Die zentralen Fehlhaltungen können wir mit Taulers Worten, der von fünf Gefangenschaften spricht, wie folgt zusammenfassen:
„Man findet fúnf kunne gevengnisse domitte die lúte hie swerlich gevangen werdent in diser zit, die Cristus uffuert und abe nimmet, so er in uns ufgevert. Das erste ist daz der mensche wurt gevangen mit minne der creaturen, sú sint tot oder lebende, so es Got nút enist; und sunderliche menschliche minne, die alse nahe in der naturen sint von gelicheit der menschen. Der schade de dovon kummet, der enist nút zuo vollesprechende ... . Daz ander gevengnisse ist daz manige lúte, also sú werdent von dem ersten gevengnisse erloeset, von minnen der creaturen in den ussewendigen dingen, so vallent sú in eigene minne ir selbes ... und darzuo das die eigene minne die tuot sú daz ire suochen in allen dingen, iren nutz, iren lust, iren trost, ir gemach und ere, und werdent also versuncken in daz sú in allen dingen, ouch an Gotte, daz ire suochent und anders nút mit núte ... . Das dritte gevengnisse das ist das gevengnisse der vernunft. Darin vallent etteliche lúte vil swerlichen, wan als daz in dem geiste solte geborn werden, daz verderbent die lúte domitte flogierent in der vernunft, es si lere, es si worheit, welicher kunne daz si, daz sú verstont und dovon kunnent gereden und dommitte út schinen und erhoehet werden, unde enbringent es weder zuo wercken noch zuo lebende ... . Das vierde gevengnisse ist suessekeit des geistes; do ane ist manig ewig mensche verirret, das er dem zuo verre volgete und sich daran lies unordenlichen und daz zuo viele suochete und do ane bestunt, wie es ein gros guot schine daran sich lossen und das mit luste zuo besitzen, do behalt die nature daz ire und wurt do lust genommen do man wenet Got nehmen ... . Das fúnfte gevengisse ist des eigenen willen, das der mensche sinen willen wil haben ouch in allen goetlichen dingen und an Gotte selber.“1156
„Man findet fünferlei Gefangenschaften, womit die Leute in dieser Zeit schmerzlich gefangengehalten werden und die Christus mit sich hinaufführt und aus der er den Menschen befreit, wenn er in uns auffährt. Die erste ist, dass der Mensch durch die Liebe zu den Geschöpfen gefangen wird, sie seien tot oder lebendig, sofern es Gott nicht ist, (den er in ihnen liebt); und besonders durch die menschliche Liebe, die so nahe unserer Natur ist wegen der Gleichheit der Menschen. Der Schade, der daraus entsteht, ist in keiner Weise auszusprechen ... . Die nächste Gefangenschaft ist, dass manche Leute, sobald sie von der ersten Gefangenschaft erlöst werden, von der Liebe zu den Geschöpfen in den äußeren Dingen, in die Liebe zu ihrem eigenen Ich verfallen ..., und sie kommen dahin, dass die Selbstliebe sie das ihre suchen lässt in allen Dingen, ihren Nutzen, ihre Lust, ihren Trost, ihre Bequemlichkeit, ihre Ehre, und sie versinken so in das Ihre, dass sie in allen Dingen, auch in Gott, das Ihre suchen und ganz und gar nichts anderes ... . Die dritte Gefangenschaft ist die der (natürlichen) Vernunft. Darin kommen viele Leute schwer zu Fall, denn was in dem Geist geboren werden sollte, das verderben die Leute damit, dass sie sich damit in ihrer Vernunft brüsten, es sei Lehre, Wahrheit, welcher Art auch immer, dass sie das verstehen und davon reden können und dadurch etwas scheinen und erhöht werden können, (doch) bringen sie es weder zu (guten) Werken noch zu (rechtem) Leben ... . Die vierte Gefangenschaft ist die Süßigkeit des Geistes. Daran ist schon mancher Mensch in Irrtum gefallen, dass er ihr zu weit folgte und sich ihr in ungeordneter Weise überließ und sie zuviel suchte und dabei blieb, wie wenn es ein großes Gut schiene, sich ihr zu überlassen und sie mit Lust zu besitzen. Da behält die Natur das Ihre, und man ergreift Lust, wo man Gott zu ergreifen wähnt ... . Die fünfte Gefangenschaft ist die des eigenen Willens: Dass der Mensch seinen Willen erfüllt haben will auch in allen göttlichen Dingen und bei Gott selber.“
Der große Unglaube des Menschen verursacht fünf zentrale Fehlhaltungen: einseitige Weltliebe, Egoismus (Eigenliebe), Egozentrismus (Eigenwille), einseitige Vernunftgläubigkeit sowie eine auf Erlebnis fixierte Spiritualität (Lust des Geistes). Diese Fehlhaltungen verursachen die verschiedenen Symptome, die nach außen wirken und für Tauler sichtbare Zeichen dafür sind, dass der Mensch sich verirrt hat und „krank“ ist. Der Mensch ist in einen gefährlichen Teufelskreis geraten, aus dem er nur durch eine radikale Umkehr („ker“) gelangen kann.
Dass der Mensch in die Irre gerät, lässt sich anthropologisch aus seiner Wesensstruktur erklären: Er ist geschaffen zwischen Zeit und Ewigkeit. Wenn er sich den zeitlichen Dingen zuwendet, verliert er den Bezug zur Ewigkeit, zu seinem göttlichen Ursprung.1157 Taulers theologische Erklärung lautet: Der Mensch ist von Natur aus ein Sünder.
