Vater Faughan war sicherlich ein sehr gebildeter Mann. Trotzdem irrte er sich: Robins Eltern warteten nicht auf Robin. In einem Punkt behielt der Priester dennoch recht: Als Robin aus dem mächtigen Eingangsportal trat, regnete es. Als wäre der Himmel eine riesige Sprühflasche, bestäubte er die kleine Stadt am Fluss und färbte sie noch grauer, als sie ohnehin schon war. Die Straßen wirkten wie leer gefegt. Vermutlich hatte der Nordwestwind alle Leute in ihre Häuser gepustet, und nun hockten sie an ihren Kaminfeuern und wärmten sich auf. Vorne wurden sie geröstet wie die Brathähnchen und am Rücken blieben sie eiskalt, als wären sie Kühlschränke. Und dabei tranken sie Tee, und meistens war es Tee mit Milch.
Die Stadt gehörte Robin darum ganz allein an diesem Sonntagmorgen. Ziellos schlenderte er durch die regengrauen Gassen. Und je nachdem, wo er langlief – denn er lief lange und wie jemand, der weder einen Plan im Kopf noch eine Karte in der Hand hatte –, änderten sich die Botschaften an den Wänden von „Red, white, blue – the best colours in the world“ oder „Ulster says no“ zu „Brits out! The IRA“.15
Irgendwann kam Robin zum Marktplatz. Der Marktplatz war, wie auch die gesamte Innenstadt, für Autos gesperrt. Das lag nicht etwa daran, dass das für die Menschen angenehmer gewesen wäre, weil sie sich nicht zu sorgen brauchten, von einem plötzlich heranbrausenden Auto überfahren zu werden, sondern weil in dem plötzlich heranbrausenden Auto eine Bombe hätte ticken können. Und wenn die Bombe hochging, während die Menschen einkauften oder ihren Tee in einem der ungezählten Teestübchen tranken oder im Buchladen in einem Buch schmökerten und sich überlegten, ob sie es kaufen sollten oder nicht, würde das sehr unbequem werden für all die Leute. Und deshalb, so musste man schlussfolgern, war die autofreie Innenstadt letztlich doch angenehmer für die Menschen, aus welchem Grund auch immer.
Am autolosen Marktplatz von Portamena, den die Leute Diamant nannten, weil er in Form eines achteckig geschliffenen Edelsteins verlief, streckten mächtige Bäume ihre Äste in den trüben Himmel. Die Bäume hatten hell gefleckte Stämme, und an den Zweigen baumelten faustgroße, stachelige Kugeln wie Weihnachtsschmuck. Die Bäume hießen Platanen. Robin wusste das, weil Big Chief es ihm einmal erklärt hatte, als er noch gesprächiger gewesen war. Die Rinde dieser Bäume ähnelte der Haut einer Schlange, denn wie eine Schlange häuteten sich auch die Bäume von Zeit zu Zeit. Dann warfen sie die alte Rinde ab, während darunter bereits eine neue wuchs. Robin fand, dass Platanen, wie im Grunde alle Bäume, merkwürdige Geschöpfe waren. Den Dreck, den die Menschen in die Luft schleuderten, all die Abgase der Autos und Flugzeuge, der Hubschrauber und Panzer saugten sie in sich auf und verwandelten sie in etwas, das die Menschen zum Leben brauchten – in Sauerstoff. Und all das taten sie, trotz ihrer Kraft, ohne zu murren. Wie der heilige Sebastian, dachte Robin. Einmal. Und noch einmal. Bis es nicht mehr ging. Denn auch der heilige Sebastian hatte einen Schnupfen bekommen und brauchte dringend eine Pause. Und auch die großen Bäume schienen an diesem Vormittag zu seufzen. Jedenfalls kam Robin das so vor. Oder war es lediglich der Nordwestwind, der an ihren Ästen zurrte?
