4 Siem Reap Schöne Kleinstadt am Fluss nahe den Tempeln mit französischem Flair und jeder Menge angesagter Restaurants und Bars. siehe >>
5 Die Tempel von Angkor Angkor Wat, der Bayon, Ta Prohm, Preah Khan und viele mehr … die großartigen Tempel sind die berühmteste Sehenswürdigkeit von Kambodscha. siehe >>
Banteay Srei Der filigrane Sandsteintempel etwas abseits der Hauptrouten von Angkor beherbergt einige der größten Meisterwerke der Khmer-Bildhauerkunst. siehe >>
6 Tonle-Sap-See Schwimmende Dörfer und eine einzigartige Vogelwelt auf dem größten See Südostasiens. siehe >>
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Übernachtung:
Essen:
Sonstiges:
9 Institute for Khmer Textiles
Transport:
Tara Boat
Nur einen Katzensprung entfernt von den berühmten Tempeln von Angkor, einst Zentrum des Khmer-Reiches, liegt das Provinzstädtchen Siem Reap (100 000 Einw.). Noch immer herrscht hier die entspannte Atmosphäre einer Kleinstadt, auch wenn steigende Besucherzahlen zu einem wahren Bauboom geführt haben. Für Reisende bieten sich in Siem Reap alle touristischen Annehmlichkeiten: Es gibt Unterkünfte aller Kategorien und Restaurants mit nationaler und internationaler Küche für jeden Geldbeutel. Entspannung nach anstrengenden Tempelbesuchen versprechen Massagesalons und Spas. Kleine Boutiquen und Kunsthandwerksstände auf den Nachtmärkten laden zum Bummeln ein, exotischer geht es auf den Märkten wie dem Psar Chas und dem Psar Leu zu. Etwas ganz Besonderes ist das Old French Quarter rund um den Psar Chas, den alten Markt, mit seinen liebevoll renovierten Kolonial- und den alten Warenhäusern. Romantisch ist die Stimmung, wenn nach Einbruch der Dunkelheit der Fluss und die Holzbrücken von Lampions beleuchtet werden. Abends füllt sich die tagsüber ruhige Kleinstadt mit Leben – die Besucher flanieren an den Außenständen des Psar Chas vorbei, über die Nachtmärkte auf beiden Seiten des Flusses und geben sich der Partystimmung in der Passage und der Pub Street hin, in der sich die Lokale aneinanderreihen.
Natürlich stehen für die meisten Besucher die faszinierenden Tempel von Angkor ganz oben auf der Entdeckerliste. Die Tempelanlagen, die etwa 6 km nördlich von Siem Reap liegen, sind mit dem Fahrrad, Tuk-Tuk oder Auto bequem zu erreichen und können das ganze Jahr über besucht werden. Einen besonderen Blick auf die weltberühmte Stätte erhält man vom Heißluftballon aus oder bei einem Rundflug mit dem Helikopter. Tagesausflüge zu den weiter entfernt liegenden Tempelanlagen Beng Mealea, Koh Ker oder sogar bis nach Preah Vihear sind mit einem gemieteten Auto bequem zu bewerkstelligen. Doch auch die Dörfer rund um Siem Reap mit ihren Reisfeldern lohnen einen Besuch, erhält man hier doch Einblick in den dörflichen Alltag. Ebenso faszinierend ist das Leben in den schwimmenden Dörfern auf dem Tonle-Sap-See. Kaum vorstellbar für uns Besucher, dass tatsächlich das gesamte Leben auf dem Wasser stattfindet. Schulkinder paddeln mit dem Boot zur Schule, Waren des täglichen Bedarfs bis hin zum Mobiltelefon werden in schwimmenden Geschäften verkauft, Snacks von Booten aus feilgeboten. Der größte See Südostasiens bietet zudem teils seltenen Wasservögeln eine Heimat, was vor allem Vogelliebhaber anlockt.
Charmant ist die koloniale Architektur rund um den Psar Chas.
Siem Reap heißt übersetzt „der Platz, an dem die Siamesen geschlagen wurden“, wohl in Anlehnung an eine Schlacht aus dem 17. Jh. Die ersten Beschreibungen des Dorfes stammen aus dem Jahr 1860, als der französische Forschungsreisende Henri Mohout die Tempel von Angkor (wieder) entdeckte. Zu diesem Zeitpunkt bzw. bereits seit 1795 stand die gesamte Region unter dem Einfluss Siams. Erst mit dem Französisch-Siamesischen Vertrag vom 23. März 1907 fielen Siem Reap und Angkor an Kambodscha zurück. In den 1920er-Jahren kamen die ersten Touristen, das Grand Hotel d’Angkor eröffnete (damals lag es noch außerhalb der Stadt). Als attraktives Reiseziel in Asien wurde Siem Reap bereits in den 1950er- bis Anfang der 1970er-Jahre bekannt. Prominente Besucher waren Somerset Maugham 1923 und Charlie Chaplin 1936. Im Jahr 1966 weilte Charles De Gaulle während eines Staatsbesuches hier, und Jacqueline Kennedy verbrachte 1967 drei Tage in Siem Reap und Angkor.
Unter den Roten Khmer wurde die Stadt ab 1975 entvölkert und viele Häuser zerstört. 1979 vertrieben die Vietnamesen die Gewaltherrscher, die in den nahe gelegenen Dschungel flüchteten. Die zurückgekehrte Bevölkerung verbarrikadierte sich im Stadtzentrum, um sich vor den immer wiederkehrenden Überfällen der Roten Khmer zu schützen. Bis 1993 kam es zu regelmäßigen Übergriffen, von denen auch die UNTAC nicht verschont blieb. Seit Mitte der 1990er-Jahre wurde der Tourismus neu belebt.
Die Besucherzahlen steigen Jahr für Jahr, und das kleine Dorf wird täglich größer. Die Ausfallstraßen mit großen Hotels an beiden Seiten ziehen sich immer weiter aufs Land hinaus, und auch der Weg zu den Tempeln ist mittlerweile fast nahtlos zugebaut. Doch noch immer versprüht die Stadt durch ihre idyllische Lage am Fluss und die niedrige Bebauung (in der Stadt) den Charme einer Kleinstadt.
Siem Reap erstreckt sich von den Tempelanlagen im Norden bis südlich des „alten“ Marktes (Psar Chas), sowie westlich und östlich entlang dem Siem-Reap-Fluss.
Der belebte Stadtkern befindet sich rund um den Psar Chas auf der westlichen Seite des Flusslaufs. Das Gebiet rund um den Markt ist überschaubar und gut zu Fuß zu erkunden. Hier befinden sich die Ausgehmeile Pub Street und die überdachte Straße, in der sich die Restaurants aneinanderreihen, genannt „Passage“, sowie der Sivatha Boulevard. Letzterer ist die Hauptgeschäftsstraße.
Die wichtigsten Straßen: Die wichtigste Ost-West-Verbindung ist die Nationalstraße 6 (N6), die im Osten nach Phnom Penh und Kompong Thom, im Westen zum Flughafen, weiter nach Sisophon, Poipet und Bangkok führt. Nur wenige Straßen tragen einen Namen, manche sind durch Nummern gekennzeichnet. Einige Straßen werden von Einheimischen auch nach den örtlichen Gegebenheiten benannt. So trägt die N6 auf der westlichen Seite den Beinamen „Airport Road“; die Straße, die östlich des Psar Chas am Krankenhaus verläuft, „Hospital Street“ (offizielle Bezeichnung 2 („Pi“)-Thnou St.). Nördlich der N6 führt der Charles de Gaulle Boulevard zum Haupteingang nach Angkor, daher auch der Name „Angkor Wat Road“; 7 Makara wird „Highschool Road“ genannt. Die Straße östlich entlang dem Fluss heißt einfach „River Road“. Viele Tuk-Tuk- und Motorradtaxi-Fahrer kennen die Stadt wie ihre Westentasche, aber natürlich nicht alle gewünschten Ziele. Für Preisverhandlungen einfach einen markanten Punkt in der Nähe angeben, wie einen Markt, die Pub Street oder eine Pagode.
Die Innenstadt lässt sich prima zu Fuß oder mit einem Fahrrad erkunden. Im Folgenden der Vorschlag für einen Rundgang, beginnend in der Innenstadt an der westlichen Flussseite. Es geht Richtung Nordosten, dann auf der östlichen Flussseite in südlicher Richtung zurück. Mit dem Fahrrad ist für die gesamte Tour ein Tag einzuplanen.
Im Psar Chas (alter Markt) werden Kunsthandwerk, kramas, Sarongs und jede Menge anderer Souvenirs verkauft. Morgens ist ein guter Zeitpunkt für einen Besuch, dann bieten Marktfrauen in den Gängen frische Lebensmittel feil.
200 m weiter nordöstlich erblickt man am Fluss das buddhistische Kloster Wat Preah Prohm Rath, in dem gegenwärtig etwa 20 Mönche leben. Die Anfänge des Klosters gehen zurück auf König Ang Chan I. (reg. 1516–1566), der es Anfang des 16. Jhs. gründete. Einen Blickfang bildet am Eingang die Nachbildung des Kampfbootes Ang Chans, dem magische Kräfte zu hohen Geschwindigkeiten verholfen haben sollen. Der moderne Vihear wurde 1951 erbaut, die Außenwände zieren 44 bunte Relieftafeln, die Szenen aus dem Leben Buddhas darstellen. Das Foto neben dem sitzenden Buddha im Inneren zeigt den Mönch Chuon Nath (1883–1969), der 1938 das erste Wörterbuch in Khmer verfasste.
Nördlich befindet sich das Reha-Zentrum Handicap International, www.handicapinternational.be. Von einem international tätigen belgischen Verein gefördert, bietet es Informationen zum Thema Landminen, die Anfertigung von Prothesen und Reha-Maßnahmen. Mo–Fr 8–12 und 14–17 Uhr.
