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Annie SandersDie Rache-Agentur Roman Aus dem Englischen von Antje Nissen Dieses Buch ist jener unbekannten Frau gewidmet, die heimlich eine Handvoll Shrimps in sämtlichen Vorhangstangen versteckt hat, bevor sie ihrem untreuen Ehemann das traute Heim überließ.Braves Mädchen, gut gemacht! Rache ist ein Gericht,das man am besten kalt serviert. Mario Puzo, Der Pate Kapitel 1 «Verstanden, Mrs Cooper-Adams. Es muss also perfekt sein. In diesem Fall benötigen wir ein Muster, damit wir dem Original so nah wie möglich kommen können.» Während sie einen Stift zückte, klemmte sich Georgie den Hörer unters Kinn und begann, die Einzelheiten in den Terminkalender einzutragen, der vor ihr auf dem Schreibtisch lag. Die schwache Herbstsonne warf einen goldenen Schein durch die Fenster in den Raum. Die Stimme am anderen Ende der Leitung klang unglücklich und angespannt.«… es geht um Leben und Tod, ist Ihnen das klar?»«Natürlich», erwiderte Georgie beruhigend. «Das ist eine heikle Angelegenheit. Aber in unserer Agentur haben wir mit solchen, äh, Notfällen schon sehr häufig zu tun gehabt. Wir verfügen über die besten Spezialisten. Selbstverständlich gibt es üblicherweise eine Warteliste, doch da es sich um einen derart dringenden Fall handelt, denke ich, dass wir André noch heute einen Termin verschaffen können.»Das erleichterte Seufzen am anderen Ende der Leitun Kapitel 2 Es war noch dunkel, als der Wecker klingelte. Ed hatte ihn früher als sonst gestellt, weil er heute Sport machen wollte. Georgie kam angekuschelt und wollte sich an seinen warmen Rücken schmiegen. Sie hoffte, den Moment noch ein wenig herauszögern zu können, bis sich Ed aus dem Bett hievte und fertig machte. Als sie sein zufriedenes Seufzen hörte, rieb sie ihre Füße an seinen Beinen, und er zuckte zusammen. «O nein, weg da», knurrte er. «Behalte deine Eisblöcke bei dir.» Dafür drehte er sich um und zog sie in eine kurze Umarmung, bis der Wecker ihrem Schlummer unwiderruflich ein Ende bereitete.Georgie öffnete ein Auge, um Ed zu betrachten. Seine Silhouette wurde vom Badezimmerlicht beleuchtet, das sie angelassen hatten, falls Libby wach wurde. Er hockte auf der Bettkante und hielt den Kopf in den Händen. «Himmel, du bist so ein Masochist. Ich wünschte, ich hätte deine Willensstärke», murmelte Georgie.Mit einem verschlafenen Lächeln drehte sich Ed zu ihr um. «Tust du gar nicht Kapitel 3 Am Samstagmorgen war Ed schon früh aufgestanden, um ein Hockeyspiel seines älteren Sohns anzuschauen. Georgie verzichtete darauf, ihn darauf aufmerksam zu machen, dass er ihr weder Bescheid gesagt noch – da war sie sich ziemlich sicher – den Termin in ihren Kalender eingetragen hatte. Vielleicht hatte Patsy ihm in letzter Sekunde den Marschbefehl erteilt.Während Libby beim Ballettunterricht war, fuhr Georgie zum Supermarkt, um Blumen für das Essen bei Mike und Amy am Abend zu besorgen. Ed sollte einen Wein aus seiner Sammlung beisteuern, sobald sie von Amy erfahren hatte, was es zu essen geben würde. Allerdings hoffte sie, dass er das Abendessen nicht für einen seiner Vorträge nutzen würde. Georgie liebte es zwar, mit welcher Leidenschaft Ed über Dinge sprach, die ihn faszinierten, doch es war fraglich, ob Amys Freunde wirklich wissen wollten, von welcher Seite des Weinbergs die Reben für den jeweiligen Tropfen stammten. Sie war froh, als sie dem zugigen Parkplatz entkommen w Kapitel 4 «Wessen bescheuerte Idee war das eigentlich?», flüsterte Flick Georgie zu, die sie im Dunkeln kaum neben sich erkennen konnte. Der Wind war schneidend kalt und fuhr durch die Büsche, die ringsumher unheimliche Schatten warfen. Flick zog sich ihre Mütze tiefer ins Gesicht.«Weiß der Himmel. Mit Sicherheit deine. Wie viel auch immer Caroline Knightly uns bezahlt, es ist zu wenig. Außerdem ist das doch nie im Leben ihr richtiger Name.»