Ohne es zu merken (aber vielleicht steckte etwas in ihm, das ihn lenkte, manche nannten dieses Etwas Unterbewusstsein), war Robin vom Marktplatz ab- und in die Union Street eingebogen. Und dort, inmitten einer Reihe ähnlich schlanker Häuschen, die sich eins ans andere schmiegten, als suchten sie beieinander Halt, fiel Licht aus Schwester Basileas Fenster auf den Bürgersteig, der keine bunten Farben trug, sondern nur in einer Farbe leuchtete – in Weiß.
32, Union Street. An der Tür hing der Griff mit dem Löwenkopf. Da ich schon mal hier bin, dachte Robin. Er packte den Ring und schlug ihn aufs Holz. Drinnen schlurften Schritte über die Felle, die auf die Dielenbretter gelegt waren. Die Tür sprang auf.
„Robin! Wie schön, dich zu sehen, Love!“ Schwester Basilea strahlte, und die Petersilienblätter kräuselten sich in ihrem Gesicht. „Du kommst gerade rechtzeitig.“ Sie stemmte die Tür auf und zog Robin in die Diele. „Gleich stürze ich den Plumpudding16. Dazu brauche ich unbedingt deine Unterstützung!“ Und sie sagte „unbedingt“, als würde ihr Haus brennen und Robin wäre die Feuerwehr.
Tatsächlich trug Schwester Basilea eine Schürze, die sie vom Hals bis zu den Waden einhüllte, mit kullernden Apfelsinen darauf – die Apfelsinen leuchteten in Orange – und Stechpalmenzweigen – sie strahlten in Grün.
Wieder fühlte Robin, wie warm die Felle waren, die Schwester Basilea über die Holzdielen gebreitet hatte, und dazu roch er den süßlichen Geruch von Tee und Torf, der durch die Räume waberte. Auf dem Kamin im Wohnzimmer reihten sich mittlerweile neben all den Fotos eine Menge Weihnachtskarten. Dazwischen lagen Tannenzweige. Und Papiersterne. „Gleich trinken wir Tee“, sagte Schwester Basilea, „aber vorher sollten wir nach dem Plumpudding sehen. Ob es ihm gut geht.“
Sie gingen in die Küche. Auf dem Herd dampfte neben dem üblichen Kessel für den Tee ein großer Topf mit Wasser. Darin hockte, schwitzend und brodelnd, eine Schüssel, in der ein ansehnlicher Klumpen Teig steckte. „Schauen wir mal!“, sagte Schwester Basilea. Sie beugte sich tief über die Schüssel und schnupperte daran. „Mmmh, köstlich! Gleich ist es so weit.“
Zwischen einem Haufen ungespülter Teetassen, Resten von Sandwichbrotscheiben und Keksen entdeckte Robin Schwester Basileas Rezept für Plumpudding. Irgendwann musste einmal Teig daraufgetropft sein. Der Teig war hart geworden und bedeckte einzelne Buchstaben. Unter den Teigtropfen entzifferte Robin folgende Anleitung:
Rezept für echt irischen Plumpudding
Als Erstes brauchst du eine große Schüssel für den Teig; sie sollte mindestens zwei Liter fassen. Nun bringst du 225 g Butter zum Schmelzen. Danach fügst du unter ständigem Rühren hinzu:
225 g braunen Zucker,
200 g fein gesiebtes Mehl,
250 g Johannisbeeren,
225 g Rosinen,
175 g Sultaninen,
25 g gehackte Mandeln,
25 g glasierte Kirschen,
175 g frische Semmelbrösel,
die geriebene Schale und den Saft einer Orange,
die geriebene Schale einer Zitrone,
1 Teelöffel Muskatnuss,
1 Teelöffel gemischter Gewürze, zum Beispiel Zimt, Piment,
2 Eier.
Nun kippst du viiiiel Guinness hinein (bis zu einem halben Liter, sodass die Masse dunkel und schaumig wird). Oder du nimmst Orangensaft, falls du ein Kind bist, weil Alkohol nichts für Kinder ist. Nur hält sich der Plumpudding ohne Alkohol nicht allzu lange und du solltest ihn flott aufessen.