Eine Oase der Ruhe sind die gepflegten Royal Gardens an der Königlichen Residenz, etwa 500 m dem Flussverlauf in nördlicher Richtung folgend. Hunderte von Flughunden, die sich von Früchten ernähren, hängen tagsüber in den Bäumen. Auf dem Gelände steht der Schrein Preah Ang Chek – Preah Ang Chrom. Die Pagode beherbergt die Schutzgöttinnen von Siem Reap. Zu sehen sind zwei Statuen der Schwester-Gottheiten, die vermutlich einst Prinzessinnen von Angkor waren. Preah Ang Chek ist die größere und schlankere, Preah Ang Chrom die kleinere. Die Originalstatuen stammen aus dem 16. Jh. und wurden Ende der 1950er-Jahre von ihrem damaligen Standort Angkor Thom ins Angkor Conservation Center gebracht. Einer Legende zufolge soll der damalige Provinzgouverneur Dap Chhun die Statuen gestohlen haben. Die über 500 kg schweren Figuren, die er trotz ihres Gewichts tragen konnte, hätten zu ihm gesprochen und ihm Glück gebracht. Doch von dem Tag an, an dem Dap Chhun versuchte, den König zu hintergehen, verstummten sie. Dap Chhun schlug aus Wut der Figur Preah Ang Chek die Hand ab – die Bruchstelle ist noch heute zu erkennen. So viel zur Legende! Gläubige überschütten die ausgestreckten Handflächen der im Schrein aufgestellten Figuren mit geweihtem Wasser, um Glück oder die Erfüllung eines Wunsches zu erbitten. Die beiden sollen außerdem frisch vermählten Paaren Glück bringen. Beim Schrein singen Mönche, oft spielen hier traditionelle Khmer-Bands.
Südlich angrenzend steht unter einem Baum der Schrein Ya-Tep. Er ist den Ahnengeistern (neak ta) gewidmet. Die Neak ta wachen über den Ort und die hier lebenden Menschen – solange ihnen genügend Respekt gezollt wird. Daher bringen insbesondere in den frühen Abendstunden viele Gläubige Opfergaben dar.
Wat Kesararam, 100 m westlich, wurde um 1970 erbaut, bunte Wände und Decken stellen Buddhas Leben dar. Unter dem Tempel liegen Knochenreste von Opfern der Roten Khmer.
Das aufwendig gestaltete Gebäude 200 m nördlich beherbergt das sehenswerte Angkor Nationalmuseum, 968 Charles de Gaulle Blvd., Tel. 063-966 601, www.angkornationalmuseum.com, das sich dem Angkor-Reich und der Khmer-Kultur widmet. Es ist ein modern, informativ und interaktiv gestaltetes Museum. Beeindruckend ist die Galerie der 1000 Buddhas, die aus verschiedenen Epochen und Materialien stammen. Die übrigen sieben Räume sind nach Themenkomplexen unterteilt wie die Entwicklung des Khmer-Reichs, Religionen, Baustile der Angkor-Könige, Angkor Wat oder Angkor Thom. 8.30–18.30 Uhr, Eintritt US$12, Kinder unter elf Jahren die Hälfte. Deutschsprachiger empfehlenswerter Audioguide US$3.
Im Khmer Keramik Zentrum, Charles de Gaulle Blvd., Tel. 063-210 004, www.khmerceramics.com, erhalten benachteiligte Jugendliche eine Ausbildung in alter Töpferkunst. Wer Interesse hat, kann unter Anleitung selbst Töpferarbeiten herstellen, ein Stück wird gebrannt und am nächsten Tag ins Hotel gebracht. US$15. 8–20 Uhr.
Die Klosteranlage Wat Thmei 3,5 km nördlich des Psar Chas beherbergt einen Stupa mit Knochen und Kleiderresten von Opfern der Roten Khmer, auch Mönche sind hier umgekommen. Die heute hier lebenden jungen Mönche unterhalten sich gern mit ausländischen Besuchern, um ihre Englischkenntnisse aufzubessern. Auf dem Gelände befindet sich zudem ein Waisenhaus; das Salvation Center Cambodia verkauft kleinere Andenken, deren Erlöse HIV-positiven Menschen helfen.
Wer von dort auf die östliche Flussseite Richtung Zentrum wechselt, erreicht zuerst den Tempel Preah Enkosai.
Wat Preah Enkosai wurde Ende des 10. Jhs. von Rajendravarman II. (reg. 944–968) erbaut. Von den ursprünglich drei Laterit-Türmen sind noch zwei erhalten, der Vihear steht auf den Resten des dritten Tempels. Sie sind das älteste Zeugnis der Angkor-Zeit in der Stadt. Der Hauptturm hat einen Türbogen aus Sandstein, auf dem einige Steinmetzarbeiten zu erkennen sind: Indra auf einem Elefanten und das Kirnen des Milchozeans (Kasten siehe >>). Wat Preah Enkosa, ca. 300 m südlich, wurde 1911 erbaut. Zwei Boote, aus einem Jackfruit-Baum geschnitten, liegen rechts und links des Eingangs. Der Vihear der Klosteranlage Wat Po Lanka, weitere 300 m südlich, stammt aus den 1960er-Jahren, das Dach wird von Garudas gehalten: Die Kraft der mystischen Wesen soll dem Gebäude Standfestigkeit verleihen. Sehenswert ist der Bodhi-Baum, der von meditierenden Buddhas umgeben ist.
Der „neue Markt“ Psar Leu befindet etwa 1 km in östliche Richtung an der N6. In dem großen überdachten Markt wird (fast) alles verkauft: Elektro-Kleingeräte, Textilien, Stoffe, Schmuck, Haushaltswaren. Interessant ist ein Gang durch die Lebensmittelabteilung, in der viele bei uns unbekannte Gemüse- und Obstsorten angeboten werden.
130 Mönche leben im sehenswerten Wat Bo, dessen Klostergebäude noch aus dem 18. Jh. stammt. Die Eingänge und Fensterstürze zieren wunderbare Reliefs aus dem Ramayana-Epos. Gegen eine Spende schließt der Tempelwächter auf, sodass man die aus dem 19. Jh. stammenden Wandmalereien im Vihear bestaunen kann. Sie zeigen Alltagszenen, u. a. mit französischen Soldaten und Chinesen. Nach Rücksprache mit dem Klostervorsteher kann der Vihear zur Meditation genutzt werden (Spende erbeten).
Dem Psar Chas gegenüber, auf der östlichen Flussseite, steht Wat Damnak („Palast“). Unter König Sisowath als Königsresidenz genutzt, ist es heute ein buddhistisches Kloster und Lernzentrum. Die Bibliothek des Zentrums für Khmer-Studien ist frei zugänglich. Die ebenfalls hier ansässige Life & Hope Association, Tel. 063-761 810, www.lifeandhopeangkor.org, unterrichtet unterprivilegierte Kinder in Englisch.
Auf dem Gelände von Wat Damnak sind heute ein Kloster, eine Bibliothek und eine Schule untergebracht.
7 km südlich von Siem Reap Richtung Tonle-Sap-See liegt der sehenswerte Wat Atvea. Der aus Laterit und Sandstein gebaute Tempel ist gut erhalten, er stammt aus dem 12. Jh., wurde von Suryavarman II. errichtet und leider niemals fertiggestellt. Die Parallelen zu Angkor Wat sind klar zu sehen. Atvea heißt übersetzt „ohne Tür“. Vier Gopurams sind mit Lotosblüten-Reliefs verziert. Die Türpfosten des Zentralheiligtums in der Mitte sind mit Apsara-Darstellungen geschmückt, rechts und links davon sind nicht vollendete Apsaras auszumachen. Auf dem Steinpodest im Zentralheiligtum soll einst eine Vishnustatue gestanden haben. Die Anlage mit dem angrenzenden Kloster ist wunderbar ruhig, nur wenige Touristen besuchen den Tempel.
Ein interessanter Zwischenstopp auf dem Weg zum See verspricht die Lotos Farm, Phnom Krom Rd., Tel. 063-636 9133, www.lotusfarm.org. Hier kann man der Gewinnung und Weiterverarbeitung von Lotosseide zuschauen, kostenfreie Führungen. 10–18 Uhr.
Der Themenpark liegt an der N6, 5 km Richtung Flughafen, Tel. 063-963 098, www.cambodianculturalvillage.com. Überwiegend asiatische Gruppen besuchen die 200 000 m2 große, gepflegte Anlage, in der Miniaturnachbildungen von berühmten Bauwerken wie dem Königspalast, Nationalmuseum und Wat Phnom in Phnom Penh zu sehen sind. Zehn traditionelle Dörfer sind aus Beton, Holz und Plastik nachgebaut. Zudem beherbergt der Park einen Zoo, ein Museum und ein Wachsfigurenkabinett, dazwischen werden traditionelle Tänze dargeboten. Erwachsene mögen das etwas kitschig empfinden, für Kinder ist es ein schöner Ausflug. 8–20 Uhr, Eintritt US$15, Kinder 1,10m–1,40m US$5. Golfwagen für den bequemen Transport ab US$7.
Die Seidenfarm im Dorf Puok
Wahrscheinlich wurden bereits im 2. Jh. Seidenwebarbeiten aus China und Indien ins Reich der Funan importiert. Später siedelten Seidenweber in Kambodscha in der Gegend um Takeo. Während der französischen Kolonialzeit war Seide ein begehrter Exportartikel. Handgewebte Seide hat einen tiefen Glanz und eine einzigartige Struktur durch kleine Unregelmäßigkeiten. Während der Herrschaft der Roten Khmer galt das schöne Material als Teil der westlichen Dekadenz, und die Herstellung von Seide wurde verboten. Alle Genossen mussten einfache grobe schwarze Kleidung in Pyjamaform tragen. So fiel auch diese Kunst der Vergessenheit anheim.