«Na und?» Flick sah sich um. «Sie hat bar bezahlt, und darauf kommt es schließlich an.»Es gab sicherlich bessere Möglichkeiten, einen Donnerstagabend zu verbringen, als vor einer öffentlichen Toilette am Rande des Parks von Hampstead Heath zu stehen. Auf der Fahrt hierher hatten Georgie und Flick sich kaum unterhalten, um sich auf die bevorstehende Aufgabe zu konzentrieren. Eds Kommentar, sie hätten sich für einen Vorweihnachtsabend in der Stadt reichlich merkwürdig gekleidet, klang beiden noch in den Ohren, als sie von Georgies Haus wegfuhren. Flic Kapitel 5 Im Januar wurde die Stadt von einer trägen, grauen Kälte beherrscht, die sie nicht loslassen zu wollen schien. Wohin Flick auch ging, sie traf nur auf düster dreinblickende Menschen, die genug vom Winter hatten und es kaum erwarten konnten, bis die Krokusse als erste Frühlingsboten in den öffentlichen Parks zu blühen begannen. In der Agentur gab es mehr denn je zu tun. Pflanzen mussten gegossen und Katzen gefüttert werden, während Herrchen und Frauchen zum Skifahren in den französischen Alpen waren oder zu den wenigen Glücklichen gehörten, die sich einen Trip in die Karibik leisten konnten.Flick, die den Fernseher ausschaltete, sobald Werbung für Urlaubsreisen kam, versuchte, den gebieterischen Unterton der Arbeitsanweisungen zu ignorieren, die sie in jedem der von ihnen betreuten Haushalte vorfand. Der einzigartige Tonfall, den die Briten an den Tag legen, wenn sie mit den niederen Ständen – ihren Bediensteten – sprechen, schien ihnen angeboren zu sein. Kein Wunder, dass wir Kapitel 6 Flick war sich allerdings überhaupt nicht so sicher, woran sie war. Sie hörte immer seltener von John, doch sie hatte sich vorgenommen, ihm nicht hinterherzutelefonieren. Sie wollte nicht verzweifelt wirken. Wenn sie sich trafen, schienen sie immer schlechter zueinanderzufinden. Sie konnte ihm ja kaum von Georgies und ihrer neuen Einkommensquelle erzählen, schon gar nicht, weil ihre Aufträge aus Arrangements resultierten, die ihrem und Johns nicht unähnlich waren. Welche Rache würde sie sich wohl für Johns Ehefrau ausdenken, wenn sie herausfand, was er tatsächlich in London trieb? Flick konnte nur hoffen, dass keine geschäftstüchtige Frau ähnliche Dienste im Norden anbot. Welch eine Ironie!Doch John schien sich nicht sonderlich für ihr Leben zu interessieren. Ihre Verabredungen folgten dem immer gleichen Schema. Sie trafen sich auf einen Drink irgendwo im Londoner West End. Manchmal aßen sie gemeinsam zu Abend. Spätestens beim Kaffee legte er ihr die Hand auf den Oberschenkel Kapitel 7 Flick kannte sich in diesem Stadtteil überhaupt nicht aus. Für ihre Verhältnisse war es hier viel zu chic, und die Agentur hatte nördlich der Themse keine Kunden. Sie lenkte den Wagen in eine Parklücke und drehte sich in ihrem Sitz hin und her, um zu sehen, ob hier irgendwo ein Schild darauf hinwies, dass nur Anwohnerparken erlaubt war. Sie nahm an, dass dem so war, doch immerhin war es schon nach acht Uhr abends, und sie würde schnell wegfahren, falls eine Politesse aufkreuzte. Ob die so spät überhaupt noch Dienst hatten?Flick stellte den Motor ab und schlang sich den Mantel enger um den Körper. Der Wind war an diesem Tag kalt gewesen, er kam aus Osten, direkt vom Fluss. Bei abgestelltem Motor kühlte das Auto schnell aus. Flick ließ das Radio leise weiterlaufen, da sie nicht sicher war, wie lange sie warten musste. Sie kam sich recht auffällig vor und blieb in Hab-Acht-Stellung, falls jemand vorbeikam und bemerkte, dass sie hier nichts zu suchen hatte. Schließlich saß sie in Kapitel 8 Zwei Tage später waren Georgie und Flick mit Recherchen für den Racheakt an Sara Jacksons Ehemann beschäftigt, jenem Typen, der eine Vorliebe für spärlich bekleidete Mädchen hatte. «Ach du Schande!» Georgie ließ sich in ihren Stuhl zurückfallen, als sie sich mit Flick auf ihrem Rechner ein auf lautlos gestelltes Video ansah. Pole-Dancing für Anfänger war ein selten dämliches Machwerk mit drei Mädchen, die zeigten, wie man sich richtig bewegte. Hin und wieder wurde ihre Darbietung durch Hinweise zur Wahl der richtigen Kleidung und der Schuhe unterbrochen.«Turnschuhe! Ich glaube nicht, dass wir damit in der Kasbar gut ankommen, oder? Wahrscheinlich sollte ich eher ein paar superhohe Pumps und einen Bikini ausgraben.» Georgie seufzte gestresst und klickte auf Pole-Dancing für Fortgeschrittene. «Der ‹eingedrehte Kick-up›? Das haben wir auf der Tanzakademie nicht gelernt.»Flick lachte. «Männer! Man muss sie schon bewundern. Zwischen ihren Augen und ihren Genitalien scheint eine di Kapitel 9 «Also gut, wie wollen wir unseren Clip nennen?» Georgies Finger schwebten über der Tastatur.«Notgeile Wichser in Aktion?», schlug Flick lakonisch vor.«Hmm, lieber nicht. Wie wäre es mit: Guck mal, wer da sabbert?»«Das ist gut.»