Die Menschen sind aufgrund der Erbsünde taub für Gottes Wort geworden1158:
„Von dem das unser vettere, der erste mensche, iren oren erbuttent dem in-sprechende des vijendes, von der gehoerende sint si tob worden vor und wir alle nach in, also das wir die minneklichen insprachen des ewigen wortes nút gehoeren enmúgen noch verston.“1159
„Davon, dass unsere Väter, die ersten Menschen, ihre Ohren den Einflüsterungen des Feindes liehen, von dem Gehörten sind sie taub geworden vor (uns) und wir alle nach ihnen, so dass wir die liebevolle Einsprache des ewigen Wortes weder zu hören noch zu verstehen vermögen.“
Durch diese „Ursünde“ – „allermeist mit ungehorsamkeit“1160 („am meisten durch den Ungehorsam“) – hat der Mensch den konkreten Bezug zu Gott und dessen Geist verloren,1161 dessen Wirken in ihm jedoch die Voraussetzung für die Einheit mit Gott ist,1162 so dass „alles menschliche kunne was vervallen in den ewigen tot“1163 („alles Menschengeschlecht dem ewigen Tod verfallen war“), in ein Leben jenseits des wahren göttlichen Lebens. Der Mensch verfiel ganz seiner Geschöpflichkeit, wodurch er sich den Weg in seinen göttlichen Ursprung versperrte. Die Erbsünde versteht Tauler als eine Art Vergiftung des Menschen, die nur von Gott selbst geheilt werden kann: „Kinder, von der vergiftikeit des ersten valles so ist die nature also nider gesunken in das niderste teil“1164 („Kinder, von der Vergiftung durch den ersten Sündenfall, ist die Natur [des Menschen] in den niederen Teil niedergesunken“), d.h. in das Äußerliche von Welt und Mensch. Dadurch „vergisst“ der Mensch aber sein wahres Ziel1165, und er errichtet sich große Hindernisse. Tauler argumentiert mit Thomas von Aquin1166, den er aus der Erinnerung frei zitiert1167:
„Sunder nu ist die leide nature also griffig und also sere geboeget uf sich selber das sú alzuohant zuo slichet und annimmet sich des daz ir nút ist, und verderbet und beflecket die goben Gottes und hindert Gots sins edeln werkes; wanne von der vergiftekeite wegen die in die nature gevallen ist von der erbesúnde, so ist die nature alles uf sich selber nidergekeret in allen dingen; und sprichet meister Thomas das von der selben vergifte wegen so minne der mensche me sich selber denne Got oder sine engel oder alles daz Got ie geschuof. Das enist nút von dem das Got die nature gemaht het, sunder das sú also verdorben in der entmachunge ist von der wiederkerunge von Gotte. Nu ist dise vergiftekeit die ist so tief in den grunt gewurtzelt das alle kúnsteriche meister disem mit sinne nút enmogent nochgegon, und mit allem flisse múgent sú ime kume iemer getuon oder uzgerúten.“1168
„Aber nun ist die böse Natur so sehr zum Greifen bereit und so sehr auf das Ihre bedacht, dass sie sogleich hinzuschleicht und das in Anspruch nimmt, was ihr nicht gehört; und so verdirbt und befleckt sie die Gaben Gottes und hindert Gott an seinem edlen Werk; denn von der Vergiftung, die infolge der Erbsünde die Natur (des Menschen) durchdrungen hat, ist diese ganz zu sich hingekehrt; und Meister Thomas sagt, dass infolge dieser Vergiftung der Mensch sich selbst mehr liebe als Gott, seine Engel oder alles, was Gott je erschuf. Das kommt nicht daher, dass Gott die Natur (des Menschen) so geschaffen hätte, sondern dass sie verdorben wurde, indem sie durch die Abkehr von Gott nicht mehr (als dessen Werk) zu erkennen war. Nun ist dieses Gift so tief in dem Grund verwurzelt, dass alle hochgelehrten Meister diesem mit Bedacht nicht beikommen, mit allem Fleiß nichts anhaben oder es ausrotten können.“
Die Vergiftung des Menschen durch die Erbsünde führt dazu, dass der Mensch nicht Gott sucht, sondern sich selbst und die Befriedigung seiner Natur. Er ist also nicht nur Sünder aufgrund einer Veranlagung, sondern er wird auch selbst schuldig, d.h. ein Sünder, wenn er auf die „Stimme“ seiner Veranlagung und nicht auf Gott hört. Aber selbst wenn er auf Gott hört, so bleibt der Mensch für Tauler immer ein Sünder:
„Kinder, wir sint alle súnder und alle mensche, und wer das spreche das er one súnde were, der were ein lúgener.“1169
„Kinder, wir sind alle Sünder und alle Menschen, und wer spräche, dass er ohne Sünde sei, der ist ein Lügner.“
Wenn Tauler über die Sünden des Menschen spricht1170, dann warnt er nicht zuallererst vor den Todsünden, sondern vor den „tegeliche gebresten“1171 („täglichen Gebrechen“), den kleinen Sünden des Alltags. Die Gläubigen sollen die Alltagssünden ernst nehmen, denn sie „gebent grossen gefuog und nehe und neigunge die genade zuo verlierende und in totsúnden zuo vallende“1172 („geben große Gelegenheit, Nähe und Neigung, die Gnade zu verlieren und in Todsünde zu fallen“), wenn sie als zu selbstverständlich angesehen und unterschätzt werden. Dann werden sie nicht mehr richtig wahrgenommen und sie können langfristig das Leben der Menschen schädigen und den Glauben – das Vertrauen zwischen Gott und Mensch – zunichte machen.1173 Da diese Sünden überall lauern, kann auch der fromme Mensch ihnen erliegen. In einem Gleichnis warnt Tauler nicht vor den großen Jagdhunden (den Todsünden), sondern vor den kleinen Hündlein (den kleinen Sünden)1174:
„Als nu der hirtz sich der grossen hunde hat erwert, so kumment die kleinen húndelin und loffent under den hirtz und zwickent da und da, und dovon enhuetet sich der hirtz also gar vaste nút, und doch entrennet sú in also das der hirtz dovon fulen muos. Rehte also geschiht dem menschen; also er sich der grossen súnden erwert und úberwindet, so kumment danne die kleinen húndelin, vor den er sich nút enhuetet, es sint gespilen oder kleinoeter oder die geselleschaft oder die kurtzewile und der menschlichen guetlicheit, und die rissent ime stúckelin us hie und do, das ist sú zerziehent ime sin hertze und sin indewendikeit, das von not verfulen muos in allem goetlichen lebende und genaden und andaht, und aller goetlicher ernst und bevindende Gottes und heiliger andaht, und ist ime dicke vil schedelicher wan die grossen bekorunge, wan vor den huetet er sich und het sie fúr unreht, und daz achtet er nút. Also alle die ding vil schedelicher sint der man nút bekent, wan die sint die man bekennet, also ist dis geverte do man nút uf wil achten, als gespilschaft oder die tuechere, die kleider, die kleinoete.“1175
„Wenn nun der Hirsch sich der großen Hunde erwehrt hat, so kommen die kleinen Hündlein, laufen unter den Hirsch und zwicken ihn hier und da, und davor hütet sich der Hirsch nicht genug, und doch zerbeißen sie ihn ganz so, dass der Hirsch davon schwach werden muss. Genauso geschieht dem Menschen. Hat er sich der großen Sünden erwehrt und sie überwunden, dann kommen die kleinen Hündlein, vor denen er sich nicht hütet, es sind Gespielen oder Kleinode oder die Gesellschaft oder Kurzweil oder menschliche Liebenswürdigkeit, und die reißen ihm hier und da ein Stückchen heraus, das heißt sie zerstreuen ihm sein Herz und seine Innerlichkeit, dass er notwendigerweise schwach wird in allem göttlichen Leben und aller Gnade und Andacht. Aller göttlicher Ernst und Gottsuchen und heilige Andacht (verlassen ihn). Und dies ist für ihn sehr viel schädlicher als die großen Versuchungen, denn vor denen hütet er sich und hält sie für Unrecht, aber auf die (kleinen) achtet er nicht. So viel schädlicher sind die Dinge, die man nicht erkennt, als die, die man kennt. Genauso ist es mit den Umständen, auf die man nicht achten will, wie Gespielen oder Tücher, Kleider, Kleinode.“
Tauler unterscheidet nun zwischen den „stande gebresten“1176 („Gewohnheits- sünden“) und den „fliessende gebresten“1177 („Gelegenheitssünden“). Unter den Gewohnheitssünden versteht er,
„das ist das der mensche ist mit willen und wissende besessen mit den creaturen und verhenget mit minnen und genuegede, sú sint welicher kunne in ertriche daz sú sint, lebende oder tot, der Got nút ware sache enist.“1178
„dass der Mensch mit Willen und Wissen besessen ist von den Geschöpfen und (an ihnen) hängt mit Liebe und Befriedigung, welcher Art sie auf der Erde (auch immer) seien, lebend oder tot, ohne dass Gott der wahre Anlaß ist.“
Die Freude an den irdischen Dingen nimmt den Platz Gottes ein, weil der Mensch sich nicht von ihnen trennen will, so dass „Got nútz gewonen noch gewúrken enmag“1179 („Gott [in ihnen] weder wohnen noch wirken mag“). Diese Sünden sind derart mit der Natur des Menschen verbunden, dass dieser die Hindernisse überhaupt nicht mehr wahrnehmen kann. Sie sind zur „zweiten Natur“ geworden. Aus diesem Grund spürt er, ohne dass er etwas vermissen würde, weder Gewissensbisse noch irgendeinen göttlichen Trost.1180
Bei den „fliessende gebresten“1181 („Gelegenheitssünden“) hat sich der Mensch zwar aus der Abhängigkeit von den irdischen, äußeren Dingen befreien können, um ganz bei Gott zu sein1182,
„doch so enist dieser mensche nút also bewarsam also er solte, und ist úberwindelich von naturen an sinen natúrlichen gebresten, welicher kunne di sint, es si zornikeit, hochvertikeit oder trackeit oder lichtvertiger worte. Also er denne kummet zuo der ursachen dieser dinge do ime zuo ist, so úbertriffet er sich, es si an zuo vil klaffende oder an zuo vil trinkende oder an zuo vil essende oder an zuo vil gemuetekeit oder an zuo vil bekúmbernisse.“1183
„doch ist dieser Mensch nicht so wachsam, wie er sein sollte, und (so) wird er überwunden von den Gebrechen seiner Natur, welcher Art sie auch seien, es sei (die Neigung) zum Zorn, zu Hochmut oder Faulheit oder zu leichtfertigen Worten. Wenn eine Gelegenheit für diese Dinge kommt, so vergeht er sich, es sei, dass er zuviel redet oder zu viel isst oder (dass er sich) in unangemessener Weise der Freude oder der Geschäftigkeit (hingibt).“
Die Gelegenheitssünden sind kleinere Hindernisse als die Gewohnheitssünden.1184 Sie kommen aus der menschlichen Schwäche und aus mangelnder Vorsicht heraus, „wan der grunt do luter ist, alleine der zuoval böse ist“1185 („denn der Grund [im Menschen] ist lauter, allein die Unbesonnenheit ist böse“). Dennoch sind sie als große Sünden ernstzunehmen.1186 Auch der falsche Umgang mit der menschlichen Natur kann Gelegenheitssünden hervorrufen, z.B. wenn der Mensch zuviel oder zuwenig geschlafen oder gegessen hat:
„Ein mensche solte ettewenne kume einen muntvoll essen und besehen obe es die natur zuokomen moehte ... . Ouch sint guote luterre menschen ettewenne trege und slefferig, mere wider alle gehengnisse, das sú des sloffes vil non naturen habent, me wenne ir fride si... . Es sint och etteliche hindernisse das etliche lúte alles das ire suochent, trost und bevintlicheit und wolsin.“1187
„Ein Mensch sollte zuweilen kaum einen Mundvoll essen, und (er soll) sehen, ob es der Natur zukommt ... . Auch sind gute, lautere Menschen zuweilen träge und schläf-rig, aber gegen ihren ganzen Willen, so dass sie von Natur mehr das Schlafes bedürfen als es für ihren Frieden (gut) ist ... . Es gibt auch noch andere Hindernisse, (etwa) dass etliche Leute nur das Ihre suchen: (ihren) Trost und (ihre) Sicherheit und (nur ihr) Wohlsein.“
Während also hinter den Gewohnheitssünden eine klare und willentliche Entscheidung steht, entspringen die Gelegenhheitssünden mehr dem individuellen Charakter und Wesen des einzelnen Menschen.