Erst Anfang der 1990er-Jahre rückte dieses alte Handwerk wieder in den Blickpunkt. In Siem Reap wird heute die Seidenfarm bei dem Dorf Puok von Les Artisans d’Angkor geleitet. 1991 als französische NGO gegründet, finanziert sich das Projekt seit 2001 selbst. Benachteiligte Jugendliche werden hier in der Seidenweberei ausgebildet. Die kostenlose einstündige Führung zeigt die Maulbeerplantagen (Lieblingsspeise der Seidenraupen), die Aufzucht der Raupen und die Gewinnung der Seidenfäden aus den Kokons. Es ist beeindruckend zu sehen, dass bis zu 500 m lange Seidenfäden aus nur einem Kokon entstehen. Rohseide aus Kambodscha hat einen einzigartigen Goldton. Gefärbt wird mit Naturstoffen: Grau aus den ausgekochten Ästen des Lychee-Baums; Braun aus gekochten Kokosnussschalen; Rot aus Schildläusen, Gelb und Blau aus Baumrinden. Danach geht es zur Verarbeitung an die Webstühle. Im angegliederten Museum sind besonders interessante Exemplare der Webkunst zu bewundern.
Seidenfarm, 17 km westlich von Siem Reap, im Dorf Puok an der N6 Richtung Sisophon, Tel. 063-555 5768. 8–17 Uhr, Eintritt frei. Angegliederter Shop. Um 9.30 und 13 Uhr kostenloser Shuttlebus von Artisans d’Angkor in Siem Reap.
Nördlich von Siem Reap befinden sich im Tempelbezirk drei Ausflugsziele, die sich bequem mit den Tempelbesuchen verbinden lassen. Wer jedoch nur dorthin will, muss kein Tagesticket kaufen, sofern man (bzw. der Tuk-Tuk- oder Taxifahrer) bei der Einlasskontrolle Bescheid gibt.
Fast 40 heimische Schmetterlingsarten flattern in einem tropischen Garten, 10 km vor Banteay Srei, Tel. 097-852 7852, www.angkorbutterfly.com, unter einem hohen Netz umher. Gezeigt wird die Entwicklung der filigranen Tiere von der Larve zur Raupe, über die Verpuppung im Kokon bis hin zum fertigen Schmetterling. Das Center unterrichtet die einheimische Bevölkerung in Sachen Schmetterlingsaufzucht und Naturschutz. 9–16.30 Uhr, Eintritt US$4, Kinder unter zwölf Jahren US$2, inkl. Führung.
Der Kambodschaner Aki Ra gründete 1997 die Sammlung und stellt seither Kriegswaffen, z. B. Gewehre, Handgranaten und Minen, in seinem Museum, www.cambodialandminemuseum.org, 6 km vor Banteay Srei, aus. Ausführliche Informationen zu den noch in Kambodscha vergrabenen Landminen und Blindgängern sind ebenfalls zu finden. Aki Ra, der unter den Roten Khmer selbst Minen legte, wurde nach dem Krieg zum Minenräumer ausgebildet. 2008 gründete er eine NGO, die Landminen und Blindgänger in abgelegenen Dörfern entschärft. Die Eintrittsgelder des Museums werden zur Unterstützung von Kindern verwendet, deren Familienmitglieder u. a. von Verletzungen durch Landminen betroffen sind. Hinter dem Museum leben über 30 Kinder, die Unterkunft, Essen, eine Schulausbildung und Weiterbildungsmöglichkeiten erhalten. Freiwilligenarbeit möglich. 7.30–17.30 Uhr, Eintritt US$3, Kinder unter zwölf Jahren frei.
Dieses Schutzzentrum nahe Kbal Spean, 1 1/2 Std. nördlich von Siem Reap, Tel. 011-426 856, www.accb-cambodia.org, setzt sich in Zusammenarbeit mit dem Zoo Münster für den Schutz bedrohter Tierarten ein. Gibbons, Leopardenkatzen, Makakken, Schildkröten, Störche und Ibisse leben in dem Zoo, darunter viele gefährdete einheimische Arten. Die Tiere wurden zum Teil aus nicht artgerechter Haltung konfisziert. ACCB betreibt Zucht- und Auswilderungsprogramme sowie Naturschutzaufklärung in Schulen. Das Zentrum ist nur im Rahmen einer Führung (1 1/2 Std.) Mo–Sa um 13 Uhr oder unter vorheriger Anmeldung zu besichtigen. Um eine Mindestspende von US$3 wird gebeten.
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Übernachtung:
Essen:
4 Marum
7 Sala Bai
8 Nest
9 Kanell
10 Green Star
11 Little Krama
Sonstiges:
11 Phare - The Cambodian Circus
12 WA Gallery
13 ConCERT
15 Bloom
Transport:
An Unterkünften mangelt es in Siem Reap nicht. Selbst in der Hauptreisezeit wird man spontan noch irgendwo irgendein freies Zimmer finden. Und dennoch ist zwischen Dezember und Ende Februar eine Reservierung zu empfehlen.
Wer mit Bus oder Boot ankommt, sieht sich einer Schar von Tuk-Tuk- und Mopedtaxifahrern gegenüber. Wer sich noch nicht für eine Unterkunft entschieden hat, kann den Empfehlungen des Taxifahrers folgen. Die Fahrt ist dann meist kostenlos, der Fahrer erhält eine Provision vom Hotel. Selbstverständlich kann man sich weitere Hotels ansehen, sollte das angebotene Zimmer einem nicht zusagen. Dann ist aber nicht selten die Fahrt ins Zentrum mit US$2 zu bezahlen.
Genügsame Traveller können für US$1 im einfachsten Dormbett übernachten. Für günstige Guesthouses mit eigenem Bad und Ventilator sind etwa US$10, mit AC US$15–20 zu zahlen. Einige dieser Häuser bieten sogar einen kleinen Pool. Viele Backpacker-Unterkünfte haben im Wat Bo Village eröffnet, rund um St. 20 und die angrenzenden Straßen. Zum Zeitpunkt der Recherche waren die Seitenstraßen nicht asphaltiert, während der Regenzeit verwandeln sie sich daher noch in schlammige Pisten.
Beliebt ist die Sok San St. Unterkünfte verschiedener Preisklassen reihen sich hier aneinander. Zudem gibt es günstige Restaurants und ein paar Bars für diejenigen, die das Getümmel rund um die Pub St. meiden wollen.
Mittelklassehotels mit Pool liegen um US$60. Immer mehr kleine Boutiquehotels eröffnen, hier hängt der Preis von der Zimmergröße ab. Nach oben sind in Siem Reap fast keine Grenzen gesetzt. Viele der großen Resorts liegen etwas abseits an der N6 Richtung Flughafen. Unterkünfte aller Preisklassen bieten kostenloses WLAN.
Arboretum Guesthouse , Sok San St., Tel. 063-963 240, www.arboretumguesthouse.com, [9688]. Familiäres Haus mit schönem Garten und Terrasse zur Straße. Die Zimmer haben geflieste Böden, sind mit Bett und Schrank möbliert, umlaufende Steinbordüren schmücken die Wände. Ventilator oder AC.
Avatar Angkor Hotel
, Taphul Rd., Tel. 063-968 767, www.avatarangkorhotel.com, [9689]. Außen hochmodern, innen sind alte schwarz-weiße Bodenfliesen erhalten. Das Haus ist dekoriert mit Gebrauchsgegenständen aus Holz wie alten Pflügen oder Eggen. In den schönen AC-Zimmern stehen Bett, Schreibtisch und Ablagemöbel. Ansprechende Bäder, ebenfalls mit schwarz-weißen Fliesen und die Waschbecken, die aus einem Palmenstamm gearbeitet wurden. Minibar und Wasserkocher. Zudem eine 30-Min.-Massage.
Bou Savy Guesthouse , Seitengasse N6, Tel. 063-964 967, www.bousavyguesthouse.com, [9690]. Großes rotes Haus in einem tropischen Garten. Die Zimmer sind sauber gefliest, mit Kühlschrank, TV und netten farbigen Seidenkissen dekoriert. Bei Travellern beliebt, unbedingt reservieren. Inkl. Frühstück.
Garden Village
, 434 Sok San St., Tel. 012-217 373, www.gardenvillageresort.com. 70 unterschiedlichste Zimmer auf mehrere Häuser verteilt. Die einfachste und günstigste Schlafmöglichkeit ist ein Dorm-Bett „Khmer-Stil“: Matratze und Moskitonetz. Schön sind die Mehrbettzimmer mit vielen Stockbetten im luftigen gemauerten Raum. In dem neuen Gebäude auf der Rückseite gibt es riesige geflieste saubere Zimmer mit einem Bett, schönem Bad und Terrasse. Auf der Gemeinschafts-Dachterrasse ist immer etwas los. Dormbett von US$1 bis zu US$2,50. Das DZ kostet p. P. US$6–8.
Golden Takeo Guesthouse
, 123 Wat Bo Village, Tel. 012-785 424, www.goldentakeoguesthouse.com, [9691]. Im Erdgeschoss Zimmer mit Doppelbetten, im oberen Stockwerk mit 2 großen Betten. Recht hübsch gestaltet durch farbige Wände mit aufgemalten Blumenmotiven. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. WLAN oder Internet im Flur. Inkl. Frühstück.
Happy Guesthouse , 134 Wat Bo Village, Tel. 063-963 815, www.happyangkorguesthouse.com, [9692]. 2 Häuser mit günstigen kleinen Zimmern, in denen lediglich Bett und Fernseher stehen. Ventilator oder AC. WLAN nur im Restaurant.
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I Lodge Hostel , 30 Samdech Tep Vong St., Tel. 012-709 235. 8 recht stilvolle Zimmer. Graue Wände und dunkle Möbel, weißer Schrank, Schreibtisch, TV, Kühlschrank. Passend dazu Schwarz-Weiß-Fotos an den Wänden. Ventilator oder AC. Inkl. Frühstück.
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Ivy Guesthouse
, Tel. 012-800 860, www.ivy-guesthouse.com, [9727]. Hier wohnt der Gast in einem Khmer-Holzhaus im Garten. Ganz unterschiedliche einfache Zimmer mit ebensolchem Bad, gemütlich durch den alten Holzboden. In manchen Zimmern liegt nur eine große Matratze auf einem Holzpodest. Keine Moskitonetze. Toll ist die Terrasse auf der 1. Etage mit Korbmöbeln. Vor allem der schöne Garten macht dieses Haus zu einem besonderen Platz. Dort sind einige Wände hübsch in Rot gestrichen mit liebevollen Details geschmückt. Ventilator, AC. White Bicycles können hier für US$2 ausgeliehen werden.