«Prima, dann mal los.» Georgie blickte mit zusammengekniffenen Augen auf den Bildschirm und klickte auf «Upload». Ein kleines Fenster öffnete sich, um anzuzeigen, wie weit die Datei hochgeladen war. Als der Vorgang abgeschlossen war, lehnte sich Georgie triumphierend zurück. «Ta-da! Mr Jackson, Sie sind jetzt offiziell auf YouTube zu sehen. Jetzt wird alle Welt erfahren, wie Sie drauf sind.»Von der anderen Ecke des Raumes war Flicks Stöhnen zu hören. Nachdem sie voller Entsetzen einen kurzen Blick durch die halbgeschlossenen Finger auf das Video gewagt hatte, war sie verschwunden, um ein paar Telefonanrufe zu erledigen. «Und du bist dir sicher, dass mich niemand erkennt?»Georgie lachte und freute sich über diesen seltenen Moment, in dem sich Flick für e Kapitel 10 Alison Houghton war sich ziemlich sicher gewesen, dass das Meeting im Hotel um zwölf Uhr stattfand, doch auch um zehn nach zwölf war nichts von ihrem Mann zu sehen. Flick und Georgie hatten sich in eine Ecke der Lobby neben die riesige Fensterfront gesetzt, und Flick war ziemlich stolz darauf, von dieser strategisch günstigen Position aus überblicken zu können, wer im Hotel ankam und wer bereits im Foyer war. Georgie hätte sich zwar lieber hinter einer der großen Palmen versteckt, doch beide fanden, dass das ein bisschen zu sehr an Inspektor Clouseau erinnerte. Der Kellner war bereits auf sie aufmerksam geworden, weil sie im Gegensatz zu allen anderen Gästen, die Champagner und Cocktails bestellten, Wasser geordert hatten.«So sieht also das Leben aus, wenn man Geld hat», murmelte Georgie.«Mmm, wäre es nicht herrlich, an einem Dienstag durch Knightsbridge zu stöckeln, ein bisschen shoppen zu gehen und dann hierherzukommen, um ein Glas Champagner zu schlürfen, bevor man sich m Kapitel 11 «Ist sie schon weg?», fragte Flick Joanna, als diese den Hörer aufgelegt hatte. Flick hatte Georgie im Büro abgesetzt, nachdem sie sich durch die halbe Stadt gekämpft hatten, und war weitergefahren, um die Arbeit eines Malers zu beaufsichtigen, der das Trompe-l’Œil eines italienischen Gartens auf der Badezimmerwand eines Hauses in Balham zaubern sollte. Flick lag mit den Anrufen und Aufgaben dieses Tages weit hinter Plan, und es machte sie etwas nervös, dass Georgies Schreibtisch so aufgeräumt war wie heute Morgen, als sie aufgebrochen waren. Sie hatte nicht einmal das gelbe Post-it weggenommen, das schon heute früh mitten auf ihrem Schreibtisch geklebt hatte, bevor sie ins Hotel gefahren waren.Joanna stand auf und klebte eine weitere Notiz zum Telefonat von eben daneben. «Ja, sie ist reingekommen und kurz darauf wieder gegangen. Sie meinte, es gehe ihr nicht gut. Sie muss sich unbedingt um den Wasserschaden im Badezimmer der Mouzykantskiis kümmern, bevor diese am Donnerstag Kapitel 12 Georgie drückte eine Kurzwahltaste, wechselte den Gang und hielt sich das Handy ans Ohr. Flick ging sofort ran.«Hi, Flick, ich bin’s. Hör mal, störe ich?»«Nein. Alles in Ordnung? Du klingst ein bisschen merkwürdig.»«Hättest du Zeit, mit mir auszugehen?»«Äh, ja. Wollen wir uns irgendwo treffen?»«Na ja, ich biege gerade in deine Straße ein.»«Oh! Verstehe. Also, ich bin nicht gerade chic angezogen, wenn ich dir einen Drink anbieten kann, während du wartest –»«Nein, das meine ich nicht mit Ausgehen. Hör zu, ich erkläre es dir, wenn ich bei dir bin.»Flick stand bereits mit skeptischem Blick an der Tür, als Georgie ankam. «Ist alles in Ordnung mit dir?»«Nein, ich glaube nicht.» Georgies Atem zitterte, als sie tief einatmete. «Es geht um Ed. Ich glaube, er trifft sie heute.»Die letzten beiden Tage hatte Georgie die Augen vor der Realität verschlossen und versucht, die Sache zu verdrängen. Bis Ed sie heute Abend vom Handy aus angerufen hatte, um ihr zu sagen, dass er nicht nach Haus Kapitel 13 «Ach, du liebe Güte!» Flick schnappte nach Luft. Sie hatte sich nicht die Mühe gemacht, auf YouTube zu gehen, seit Georgie das Video mit ihrem Auftritt dort veröffentlicht hatte. Teils lag es daran, dass andere, wichtigere Dinge zu erledigen gewesen waren, teils hatte sie keine Lust gehabt, sich noch einmal beim Hüftkreisen zusehen zu müssen. Aber an diesem Abend hatte es nichts Lohnendes im Fernsehen gegeben, abgesehen von einem dreiteiligen Thriller, von dem sie die ersten beiden Teile verpasst hatte. Und so hatte sie das gefährliche Spiel namens «Suchen wir doch mal im Internet nach Schuhen» begonnen, gestärkt durch ein Glas Wein, das sie in der Hand hielt. Sie war bereits kurz davor gewesen, ein Paar Louboutins bei eBay zu ersteigern – denn wenn sie es