In einer Predigt unterscheidet Tauler zwischen vier Arten von Sündern.1188 Die ersten Sünder lehnen Gott ganz bewusst ab: Es sind für Tauler die
„groben, weltlichen, frefeln, muotwilligen, fleischlichen wilden lúte, die Got weder enforhtent noch enminnent und in grossen groben totsúnden lebent frevelliche alle ir tage, und sú enwellent weder wissen noch hoeren von Gotte.“1189
„groben, weltlichen, frevelhaften, mutwilligen, fleischlichen wilden Leute, die Gott weder fürchten noch lieben und in großen, groben Todsünden leben, frevelhaft alle ihre Tage, und sie wollen von Gott weder wissen noch hören.“
Auch die Sünder der zweiten Art sind große Sünder. Es sind die
„Ypocriten und hant eine phariseliche wise und vol eigens willen und minnent sich selber und das ir in allen dingen und sint hofertig und ungelossen.“1190
„Heuchler, und (sie) haben eine pharisäische Weise und sind voller Eigenwillen, und (sie) lieben sich selber und das Ihre in allen Dingen, und (sie) sind hoffärtig und ungelassen (d.h. sie können nicht loslassen und sich Gott überlassen).“
Die Sünder der dritten Art sind „kalt slaffige lewe menschen“1191 („kalte, schläfrige, laue Menschen“), die niemals in Todsünden gefallen sind, weil sie die Gebote der Kirche befolgen.1192 Sie lesen viele fromme Bücher, singen viele Psalmen, aber zu mehr reicht es nicht bei ihnen1193: „Dar uf verlossent si sich und hant enkeinen flis noch ernst zuo Gotte noch zuo goetlichen dingen“1194 („Darauf verlassen sie sich und haben weder Fleiß noch Ernst [gegenüber] Gott und den göttlichen Dingen“). Deshalb richten sie ihre Aufmerksamkeit mehr auf äußerliche Dinge und auf äußerliches Tun: auf Gerede, auf ihr Verhalten und ihre Lebensart in allen Dingen, auf ihre Kleidung usw. Dabei nehmen sie aber eine Sünde durchaus in Kauf:
„So gent si sich us in maniger unbehuotheit irre sitten, irre sinne, und meinent doch sie wolten gar noete tot súnde tuon, ja, die merklich weren.“1195
„So verlieren sie sich, indem sie ihre Sitten und ihre Sinne nicht hüten, und doch meinen sie, dass sie niemals eine Todsünde tun, (zumindest) keine, die bedeutsam wäre.“
Diese Sünder vergleicht Tauler mit Kranken, die sich ihren Magen mit unreiner, fauler und schlechter Nahrung verdorben haben: „Das stinket und gat uf, das si enkein guot spise gessen enmúgen“1196 („Es stinkt und steigt hinaus [aus dem Mund], so dass sie keine gute Speise [mehr] essen können“).1197
Die „selige minnekliche súnder“1198 („seligen, liebenswerten Sünder“) sind die vierte Art. Wer glaubt, unter diesen verstünde Tauler nur wirklich heiligmäßige, vollkommene Menschen, der täuscht sich: „Es mag wol sin das si sin gevallen verre me wan alle diese manige grúwelich totsúnde“1199 („Es mag wohl sein, dass sie tiefer gefallen sind als alle die anderen in zahlreiche schreckliche Todsünden“). Doch im Unterschied zu allen anderen suchen sie Gottes Nähe in ihrem Grund, indem sie „einen waren gruntlichen abker von allem dem das Got nút luter und blos enist“1200 („eine wahre, gründliche Abkehr von all dem, was Gott nicht lauter und allein ist“) vollzogen und „ir herze und iren gunst gekert zuo Gotte“1201 („ihr Herz und ihre Gunst zu Gott gekehrt“) haben, in der Weise, dass sie ihn „fúr alle minnent und meinent“1202 („vor allen [anderen Dingen] lieben und im Sinn haben“). So überlassen sie sich ganz dem Willen Gottes. Gott aber verlangt von ihnen keine Rechenschaft mehr für ihre Sünden, weil sie sich „gentzlich dar ab gekert“1203 („gänzlich von ihnen abgekehrt“) haben:
„So hat sich och Got dar ab gekert; enwellent si ir nút me wissen, so enwil ir och Got nút me wissen.“1204
„So hat sich auch Gott von (den Sünden) abgekehrt; wollen sie von ihnen (d.h. von ihren Sünden) nichts mehr wissen, so will auch Gott von ihnen nichts mehr wissen.“
