude zunichte gemacht werden.

In der Praxis stellt der Zuschuss jedoch oft ein lukratives Geschenk für Entwickler wie Herrn Trump und Herrn Kushner dar.

F: Warum verwenden die Journalisten provokative Worte wie »lukratives Geschenk für Entwickler wie Herrn Trump und Herrn Kushner«?

A: Das ist ein Beispiel für Regenbogenpresse (am. yellow journalism, »gelber Journalismus«).

F: Was ist »gelber Journalismus«?

A: »Gelber Journalismus« und die »gelbe Presse« sind laut Wikipedia amerikanische Begriffe für Journalismus und zugehörige Zeitungen, die wenig oder gar keine legitimen, gut recherchierten Nachrichten präsentieren und stattdessen auffällige Schlagzeilen für mehr Umsatz verwenden. Techniken können Übertreibungen von Nachrichtenereignissen, einen Fokus auf Skandale oder Sensationen beinhalten.

F: Warum verraten die Journalisten nicht die Steuerlektionen von Tom Wheelwright, Ihrem persönlichen Berater? Tom lehrt, dass nur wenige Seiten des Steuergesetzes darum gehen, wie man Steuern bezahlt. Die meisten der Tausende von Seiten der Steuergesetze sind der Frage gewidmet, wie man legal keine Steuern zahlen kann. Und das gilt in den meisten westlichen Ländern.

A: In seinem Buch Tax-Free Wealth und in seinen Seminaren lehrt Tom Menschen wie Sie und mich, dass eine kapitalistische Regierung Partner braucht.

Steueranreize für den Wohnungsbau

Zum Beispiel braucht die Regierung Unternehmer, die Wohnungen zur Verfügung stellen. Deshalb ist die »Abschreibung« ein steuerlicher Anreiz für Immobilieninvestoren.

Steueranreize für Arbeitsplätze

Die Regierung will auch, dass die Menschen Arbeitsplätze schaffen. Deshalb zahlen in den Vereinigten Staaten Unternehmer im B-Bereich mit über 500 Mitarbeitern weniger Steuern.

Im Jahr 2018 suchte Amazon eine neue Heimat für ihre neue Zentrale. Viele Städte hätten gerne Tausende von hochbezahlten Mitarbeitern gehabt, weshalb viele Städte Amazon steuerliche Anreize boten.

Elon Musk's Firma Tesla Motors erhielt über 1 Milliarde US-Dollar an Steueranreizen für den Bau seiner Batteriefabrik in Nevada.

Steuervergünstigungen für hochbezahlte Mitarbeiter

Amazon und Tesla haben Tausende von gut bezahlten Mitarbeitern. Im Allgemeinen gilt: Je mehr einem Mitarbeiter bezahlt wird, desto mehr Steuereinnahmen werden generiert. Hochbezahlte Mitarbeiter ziehen Hunderte von Kleinunternehmen an. Kleinunternehmer zahlen höhere Steuern. Aus diesem Grund bieten die Kommunalverwaltungen steuerliche Anreize für Unternehmen wie Amazon und Tesla, um ihre Betriebsstätten in Städte und Staaten in den Vereinigten Staaten zu verlagern.

Großunternehmen zieht Kleinunternehmen an, was mehr Arbeitsplätze bedeutet, und mehr Arbeitsplätze bedeuten mehr Wohnungen, mehr Schulen, mehr Beschäftigte im öffentlichen Dienst und mehr Steuern für die Stadtverwaltung und Landesregierungen.

Steueranreize für Energie

Die Zivilisation kann ohne Energie nicht wachsen. Wenn Energie knapp oder teurer würde, würde die Zivilisation zerbröckeln.

Daher will die Regierung auch, dass Unternehmer Energie bereitstellen, so dass es steuerliche Anreize für die Öl- und Gasförderung gibt. Inzwischen sind die Vereinigten Staaten weniger abhängig von ausländischem Öl.

Steueranreize für Lebensmittel

Und die Regierung will, dass Sie und ich Lebensmittel produzieren, also gibt es steuerliche Anreize für die Menschen, Lebensmittel herstellen.

Wenn die Menschen ihren Hunger nicht stillen können, löst das Unruhen aus.