nicht tat, würde ihr irgendein Transvestit mit ähnlich großen Füßen zuvorkommen –, doch um sich und ihre Kreditkarte zu schonen, war Flick zögerlich auf YouTube gegangen.Viereinhalbtausend Aufrufe. Flick zuckte zusammen, w Kapitel 14 Normalerweise liebte Flick diese Jahreszeit. Alle paar Tage entdeckte sie, dass wieder eine Pflanze aufgeblüht war – quasi als urbanes Miniaturabbild dessen, was auf dem Land gerade passierte. Die echte Welt. Eine Welt von Gartenfesten und Gärtnerarbeiten, die sie nur über die Wochenendbeilagen ihrer Tageszeitung verfolgte, da sie mit dem Landleben nie etwas am Hut gehabt hatte. Flick fühlte sich unwohl, sobald sie sich nicht mehr in Reichweite eines Londoner Taxis oder einer U-Bahn-Station befand. Gelegentlich war sie zwar schon übers Wochenende aufs Land gefahren – beispielsweise zu jenem endlose achtundvierzig Stunden dauernden Besuch bei einer alten Schulfreundin, die geheiratet, sich vermehrt und die es irgendwo in die Nähe von Norwich verschlagen hatte. Dort lebte sie ihr Leben in Gummistiefeln, mit kistenweise biologisch angebautem Gemüse, und kultivierte eine zunehmende Unfähigkeit, sich über irgendetwas anderes zu unterhalten als das Stillen. Flick bevorzugte es mit Kapitel 15 «Georgina Casey, Behandlungszimmer fünf, bitte.»Georgie holte tief Luft, stand auf und ließ die zerlesene Ausgabe von Country Life auf ihrem Stuhl zurück. Sie sah sich um. Seit Libbys letzter Ohreninfektion war sie nicht mehr hier gewesen, und die Praxis schien sich verändert zu haben. Es gab mehr Behandlungszimmer, weitere Flure und viel mehr Aufklärungsposter zu Gesundheitsfragen an den Wänden. Eine ältere Dame zupfte am Ärmel ihrer Strickjacke und wies ihr den Weg. «Hier entlang, meine Liebe.»War ihre Verwirrung so offensichtlich? In den letzten Wochen schien sie zum Normalzustand geworden zu sein. Verwirrung und eine entsetzlich lähmende Müdigkeit, sodass ihr selbst die banalsten Aufgaben wie eine Expedition in die Anden vorkamen. Georgie nickte kurz zum Dank und ging an geschlossenen Räumen vorbei bis zu der Tür mit der Nummer fünf. Sie klopfte an und ging hinein.Die Ärztin sah auf und lächelte sie aufmunternd an. «Guten Tag, was kann ich für Sie tun?», fragte sie nett, Kapitel 16 Georgie erwachte mit einem schrecklichen Gefühl von Niedergeschlagenheit. Sie hatte noch lange in der Küche gesessen, nachdem Ed nach oben gegangen war, und sich dann, mit einem für sie ungewohnten Gefühl von Selbstmitleid, über den Inhalt des Kühlschranks hergemacht. Prompt hatte sie sich anschließend heftig erbrechen müssen. Es war ein kühler Morgen bei bedecktem Himmel, und sie und Ed waren wie Schattenboxer miteinander umgegangen, hatten es tunlichst vermieden, sich anzusehen, und nur das Nötigste miteinander gesprochen, wie zum Beispiel über eine Rechnung oder die Mülltonnen, die herausgestellt werden mussten. Er hatte ihr einen flüchtigen Kuss auf die Wange gedrückt und beim Weggehen die Tür fest hinter sich zugezogen.Im Büro hatte Flick mit einem morgendlichen Gruß auf den Lippen aufgeblickt, Georgie dann jedoch bestürzt angestarrt.«Du bist ja weiß wie die Wand. Was ist los? Setz dich, und ich mache dir eine Tasse Tee. Jo ist beim Zahnarzt.»«Das wäre wunderbar. Ich, ä Kapitel 17 «Natürlich, ja, Mrs Holstein, selbstverständlich kümmere ich mich darum. Ich bin mir sicher, dass die Klempner das nicht absichtlich getan haben. Vielleicht lag es an der Bestellung – ja, sicherlich sind wir nicht ganz unschuldig daran –, aber vielleicht waren die Anweisungen nicht ganz klar.»Mrs Holsteins Stimme am anderen Ende der Leitung wurde noch schriller, sodass Flick den Hörer vom Ohr weghalten musste. Tja, dachte sie, überall auf der Welt gab es Menschen, die unter erbärmlichen Bedingungen überleben mussten, in Elendsvierteln oder ausgebombten Häusern, aber es gab eben auch welche, die sich wegen eines falsch gelieferten Toilettensitzes in Rage redeten. Wie zum Beispiel Mrs Holstein aus der Caveye Road Nr. 145.Es war bereits ein langer Morgen für Flick, der damit begonnen hatte, dass Dolce ihr um halb fünf einen toten Vogel als Geschenk auf die Bettdecke gelegt hatte. Außerdem regnete es seit Tagen ununterbrochen; ein englischer Sommer, wie er im Buche stand. Joanna Kapitel 18 «Was ist los?», zischte Flick, als Joanna die Tür hinter sich geschlossen und das Büro verlassen hatte. «Du kannst nicht einfach früher als geplant aus dem Urlaub zurückkehren und mir nicht sagen, was los ist!»