Der vierte Sünder ist in seinem Leben völlig auf Gott hin ausgerichtet. Er liebt Gott mehr als alles auf der Welt und will deshalb auch dessen Willen erfüllen. Trotz aller Bereitschaft, sich Gott zu überlassen, bleibt er aber ein Sünder, der immer wieder der Gnade Gottes bedarf. Wenn nun aber einer der vierten Sünder einmal ein großer Sünder gewesen war und zurück zu Gott gefunden hat, dann können auch all die Sünder der ersten bis dritten Art gerettet werden und zu einem seligen, liebenswerten Sünder werden. Trotz seiner pessimistischen Sichtweise von Welt und Mensch ist Tauler letzten Endes der Verkünder einer frohen Botschaft: Jeder, der will, kann zu Gott umkehren und gerettet werden. Fassen wir mit Tauler zusammen, wie der Mensch leben soll, um solch ein seliger Sünder zu werden:
„Die ist das der mensche das in ime vindet, und in der worheit ane alle glose, das er alleine meine von grunde sines herzens Gotte allein ze lebende und nút noch nieman me enmeine, und begere in alleine fúr alle ding und ob allen dingen in bloeslichen minnen und in meinen in allen sinen werken, und vinde des in ime einen wol bereiten guoten willen, was er wiste das Got von ime wolte, das were was das were, das er sich dar zuo zemole bereit vinde das ze tuonde, oder das er wolte von im gelossen han, das er do enkein ding in ertrich so lieb enhabe, er vinde sich bereit das ze lossende, und meine Gotte ze volgende, welen weg er in ziehen oder fueren wil, es si durch mittel oder ane mittel, das dem gerne volgen welle lideklichen und abgescheidenlichen, wie es Got wil und in weler wise.“1205
„Der Mensch soll in sich finden, und (zwar) in der Wahrheit ohne alles Herumgerede, dass er im Sinn habe, vom Grunde seines Herzens, Gott allein zu leben und an sonst niemanden zu denken, und (dass) er ihn alleine vor allen Dingen begehre und ihn über allen Dingen in Lauterkeit liebe und im Sinn habe in allen seinen Werken; und dass er in sich einen wohlbereiten guten Willen finde (zu allem), von dem er wüsste, dass Gott es von ihm wollte; was es auch immer sei, dass er sich dazu völlig bereit finde, das zu tun, oder wenn Gott wollte, dass er (etwas) (los)lasse, dass er es (los)ließe; dass er da kein Ding auf Erden so lieb habe, er sich (dennoch) bereit fin-de, es (loszu)lassen; und dass er (allein) im Sinn habe, Gott zu folgen, welchen Weg er ihn (auch immer) ziehen oder führen will, es sei durch Mittel oder ohne Mittel, dass er dem (Weg) gerne folgen wolle durch Leiden oder durch Abgeschiedenheit, wie es Gott will, in welcher Weise (auch immer).“
Die liebenswerten seligen Sünder sind für Tauler die Gottesfreunde. Durch ihr Beispiel und Vorbild finden die „kranken“ und verirrten Menschen den Weg zurück zu Gott.
1011 Mieth 1969, 271ff. spricht in diesem Zusammenhang von der Welt als „Abweg“ und „Weg zu Gott“.
1012 V 10, 47,21 – 26.
1013 V 7, 29,4 – 7.
1014 V 74, 399,35 – 400,4.
1015 Vgl. V 8, 34,7 – 11.
1016 V 8, 35,17 – 20. Tauler nennt vier der sieben Hauptsünden. Vgl. Gandlau 1993, 200107: Seit Gregor dem Großen (Moralia in Iob 31, c.17.45.87) zählen als Kennzeichen des erbsündlichen Hochmuts sieben Hauptsünden: Hoffart, Neid, Zorn, Geiz, Unkeuschheit, Unmäßigkeit und Trägheit (schlechte Traurigkeit). Vgl. auch Thomas, Sth. I-II 84,2.4.
1017 Vgl. V 9, 43,19f.
1018 V 60b, 286,18ff. (H 18).
1019 V 72, 391,13ff. (H 46). Tauler predigt zu Lk 19, 41: „Als er näher kam und die Stadt (Jerusalem) sah, weinte er über sie.“
1020 Vgl. V 8, 34,32 – 35,1: „Mer ouch in disen lesten tagen, das do sint die tage des heiles, so enmag enkein mensche niemerme genesen noch gesunt werden dan úbermitz daz minnekliche wasser des tiches, daz ist das bluot unsers herren Jhesu Cristi“ („Aber auch in diesen letzten Tagen, den Tagen des Heils, kann kein Mensch jemals geheilt werden noch gesund werden, außer durch das liebreiche Wasser des Teiches, das ist das Blut unseres Herrn Jesus Christus“). Zur Endzeitstimmung: Siehe Einleitung, erstes Kapitel, I. Zu Taulers Kirchenkritik: Siehe Gnädinger 2004, 179 – 204.
1021 V 43, 183,21f. (H 45).
1022 V 43, 183,23 (H 45).
1023 V 43, 183,22 (H 45).
1024 V 43, 184,4 (H 45).
1025 V 43, 185,5f. (H 45).
1026 V 43, 182,12f. (H 45). Tauler beschreibt diese Feindschaft nicht konkret. Aus dem Textzusammenhang ergibt sich, dass die Feindschaft dann entsteht, wenn der Mensch sich den Mahnungen des Heiligen Geistes völlig verschließt: Vgl. V 43, 181,15 – 182,11 (H 45).
