»Die Kindheit ist das Königreich, in dem niemand stirbt«, heißt es in einem Gedicht von Edna St. Vincent, und tatsächlich starb niemand, als ich ein kleines Kind war. Aber es gab Männer mit Händen aus schwarzem Leder, die etwas Schlimmes überlebt hatten, andere hatten Granatsplitter im Bein oder waren verschüttet gewesen, Frauen trugen schwarze Strümpfe und schwarze Hutschleier vor dem Gesicht, sie waren Witwen, das wusste ich. Die Menschen, die starben, waren alt oder krank oder gefallen, was wie hinfallen klang, aber wenn man gefallen war, konnte man offenbar nicht mehr aufstehen. Für viele war das Sterben anscheinend eine »Erlösung«, von der in einem seltsam tiefen Flüsterton geredet wurde. Oder auf Latein, wie meine Eltern, wenn sie über kritische Situationen von Patienten sprachen. Dann wusste ich, dass das etwas mit Tod und Sterben zu tun hatte, aber von anderen, nicht mit uns, nicht mit der eigenen Familie. Wir befanden uns alle miteinander unter einer Schutzglocke, so muss ich

Schreiben über schmerzliche ErinnerungenSchreib übers SterbenSchreib übers Sterben. Den Tod. Den Verlust. Heul dir die Augen aus dem Kopf beim Schreiben. Es bringt dich nicht um.

Schreib über etwas HübschesWenn du danach eine Pause brauchst, hör nicht auf zu schreiben, sondern schreib über etwas Hübsches. Zum Beispiel über Schokolade.