Dann aber brauchst du noch einmal deine ganze Kraft, denn jetzt heißt es: Rühren, rühren, rühren!
„Die kleinen Dinge habe ich auch reingetan“, verriet Schwester Basilea und sie grinste verschmitzt: einen winzigen Ring aus Gold – wer später beim Essen daraufbiss, würde bald heiraten; einen zierlichen Anker aus Zinn – der eine sichere Heimkehr versprach. „Alles Quatsch“, sagte Schwester Basilea, „aber Spaß macht es doch.“
Schon vor drei Wochen hatte Schwester Basilea den Plumpudding sechs Stunden lang im Wasserbad auf dem Herd köcheln lassen, ehe sie ihn in Pergamentpapier eingeschlagen und kühl gestellt hatte. So lauteten die Anweisungen. Nun hatte der Pudding, der eher einem Kuchen glich, noch einmal zwei Stunden im heißen Wasserbad geschwitzt.
Jetzt war es so weit. Der große Augenblick, den Plumpudding zu stürzen, war nahegerückt.
„Ein bisschen aufgeregt bin ich schon“, gestand Schwester Basilea, „ich glaube, wir sollten vorher noch eine Tasse Tee trinken. Zur Beruhigung.“ Und ehe Robin es sich versah, hatte Schwester Basilea nicht nur Tee, sondern auch Milch in Robins Tasse gekippt und gleich zwei Zuckerstücken hinterdrein versenkt, als wäre nichts dabei. Robin sah, wie sich die Milch in dem haselnussbrauen Tee kräuselte und ihn hell färbte.
„Erzähl, Love, wie es dir ergangen ist“, ermunterte Schwester Basilea und rührte ihren Tee um. „Ich habe dich lange nicht gesehen – und schon vermisst. Zumindest deinem Auge scheint es Gott sei Dank wieder gut zu gehen. Aber wie geht es dir?“
Robin überlegte. Und während er an seinem Assam nippte, der süß schmeckte (was bei den vielen Zuckerstücken auch kein Wunder war) und köstlich obendrein (obwohl die Milch im Tee bestimmt die reinste Verschwendung bedeutete, wie es Mum sicherlich behaupten würde, wenn sie das hier sähe), merkte er, dass er Schwester Basileas Frage nicht verstand. Robin wusste überhaupt nicht, wie es ihm ging. Er schüttelte den Kopf. „Das weiß ich leider nicht“, sagte er.
„Was weißt du leider nicht?“, fragte Schwester Basilea.
„Ich weiß nicht, wie es mir geht“, sagte Robin. „Ich habe keine Ahnung. Ich weiß nicht, ob ich wütend bin. Oder traurig. Ob ich losbrüllen soll. Oder heulen. Gar nichts weiß ich. Ich habe heute meinen Freund wiedergesehen. Er heißt Cathal. Wir haben schon ewig nicht mehr miteinander gesprochen. Weil wir uns gestritten haben. Cathal findet nämlich, dass ich voll merkwürdig bin. Er war es auch, der mir das Veilchen verpasst hat.“ Wie zur Erinnerung rieb sich Robin das linke Auge. Es stimmte, was Schwester Basilea gesagt hatte: Inzwischen merkte man nicht mehr, dass Robins Auge einmal bunt gewesen war. Es tat auch nicht mehr weh, nur jetzt, da Robin daran rieb, juckte es.