1027 V 43, 182,14 (H 45).
1028 V 43, 182,19 (H 45).
1029 V 43, 182,15 – 23 (H 45).
1030 V 43, 182,25.26 (H 45).
1031 V 43, 183,6 (H 45).
1032 Vgl. V 43, 182,28f. (H 45).
1033 V 43, 182,29f. (H 45).
1034 V 43, 183,18f. (H 45).
1035 V 43, 183,6f. (H 45).
1036 V 54, 247,31f. (H 52).
1037 Vgl. Haas 1971, 89f.
1038 Vgl. auch Taulers Verhältnis zum Judentum: Siehe Einleitung, erstes Kapitel, I.
1039 V 9, 41,6 – 21. Vgl. V 10, 47,35 – 48,17: hier spricht Tauler in gleicher Weise über die Pharisäer.
1040 V 10, 48,2f.
1041 V 10, 48,3.
1042 Siehe in diesem Kapitel: I, 4 („fünf Gefangenschaften des Menschen“): Der äußere Pharisäer entspricht der zweiten Gefangenschaft („Eigenliebe“ und „Eigenwille“); der Schriftgelehrte der dritten Gefangenschaft („einseitiges Vertrauen in die natürliche Vernunft“).
1043 V 54, 246,13 – 16 (H 52). Vgl. B II, 510,20ff. (H 77).
1044 V 10, 48,37 – 49,3.
1045 Diese Form entspricht auch der zweiten und fünften Gefangenschaft („Eigenliebe“ und „Eigenwille“): Siehe dieses Kapitel, I, 4.
1046 Vgl. V 54, 246,23 (H 52).
1047 V 54, 246,23 – 247,5 (H 52). Vgl. V 10,48,4ff.
1048 V 54, 247,5 – 8 (H 52).
1049 Vgl. V 54, 247,11 (H 52).
1050 Vgl. V 19, 78,16; V 52, 237,13 (H 57). Siehe auch dieses Kapitel, I, 4.
1051 V 54, 247,13 – 25 (H 52).
1052 Vgl. V 19, 78,22ff.; V 52, 237,16ff. (H 57).
1053 Vgl. V 52, 237,15f. (H 57).
1054 Eckhart, Predigt 16b, Largier Bd. 1, 194,1 – 7.
1055 V 10, 48, 11f.
1056 V 10, 48,4ff.
1057 Vgl. V 10, 48,3.6.
1058 V 10, 48,8.
1059 V 10, 48,9.
1060 Vgl. V 9, 41,20f.
1061 V 9, 41,27 – 30. Übersetzung Gnädinger 2005, 195.
1062 Vgl. u.a. im ersten Teil, sechstes Kapitel, I.
1063 Vgl. V 60b., 287,25 – 29, in der sich Tauler dagegen wendet, den Namen Begine als Schimpfwort zu gebrauchen: „Kumet zu den ander ein mensche: ‚nein, es ist ein begine‘“ („Käme zu den anderen, ein Mensch: ‚Nein, es ist eine Begine‘“).
1064 Vgl. V 60b., 287,29 – 33 (H 18): „Wol hin, ir rechten cisternen. … Dise fulunge wachsent alle in den cisternen“ („Ach, geht mir doch weg, ihr seid die rechten Zisternen. … Solche Fäulnis [des bösen Verurteilens] entkeimt alle den Zisternen“).
1065 V 54, 246,19f. (H 52).
1066 V 10, 49,25.
1067 V 9, 41,21f. Im Kontext von Mt 15,21: „Von dort zog sich Jesus in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück.“
1068 V 10, 49,19ff.
1069 Vgl. V 10, 49,26 – 29.
1070 V 13,64,14ff.
1071 V 60d.,301,1ff. (H 29).
1072 Zur Bewegung des „Freien Geistes“: Siehe erster Teil, viertes Kapitel, III, IV.
1073 Vgl. V 48, 218,11 – 219,5 (H 78); V 49, 221,9 (H 55). Die Trägheit ist eine der sieben Hauptsünden. Vgl. Gandlau 1993, 200.
1074 V 48, 219,1 (H 78).
1075 V 48, 218,11 – 14 (H 78).
1076 V 54, 249,34 – 250,1 (H 52).
1077 V 54, 250,4f. (H 52).
1078 Vgl. DH 806: „Quia inter creatorem et creaturam non potest tanta similitudo notari, quin inter eos maior sit dissimilitudo notanda“ („Denn zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf kann man keine so große Ähnlichkeit feststellen, dass zwischen ihnen keine noch größere Unähnlichkeit festzustellen wäre“). Auch in anderen Predigtpassagen übernimmt er die Lehre des Konzils: Vgl. V 60d, 298,24ff. 299,18 – 22. Vgl. Zekorn 1993, 39f.; Gnädinger 1993, 70160.
1079 V 54, 249,33f. (H 52).
1080 V 11, 55,20.
1081 Vgl. u.a. 11, 55,17: „Wanne nu der mensche, alse er herkummen is“ („Wenn nun der Mensch, sobald er [in solche Höhe] gekommen ist“).
1082 V 11, 55,21. Vgl. V 55, 258,4 (H 64): „unrechter friheit und mit valschem liehte“ („unrechter Freiheit und mit falschem Licht“).
1083 V 11, 55,21
1084 Vgl. erster Teil, viertes Kapitel, IV.
1085 Vgl. u.a. V 54, 246,13 – 247,10 (H 52).
1086 V 54, 250,13ff. (H 52). Übersetzung orientiert sich an H 52, 401.
1087 V 54, 250,18 (H 52).
1088 V 54, 250,19 – 22 (H 52).
1089 V 54, 250,18 (H 52).
1090 Vgl. V 54, 250, 18f.: „Stont in irem natúrlichen liecht“ („ Stehen in ihrem natürlichen Licht“).
1091 V 23, 94,18f.
1092 Vgl. V 23, 94,19f.: „Und meinet der mensche alles daz sine in allem tunde“ („Doch meint der Mensch in all seinem Tun nur das Seine“).
1093 V 54, 250,27f. (H 52).
1094 V 24, 99,2 – 6. Vgl. mit V 8, 21ff.: Tauler spricht von der „wunderlicher friheit, der alle die enberent die sich selber losen wenent“ („wunderbaren Freiheit, die all die entbehren, die sich selber zu erlösen können glaubten“).