Anreize – keine Schlupflöcher

Diese Anreize sind keine Schlupflöcher oder »Fehler« im Steuergesetz, durch die skrupellose Betrüger schleichen, wie diese Journalisten die Leser glauben machen wollen. Diese Anreize sind absichtlich, legal und für alle, einschließlich der Journalisten, zugänglich.

Ich wiederhole: Steuern und Steueranreize sind der Motor des Kapitalismus.

Wer zahlt Steuern?

Wenn Sie sich den CASHFLOW-Quadranten noch einmal anschauen, erhalten Sie ein Bild davon, wer Steuern zahlt.

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Die Reichen wie die Trumps und Kushners bereiten ihre Kinder auf die Bund I-Quadranten vor.

Die Journalisten haben sich wahrscheinlich in der Schule gut geschlagen und die Fähigkeiten und Einstellungen des E- oder S-Quadranten gelernt. Sie sind entweder »gelbe Journalisten« oder schwimmen einfach blind im trüben Wasser, finanziell naiv gegenüber dem, was in den Quadranten B und I vor sich geht.

Der Artikel der New York Times geht weiter:

Das Gesetz geht davon aus, dass die Werte von Gebäuden jedes Jahr sinken, während sie in Wirklichkeit oft an Wert gewinnen. Die enorme Flexibilität der Gesetze ermöglicht es Immobilieninvestoren, ihre eigenen Steuerzahlungen festzulegen.

F: Das Steuerrecht erlaubt es Immobilieninvestoren, ihre eigenen Steuerzahlungen zu bestimmen? Und sogar keine Steuern zu zahlen?

A: Ja. Und professionelle Immobilieninvestoren können Abschreibungen geltend machen, die Hausbesitzer nicht vornehmen können.

F: Warum macht das nicht jeder?

A: Steuern gehören nicht zu den Fächern, die in der Schule unterrichtet werden.

F: Haben Sie in der Schule etwas über Steuern gelernt?

A: Nein. Ich begann, etwas über Geld, Schulden und Steuern zu lernen, als ich neun Jahre alt war und für meinen reichen Vater arbeitete.

F: Hat Ihnen das einen finanziellen Vorsprung im Leben verschafft?

A: Ja, sicher. Deshalb haben Kim und ich 1996 das CASHFLOW®-Spiel entwickelt und Rich Dad Poor Dad geschrieben und 1997 die Rich Dad Company gegründet. Wir wollten, dass jeder den gleichen finanziellen Vorsprung hat, den mein reicher Vater mir verschafft hatte: Bildung, die ich an Kim weitergegeben habe.

1996 schickten wir unser CASHFLOW®-Spiel nach Harvard zum Testen. Das Spiel wurde sofort abgelehnt und zurückgegeben. Die Spielkiste war nicht einmal geöffnet worden.

Das war eine gute Sache. Es war ein Schlag ins Gesicht. Ein Weckruf.

Als Harvard unser Spiel ablehnte und die Idee, dass die Leute durch »Simulationen« lernen, Spaß haben und Fehler machen, als nicht beachtenswert behandelte, erkannten Kim und ich, dass Leute wie mein armer Vater und Akademiker mit einer Arbeitsstelle unsere Zielgruppe waren.

Das Scheitern ist die andere Seite des Erfolgs. Es war eine gute Sache, dass Harvard unser Spiel nicht bewertet hat. Wir wussten, wer unser Kunde war. Wir wussten, dass es keine Universitäten, Schulen oder Lehrer waren.

Menschen unterrichten Menschen

Kim und ich wussten nun genau, wer unsere Kunden sind.

1997 schrieb ich Rich Dad Poor Dad. Das Buch wurde ursprünglich als Broschüre, ein einfaches Buch, eine echte Geschichte geschrieben, um die Bedeutung von Jahresabschlüssen und Buchhaltung zu erklären und das CASHFLOW®-Spiel an Menschen zu verkaufen, die lernen wollten, und nicht an engstirnige Professoren, die schon alle Antworten wissen.