«Gib mir doch erst einmal die Gelegenheit dazu! Wir hatten den ganzen Morgen ununterbrochen zu tun, und – nun, es ist ein wenig kompliziert.»Flick ließ sich auf ihrem Stuhl zurückfallen. «Nun, es ist ziemlich offensichtlich, dass es nicht gerade ein Traumurlaub gewesen ist.»«Das Haus war wunderschön, aber das Wetter total mies und die Stimmung noch schlimmer.»«Und was noch?»Georgie holte tief Luft. «Nun, ich weiß nicht recht, wie ich es sagen soll, Flick, aber ich bin schwanger.»Auf Flicks Gesicht spiegelten sich nacheinander die unterschiedlichsten Mienen wider, angefangen mit Schock, dann Freude, Kummer, gefolgt von verschiedenen Ausdrücken, die Georgie nicht deuten konnte, und endeten schließlich mit Wachsamkeit und Besorgnis. «Verstehe. Ein Souvenir aus dem Urlaub? Kapitel 19 Flick war unkonzentriert und hatte keine Lust zu arbeiten, obwohl sie wusste, dass sie jede Menge erledigen musste. Die wichtigste Sache war der Auftrag einer Kundin, ihr einen Entertainer für einen Kindergeburtstag rund um das Motto Shrek zu besorgen. Das arme Kind, das den Oger oder die bezaubernde, wenngleich nicht besonders hübsche Prinzessin Fiona spielen musste, denn das wäre höchstwahrscheinlich nicht das verwöhnte Geburtstagskind. Die Agentur verfügte nur über eine sehr schmale Adresskartei mit Entertainern für solche superaufwendigen Geburtstagspartys, und dieser Auftrag würde wahrscheinlich auch den kreativsten unter ihnen abschrecken. Sie waren eher daran gewöhnt, Märchen nachzuspielen, obwohl eine von ihnen so mutig gewesen war, zu einer Armee-Mottoparty zu kommen, auf der dreißig kleine Jungen so taten, als wären sie Andy McNab, und sich mit Spielzeugmaschinenpistolen gegenseitig in Stücke schossen. Das, zusammen mit jeder Menge Cola, sorgte dafür, dass sie sie Kapitel 20 «Komm schon, Lib. Es reicht. Top Cat ist auch morgen noch da.»Libby starrte auf den Computerbildschirm, ohne sich zu rühren. «Ja, aber ich will das hier noch sehen. Es gibt nicht viele Folgen, und ich will sie alle heute noch angucken. Morgen ist keine Schule …»Diese Sturheit war neu. Georgie zögerte. Alles in allem machte es nichts, wenn Lib jetzt oder erst in zehn Minuten schlafen ging. Es war schließlich Samstag. Doch in absehbarer Zeit würde Georgie mit einer heranwachsenden Lib und einem Säugling fertigwerden müssen, und Ed wäre da kaum eine Hilfe. Es war an der Zeit durchzugreifen. «Lib», sagte sie mit fester Stimme. «Du musst es selbst wissen. Wenn du jetzt Schluss machst, darfst du morgen nach den Hausaufgaben weiterschauen. Wenn nicht, bleibt der Computer für den Rest der Woche aus.»Libby sah zu ihrer Mutter auf und wandte sich dann wieder dem Bildschirm zu. Sie dachte nach. «Soll das heißen, dass ich nie mehr an den Computer darf, wenn ich jetzt nicht aufhöre?»«Nei Kapitel 21 Flick sah durch die Dunkelheit zur Uhr. Zwanzig Minuten waren vergangen. Sie seufzte. Es war sinnlos. Die Laken waren zerwühlt, und sie fand in keine bequeme Schlafposition.Vielleicht sollte sie es einfach aufgeben und noch einmal versuchen, in die Handlung ihres Buchs einzusteigen – das ziemlich heftige Gerichtsdrama einer verarmten irischen Familie –, aber sie war sich nicht sicher, ob sie von der Schuld und dem Elend anderer lesen wollte. Sie hatte selbst genug am Hals.Zehn Minuten später, in denen sie sich gezwungen hatte, die Buchungskonten der Agentur einzeln im Kopf durchzugehen, um vor lauter Langeweile einzuschlafen, gab sie sich geschlagen und stieg aus dem Bett. Ihre Fußsohlen jubelten bei dem Kontakt mit dem wunderbar kühlen Fußboden. Sie steckte den Kopf in den Kühlschrank, um ihre Haut zu erfrischen, goss den Rest Orangensaft in ein Glas und ließ sich aufs Sofa fallen. Das einfallende Straßenlicht reichte aus, um die Umrisse im Zimmer erkennen zu können.Ein BMW Kapitel 22 Flick saß auf einem Baumstumpf im Park und hielt eine gekühlte Flasche Wasser umklammert, die sie sich hin und wieder auf den verschwitzten Nacken drückte. Sie kam sich albern vor, aber bevor sie sich gesetzt hatte, hatte sie die Rasenfläche und die angrenzenden Bäume mit den Blicken abgesucht, nur um sicherzugehen, dass niemand sie belauerte. Doch es war spät am Montagmorgen, und auf der Straße vor ihr standen die Autos Stoßstange an Stoßstange und warteten darauf, dass die Ampel auf Grün umschaltete. Die Sonne schien grell und heiß vom Himmel – diese Szenerie