Jasmine Garden Villa
, Sok San St., Tel. 063-650 1626, www.jasminegardenvilla.com, [9693]. Hinter Bambus und Bananensträuchern verbirgt sich dieses gemütliche Guesthouse. Dunkelrote Wände strahlen eine heimelige und stilvolle Atmosphäre aus. Einfach möbliert mit Bett, Schrank, kleinem Tisch, TV, Kühlschrank. Accessoires, z. B. Kissen, peppen die Zimmer auf und versprühen einen Hauch Boutique-Chic. Wahlweise Ventilator oder AC. Tgl. kostenlos Kaffee, Tee, Wasser. Restaurant. Fahrradverleih.
Jasmine Lodge , 307 N6, Tel. 012-784 980, www.jasminelodge.com, [9694]. Eine ruhige Seitengasse der N6. Highlight ist der kleine Pool im Garten. Restaurant mit gemütlichen Korbsesseln und Billard-Tisch. Die Zimmer und Bäder sind sauber, mit Bett, Schreibtisch, Rattan-Ablage und TV möbliert. Mehrbettzimmer vorhanden. Wahlweise gibt es Ventilator oder AC.
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Mandalay Inn
, Tel. 063-761 662, www.mandalayinn.com, [9695]. Toll begrünter Vorgarten mit Tischen und zahlreichen Buddha- und Hindufiguren geschmückt. Geflieste Böden, Ablagemöglichkeiten, TV und sogar ein Safe. Mit Ventilator oder AC. Auch die EZ sind recht großzügig mit einem großen Bett und Kommode möbliert (kein Safe). Kleines Fitnesstudio. Im Restaurant wird internationale und burmesische Küche serviert. Tourbüro.
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Popular Guesthouse , Tel. 063-963 578, www.popularguesthouse.com, [9696]. Beliebtes Guesthouse mit Angkor-Motiven in der Lobby. Saubere geflieste Zimmer mit kleinem Schreibtisch, Kühlschrank und TV. Viele der Zimmer haben große Bäder mit abgetrennter Dusche. Ventilator und Kaltwasser; Ventilator oder AC mit Warmwasser. Tourbüro.
Rosy Guesthouse , River Rd., Tel. 063-965 059, http://rosyguesthouse.com, [9697]. Am Fluss gelegenes familiäres Guesthouse unter engl. Leitung. Es gibt Budget-Zimmer ohne Bad, Doppel oder Twin-Bett-Zimmer mit Bad bis hin zu größeren Familienzimmern und Balkon. Die Zimmer sind ordentlich, sauber mit Schrank oder Kleiderstange, TV und Kühlschrank möbliert. Vom Gemeinschaftsbalkon mit Lounge-Sesseln hat man einen tollen Flussblick. Billard für die Erwachsenen, Spielzimmer mit gutem Spielzeug für die Kinder, 2x wöchentl. Charity-Quiz, Bücher, DVD, White-Bicycles-Verleih. Inkl. Frühstück.
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Shadow of Angkor I Guesthouse , 353 Pokambor Av., Tel. 063-964 774, www.shadowofangkor.com, [9698]. Gute Lage in einem Kolonialhaus am Tonle-Sap-Fluss. Mit Bett, Schrank und Beistelltisch eingerichtete Zimmer. AC, TV und Kühlschrank. Die teureren Zimmer haben einen Balkon mit Flussblick. Auch 3-Bett-Zimmer. Schöner Gemeinschaftsraum auf der 1. Etage. Tour Office, Fahrradverleih.
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Shadow of Angkor II Guesthouse
, Wat Bo St., Tel. 063-760 363, www.shadowofangkor.com, [9699]. Schöne, helle Zimmer mit dunklen schweren Möbeln: Schrank, Schreibtisch oder Beistelltisch. TV. Moderne Bäder mit Dusche und Glasduschabtrennung. Kleiner überdachter Pool. Die teuren Zimmer haben zusätzlich einen Balkon.
Smiley’s Guesthouse , Taphul Rd., Tel. 012-852 955, www.smileyguesthouse.com, [9700]. Von der Straße zurückversetztes Haus. Die 70 Zimmer liegen an einer Balustrade rund um einen begrünten Innenhof. Holzfußboden, großer Kühlschrank und kleiner Schrank, TV. Wahlweise Ventilator oder AC, alle mit Warmwasser.
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The Siem Reap Central Hostel , 7 Makara St., Tel. 012-517 111, thesiemreapcentral@yahoo.co. Großzügige Zimmer mit großen Betten, Schrank und TV. Schattiger Vorgarten mit Billard und Sitzmöglichkeiten. Wahlweise Ventilator oder AC.
The Siem Reap Hostel , 7 Makara St. Tel. 063-964 660, www.thesiemreaphostel.com. Beliebte Backpacker-Unterkunft. Kleiner überdachter Pool. AC-Schlafsäle für US$7 pro Bett oder DZ. Besondere Angebote, wie Yogakurse und Filmabende, tragen zur Beliebtheit bei (auch für Nichtgäste), Zimmer inkl. Frühstück.
Two Dragons Guesthouse , 110 Wat Bo Village, Tel. 063-965 107, www.twodragons-asia.com, [9701]. Von einem englisch-thailändischen Paar geleitet. Einfache, zweckmäßig eingerichtete saubere Zimmer. Der Besitzer ist sehr rührig und hilft bei allen Fragen. Wahlweise Ventilator oder AC, alle TV. Kaffee und Tee kostenlos. Gutes Restaurant mit thailändischer und internationaler Küche.
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Voodoo Guesthouse , neben Artisans d’Angkor, Tel. 063-674 8989, www.voodoosiemreap.webs.com, [9702]. Weißes Haus, mit witzigen Figuren bemalt. Spartanisch eingerichtete Zimmer, mit Farbe aufgepeppt. Toll ist die große Dachterrasse, auf der abends Partys stattfinden. Ventilator oder AC.
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Auberge Mont Royal d’Angkor
, 497 Taphul Rd., Tel. 063-964 044, www.auberge-mont-royal.com, [9711]. Lobby und Restaurant sind in einem wunderbar restaurierten Kolonialhaus untergebracht. Alle Zimmer in den 3 angrenzenden Gebäuden haben einen Balkon und sind im Khmer-Stil eingerichtet, alle mit Safe, TV und Kühlschrank. Dazwischen stehen üppige Bananenstauden und andere tropische Pflanzen. Schöner Pool. Inkl. Frühstück.
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Borann L’Auberge des Temples
, Tel. 063-964 740, www.borann.com, [9712]. Im gleichen Stil wie das Schwesterhotel La Noria stehen hier unter schattigen Bäumen weiße doppelstöckige Bungalows. Die Zimmer sind großzügig und ansprechend ausgestattet: Schattenspielpuppen oder andere Dekorationen aus natürlichen Materialien zieren die Wände. Eingerichtet mit Bett, Schreibtisch, Sitzmöglichkeiten, Safe, aber kein TV. Alle Zimmer haben entweder eine große Terrasse oder Balkon mit großem Deckenventilator. Pool. Restaurant.
Frangipani Villa Hotels , 603 Wat Bo St., Tel. 063-963 030, www.frangipanihotel.com, [9714]. Die Zimmer wirken luftig und hell dank der hellblau gestrichenen Wand. Große Betten mit Moskitonetz dominieren den Raum. Hübsche, aber recht kleine Bäder. Toll ist der Pool hinter dem Haus, der von duftenden Frangipani-Bäumen umgeben ist.
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Golden Banana B&B Superior und Boutique Hotel , Tel. 063-761 259, www.golden-banana.com, [9715]. Das Golden Banana besteht aus 3 Häusern. Die günstigeren Zimmer liegen an einem Garten mit chinesisch anmutender Dekoration. Gegenüber befindet sich das Superior Hotel mit Pool. Alle Zimmer sind im asiatischen Design eingerichtet. Sie sind nicht besonders groß, aber mit Liebe zum Detail gestaltet. Minibar, Safe und TV. Besonders schön und sehr groß sind die Zimmer im 3. Haus, dem Golden Banana Boutique Hotel, ebenfalls mit Pool. Inkl. Frühstück.
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Golden Temple Villa
, Tel. 012-943 459, www.goldentemplevilla.com, [9716]. Am Eingang begrüßt Shiva die Besucher. Prächtig begrünter Vorgarten mit Palmen. Die Zimmer sind alle im Khmer-Stil eingerichtet mit viel Holz und Seidentüchern. Toilettenartikel in den Bädern. Kostenlos gibt es tgl. 1 Std. Massage, Fahrradverleih, Kaffee, Tee und Bananen. Restaurant und Aufenthaltsräume sind mit Buddhastatuen oder Lotosblumen dekoriert.
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Khemara Angkor Hotel & Spa , an der N6 Richtung Flughafen, Tel. 063-760 666, www.khemaraangkor.com, [9345]. Beliebtes Haus mit gepflegten, aber nicht allzu aufwendig eingerichteten Zimmern; die meisten ohne Balkon. Entspannung bietet der Pool. Bei unserem Besuch viele deutsche Gäste. Online manchmal günstige Angebote, sonst
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Neth Socheata Hotel , Psar Chas Alley 1, Tel. 063-963 294, www.nethsocheatahotel.com, [9717]. Familiäres Guesthouse in einer winzigen Gasse: bequem eingerichtete Zimmer mit Holzmöbeln, Kleiderschrank, Minibar, TV. Empfehlenswert sind die Zimmer mit kleinem Balkon, alle anderen sind leider ganz ohne Tageslicht und daher nur 3. Wahl.
The River Garden , Tel. 063-963 400, www.therivergarden.info, [9718]. In der großzügig begrünten Gartenanlage gibt es ganz einfache Zimmer, aber auch schön dekorierte in doppelstöckigen Holzbungalows. Alle sind unterschiedlich eingerichtet und haben Holzfußböden, dunkle Möbel oder ausladende Rattanbetten. Kleine Schreib- oder Schminktische. Besonders sind die ausgefallenen Antiquitäten. Familienzimmer mit Doppel- und Einzelbett. Es werden einige Aktivitäten angeboten: Pilates, Kochkurse oder Street-Food-Touren mit dem Tuk-Tuk. Pool.