Im selben Jahr gründeten wir die Rich Dad Company. Unsere Mission ist: »Das finanzielle Wohlergehen der Menschheit zu steigern.«

Um unsere Mission zu erfüllen, wussten wir, dass wir ein veraltetes, teures, langsames, langweiliges, arrogantes und realitätsfernes Bildungssystem umgehen mussten. Unser Businessplan war einfach: Zu lehren, was an den Schulen nicht gelehrt wird: das Thema Geld. Ein Thema – eine Lebensfertigkeit, die jeder auf der Welt benutzt.

Die Rich Dad Company konzentrierte sich auf den Aufbau von Finanzbildungsprodukten, die darauf ausgerichtet waren, von Mensch zu Mensch zu unterrichten.

Sie müssen eine Ausbildung absolvieren, um Arzt oder Anwalt, Handwerker oder hochbezahlter Angestellter zu werden. Aber Sie brauchen keine Ausbildung, um ein reicher Unternehmer oder Investor zu werden.

Wie auf dem Titelblatt von Rich Dad Poor Dad steht: »Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen, die Armen und die Mittelschicht nicht«.

Was Jared Kushner weiß

Dieser nächste Abschnitt des Artikels der New York Times erklärt, was die Reichen ihren Kindern beibringen, was Kinder wie Jared Kushner wissen, die Armen und die Mittelschicht jedoch nicht.

Die Verluste von Herrn Kushner, die zu einem großen Teil auf die Geltendmachung von Abschreibungen zurückzuführen waren, schienen sein steuerpflichtiges Einkommen in den meisten Jahren, die von den Dokumenten erfasst wurden, zu vernichten.

Er meldet die Verluste, obwohl er seine Immobilien mit geliehenen Mitteln kaufte. In vielen Fällen hat Herr Kushner laut Unterlagen weniger als 1 Prozent des Kaufpreises eingebracht. Sogar dieser kleine Betrag wurde in der Regel mit Darlehen bezahlt.

F: Jared Kushner hat sich die 1 Prozent geliehen, mit denen er die Anzahlung auf den Kaufpreis in Milliardenhöhe der Immobilien geleistet hat? Bedeutet das, dass er Milliarden mit nichts gekauft hat?

A: Ja. Das nennt man auch »unendliche Rendite« oder »Geld für nichts«. Genau das, was ich 1973 in meinem ersten Immobilienseminar lernte.

F: Sie brauchen also kein Geld, um reich zu werden?

A: Richtig. Aber man braucht echte finanzielle Bildung und echte Erfahrung.

In dem Moment, in dem ich unendliche Renditen verstand, musste ich nie wieder sagen »Ich kann es mir nicht leisten. Ich habe kein Geld.«

Man braucht kein Geld, um reich zu werden, sobald man die Macht der unendlichen Rendite versteht.

Im Artikel der New York Times geht es weiter:

Das Ergebnis: Herr Kushner schreibt steuerreduzierende Verluste, für Ausgaben, die mit dem Geld anderer bezahlt werden, und das ist laut der Steuergesetzgebung erlaubt. Abzüge auf Grund von Abschreibung sind auch in anderen Branchen möglich, aber dort kommt es im Allgemeinen nicht vor, dass Verluste in Kombination mit mittels Krediten bezahlten Ausgaben auftreten.

In den Augen der Bundessteuerbehörde schreiben die Kushners seit Jahren Verluste.

Im Gegensatz zu typischen Lohnarbeitern können die Eigentümer solcher Unternehmen Verluste bei der Steuererklärung geltend machen. Wenn ein Unternehmen wie Kushner Companies Ausgaben ausweist, die über seinen Einnahmen liegen, ist das Ergebnis ein »Nettobetriebsverlust«. Dieser Verlust kann alle Steuern neutralisieren, die der Eigentümer des Unternehmens sonst schuldig wäre. Je nach Höhe des Verlustes kann dies sogar zu Rückerstattungen für in Vorjahren gezahlte Steuern führen, oder auf in Zukunft zu zahlende Steuern angerechnet werden.

F: Schulden und Steuern machen also die Reichen reicher?

A: Ja, aber das erfordert eine solide finanzielle Ausbildung, viel Übung und ein Team von sehr, sehr, sehr, klugen Beratern wie Tom Wheelwright. Denken Sie immer daran:

Es gibt viele Türen zum finanziellen Himmel. Und noch mehr Türen zur finanziellen Hölle.