erinnerte nicht im Geringsten an Das Schweigen der Lämmer.Trotzdem machten ihr die quietschenden Reifen vom Samstagabend mehr zu schaffen, als ihr ursprünglich bewusst gewesen war. Der Nacken tat ihr weh von den Kopfschmerzen, die sie seit Sonntagmorgen plagten, und sie hatte kaum mehr als ein paar Stunden geschlafen. Flick hatte den Sonntag mit ihrer Mutter verbracht, die eigentlich für den Tag schon verplant gewesen Kapitel 23 Georgies Kopf fuhr ruckartig hoch, als sich die Tür öffnete. Endlich war Flick da. Joanna blickte von einer zur anderen und steuerte rasch auf die zur Teeküche umfunktionierte Besenkammer zu. Georgie konnte ihr keinen Vorwurf machen. Als Joanna heute um neun hereingekommen war, hatte Georgie schon dagesessen, angespannt und erschöpft nach einer schlaflosen Nacht, in der sie hin und her gerissen war zwischen dem Versuch, rational zu denken, und der Panik, dass jemand Flick entführt hatte.Und nun stand Flick hier und wirkte stillvergnügt und zufrieden mit sich. Doch ein Blick auf Georgies blasses Gesicht und die Augenringe machte dies innerhalb von Sekunden zunichte.«Georgie, was ist los? Alles in Ordnung? Es ist doch nichts passiert, oder? Ich meine, wegen dem Baby.»Georgie wusste nicht, ob sie Flick umarmen oder durchschütteln sollte. «Mir geht’s gut, aber wo hast du gesteckt? Ich bin hier fast ausgerastet vor Sorge.»Flick blieb abrupt stehen. «Oh! Daran habe ich gar nicht g Kapitel 24 Die nächsten Tage verliefen alle nach dem gleichen Muster. Flick arbeitete tagsüber, fuhr dann in ihre Wohnung und fütterte ihre schlechtgelaunten Katzen, sah nach der Post, holte frische Klamotten und lüftete eine Weile, bevor sie wieder hinter sich abschloss und in Bens Apartment fuhr. Ben hatte ihr geraten, jedes Mal einen anderen Weg zu nehmen und den Rückspiegel im Auge zu behalten. Außerdem war sie dazu übergegangen, ein Stück entfernt vom Gebäudekomplex zu parken und einen Umweg zu gehen, um mögliche Verfolger abzuschütteln.Das alles kam ihr ein wenig lächerlich vor, insbesondere bei blauem Himmel und in einer Stadt, deren Bewohner so beschäftigt und ignorant wie immer waren. Außerdem war in ihrer Wohnung nichts Ungewöhnliches mehr passiert – keine toten Tiere auf der Türschwelle und auch keine zerbrochenen Lampen mehr –, aber Flick merkte doch, dass jedes Mal beim Abschließen die Angst in ihr hochkroch, weshalb sie sich nicht lange aufhielt und erst wieder ruhig durc Kapitel 25 «Sieh es einfach als Chance deiner persönlichen Weiterentwicklung, Ed», meinte Georgie schnippisch und fuhr sich kräftig mit der Bürste durchs Haar. «Du kümmerst dich wirklich sehr wenig um Libby, also tu jetzt nicht so, als hättest du es besonders schwer. Ihre Tennisstunde morgen ist um vier zu Ende, danach geht sie noch mit zu Annabel. Ich schreibe dir die Adresse auf. Wenn du sie also spätestens um halb sieben abholst, bist du gegen sieben zu Hause. Ich taue eine Lasagne auf, die du dann bloß noch in die Mikrowelle schieben musst. Und die Zeiten schreibe ich dir auf, sodass du keine einzige Gehirnzelle anstrengen musst.»Ed blickte mürrisch drein. «Schön und gut, wenn du plötzlich meinst, dich so aufsässig benehmen zu müssen, aber die Eröffnung –»«Ja, ja, die Eröffnung – ich weiß, dass es nicht mal mehr zwei Wochen sind. Aber es ist wohl kaum zu viel verlangt, wenn du mal einen Abend deiner Familie widmest. Ich muss ja jetzt mehr arbeiten, da uns dein Job nicht genug einbr Kapitel 26 «Bens Wohnung ist todschick!», schwärmte Georgie gerade Jo vor, als Flick am nächsten Morgen hereinkam.Flick wedelte unbekümmert mit der Hand. «Ich weiß nicht, wie ich überhaupt dazu komme, mich noch mit euch abzugeben!»«Aufgepasst, Miss Supertoll», murmelte Jo und tat, als wäre sie beleidigt. «Und um dich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen: Der Gully vor dem Haus der Settons ist übergelaufen, das Abwasser fließt in ihr Gewächshaus, und ich kann Clive nicht erreichen.»Flick checkte ihren Planer und stöhnte auf. «Er ist bei den Hambletts. Und zwar den ganzen Tag – sie ist schrecklich anstrengend und wird ihn noch die Armaturen wienern lassen, bevor er gehen darf. Kannst du Manny anrufen? Vielleicht schafft er’s, wenn er bei den Kinghams fertig ist.»«Bestimmt!», lachte Georgie, während sie den Tagesplan auf ihrem Monitor durchging. In diesem Augenblick klingelte wieder das Telefon, wie es an diesem Morgen fast nonstop der Fall gewesen war, und Jo ging dran.