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The Villa Siem Reap
, 153 Taphul Rd., Tel. 063-761 036, www.thevillasiemreap.com, [9719]. Große und gemütliche Standardzimmer mit Stuckdecken und einer lilafarben gestrichenen Wand und in ebendieser Farbe gehaltenen Badezimmern. Passende Deko-Kissen, Safe, Schreibtisch, Kühlschrank, TV. Die Suiten und Gartenzimmer am Pool sind zusätzlich mit Haartrockner und Bademantel ausgestattet. Unter australischer Leitung. Inkl. Frühstück.
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Villa Medamrei , Tel. 063-763 636, www.villamedamrei.com, [9720]. Eingangs- und Aufenthaltsbereich bestehen aus einem Mix chinesischer Stilelemente, Wasserbecken und dem minimalistischen Schick eines Boutiquehotels. Kleine, fein dekorierte Zimmer im gleichen Stilmix mit Betonböden, gemauerten Elementen und bunter Seidendekoration. TV, Safe. Inkl. Frühstück. Gute Wahl für diejenigen, die keinen Pool brauchen.
Sozial und fair: Tipps zum Übernachten
Auch in Siem Reap unterstützen Hotels soziale Projekte und verantwortungsvollen Tourismus. Empfehlenswert sind:
Babel Guesthouse , Tel. 063-965 474, www.babel-siemreap.com. Die norwegische Leitung engagiert sich für verantwortungsvollen Tourismus. Toller Garten mit Korbsesseln, Sofas und gemütlicher Gemeinschafts-Fernsehecke. Die Zimmer sind einfach, sauber und mit ein wenig Farbe hübsch gestaltet. Viele 3-Bett-Zimmer.
ndash;
European Guesthouse , Tel. 012-582 237, www.european-guesthouse.com, [9705]. Mitglied von Childsafe und ConCERT. Einfache große Zimmer mit AC, inkl. Frühstück. Ein Pluspunkt ist der gemütliche Garten. White-Bicycle-Fahrrad-Ausleihe.
La Noria Hotel & Restaurant , River Rd., Tel. 063-964 242, www.lanoriaangkor.com, [9706]. Doppelstöckige Bungalows in tropischem Garten. Die einfachen weiß getünchten Zimmer haben Schattenspielfiguren als Dekoration an den Wänden. Großzügige Bäder. Alle Zimmer mit Terrasse oder Balkon. Familienzimmer. Pool. Auszubildende aus dem Krousar-Thmey-Waisenhaus servieren Khmer- und internationale Gerichte im Restaurant des Haupthauses auf der 1. Etage. Inkl. Frühstück.
Seven Candles Guesthouse
, 307 Wat Bo St., Tel. 063-695 6777, www.sevencandlesguesthouse.com, [9707]. Ein Teil des Gewinns geht an die Ponheary-Ly-Stifung, www.theplf.org, die sich für Bildungs- und Ausbildungsprojekte engagiert. Nette Zimmer, mit Fotos dekoriert. Schöne kleine grau geflieste Bäder. Balkon und überdachter Gemeinschaftsbalkon. Bieten geführte Essenstouren zu den Märkten und Straßenrestaurants. Familienzimmer mit 4 Betten für US$38.
Shinta Mani, Oum Khun St. , Ecke St. 14, Tel. 063-761 998, www.shintamani.com, [9708]. Das feine Boutiquehotel bildet benachteiligte Jugendliche aus. Allein die kleine Lobby ist wegen des schwarzen halben Buddhareliefs unter blauer Beleuchtung sehenswert. Ausgesuchte Antiquitäten schmücken die sonst nüchtern in Schwarz-Weiß gehaltene Einrichtung. In den Zimmern dominiert das große Bett vor einer Rauchglas-Spiegelwand. Ausgefallene schwarze Lampen über dem Bett und im Bad geben den Zimmern eine ganz besondere Note. Großer Pool.
Soria Moria Hotel, Wat Bo St. , Tel. 063-964 768, www.thesoriamoria.com. Die Angestellten erhalten faire Löhne, eine gute Aus- und Weiterbildung und sind am Hotel beteiligt. Die Zimmer sind großzügig, aber etwas gestrig mit vielen Holzmöbeln eingerichtet. Schöne Dachterrasse und Jacuzzi. Kleiner Pool. Vor der Tür können White Bicycles ausgeliehen werden.
Angkor Village Resort & Spa , St. 60, Tel. 063-963 561, www.angkorvillage.com. In der tropischen Gartenanlage stehen doppelstöckige Holzbungalows im Khmer-Stil mit je 4 Zimmern, deren stilvolle Einrichtung mit dunklen Möbeln den Gast in die Kolonialzeit zurückversetzt. Große Bäder mit Wanne. Terrasse oder Balkon. Den Ansprüchen gerecht wird der 200 m lange Pool, der sich hinter den Bungalows entlangschlängelt. Spa, Souvenirboutique.
Diamond D’Angkor , 55 Sok San St., Tel. 063-966 987, www.diamondangkor.com, [9721]. Die weiße Villa ist schon außen beeindruckend. Innen locken geschmackvolle Balkon-Zimmer, die mit dem Holzboden und Holzmöbeln wohnlich-luxuriös wirken, auch dank der dekorativ eingesetzten Buddha- oder Ganeshastatuen. Schöne Bäder, ausgefallene Waschschüsseln und Dusche mit Steindekoration. Das Service-Angebot ist beeindruckend: Die Preise verstehen sich inkl. Frühstück, tgl. Minibar mit Softdrinks, Obstschale, Wäscheservice sowie einer einmaligen Mahlzeit für 2 Pers. und einer Tuk-Tuk-Rundfahrt. Kleiner Pool.
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Empress Angkor Hotel , 888 N6, auf dem Weg zum Flughafen, Tel. 063-963 999, www.empressangkor.com, [9339]. Großes Hotel, dessen Flügel sich um einen Innenhof mit schönem Pool gruppieren. Gut ausgestattete und gepflegte Zimmer; viele mit kleinem Balkon. Hauptsächlich asiatische Gäste; ausgezeichnetes Frühstücksbuffet mit asiatischen Spezialitäten. Einziger Nachteil: Wer in die Innenstadt will, muss ein Tuk-Tuk (US$3) nehmen, zu Fuß ist es zu weit.
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FCC Angkor Hotel , Pokambor Ave., Tel. 063-760 280, www.fcchotels.com, [9722]. 2-stöckiger Bau rund um einen Innenhof samt Pool. Alle Zimmer haben bodentiefe Glasfenster zur Terrasse oder zum Balkon. Die Zimmer sind edel mit dunklen Möbeln ausgestattet, und Schwarz-Weiß-Fotografien an den Wänden tragen zur gelungenen Einrichtung bei. Das Bad ist mittels Schiebetür abgetrennt. Schmaler langer Pool. Inkl. Frühstück und einmalig 30-Min.-Fußmassage.
Golden Temple Hotel
, 7 Makara St., Tel. 012-756 655, www.goldentemplehotel.com, [9723]. Die begrünte Anlage ist mit Angkor-Motiven geschmückt, ohne überladen oder gar kitschig zu wirken. Die rot gestrichenen Zimmer und Bäder sind edel im Khmer-Stil eingerichtet. Pool. Inkl. Frühstück, 1 Std. Massage pro Tag und Picknickkorb für einen Tempeltag.
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Karavansara Retreat , St. 25, Tel. 063-760 678, www.karavansara.com, [9710]. Das alte Holzhaus mit dem modernen Anbau beherbergt großzügige Kolonialsuiten mit tollem großen Bett, hohen Decken, dekorativem Deckenventilator und halbrund gemauerten Bädern. Die Standardzimmer dagegen etwas dunkel. Pool auf der Dachterrasse.
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Terrasse des Elephants , Sivatha Blvd., Tel. 063-965 570, www.terrasse-des-elephants.com, [9709]. Restaurierte Kolonialvilla. Der Einrichtungsstil ist sehr ausgefallen: Überall gibt es Reliefs und Skulpturen, die den Angkor-Motiven nachempfunden sind. Die Bäder sind offen auf einer Empore platziert: mittendrin Bayon-Köpfe, ein Teich und noch mehr Reliefs. Maisonette-Zimmer gibt es auf der obersten Etage. Dachterrasse mit Pool. Spa.
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Amansara , Tel. 063-760 333, www.amanresorts.com. Die ehemalige Gästevilla von König Sihanouk beherbergt nun 24 großzügige 80m2 große Suiten. Der 1960er-Jahre-Baustil wurde geschickt mit minimalistisch exklusivem modernem Design kombiniert. Graue Fliesenböden, elfenbeinfarbige Wände, dunkle Holzmöbel, Sofas und Designbäder, teils eigener Pool. 25-m-Außenpool. Halbrundes Restaurant mit 7 m hohen Decken, Bibliothek, Boutique: Luxus pur zum Preis ab US$1050.
Heritage Suites Hotel
, nahe Wat Po Lanka, Tel. 063-969 100, www.heritagesuiteshotel.com, [9703]. Das toll restaurierte Kolonialhaus beherbergt ein exquisites Restaurant und eine Bar. Im Garten hinter dem Haus liegen 26 Suiten und Zimmer, dekoriert nach dem Motto: Kolonialstil trifft Moderne. Komplett offen gestaltete Zimmer in erlesenem Design. Die Badewanne steht im Raum, einige Zimmer mit Außendusche oder Jacuzzi. Pool. Wer über das Hotel bucht, wird stilecht von einem alten 258er-Mercedes abgeholt.
La Résidence d’Angkor , River Rd., Tel. 063-963 390, www.residencedangkor.com. Die im Khmer-Stil eingerichteten Holzhäuser gruppieren sich um einen großen Salzwasserpool. Die Zimmer und Suiten sind ähnlich eingerichtet, dekorative Elemente wie Steinarbeiten oder Seidenkissen unterstreichen den luxuriösen Charakter. Aktivitäten wie Kochkurse, Ausflüge, morgens Meditation, Wassersegnung oder Gespräche mit Mönchen. Bar, Restaurant, Souvenirgeschäft und ein ausgezeichnetes Spa runden das Angebot ab.