1095 Vgl. V 48, 218,13 (H 78): „Und sprechent si sin ze friden kome.“ („Und sprechen, sie seien zum Frieden gekommen“).
1096 V 54, 250,4f. (H 52).
1097 Vgl. V 54, 250, 7f. (H 52): Die Anhänger des freien Geistes halten sich für besondes kompetent, über Gott zu reden, doch Tauler unterstellt ihnen Unehrlichkeit, vor allem die scheinheilige Frage an andere, ob diese denn noch nicht – wie sie – über die sinnlichen Bilder der Welt hinausgekommen seien: „Und sprechent us dem unserm herren unerlichen, ob man noch nút úber die bilde in si komen, und andere frije wort“ („Und sprechen über den Herrn auf unehrliche Weise, ob man noch nicht über die [sinnlichen] Bilder [d.h. über die irdische Weise] hinausgekommen sei und andere ´freie Worte´“).
1098 Vgl. V 39, 156,28f.: „So ist do ein stilles einvaltig gebruchen und ein einvaltig niessen sins goetlichen wesens“ („So ist da [in Gottes Einheit] ein stilles, einfaches Genießen und ein einfaches Zehren seines göttlichen Seins“). Wenn Tauler die Einheit Gottes als Stille und Ruhe bezeichnet, folgt er dabei Proclos, De providentia et fato, der ihm von Dietrich von Freiberg, Berthold von Moosburg und Eckhart vermittelt wurde. Vgl. Sturlese 2007, 181 – 184; Wrede 1974, 77f.; Weilner 1961, 68; Müller 1923, 404f.; Krebs 1906, 63f.; Siehe die entsprechenden Ausführunge im zweiten Teil, drittes Kapitel, II.
1099 Vgl. V 39, 156,29. Tauler betont, dass Gott im Genießen und Wirken eins ist: „Und wúrken und gebruchen ist er ein.“ Zu den Begriffen „gebruchen“ und „wirken“ vgl. Kirmsse 1930 20ff., 90f.
1100 V 55, 258,3f. (H 64). Übersetzung: Gnädinger 1993, 249.
1101 V 54, 250,22f. (H 52).
1102 Vgl. V 48, 218,11 – 14 (H 78). Zitat: Siehe Seite 427. Vgl. auch V 54, 250,5ff.: „Und swimment do mit uf in ir eigen beheglicheit und in ir gut dunklicheit und kerent den sin in in ir valsche lidikeit“ („Und die sich mit ihrem eigenen Wohlgefallen und in ihrer Selbstgefälligkeit erheben, die ihren Sinn in ihre falsche Untätigkeit kehren“).
1103 V 48, 218,11 – 18 (H 78).
1104 Vgl. erster Teil, viertes Kapitel, IV.
1105 In die gleiche Richtung zielt auch Seuses Kritik im BdW: Siehe u.a. zweiter Teil, viertes Kapitel, VI.
1106 V 55, 258,4ff. (H 64).
1107 Vgl. Eckhart, Predigt LVI, Pfeiffer 180,34 – 181,2. Dazu vgl. Manstetten 1992, 570ff.
1108 V 6, 26,10.
1109 V 6, 26,12 – 16.
1110 Vgl. Eckhart, Predigt 12, Largier Bd. 1, 148,26 – 31. Vgl. Mösch 2006, 384 – 398 (Mösch behandelt dabei Gemeinsamkeiten und Gegensätze bei Tauler und Eckhart). Im Gegensatz zu Eckhart geht Tauler in seiner Predigt V 6 auf die konkreten Hindernisse ein.
1111 V 6, 26,18ff.
1112 Vgl. V 19, 76,11 – 25. Vgl. Eck 2006, 36ff.
1113 V 44, 191,17-20 (H 49).
1114 Vgl. V 44, 191,7 – 10 (H 49). Vgl. Haas 1971, 95. 104. Zur Erbsünde als Ursache für die menschliche Krankheit: Siehe dieses Kapitel, II.
1115 V 44, 191,29 – 33 (H 49).
1116 V 44, 191,26ff. (H 49).
1117 Vgl. V 44, 192,5 – 9 (H 49).
1118 V 44, 192,20ff. (H 49).
1119 Vgl. V 44, 192,26 – 193,30. Zum Zusammenhang von Gottes- und Nächstenliebe vgl. Haas 1971, 112ff.; Mieth 1969, 304 – 311; Siehe auch dieser Teil, drittes Kapitel, II, 2.3; zehntes Kapitel, III.
1120 Vgl. V 44, 190,27f. (H 49).
1121 Vgl. 44, 191,19f. (H 49).
1122 V 49, 221,10ff. (H 55).
1123 V 45, 195,29 – 32 (H 51). Vgl. u.a. V 58, 275,9 – 22 (H 81).
1124 Wie Eckhart unterscheidet Tauler zwischen dem äußeren und inneren Auge: Vgl. V 45, 195,16f.; Eckhart, Predigt 10, Largier Bd. 1, 122,20 – 124,3.