Der Artikel der New York Times schreibt des Weiteren:

»Wenn ich im Leben noch einmal von vorne anfangen müsste, würde ich ins Immobiliengeschäft gehen«, sagte Jonathan Blattmachr, ein bekannter Treuhänder- und Nachlassanwalt, heute Chef bei Pioneer Wealth Partners, der die Kushner-Dokumente begutachtete. »Es ist fantastisch. Man kann mit Dingen, die man selbst gar nicht bezahlt, die Steuern reduzieren.«

F: Selbst ein sehr kluger Treuhand- und Immobilienanwalt weiß nicht, wie die Reichen Schulden und Steuern nutzen, um reicher und reicher zu werden?

A: Richtig. Das wissen nur sehr wenige Menschen. Ich ermutige Sie, sich das kostenlose Video von Tom und mir anzusehen, und Sie werden erfahren, was nur sehr wenige Leute wissen. [s. Einschub Seite 371 dieses Kapitels.]

Der Artikel der New York Times geht weiter:

Die Steuergesetzgebung des letzten Jahres hat diesen Vorteil für alle Branchen außer einer beseitigt: Immobilien.

F: Haben Sie deshalb 2016 alle Ihre Wertpapiere, Aktien, Anleihen, Investmentfonds und ETFs verkauft?

A: Was glauben Sie denn?

Im klaren Wasser schwimmen

In einem weiteren Artikel berichtete die New York Times, dass Jared Kushner und Ivanka Trump 2017 82 Millionen US-Dollar an passivem Einkommen verdienten. Wahrscheinlich steuerfrei.

Es sind Informationen, die die Reichen reicher machen, nicht Geld; Informationen, die nicht an Schulen vermittelt werden.

Ein Bild sagt oft mehr als Worte. Nachfolgend sehen Sie, was an den Schulen gelehrt wird.

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Das lernen die Schüler in den Schulen. Beachten Sie, von woher und wohin das Geld fließt. So sieht das trübe Wasser aus. Das passiert, wenn man dem Kind sagt: »Geh zur Schule, suche dir eine Stelle, kaufe dir ein Haus, zahle deine Schulden ab, investiere langfristig.« Dieses Mantra verunreinigt das Wasser, trübt die Sicht.

Kommt Transparenz ins Wasser?

In Rich Dad Poor Dad schrieb ich über Ray Kroc, den Gründer von McDonald’s, der in einem MBA-Kurs an der University von Texas die folgende Frage stellte: »In welcher Branche ist McDonald’s tätig?« Ein Student antwortete: »Hamburger«.

Krocs Antwort: »Nein, McDonald’s ist im Immobiliengeschäft tätig.«

Im Film The Founder (Auf Deutsch: »Der Gründer«) wird die Idee, dass McDonald’s in der Immobilienbranche tätig ist, sehr deutlich dargestellt.

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Mein reicher Vater ist in der Immobilienbranche tätig

Die Rich Dad Company ist auch im Immobilienbereich tätig. Wie dieses Diagramm zeigt, wenn die Rich Dad Company 1 Million US-Dollar verdient, leihen wir uns 4 Millionen US-Dollar. Wir erhöhen unser passives Einkommen und sind nun in der Lage, passive Verluste in Höhe von 5 Millionen US-Dollar abzuschreiben.

Wie Jared Kushner schlucken unsere passiven Verluste aus Immobilien unsere Erträge aus unseren Unternehmen und wir zahlen wenig bis gar nichts an Steuern – auf legale Art und Weise.

F: Das Steuergesetz in den USA ermutigt Sie, Kredite aufzunehmen und zu investieren und reicher zu werden?

A: Ja. Wenn Kim und ich keine Kredite aufnehmen und in Immobilien investieren, zahlen wir Steuern.

Denken Sie daran, dass nach 1971 der US-Dollar sich in Schulden verwandelte. Wenn die Menschen aufhören, sich Geld zu leihen, verschwindet das Geld und die Wirtschaft bricht zusammen.