Samar Villas & Spa Resort , Tel. 063-762 449, www.samarvillas.com. Etwas außerhalb gelegenes, einzigartiges Kleinod unter französischer Leitung. Kein Raum gleicht dem anderen: Holzböden und alten Fliesen nachempfundene Bodenbeläge, alles liebevoll mit Antiquitäten dekoriert und mit edlen Tropenhölzern ausgestattet. Manche Zimmer sind mit japanisch anmutenden Entspannungsecken gestaltet, andere bieten eine antike, auf Füßen stehende Badewanne: Es lohnt sich, mehrere Zimmer zu besichtigen. Pool. Männer erhalten jeden Tag eine kostenlose Rasur, weibliche Gäste eine einmalige Gesichtsmassage. Auch die vor dem Resort wartenden Tuk-Tuk-Fahrer sind ausgewählt: Die Fahrzeuge sind mit Fernseher und Soundsystem bestückt.
Victoria Angkor Resort & Spa , Central Park, Tel. 063-760 428, www.victoriahotels.asia. Überbordender Kolonialstil. Die Zimmer liegen an einer Balustrade, die entweder den Blick auf den Königlichen Garten oder auf den Pool bieten. Alle Räume mit Holzböden und alten eingelassenen Fliesen, dunklen Möbel und allen Annehmlichkeiten eines Luxushotels. Großer Pool im Garten.
Detailansicht der Karte folgt
Übernachtung:
Essen:
14 The Loft
16 Le Malraux
19 Little India
23 Butterfly Garden Restaurant
26 Little Italy
27 Chamkar
28 Amok
32 Aha
36 Barrio
Sonstiges:
16 DHL
20 D’s Bookshop
22 Rajana
25 Silk Garden
26 Samatoa
29 Miss Wong
31 Banana Leaf
32 Bodia Spa
33 Angkor What?
36 X-Bar
40 Rogue
41 Laundry Bar
43 Peace Café
44 Wild Poppy
45 Bar Picasso
46 Smateria
47 Blue Apsara
48 Joe to Go
51 Rehab Craft
52 Body Tune
54 Diwo Gallery
55 Hip Hop
Transport:
Siem Reap bietet jede Menge Ausgehmöglichkeiten und Restaurants, die jegliche Geschmacksrichtungen bedienen. Besonders rund um die Pub St. und in der Passage reiht sich ein Restaurant an das andere. Für ein Hauptgericht wird zwischen US$4 und US$10 verlangt, in exklusiven Restaurants auch mehr. Viele auf Touristen eingestellte Restaurants öffnen um 7 Uhr und servieren Frühstück, oft gibt es durchgängig warme Küche bis gegen 23 Uhr. Gehobene Restaurants machen zwischen 14.30 und 17.30 Uhr Mittagspause. Tagsüber gibt es günstige authentische Küche im Psar Leu, abends öffnen auf der gegenüberliegenden Straßenseite einfache Garküchen. Mobile Essensstände gibt es in der Hauptsaison entlang dem Sivatha Blvd., vor der X-Bar und am Huy-Meng-Supermarkt. Günstige Restaurants befinden sich auf der Rückseite des Psar Chas.
Amok, Passage, Tel. 063-965 407. Es wird nicht nur das namensgebende Nationalgericht serviert, doch sind vor allem die 5 Varianten des amok für US$8,75 unbedingt empfehlenswert. WLAN. 10–23 Uhr.
Angkor Palm Restaurant, Hospital St., Tel. 063-761 436, http://www.angkorpalm.com. Solide Khmer-Küche, die „Angkor Palm Platter“ mit 7 kambodschanischen Gerichten ist ein guter Einstieg in die kambodschanische Küche. Mehr über diese Kochkunst lernt man in den angebotenen Kursen. 10–23 Uhr.
Cambodian BBQ, Passage, Tel. 063-966 052. Für US$9,75 gibt es 7 Fleisch- und Fischsorten, darunter auch Ausgefallenes wie Krokodil, Strauß und Tintenfisch zum Selbstgrillen. Der Tontopf mit Holzkohle steht in einer Vertiefung im Tisch. WLAN. 10–23 Uhr.
Chamkar, Passage, Tel. 092-733 150. Serviert hervorragende vegetarische Khmer-Küche, um US$4. 11–22.30 Uhr.
Cuisine Wat Damnak, 300 m hinter dem Wat Damnak, Tel. 077-347 762, www.cuisinewatdamnak.com. Kambodschanisch für Gourmets: 2 wöchentlich wechselnde 5- oder 6-Gänge-Menüs für US$22/26. Unbedingt reservieren. Di–Sa 18.30–21.30 Uhr.
Kanell, 7 Makara St., Tel. 063-966 244, www.kanellrestaurant.com. Im Garten unter Palmdächern oder im alten Holzhaus kann man stilvoll essen. Es gibt westliche und Khmer-Küche sowie ein Kindermenü mit Hamburger und Fritten. Wer den Pool nutzen will, muss für US$5 etwas verzehren. 9–23 Uhr.
Khmer Kitchen, St. 9, Tel. 063-964 154, www.khmerkitchens.com. 2 Filialen rund um den Psar Chas. Kambodschanische Gerichte, die mit Fisch, Huhn, Rind oder Tofu angeboten werden. Der aufmerksame Service bietet Reis als Nachschlag. 11–23 Uhr.
Little Krama, gegenüber dem Wat Damnak. Einfaches einheimisches Restaurant mit nettem Service und englischer Speisekarte: gut, günstig und riesige Portionen zum Sattwerden. 6–23 Uhr.
Phsa Chas Restaurant, am alten Markt, Tel. 012-571 181. Seit fast 20 Jahren tischt das freundliche Team Gästen aus aller Welt hier eine große, günstige Auswahl an kambodschanischen Gerichten auf: Auf unseren Recherche-Touren führt der erste Gang immer gleich hierhin. 7–23 Uhr.
Sugar Palm Restaurant & Bar, Taphul Rd., Tel. 063-964 838. In dem traditionellen Holzhaus werden auf der 1. Etage hervorragende klassisch kambodschanische Gerichte um US$8 serviert. außer So 11.30–15 und 17.30–23 Uhr.
Tangram Garden, bei Wat Damnak, Tel. 097-726 1110, www.tangramgarden.com. Familienfreundliches Restaurant. Während die Eltern im weitläufigen Garten unter Bambusschirmen ihr Essen genießen, können sich die Kleinen auf dem Spielplatz austoben. Es werden überwiegend Zutaten aus der Region verwendet. Abends edles Ambiente mit dezenter Beleuchtung und Lounge-Musik. Klassische Khmer-Gerichte und Gegrilltes wie gefüllte Paprika oder Steaks (aus Neuseeland), alle Hauptgerichte zwischen US$3,75 und US$10. WLAN. außer Di 11.30–14.30 und 17.30–22 Uhr.
Little India, Hospital St., Tel. 012-652 398. Das Ehepaar aus Sri Lanka serviert indische Küche, 1x in der Woche gibt es abends Spezialitäten aus Sri Lanka. Viel Vegetarisches. 10–22 Uhr.
The Hashi, 86 Sivatha Blvd., Tel. 063-969 007, thehashi.com. Der Edel-Japaner serviert nicht nur exzellentes Sushi und Sashimi, auch Kobe-Rind steht auf der Speisekarte. Gehobene Preise. 11–15 und 18–23 Uhr.
The Soup Dragon, Pub St./Hospital St. Auf 3 Etagen wird in dem Holzhaus gute und beliebte vietnamesische Küche geboten, die auch von den hier lebenden Auslandsvietnamesen gelobt wird. WLAN. 8–24 Uhr.
The Loft, Sivatha Blvd., Tel. 017-978 305. Khmer und Taiwanesisch unter moderner loftartiger Wellblecharchitektur. 11–14 und 17–24 Uhr.
Barrio, 170 Wat Bo St., Tel. 063-965 237. In dem französischen Bistro serviert Patrick Colent gute französische Hausmannskost. 11–23 Uhr.
Le Malraux, 155 Sivatha Blvd., Tel. 063-966 041, www.le-malraux-siem-reap.com. Chefkoch David Martin zaubert französische Gerichte mit kambodschanischem Touch. Gemütliches Restaurant und große Terrasse. Gehobene Preise. 7–24 Uhr.
Little Italy, Alley West, Tel. 012-315 911. Italienische Gerichte: Pasta, Salate und gute Steinofenpizza. Pizzas um US$8. 9–23 Uhr.
Tell Steak House, 374 Sivatha Blvd., Tel. 063-963 289. Unter französisch-kambodschanischer Leitung mit Angeboten auch aus der deutschen Küche. Für Heimwehgeplagte gibt es Wienerschnitzel für US$6,25 oder Käsefondue für 2 Pers. US$20. 11–23 Uhr.
Aha, St. 9 und Passage, Tel. 063-965 501, www.shintamani.com. Fine Dining in modern-kühlem Ambiente unter ausgefallenen Lampen. Innen klimatisiert, Open Air an einigen wenigen Außentischen Richtung Passage. Kreative khmer-internationale Fusions-Küche. Toll sind die Vorspeisenteller, bei denen man 3 Gerichte kosten kann (in den Varianten Khmer, Vegetarisch, Fisch oder Meeresfrüchte). Ebenso empfehlenswert sind die Hauptgerichte ab US$6. Umfangreiche Weinkarte. Serviert von sehr aufmerksamem Personal. 12–23 Uhr.
Jungle Junction Family Entertainment Restaurant and Bar, 7 Makara St., Tel. 098-293 400. Restaurant mit Spielplatz. Eltern können entspannt an den überdachten Tischen sitzen. Die Speisekarte offeriert Khmer-Küche, Internationales und eine große Burger-Auswahl. Zudem viele Kids-Menüs. 11.30–22 Uhr.
Le Grand Café, Hospital St., Ecke St. 9, Tel. 012-447 316. In der Kolonialvilla sitzt man am schönsten auf der 1. Etage mit Blick auf den Psar Chas. Khmer-Küche, Asiatische, westliche Gerichte. WLAN. 7 Uhr bis spät.
