In den USA fielen in den Jahren 1961–63 pro einhundert Arbeitnehmer 27,8 Arbeitstage durch Streiks aus. In Schweden waren es 0,4 Tage.
Die zweithöchsten, wenn man die Beiträge zur Sozialversicherung mit einberechnet.
Vor allem von Erik Dahl, der die Häuser entwarf. Er war zu diesem Zeitpunkt Anfang dreißig und wählte Skönstaholm als Wohnsitz. Er war also ein Architekt, der originellerweise nicht nur Lippenbekenntnisse zu seiner eigenen Schöpfung ablegte.
Auch die Landschaftsarchitekten waren erstklassig. Einer von ihnen war der Stadtgärtner Holger Blom, der den «Pilz» auf dem Stureplan entworfen hatte.
Bar-Lock war eine private, 1906 gegründete Berufsschule in Stockholm, die Unterricht in Fächern wie Stenographie, Schreibmaschinenschreiben und Buchführung anbot und damit vor allem auf unterschiedliche Tätigkeiten im Sekretariat vorbereitete. Die berühmteste Schülerin dieser beliebten Schule war Astrid Lindgren, die 1926 dort das Maschinenschreiben erlernte. Bar-Lock – der Name geht auf eine bekannte amerikanische Schreibmaschine zurück, die 1888 auf den Markt kam – lag 1965 auf Östermalm. Als Kickan an dem schicksalsträchtigen Abend darauf bestand, vom Sommerhaus der Familie ihres Freundes zum Reihenhaus in Hökarängen gefahren zu werden, wollte sie vor allem nachsehen, ob sie an dieser Schule angenommen worden war.
Die Mode war gerade in eine Phase radikaler Erneuerung eingetreten: hohe Stiefel, Rollkragenpullover, hautfarbene Unterwäsche, Büstenhalter ohne Bügel und Stützfunktion, kurze Haarschnitte, «bequeme Kleidung, apart, geometrisch geschnitten, ohne Kinkerlitzchen, Bekleidung für Menschen des Weltraumzeitalters». Auch in diesem Bereich rückten die 50er Jahre in weite Entfernung. Das extremste Kleidungsstück, über das viel gesprochen wurde, wenn man es auch fast nie zu Gesicht bekam, war übrigens der sogenannte Monokini, ein Badeanzug ohne Oberteil. Frauen, die sich darin an einem schwedischen Badestrand zeigten, wurden sofort von der Polizei festgenommen.
Zwecks Korrektur womöglich übertrieben glücklicher Kindheitserinnerungen sollte erwähnt werden, dass alle Sommer in der ersten Hälfte der 60er Jahre relativ sonnenarm und kühl waren. Was sich mit meinen eigenen Erinnerungen überhaupt nicht deckt.
Noch, sollte man vielleicht hinzufügen. Mit dem Jahreswechsel war die Polizei aus kommunaler in staatliche Verantwortung übergegangen, und im Zuge dessen war unter anderem eine spezielle Reichskriminalabteilung eingerichtet worden, die ihren Sitz in Västberga im Süden Stockholms hatte. Personal war auf die besserbezahlten Stellen bei der Reichspolizei abgeworben worden, eine Wanderungsbewegung, die sich fortsetzen sollte und zum Teil die beträchtliche Rivalität erklärt, die sich zwischen der Stockholmer Mordkommission und derjenigen der Reichspolizei in Västberga entwickelte.
Im Jahr 1961 wurden 281000 Verstöße gegen das Strafgesetzbuch registriert, 1965 waren es 393000. Eine Steigerung von annähernd 40 Prozent.
So der Architekt Uno Åhrén in dem staatlichen Komitee Bostadssociala utredningen 1945.
Es hätte noch schlimmer kommen können. In ihrer Verzweiflung über die fast schon erdrückende Wohnungsnot hatten die Behörden zunächst erwogen, einfache Baracken aus Holz zu errichten.
Der Begriff «Mobbing» wurde erst 1973 in das von der Schwedischen Akademie herausgegebene Wörterbuch SAOL aufgenommen.
Farsta ist der Stadtbezirk, zu dem Hökarängen als Stadtteil gehört.
Ulla Sandulf spielte während dieser Jahre im Damen-Einzel in Wimbledon und hätte es durchaus bis ganz nach oben schaffen können, wenn sie nicht eine schwere Rückenverletzung erlitten hätte. Ein weiterer Einwohner von Skönstaholm, Magnus Feldt, besiegte 1970 einen gleichaltrigen Spieler namens Björn Borg im Kampf um Kungens Kanna – der errang die Trophäe jedoch im darauffolgenden Jahr.
«Lustiges Bullerbü» war das meistverkaufte Kinderbuch des Jahres 1965 in Schweden.
Das Standardporto für Briefe innerhalb Schwedens betrug 40 Öre, in Länder außerhalb Skandinaviens 60 Öre.
Ihr richtiger und heutiger Name lautet Anna Margareta Sjöö, aber sie wird noch immer bei ihrem alten Kosenamen gerufen.
Rein technisch betrachtet beschäftigen sich Historiker nicht mit der Vergangenheit, sondern sie studieren die Hinterlassenschaften der Vergangenheit.
Diese Erfahrung war für mich der Impuls, ein ganzes Buch über triviale Erinnerungen zu schreiben, solche, die als Erste verlorengehen. Der Titel lautet Jag kommer ihåg.
So werden Erinnerungen sozusagen von innen nach außen gelagert, weshalb bei Demenz die jüngeren Erinnerungen vor den älteren verschwinden und die Kindheitserinnerungen als Letztes ausradiert werden. Ein gutes Beispiel für die Nicht-Linearität, das wahrscheinlich hiermit in Zusammenhang steht, ist die Tatsache, dass Forscher beweisen konnten, dass man sich an mehr Einzelheiten aus seiner Kindheit erinnert, wenn man die sechzig überschritten hat, als zum Beispiel mit vierzig.