Deshalb bieten Kreditkartenunternehmen Anreize für Karteninhaber, Kreditkarten zu erwerben und zu verwenden, und im Wesentlichen, sich Geld zu leihen.

Das ist der Grund, warum die Schulden der Studentenkredite das größte Kapital der US-Regierung sind.

Schulden sind Geld.

Wer empfiehlt, »schuldenfrei zu leben«, schadet der Wirtschaft. Nehmen Sie lieber an Immobilienkursen teil und lernen Sie, wie Sie Schulden und Steuern nutzen können, um reicher zu werden, anstatt schuldenfrei zu leben.

Im sauberen Wasser schwimmen

So sieht sauberes Wasser aus. Dieses Diagramm zum Cashflow verdeutlicht, wie die reichen Fische in sauberem Wasser schwimmen.

Mit echter finanzieller Bildung wissen die Reichen:

  1. Wie man Steuern zum Erwerb von Vermögenswerten einsetzt.
  2. Wie man Schulden zum Erwerb von Vermögenswerten einsetzt.
  3. Wie man Gewinne reinvestiert, ohne Steuern zu zahlen.
  4. Warum es Sinn macht, Gold und Silber zu sparen, nicht Fake-Geld.

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»Das können Sie hier nicht machen«

Egal, wo Tom Wheelwright und ich sind, es hebt jedes Mal, wenn wir das Diagramm oben zeigen, jemand seine Hand und sagt: »Das können Sie hier nicht machen.«

Wir haben dieses Konzept und Diagramm in Großbritannien, Japan, Russland, Australien, Neuseeland, Kanada, China und den Vereinigten Staaten vorgestellt.

Am Ende jeder Präsentation (und nach der Erklärung des Diagramms) sagt jemand: »Das können Sie hier nicht machen.«

F: Was ist Ihre Antwort darauf?

A: Tom und ich fragen immer zurück: »Gibt es hier McDonald’s?«

Ohne finanzielle Bildung können die meisten Menschen die Millionen-Dollar-Möglichkeiten nicht sehen, die direkt vor ihren Augen schwimmen.

Der Artikel der New York Times geht noch weiter:

[Jared Kushners] niedrige Steuerzahlungen sind das Ergebnis einer weit verbreiteten Strategie zur Steuersenkung, das Jahr für Jahr Millionen von US-Dollar an Verlusten für Herrn Kushner generiert hat, so die Dokumente. Aber die Verluste waren nur auf dem Papier – Herr Kushner und seine Firma schienen nicht wirklich Geld zu verlieren. Die Verluste wurden durch Abschreibungen verursacht, ein Steuervorteil, der es Immobilieninvestoren ermöglicht, jedes Jahr einen Teil der Kosten ihrer Gebäude von ihrem steuerpflichtigen Einkommen abzuziehen.

Mehr als nur Abschreibungen

Die Journalisten der New York Times konzentrierten sich nur auf die Steuervorteile durch die Abschreibungen. Echte finanzielle Bildung muss die Steuervorteile von Abschreibungen, Amortisation und Wertsteigerungen beinhalten.

  1. ABSCHREIBUNG

    Abschreibungen sind passive Verluste, die professionellen Immobilieninvestoren entstehen.

    Die Abschreibung erfolgt für die »Abnutzung« ihrer Liegenschaft und Komponenten, wie Teppiche, Beleuchtung und andere wesentliche Bestandteile, die für den Betrieb eines Immobilieninvestments erforderlich sind.

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  2. AMORTISIERUNG

    Die Amortisierung ist die Reduzierung der Darlehenssumme im Lauf der Zeit.

    Die Amortisierung, der Abbau der Schulden auf der Immobilie, wird vom Mieter übernommen.

    Amortisationsgewinne können steuerfrei sein. Refinanzierung, der Erhöhung der Verschuldung, solange der Mieter die Zahlungen leistet, ist eine Möglichkeit, Geld aus einer Immobilie herauszuholen. Das Geld, das bei einer Refinanzierung geliehen wird, ist steuerfrei, weil es Schulden sind. Wenn die Durchschnittsbürger ihr Haus refinanzieren, ist dieses Geld auch steuerfrei, weil es Schulden sind. Das Problem ist, dass die Durchschnittsbürger selbst die Mieter sind, die die monatlichen Zahlungen leisten.