Le Tigre De Papier, Pub St., Tel. 063-760 930. Internationale Gerichte. Die meisten Gäste kommen wegen der sehr guten Pizzas und Nudelgerichte. Die 250-Gramm-Filetsteaks für US$8 sind auch hervorragend. Beliebte Kochkurse. WLAN. 7 Uhr bis spät.
Nest, Sivatha Blvd., Tel. 063-966 381, www.nestangkor.com. Gehobene Küche unter weißen Stoffbahnen mit Gartenatmosphäre. Khmer-, internationale und Fusions-Küche. Auswahl an guten Steaks. Menüs für US$20. 11.30–24 Uhr.
Peace Café, Tel. 092-177 127, www.peacecafeangkor.org. Das Café im lauschigen Garten serviert vegetarische Gerichte und fabelhafte Gemüse- und Fruchtshakes. Hier gibt es Yoga-, Kochkurse, Khmer-Unterricht und an bestimmten Tagen Gespräche mit Mönchen zum Thema Buddhismus. Am besten in das aktuelle Programm schauen. WLAN. 7–21 Uhr.
The Blue Pumpkin, Hospital St., Tel. 063-963 574, www.tbpumpkin.com. Unten Café, oben weiße kühle AC-Lounge mit riesigen Sofas. Praktisch sind die mobilen Tischchen, auf denen ein Laptop oder ein Snack Platz finden. Frühstück, westliche Gerichte, gutes Eis und hervorragende Kaffeespezialitäten. In der Bäckerei gibt es nach 20 Uhr 30 % Nachlass auf frische Backwaren. WLAN. Weitere Filiale am Sivatha Blvd.6–23 Uhr.
Vegan Tea House, 8 Krovan St., Tel. 097-974 2025. Japanisches Café, in dem kleine Portionen veganer Speisen serviert und Backwaren verkauft werden. WLAN. 11–21 Uhr.
Essen und Gutes tun
Eine ganze Reihe von Restaurants bildet benachteiligte Menschen aus oder spendet ein Teil ihrer Erlöse an Hilfsprojekte:
Butterfly Garden Restaurant, St. 25, Tel. 017-957 161, www.butterfliesofangkor.com. Über den Tischen ist ein Moskitonetz gespannt, damit die wenigen Schmetterlinge nicht wegflattern (bei unserem Besuch überzeugte die Idee nicht, da es nur sehr wenige Schmetterlinge gab, aber das kann an der Jahreszeit gelegen haben). Das Restaurant ist ein Trainingsrestaurant für benachteiligte Jugendliche, 10 % der Gewinne gehen an NGOs, 20 % werden neben dem Lohn an die Mitarbeiter verteilt. Westliche und Khmer-Menüs für US$12, die meist 2 Personen satt machen. 8–22 Uhr.
Green Star, gegenüber Wat Danmak. Gute und günstige kambodschanische Spezialitäten, auch Aal und Frosch gibt es zu probieren. Alle Gewinne gehen an das Green Gecko Project, das über 70 ehemalige Straßenkinder und ihre Familien unterstützt. Das Restaurant wird von Aivee und dem Australier Doug geleitet. 11.30–14.30 und 17.30–22 Uhr.
Haven Training Restaurant, Sok San St., Tel. 078-342 404. Das von Schweizern gegründete Restaurant bildet Waisen und solche Jugendliche aus, die missbraucht wurden. Auch bei der Suche nach einer Festanstellung für die Zeit nach der Ausbildung werden die Kinder unterstützt. Khmer- und internationale Gerichte, dazu ein toller Service im Garten-Restaurant. Die Zutaten werden teils von anderen NGO-unterstützten Farmern bezogen. Abends unbedingt reservieren. außer So und Mi vormittags 11.30–15 und 17.30–22 Uhr.
Joe to Go, Tel. 063-969 050, www.joetogo.org. Leckerer Kaffee und kleine Gerichte in netter Atmosphäre. Zudem gibt es eine kleine Boutique mit Schmuck, Taschen und Kleidung und auf der 1. Etage wechselnde Kunstausstellungen. Der Gewinn geht an Global Child (die Organisation finanziert den Schulbesuch ehemaliger Straßenkinder). WLAN. 7–21.30 Uhr.
Marum, Tel. 017-363 284, www.marum-restaurant.org. Ehemalige Straßenkinder erhalten hier eine Ausbildung. Es ist eines der 3 Friends-Ausbildungsrestaurants (die anderen befinden sich in Phnom Penh und Sihanoukville). In dem Gartenrestaurant sitzt man nicht nur sehr schön, auch der Service ist hervorragend. Serviert werden leckere, kreative Khmer-Gerichte. Wer mag, kann auch frittierte rote Baumameise mit Dipp probieren. Unbedingt reservieren. außer So 11–22 Uhr.
New Green Leaf Book Café, St. 9, Tel. 063-766 016, www.newleafbookcafe.org. Alle Zutaten werden von Bauern aus der Region bezogen. In dem hübschen Café gibt es internationale Gerichte und guten Kaffee. Gebrauchte und von NGOs publizierte Bücher werden verkauft. Alle Erlöse gehen an Hilfsorganisationen, die Gelder transparent verwenden. Auf der oberen Etage wechselnde Kunstausstellungen, Khmer-Sprachkurse und Yoga. WLAN. 8–21.30 Uhr.
Sala Bai, 155 Taphul Rd., Tel. 063-963 329, www.salabai.com. Bietet unterprivilegierten Jugendlichen eine Ausbildung in der Gastronomie- und Hotelbranche. Im Restaurant gibt es tolles Frühstück, mittags Khmer- und internationale Gerichte. Mo–Fr 7–9 und 12–14 Uhr. Vermieten 4 schöne, etwas teure Zimmer über dem Restaurant.
Sister Srey Café, 200 Pokambor Ave., Tel. 097-723 8001. Das kleine Café serviert Frühstück und kleinere Gerichte, auch vegane Speisen. ConCert (Kasten siehe >>) hat hier einen Stand und informiert über Hilfsprojekte. 7–19 Uhr.
Die Restaurant- und Barszene ist immer im Wandel. Ständig kommen neue angesagte Locations dazu. Aktuelle Informationen gibt es in dem kostenlos ausliegenden Siem Reap Angkor Visitors Guide und den Siem Reap Pocket Guides Drinking & Dining und Out & About. Die Hefte werden alle 3 Monate aktualisiert. Hier erscheint jedoch nur, wer für die entsprechende Werbung zahlt.
Abends verwandelt sich Siem Reap rund um den Psar Chas in eine quirlige Ausgehmeile.
Das Angebot ist schier überwältigend. Die Pub St. macht ihrem Namen alle Ehre. Hier ist immer etwas los, die Straße wird abends für den Verkehr gesperrt, Straßenkünstler und Musiker treten auf. In der Hauptreisezeit drängen Menschenmassen durch die Amüsiermeile. Alternativ kann man in den schicken Hotelbars einen gepflegten Cocktail zu sich nehmen. Im Victoria Angkor lockt die Terrasse der L’Explorateur Bar (Happy Hour 17–19 Uhr, Cocktails für die Hälfte und kostenlos Canapes). Im FCC Angkor lässt sich in bequemen Sesseln und Kolonialflair (Happy Hour 17–19, 22–24 Uhr) von anstrengenden Tempelbesuchen entspannen, ähnlich wie in der gediegenen Elephant Bar im Raffles Grand Hotel (18–24 Uhr). Freunde des Jazz kommen donnerstagabends im Heritage Suites Hotel auf ihre Kosten (18.30–21.30 Uhr, Cocktails US$3).
Angkor What?, Pub St. Eine halbe Generation von Travellern hat sich an den Wänden verewigt. Ein guter Platz, um draußen oder an der Bar einen Drink zu nehmen. 16–3 Uhr.
Banana Leaf, Pub St., Tel. 063-964 813. Gemütliche Korbsessel vor einer schicken offenen Bar. Von hier hat man entweder die ganze Pub St. im Blick oder kann Sportübertragungen auf der großen Leinwand verfolgen. Kreative Cocktails wie Mojito mit Kampot-Pfeffer. 15–24 Uhr.
Bar Picasso, Alley West. Namensgebend sind die beleuchteten Picasso-Nachdrucke, die in der einem Kellergewölbe nachempfundenen Bar an den Wänden hängen. Klimatisiert. Die halbrunde Theke eignet sich bestens, um ins Gespräch zu kommen. Hier treffen sich viele Expats auf einen Drink oder einen kleinen Snack (z. B. eingelegter Feta-Käse, Chorizo oder Chili con carne). 17 Uhr bis spät.
Laundry Bar, St. 9. Gemütliche Bar etwas abseits der Pub St. Billard. Am Wochenende legen DJs auf. 16 Uhr–spät.
Miss Wong, The Lane, Tel. 092-428 332. Schicke Cocktailbar im Shanghai-Stil der 1930er-Jahre. Vom Trubel der Pub St. entfernt, kann man stilvoll einen der hervorragenden Cocktails genießen. 18–1 Uhr.
Silk Garden, The Lane, Tel. 077-855 633. Verwunschen begrünter Garten mit Bananenstauden und Wasserfall. Restaurant über 2 Ebenen, an der gemütlichen Bar wird Reggae bis Rock gespielt. 11–24 Uhr.
Temple Balcony, Pub St., Tel. 015-999 909. Beliebte Bar mit lauter Musik in den Abendstunden. Die zentrale Lage und die beiden Billardtische ziehen viele Traveller an. Im Obergeschoss Restaurant, von 19.30–21.30 Uhr mit einer Apsara-Tanz-Vorführung. Happy Hour ab 21.40 Uhr. Kochkurse. WLAN. 7–4 Uhr.
The Yellow Sub, The Lane, Tel. 077-646 706. Der Name ist Programm: Beatles an den Wänden und aus den Lautsprechern. Große Whiskey-Auswahl und Zigarren. Mo–Fr 12–1, Sa, So 15–1 Uhr.
Tuk-Tuk Bar, Sok San St. Lauschige kleine Bar, in die auch Einheimische einkehren. 10–1 Uhr.