„Wir reden nicht mehr miteinander, weil wir uns nicht einigen können. Ob ein Polizist ein Feind ist. Oder nicht. Ob man ihn grüßen darf. Oder nicht. Und ob ich voll merkwürdig bin. Oder nicht. Da habe ich gedacht, dass ich es eben doch selbst machen muss, damit es aufhört. Weil alles nur noch mehr durcheinandergeraten ist, seit ich Sie zuletzt besucht habe.“
Es war eine richtige Rede gewesen. Fast eine Beichte. Robin stierte in seinen Tee, damit er Schwester Basilea nicht ansehen musste. Weil Schwester Basilea ihm doch etwas völlig anderes erzählt hatte, als er das erste und das letzte Mal bei ihr gewesen war. „Weil man sich doch wehren muss“, murmelte Robin, der sich plötzlich an Big Chiefs Worte erinnerte und daran dachte, wie weh es getan hatte, von Cathal geschlagen zu werden, „sonst prügeln sie dich windelweich.“
„Windelweich, mmmh“, brummelte Schwester Basilea. Sie sah Robin eine Weile an, als würde sie angestrengt nachdenken. Plötzlich stellte sie ihre Teetasse ab. „Zieh mal deine Jacke an, Robin, ich will dir was zeigen. Aber wir müssen leise sein.“
Durch eine schmale Tür in der Küche gelangten sie in Schwester Basileas Hinterhof. Im Hinterhof stand ein Schuppen, in dem Schwester Basilea Kohle und Torf für das Feuer im Kamin und ein paar Geräte für den Garten lagerte. Auf einem schmalen Rasenstreifen trocknete sie ihre Wäsche, einerlei, ob es regnete oder die Sonne schien. Hinten aber, wo Schwester Basileas Hof an den der Nachbarn grenzte, wuchs eine dichte Buchsbaumhecke und mittendrin, zwischen all den Buchsbäumen, drängelte sich eine Stechpalme.
Die Stechpalme war ein piksiges Gewächs, das seinem Namen alle Ehre machte. Wie es hieß, erinnerten ihre stacheligen Zweige an die Dornenkrone des Herrn Jesus. Weshalb man sie an Weihnachten auch gerne als Zierde um den Plumpudding legte. Auf diese Weise dachten die Menschen schon zur Geburtsstunde ihres Heilandes an sein Leiden am Kreuz, wenn sie vom Plumpudding kosteten.
„Wir könnten uns auch einen Zweig für unseren Plumpudding abbrechen“, sagte Schwester Basilea, „aber zurzeit geht es nicht.“
„Aber warum …?“, fragte Robin.
„Psst!“ Schwester Basilea legte mahnend einen Finger an die Lippen. Und dann, als Robin den Mund wieder zugeklappt hatte, wies sie mit dem Finger in die Stechpalmenhecke. „Siehst du ihn? Oder vielmehr: Hörst du ihn?“ Robin kniff die Augen zusammen, um besser sehen zu können. Trotzdem hörte er es zuerst: Aus der Stechpalme perlte eine Reihe hoher Töne, als wären sie an einer Kette aufgefädelt. Und dann entdeckte Robin auch den Sänger. Aufgeplustert, mit leuchtend roter Brust hockte ein zierlicher Vogel in der Stechpalmenhecke und schickte sein wehmutsvolles Lied in die frostige, regenverschleierte Sonntagmorgenluft.
„Das ist ein Rotkehlchen“, wisperte Schwester Basilea. „Ist er nicht ein süßer Kerl? Alte keltische Geschichten erzählen, wie die Einsiedler in einen dreihundert Jahre währenden Traum fielen, wenn sie das Rotkehlchen singen hörten. Oder wie sie beim Klang seiner Stimme sogleich ins Paradies getragen wurden.“
„Aber ist er nicht viel zu zerbrechlich, um unter den Dornen zu singen?“, empörte sich Robin. „Es ist doch ganz stachelig in der Hecke!“
„Und macht er es nicht trotzdem?“ Schwester Basilea lächelte. „Es ist doch auch nicht schlimm oder gar verwerflich, zerbrechlich zu sein! Das sind wir schließlich alle.“ Schwester Basilea stupste Robin sacht an der Schulter, als sollte er begreifen, dass sie mit „alle“ auch ihn meinte. „Schlimm ist nur, wenn du deine Zerbrechlichkeit unter einem Panzer versteckst und nichts mehr spüren kannst. Wie ohnehin diejenigen die größte Angst haben, die die meisten Waffen tragen. Aber das hast du sicherlich selbst schon festgestellt.“
Das hatte Robin noch nicht festgestellt. Aber er dachte an Hughs Weste, die die Kugeln abhalten sollte. Und an die Soldaten in ihren gepanzerten Wagen und an die Hubschrauber in der Luft dachte er auch. Und er fragte sich, ob diese Menschen wohl Angst hatten – trotz ihrer Waffen. Oder gerade wegen ihrer Waffen, wie es Schwester Basilea behauptete. Und dann dachte er an die Einsiedler, von denen sie gerade erzählt hatte, und wie sie dreihundert Jahre lang schliefen, wenn sie das Rotkehlchen singen hörten. Und dass die Schlacht am Boyne genau dreihundert Jahre zurücklag, fiel Robin jetzt auch ein. Da würden die Einsiedler, die damals eingeschlafen waren und heute aufwachten, sich sicherlich sehr wundern, dass in diesem Land nach wie vor Krieg herrschte.