    Millionen von Hausbesitzern gingen kurz vor 2008 pleite. Sie nutzten ihr Haus als Geldautomaten und refinanzierten, unter Einsatz der Wertsteigerung ihres Hauses, um Schulden zu tilgen.

    Als der Markt zusammenbrach, gab es keine Wertsteigerung mehr, und Millionen von Menschen hatten eine höhere Hypothek auf ihrem Haus, als es tatsächlich wert war.

    Millionen von Häusern sind noch immer nicht so viel wert wie damals, vor dem Crash von 2008.

    In meiner Nachbarschaft standen 2018 Häuser für 2 bis 3,5 Millionen US-Dollar zum Verkauf, für die man 2008 4 Millionen US-Dollar hätte bezahlen müssen.

    Nach 2008 kauften viele Private-Equity-Fonds und Hedge-Fonds Tausende von zwangsversteigerten Häusern zu Tiefstpreisen. Im Jahr 2018 verkaufen diese Fonds bei steigenden Hauspreisen die gleichen Häuser und halten die Wohnungspreise niedrig.

  3. WERTSTEIGERUNG

    Wertsteigerung ist der Traum eines jeden Hausbesitzers. Millionen von Hausbesitzern glauben immer noch: »Die Immobilienpreise steigen immer.« Immobilienhändler, die Häuser »flippen«, träumen von der Wertsteigerung. Das Problem mit »Haus-Flippen« ist die Steuer, die als Steuer auf Kapitalgewinne bekannt ist.

    Deshalb bevorzuge ich es, meine Wertsteigerung in einen Kredit umzuwandeln, denn Schulden werden nicht besteuert.

    Im Video über unendliche Renditen gibt es ein Beispiel für die Refinanzierung einer Immobilie, das erklärt, wie die Reichen Schulden nutzen, um Millionen zu verdienen und keine Steuern zu zahlen. Jared Kushner und Donald Trump benutzen die gleiche Formel.

Hier ist eine Warnung: Schulden sind wie eine geladene Waffe. Eine geladene Waffe kann Sie schützen, aber auch töten.

Im kommenden Crash oder Kollaps wird die Verschuldung (insbesondere die Verschuldung der Unternehmen) die finanzielle Zukunft von Millionen von Mitarbeitern zerstören. Der Zusammenbruch wird den Mitarbeitern schaden, auch wenn sie selbst schuldenfrei sind, weil die Unternehmen, für die sie arbeiten, mit Schulden belastet sind und nicht in der Lage sein werden, ihre Unternehmensschulden zurückzuzahlen.

Wenn Millionen von Mitarbeitern ihren Arbeitsplatz verlieren, werden sich all diese Menschen das Haus, in dem sie leben, oder das Auto, in dem sie fahren, nicht mehr leisten können, denn ein Haus und ein Auto sind keine echten Vermögenswerte.

Hier ist eine Erinnerung aus der Geschichte: 1929 erreichte der Dow Jones Industrial Average mit 381 ein Allzeithoch. Es dauerte 25 Jahre, bis 1954, bis die Börse wieder 381 erreichte.

Wiederholung der Worte eines reichen Mannes

Warren Buffett's Worte sind es wert, wiederholt zu werden:

Je klüger die Journalisten sind, desto besser ist es für die Gesellschaft. Denn zum Teil lesen die Leute die Presse, um sich zu informieren – und je besser der Lehrer, desto besser die Schülerschaft.

Warren Buffett arbeitet mit unendlichen Renditen. Er benutzt nicht sein eigenes Geld. Deshalb ist er reich.

Rendite auf Informationen

Nochmals, wenn Sie mehr über die Macht der unendlichen Renditen erfahren möchten, schauen Sie sich bitte das Video mit Tom und mir von der New Orleans Investment Conference 2018 an.

Wenn Sie wirklich mehr erfahren möchten, schauen Sie sich das gleiche Video mit Freunden, Familie und Geschäftspartnern an und diskutieren Sie, was Sie gesehen haben.