«Flick Kapitel 27 Seit Flick auf dem Parkplatz angegriffen worden war, behandelten Joanna und Georgie sie wie ein rohes Ei, was ihr allmählich gehörig auf die Nerven ging.«Um Himmels willen, Georgie, jetzt lass mich doch mal Tee kochen. Es geht mir gut. Wirklich!»Doch Georgie konnte nicht anders. «Ich kann mir nicht helfen, ich denke immer noch, dass es meine Schuld ist», jammerte sie.«Komm, lass es gut sein. Sieh doch – ich habe keinen Kratzer abgekriegt. Mir geht es total gut.»«Aber was, wenn Ben nicht aufgetaucht wäre?» Georgie schauderte. «Du hättest …»«Bin ich aber nicht, also komm runter», sagte Flick brüsk. «Und dank des Bands der Überwachungskamera, auf dem zu sehen ist, wie Jackson meinen Wagen demoliert, glaube ich nicht, dass wir in absehbarer Zeit von ihm hören werden. Seine arme Frau. Sie ist es, die mir leidtut. Ich glaube nicht, dass sie wusste, wie er drauf ist. Und sie hat sich tausend Mal wegen der Visitenkarte entschuldigt.» Flick deutete auf einen riesigen Blumenstrauß, de Kapitel 28 Als Georgie in die Küche kam, klickte Ed rasch in die Ecke des Computerbildschirms, um das Fenster zu schließen, doch er war nicht schnell genug, und Georgie sah, dass er an einer PowerPoint-Präsentation gearbeitet hatte – vermutlich für die Eröffnungsfeier am nächsten Tag. Auf dem Laptop war nun ein Brief, an dem er demonstrativ zu schreiben vorgab.«Oh, meine Güte, musst du heute Abend noch arbeiten?» Georgie seufzte voll übertriebenem Mitgefühl auf. «Also wirklich, Ed, im Augenblick schuftest du den lieben langen Tag, und mit all den Abendterminen und Übernachtungen wirst du sicherlich ganz erschöpft sein.»Sie sah, wie sein Blick nervös von ihr zum Laptop huschte, dann blinzelte er rasch. «Ja, ich hatte in letzter Zeit viel zu tun, aber, äh, da das Kleine unterwegs ist, muss ich mich noch mehr anstrengen, du weißt schon, Pluspunkte sammeln und so.»Georgie ballte die Fäuste fest hinter ihrem Rücken zusammen. Dieses Ekel! Das Baby als Entschuldigung für seine vielen «Überstu Kapitel 29 Georgie war schon zeitig am nächsten Tag im Büro, frisch und entschlossen, als sie Flick von den Einzelheiten ihres Plans berichtete.«Ich konnte es nicht fassen, als er da so vor mir stand und mir offen wegen der Eröffnungsfeier ins Gesicht log. Ich habe die Sache dann selbst in die Hand genommen. Mit Tims Hilfe.»Flick schüttelte den Kopf. «Was? Tim ist vorbeigekommen?»«Nein, Dummerchen. Ich habe ihn angerufen, während Ed in der Wanne lag. Er hat mir die einzelnen Schritte durchgegeben, weil er nämlich ziemlich viel Ahnung von Computern hat, weißt du?»«Hmmmm.» Flick lächelte wissend. «Ich vermute, er ist sogar in jeder Hinsicht ein Traummann.»«Oh, hör schon auf. Du bist bloß kürzlich zum Lager der anständigen Männer konvertiert und versuchst nun, alle anderen ebenfalls zu missionieren.» Sie wandte sich Flick zu und war überrascht von ihrer traurigen Miene. «Äh, genug von mir. Hast du Ben seit deinem Auszug wiedergesehen?»Flick drehte sich verdächtig schnell weg und beschäfti Kapitel 30 Georgie räumte die Spülmaschine fertig ein, schaltete sie an und rieb sich zufrieden die Hände, bevor sie sich an den Fuß der Treppe stellte und lauschte. Sie hörte ihn herumwühlen, dann folgten gedämpfte Kraftausdrücke, und Ed eilte durch den Flur und die Treppe hinab, während Georgie längst wieder so tat, als läse sie die Zeitung am Küchentresen.«Georgie, hast du meinen schwarzen Anzug gesehen?»«Hmm, welchen meinst du? Sie sind alle schwarz.»«Du weißt schon, mein bester. Ich habe ihn auf den Stuhl in meinem Ankleidezimmer gelegt.»«Nein, tut mir leid, Liebling. Das sagt mir nichts. Für mich sehen sie alle gleich aus.»«Der von Prada, den ich aus Mailand mitgebracht habe», jammerte er.«Prada? Der muss aber teuer gewesen sein. Nein, ich würde mich an das gute Stück erinnern, wenn ich es gesehen hätte.»«Aber heute Morgen lag er noch da, er kann doch nicht einfach verschwunden sein. Bist du im Ankleidezimmer gewesen?»Georgie unterdrückte ein Auflachen. «Nein, natürlich nicht, Li Kapitel 31 Georgie entdeckte Ed abseits der plaudernden und trinkenden Menge an eine Säule gelehnt. Er starrte blicklos vor sich hin, und einen Augenblick lang stand sie einfach nur da und sah ihn abschätzend an. Trotz ihrer gemeinsamen Jahre und allem, was sie miteinander verband, wirkte er wie ein Fremder. Er musste ihre Anwesenheit gespürt haben, denn nun wandte er sich ihr langsam zu und erwiderte stumm ihren Blick.