Sie lauschten noch eine Weile, bis die Kälte von den Schuhsohlen hinauf in die Nasenspitzen kroch.
„Wir sollten reingehen“, flüsterte Schwester Basilea, „sonst erkälten wir uns noch. Und du weißt doch: mein Rheuma. Außerdem wird es Zeit für den Plumpudding. Bestimmt wartet er schon auf den großen Plopp!“
Der große Plopp war der entscheidende Augenblick im Leben eines Plumpuddings. Dann wurde der Plumpudding aus der Schüssel auf einen Teller gestürzt, und das glückte nur, wenn es mit einem zauberhaften Plopp geschah.
„Lass es uns versuchen“, sagte Schwester Basilea, als sie wieder in der Küche standen. „Hilfst du mir?“
„Was soll ich tun?“
„Dir etwas wünschen“, erklärte Schwester Basilea, „während ich ihn umdrehe.“
„Einverstanden.“
„Also gut! Bist du bereit? Ich zähle auf drei. Eins. Zwei. Drei!“
Robin schloss die Augen.
Ich wünsche mir, dass all das Durcheinander aufhört und etwas Neues, Gutes anfängt. Ich wünsche mir, dass der Frieden endlich kommt. In dieses Land. Und zu meinen Eltern. Und zu Cathal und mir auch.
Robin machte die Augen wieder auf.
Schwester Basilea reckte die Schüssel mit dem Plumpudding hoch in die Luft über einen Teller mit einem breiten, flachen Rand. Dann kippte sie die Schüssel um hundertachtzig Grad mit einem flinken Abknicken ihrer Handgelenke, als hätte sie es jeden Tag geübt. Und der Pudding, der so köstlich roch, dass Robin augenblicklich Appetit verspürte, flutschte hinaus mit dem zauberhaftesten Plopp, an dem es nicht das Geringste zu beanstanden gab.
Schwester Basilea strahlte. „Na bitte!“, rief sie. „Darf ja auch mal was gelingen! Oder was meinst du?“
Als Robin Schwester Basilea um einiges später gut gesättigt wieder verließ und die Union Street hinunterlief, schob sich plötzlich eine milde lächelnde Dezembersonne durch die grauen Nieselwolken. Und kling und klong tuschte sie einen Regenbogen an den Himmel. Der Regenbogen begann am hintersten Ende der Union Street und überspannte die hier wie dort gleich grauen Dächer in einer vorbehaltlosen Umarmung aus Farbe.
Robin blieb mitten auf der Straße stehen und betrachtete den Regenbogen. Der Regenbogen strahlte in sämtlichen Farben, weil die Wassertropfen das weiße Licht der Sonne in alle Farben brachen. Wieder bemerkte Robin, dass der Himmel offenbar keine Grenzen kannte und sie auch nirgends zog. Er flickte Lila neben Orange und Blau zu Grün, als gäbe es keine Vorschriften und keine Gesetze, die es zu befolgen galt. Und trotzdem passte alles wunderbar zusammen.