Die Diskussion und das Lernen sollten lebendig, leidenschaftlich und intensiv sein.

Die Leute werden sagen: »Die Reichen sind Betrüger.«

Menschen, die Präsident Trump hassen, werden ihn noch mehr hassen, weil Tom erklärt, wie Präsident Trump den Reichen dauerhafte Steuererleichterungen gewährte und den Menschen, die für Geld arbeiten, Steuererleichterungen strich.

Kim und ich haben uns entschieden, uns nicht politisch zu engagieren. Streiten ist Zeit- und Energieverschwendung. Wir haben uns einfach dafür entschieden, auf legale, moralisch und ethisch vertretbare Art und Weise reich zu sein.

Die meisten Durchschnittsanleger denken, dass ROI für »Return on Investment« von Geld steht. Für die Reichen steht ROI für »Return on Informationen« – Informationen, die überhaupt nicht in Schulen, kaum in Büchern, Zeitungen oder Finanzpublikationen zu finden sind.

Wenn Sie in sauberem Wasser schwimmen wollen, benötigen Sie saubere Informationen.

In den folgenden Kapiteln lernen Sie, wie Sie sich auf den bevorstehenden Zusammenbruch eines korrupten Währungssystems und auf die Zukunft des Geldes vorbereiten können.

IHRE FRAGEN – ROBERT T. KIYOSAKIS ANTWORTEN

F: Wie machen wir der Masse der Menschen klar, dass die akademisch Klugen vielleicht nur sehr wenig oder gar nichts über Investitionen oder Finanzen oder persönliche Finanzen wissen, trotzdem Artikel über diese Themen schreiben und als Finanzexperten gelten?

Ella M. – Spanien

A: Ich verstehe die Frage nicht. Geht es darum, wie viele akademische Elite-Finanzexperten nicht wissen, wovon sie sprechen? Meine Antwort ist, fragen Sie sich selbst, warum schreibt der Autor den Artikel? Ist der Artikel geschrieben um:

  1. Ihnen etwas zu verkaufen?
  2. Ihnen Bildung zu vermitteln?
  3. Sie zu warnen?
  4. dem Autor Geld einzubringen?
  5. ihn als intelligent darzustellen?

F: Was ist der effektivste Weg, um Millionen von Menschen zu zeigen, dass das Steuergesetz geschrieben wurde, um Anreize für Investoren zu schaffen, das zu tun, was die Regierung von den Investoren verlangt, und damit ihre Steuerlast zu senken oder ganz und gar auf null zu reduzieren? Scheint eine beängstigende Aufgabe zu sein, wenn man all die Ablenkungen betrachtet. Ist es möglich?

Robert C. – Island

A: Ich bezweifle es. Wenn alle wüssten, wie und warum die Reichen mehr verdienen und weniger Steuern zahlen können, könnte es eine Revolution geben.

Leider hatten nur wenige Menschen Zugang zu echter finanzieller Bildung, in der sie lernen konnten, wie man weniger Steuern zahlen kann.

Denken Sie daran, dass unser Bildungssystem ausgelegt ist, den Menschen beizubringen, Angehörige des E- oder S-Quadranten zu werden, nicht der B- und I-Quadranten.

F: Die Unternehmen im B-Quadranten haben viele Möglichkeiten (und Anreize), ihre Steuerzahlungen zu reduzieren und in einigen Fällen auch nur geringfügige Summen bis hin zu Null an Steuern zu zahlen.

Hochverdiener im S-Quadranten haben diese Möglichkeiten nicht. Darüber wird nie in den Medien berichtet, wenn wir hören, dass der Kongress ein Steuergesetz verabschiedet. Warum nicht?

Julia H. – USA

A: Ich bezweifle, dass Grunch will, dass die Medien oder das Bildungssystem etwas über Steuern wissen.

Ich bin froh, dass Sie mehr über Steuern wissen und erfahren wollen. Der Wunsch zu lernen ist der erste Schritt auf diesem Weg. Ich empfehle nicht, Menschen zu unterrichten, die nicht lernen wollen. Wie das alte Sprichwort sagt: »Bring den Schweinen nicht das Singen bei. Damit verschwendest du deine Zeit und du verärgerst das Schwein.«