1125 V 45, 195,20 (H 51).
1126 Vgl. V 45, 196,8 – 11 (H 51).
1127 V 45, 195,34 (H 51).
1128 V 45, 195,34 – 196,3 (H 51).
1129 V 45, 196,14f. (H 51).
1130 Vgl. V 45, 196,11f. (H 51).
1131 V 19, 76,21 – 32. Vgl. auch H 19, 132.3. Zu den „5 Gefangenschaften“ („gevengisse“): Siehe dieses Kapitel, I, 4.
1132 Vgl. V 66, 359,20 (H 62).
1133 V 66, 359,17f. (H 62).
1134 V 66, 360,9 – 17 (H 62).
1135 V 66, 359,22f. (H 62). Vgl. Gandlau 1993, 200.
1136 Vgl. V 66, 359,23f. .360, 2-6 (H 62).
1137 V 66, 359,31f. (H 62).
1138 Vgl. V 66, 359,25ff. (H 62).
1139 V 66, 360,1f. (H 62).
1140 Vgl. V 66, 361,1 (H 62).
1141 V 66, 360,29 – 361,1 (H 62).
1142 V 66, 360,6ff. (H 62); vgl. 350,30f.
1143 V 60b, 285,6 (H 18).
1144 V 60b, 287,22 – 29 (H 18).
1145 Vgl. V 60b, 287,32 (H 18).
1146 V 60b, 286,12f. (H 18). An dieser Stelle kritisiert Tauler wiederum vor allem die Geistlichen.
1147 Vgl. u.a. V 60b, 288,6f. (H 18); Hel 1, 348 (H 60).
1148 V 60b, 288,3 – 6 (H 18).
1149 V 60b, 288,10 – 13 (H 18).
1150 Vgl. V 60b, 288,13f. (H 18).
1151 V 60b, 287,21f. (H 18). Vgl. V 60b, 287,6 – 10 (H 18).
1152 Vgl. V 60b, 288,1 (H 18).
1153 V 60b, 287,10f. (H 18).
1154 V 60b, 286,19 (H 18); vgl. auch 286,3 – 6.
1155 Vgl. V 60b, 286,28 – 287,6 (H 18).
1156 V 19, 76,9 – 78,31, Predigt an Christi Himmelfahrt zu Eph 4,8: „Er stieg hinauf zur Höhe, führte Gefangene mit sich.“
1157 Vgl. V 6, 25,26f., 26,4f.; dieser Teil, drittes Kapitel, II, 3.2.
1158 Vgl. Haas 1971, 95.
1159 V 44, 191,7 – 10 (H 49).
1160 V 60e, 304,15 (H 25).
1161 Vgl. V 60e, 304,14 (H 25).
1162 Vgl. u.a. V 43, 181,15 – 20 (H 45): Der Heilige Geist „treibt“ immer wieder den Menschen an, Gott zu suchen: Vgl. dieser Teil, viertes Kapitel, III.
1163 V 60e, 304,16 (H 25).
1164 V 46, 202,12ff. (H 54). Vgl. V 23, 94,9f.
1165 Vgl. u.a. V 46, 202,17ff. (H 54).
1166 Vgl. Thomas, Sth. I-II 81,1. 83,1 ad 4. In Sth. Ia-IIae 109, 1: „homo in statu naturae integrae dilectionem sui ipsius referebat ad amorem Dei ... et similiter omnium aliarum rerum, sed in statu naturae corruptae ... voluntas ... propter corruptionem naturae sequitur bonum privatum.“
1167 Vgl. Müller 1923, 406: Tauler hat Thomas „aus der Erinnerung, wiedergegeben und in den Dienst mystischer Paränese gestellt.“
1168 V 23, 94,6 – 17. Müller 1923, 406: „Der Ausdruck ‚vergifte‘ bzw. ‚vergiftekeit‘, ... dürfte hier im Anschluss an das Thomanische ‚infectio‘ aus dem qq. I-II,81,a.1c und 83,a1 ad 4, deren Gegenstand das peccatum originale ausmacht, gewählt sein.“ Vgl. Gnädinger 1993, 381.
1169 V 36, 131,19f.
1170 Vgl. Gandlau 1993, 199 – 203, 244 – 247, 296ff.; Wrede 1974, 97 – 102.
1171 V 33, 126,24.
1172 V 33, 126,28ff.
1173 Vgl. V 33, 126,24 – 27.
1174 Vgl. Gnädinger 1993, 17169: Der Vergleich der drei Sündenstufen mit dreierlei Hunden stammt von Anselm von Canterbury (1033/34 – 1109). Vgl. Ohly 1990, 141.
1175 V 11, 51,37 – 52,15. Vgl. Eck 2006, 78ff.; Gandlau 1993, 245 Gnädinger 1993, 171f.
1176 V 33, 126,31. Vgl. Gandlau 1993, 137f.
1177 V 33, 126,32.
1178 V 33, 126,34 – 127,2.
1179 V 33, 127,7f.
1180 Vgl. u.a. V 33, 127,23 – 26.32f.
1181 V 33, 128,1.
1182 Vgl. V 33,128, 1-4.
1183 V 33, 128,4 – 10.
1184 Vgl. V 33, 128,12.
1185 V 33, 128,13.
1186 Vgl. V 33,128,10f.
1187 V 33, 128,28 – 36.
1188 V 36, Predigt zu Lk 15,3-6 am 3. Sonntag nach Dreifaltigkeit II.
1189 V 36, 131, 22 – 25. Gemeint sind die „Feinde Gottes“: Vgl. dieses Kapitel, I, Einl., I.
1190 V 36, 132, 21f. 135,1f.. Vgl. dieses Kapitel, I,1.
1191 V 36, 136,1.
1192 Vgl. V 36, 136,2ff.
1193 Vgl. V 36, 136,5f.
1194 V 36, 136,4f.
1195 V 36, 136,13f.
1196 V 36, 136,17f.
1197 Vgl. V 36, 136,16 – 24: Tauler vergleicht diese Sünder auch mit den Gelüsten von Schwangeren, die Gelüste nach unsauberer Erde und unsauberen Dingen hätten. Die Sünder seien in ihrem Grund mit toten oder lebenden Geschöpfen schwanger geworden.
1198 V 36, 138,25.
1199 V 36, 138,26f.
1200 V 36, 138,29f.
1201 V 36, 138,30f.
1202 V 36, 138,31ff.
1203 V 36, 138,35.
1204 V 36, 138,35ff.
1205 V 36, 139,1 – 11.