«Woher wusstest du Bescheid?», fragte er schließlich leise.«Du hast es mir nicht gerade schwergemacht.»«Und das hier alles nur – um es mir heimzuzahlen?»Georgie überlegte. Zu diesem Zeitpunkt wäre es sinnlos gewesen, nicht mit der ganzen Wahrheit herauszurücken. «Ja, Ed, um es dir heimzuzahlen. Wie du mich behandelt hast – uns alle, Libby, das Baby und mich, ist unsäglich. Und du hast mich immer wieder angelogen.» Ihre Kehle war vor Schmerz und Empörung wie zugeschnürt und machte das Sprechen schwer.Ed blickte zu Boden und vermied es, ihr in die Augen zu sehen. «Es hatte Epilog Der Frühlingssonnenschein fiel durch die Bürofenster herein. Jo hatte eine Vase mit Narzissen auf Georgies Schreibtisch gestellt, deren Duft vom Wind, der durch die geöffneten Fenster hereinkam, Flick in die Nase wehte. Im Büro war es himmlisch ruhig, da sowohl Jo als auch Georgie gerade nicht da waren und sie sich einige kostbare Momente lang friedlich auf den Bildschirm vor ihr konzentrieren konnte. Das einzige Geräusch war gelegentlich ein Schnüffeln von dem Baby, das an ihrer Brust schlief.Zwischen dem umständlichen Tippen mit einer Hand küsste sie es hier und da auf den Kopf und genoss seine Wärme und das weiche, flaumfedrige Haar. Seine langen, dunklen Wimpern lagen auf den Wangen, und sein Mund stand ein wenig offen, der Amorbogen der Oberlippe perfekt gerundet.Sie überlegte gerade, wie sie sich eine Tasse Tee machen könnte, ohne ihn aufzuwecken, als plötzlich die Tür aufging und Libby hereinkam, ihren Schulranzen über einer Schulter, die Socken um die Knöchel gerutscht.« Dank Die Bösen kriegen in den besten Geschichten immer ordentlich ihr Fett weg. Vielleicht haben wir alle eine dunkle Seite, weshalb uns der Gedanke an Rache so gut gefällt. Natürlich würden wir niemals zur Tat schreiten – und doch wäre es sehr befriedigend, jemandem einen Denkzettel zu verpassen, der es wirklich verdient hat! Die Recherche zu diesem Buch hat uns jede Menge Spaß bereitet, aber wir würden die Namen der Leute, deren Geschichten uns erzählt wurden, nie nennen. Unser Dank geht im Folgenden an alle, die uns professionell unterstützt haben: Dr. Kate Crocker, Tim und Moira Sara und, natürlich, Sara O’Keeffe und alle von Orion für ihr unerschütterliches Vertrauen. Dank, wie immer, auch an Mary Pachnos. Informationen zum BuchKontrolle ist gut. Rache ist besser. Georgie und Flick sind nicht nur beste Freundinnen, sondern auch Geschäftspartnerinnen. Ihre Agentur vermittelt Putzfrauen, organisiert Kindergeburtstage und beaufsichtigt Handwerker. Doch so richtig brummt der Laden erst, seit sie für betrogene Frauen Rache an untreuen Männern üben. Schnell entwickeln sich die beiden zu wahren Vergeltungs-Profis. Nur privat läuft es alles andere als rund. Aber wer sagt, man soll Privates und Berufliches nicht vermischen? Denn eines haben Georgie und Flick gelernt: Rache ist süß! «Die Bücher von Annie Sanders bieten perfekte Sofalektüre – Eifersucht, Liebeskummer und viel Humor. Alles drin!». (Sun) Informationen zur AutorinAnnie Ashworth und Meg Sanders sind ein Autorenduo, das in England mit seinen Romanen sehr erfolgreich ist. Die beiden Journalistinnen leben mit ihren Familien in Stratford-upon-Avon und schreiben bereits an ihrem nächsten Buch. Weitere Veröffentlichungen:Gucci und GummistiefelPack die Regenjacke einWeihnachten für AnfängerMister Mädchen für allesFamilienpause ImpressumDie Originalausgabe erschien 2009 unter dem Titel «Getting Mad, Getting Even» bei Orion Books, London. Redaktion Jan Valk Rowohlt Digitalbuch, veröffentlicht im Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, Februar 2011Copyright © 2011 by Rowohlt Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg«Getting Mad, Getting Even» Copyright © 2009 by Wordright Ltd.Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt, jede Verwertung bedarf der Genehmigung des VerlagesUmschlaggestaltung any.way, Sarah Heiß(Foto: Getty Images; plainpicture)Schrift DejaVu Copyright © 2003 by Bitstream, Inc. All Rights Reserved. Bitstream Vera is a trademark of Bitstream, Inc.Konvertierung Koch, Neff & Volckmar GmbH, KN digital – die digitale Verlagsauslieferung, StuttgartISBN Buchausgabe 978 - 3 - 499 - 25513 - 7 (1. Auflage 2011)ISBN Digitalbuch 978 - 3 - 644 - 43671 - 8www.rowohlt-digitalbuch.de
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