X-Bar, Sivatha Blvd., www.xbar.asia. Von der Dachterrasse blickt der Gast über die Pub St. Leinwand für Sportübertragungen, Billard, DJ-Auftritte, Freitags ab 20.30 Uhr Live-Rockbands. Auf der obersten Ebene gibt‘s eine Skater-Halfpipe. Bis 4 Uhr morgens wird Fast Food serviert. Ab 23 Uhr füllt sich die Bar mit Nachtschwärmern. 16 Uhr bis Sonnenaufgang.
Hip Hop, vor Wat Damnak am Fluss. Überwiegend von Einheimischen besuchte schicke Diskothek mit lauter Musik, in der es ab 24 Uhr voll wird. Im Biergarten gibt es Khmer-Musik und eine große Leinwand, auf der Filme laufen. Ein guter Ort, um mit Einheimischen zu feiern. 16–3 Uhr.
Angkor Cinema, im Ankor Trade Center, Tel. 098-857 206. Privatkino für US$5 p. P. (ab 2 Pers.). Einfach etwas Passendes aus über 200 DVDs überwiegend englischsprachiger Actionfilme aussuchen. 11–22.30 Uhr.
Phare – The Cambodian Circus, Komay Rd., hinter dem Nationalmuseum, Tel. 015-499 480, www.pharecambodiancircus.org. Tgl. um 19.30 Uhr findet eine einstündige sehr sehenswerte Akrobatik-Show statt. Die Artisten stammen überwiegend aus unterprivilegierten Familien. Dem asketisch und etwas unheimlich wirkenden Feuerschlucker begegnet fast jeder einmal auf den Straßen Siem Reaps, wenn er kleine Kostproben seines Könnens gibt. US$15, Kinder 5–12 Jahre US$8.
Tanz und Schattentheater
Siem Reap ist neben Phnom Penh einer der wenigen Orte, an dem Touristen klassische Apsara-Tänze sehen können. Meist werden diese Aufführungen mit 2 Volkstänzen (Fischertanz und Kokosnusstanz) und einem weiteren klassischen Fragment des Reamker aufgeführt (mehr zu den Tänzen s. Land und Leute, siehe >>). Auch Schattentheatervorführungen sind sehenswert. Bei diesen Darbietungen werden kleine bewegliche oder bis zu 2 m große Schattenpuppen eingesetzt. Die Spieler zeigen zu traditioneller Musik Alltagsszenen oder Teile des Reamker (Kasten siehe >>).
Apsara Theater, gegenüber Angkor Village Hotel, www.angkorvillageresort.asia/apsaratheatre.php. Das Theater im Stil einer Pagode wurde von dem französischen Architekten Olivier Piot erbaut. Traditionelle Khmer-Gerichte um 19.30 Uhr, im Anschluss Apsara-Tanz bis 21.30 Uhr. Oft durch Reisegruppen ausgebucht. US$25 inkl. Essen ohne Getränke, Kinder unter 12 Jahren die Hälfte.
Ebenfalls Tanz und Dinner werden im Raffles Grand Hotel d’Angkor, La Résidence d’Angkor und Sofitel Angkor Phokeethra geboten.
Kostenlose sehenswerte Aufführungen mit Livemusik und Gesang tgl. im Temple Balcony Restaurant von 19.30–21.30 Uhr, Verzehrzwang (mind. ein Getränk).
La Noria Hotel, Tel. 063-964 242, www.lanoriaangkor.com. Mi und So um 19.30 Uhr führen Kinder von Krousar Thmey Apsara-Tanz und Schattentheater vor. Der Eintritt kommt der NGO zugute, US$6. Mehr zur NGO unter www.krousar-thmey.org.
Schattentheateraufführungen gibt es auch im Alliance Café, in der Boutique Villa, Tel. 063-964 940, www.allianceangkor.com. Anmeldung erforderlich. Inkl. Abendessen ab 19 Uhr für US$20, ab 15 Pers. Ein Teil der Einnahmen geht an eine Hilfsorganisation.
Angkor Arena, hier werden Bokator (traditioneller Boxkampf) und Khmer-Box-Shows gezeigt. Mo 19.45, Di–So 19.20 Uhr, US$10. Live-Kämpfe Mo 17.30, Mi 16 Uhr.
Beatocello im Kinderkrankenhaus Jayavarman VII., Tel. 063-964 803, www.beatocello.com. Seit der Schweizer Dr. Beat Richner 1974 das erste Mal mit dem Deutschen Roten Kreuz nach Kambodscha kam, ließ ihn das Land nicht mehr los. 1991 kehrte er zurück und baute 1992 das erste Kinderkrankenhaus in Phnom Penh. Die von ihm geleitete Kantha Bopha Foundation setzte sich für die Behandlung von Kindern ein – kostenlos. Die Organisation betreibt mittlerweile 5 Kinderkrankenhäuser, eines in Siem Reap und 4 weitere in Phnom Penh. Finanziert werden diese Krankenhäuser durch Spenden. Jeden Sa um 19.15 Uhr tritt der Schweizer als Beatocello auf, spielt Cello und erzählt, begleitet durch eine Filmvorführung, aus seinem Leben. Die Veranstaltung ist kostenlos – um Spenden wird gebeten. Unbedingt einen Pullover mitnehmen, die Aula des Krankenhauses ist gut klimatisiert. Für alle die helfen wollen, aber wenig Geld zum Spenden übrig haben: Sehr hilfreich für die Arbeit des Krankenhauses sind auch Blutspenden.
Rosana Broadway, N 6, Tel. 063-769 995, www.rosanabroadway.com. Cabaret-Kostüm-Show. Ab US$27; tgl. 19.15 und 21 Uhr.
Smile of Angkor, Grand Theater, Tel. 063-655 0168, www.smileofangkor.info. Bombastische Laser-3D-Show über den Aufstieg von Angkor. Ab US$38, Kinder 4–12 Jahre die Hälfte. Inkl. Buffet; tgl. 19.15 Uhr.
Angkor Photo Festival, www.angkor-photo.com. Jedes Jahr im November stellen internationale Fotografen eine Woche lang ihre Werke aus. Interessante Veranstaltungen begleiten das Festival. Termine und Infos auf der Internetseite.
Angkor Wat Internationaler Halbmarathon, im Dezember, genaue Termine unter www.angkormarathon.org. Zugunsten der Opfer von Landminen starten seit 1996 Tausende Sportler im Angkor-Archäologiepark.
Umzug der Riesenpuppen, im Februar. Abends werden riesige, bis zu 30 m lange, beleuchtete Puppen aus Bambus und Pappmaschee an Stöcken durch die Stadt bis zum Royal Garden getragen. Die Puppen werden von benachteiligten Kindern in Gemeinschaftsarbeit unter Anleitung der Mitarbeiter des Zirkus Phare Ponleu Selpak hergestellt. Guten Ausblick gewähren die Lokale im Obergeschoss in der Pub St. Weitere Infos unter www.giantpuppetproject.com.
Siem Reap ist ein Einkaufsparadies. Hier gibt es nicht nur die größten Nachtmärkte des Landes; auch kleine Boutiquen, Galerien und Kunsthandwerkstätten reizen zum Stöbern.
Mehrere Märkte laden zum Bummeln und zur Suche nach Souvenirs ein. Die den Ausländern genannten Preise sind oft überteuert, also Handeln nicht vergessen!
AHA Handwerksmarkt, Rd. 60. Von heimischen Handwerken hergestellte Arbeiten, darunter Buddhastatuen aus recyceltem Müll, Schattenspielpuppen oder Tischsets und Taschen aus Wasserhyazinthen, deren Erwerb Frauen am Biosphärenreservat Prek Toal unterstützen. Oftmals kann man die Handwerker auch bei der Arbeit sehen. 10–19 Uhr.
Angkor Art Nachtmarkt, auf der anderen Flussseite, gegenüber dem Psar Chas. Großes Angebot an Souvenirs. Hier hat die NGO Friend n’ Stuff, www.friends-international.org, einen Stand, an dem ansprechende Taschen aus Recycling-Materialien verkauft werden. Massagen von blinden Masseuren (Seeing Hands). Außerdem ein Stand mit Fruchtshakes und guten Nudelsuppen für US$1. Geldautomat. 11–24 Uhr.
Angkor Nachtmarkt, www.angkornightmarket.com. Über 240 Shops mit Kunsthandwerk, Seide, Schattenspielpuppen und anderen Souvenirs. Manches davon stammt allerdings aus asiatischen Nachbarländern. In der Mitte die beliebte Island Bar. Die Straßen zum Nachtmarkt säumen einige Restaurants und eine Menge Massagesalons. Einige dieser Salons versuchen Kunden draußen auf die Liegen zu locken – mittels einer Dokumentation zu Angkors Geschichte, die auf Leinwänden gezeigt wird. 16–24 Uhr.
Psar Chas, Holzschnitzereien, Silberarbeiten, Buddhafiguren, kramas, T-Shirts und andere Bekleidung, Seide, Objekte aus Rattan, Gewürze – hier sind der Einkaufslust keine Grenzen gesetzt. Bis zum späten Nachmittag frische Lebensmittel. 9–22 Uhr.
Shoppingadressen mit Vorbildcharakter
Viele Shops unterstützen benachteiligte Menschen durch Ausbildung, Beschäftigung oder Spenden. Mekong Quilts, Nyemo, Rajana und Smateria sind auch in Phnom Penh vertreten.
Artisans d’Angkor – Chantiers Écoles, www.artisansdangkor.com. Hochwertige Holz- und Steinmetzarbeiten, feine Lackarbeiten, wunderbare Seidenstoffe und ausgefallene Kleidung aus Seide aus den eigenen Produktionsstätten werden in dem schicken Verkaufsraum angeboten. Die angrenzenden Werkstätten können besichtigt werden. Hier werden benachteiligte Jugendliche in alten Handwerkstraditionen wie der Bildhauerei, dem Holzschnitzen, der Seidenmalerei oder in der Herstellung von Lackwaren ausgebildet. Ein Führer begleitet Besucher kostenlos durch die Räume und erklärt die Arbeiten. Über 48 solcher Workshops befinden sich rund um Siem Reap. Wer sich für die Seidenherstellung interessiert, kann die Seidenfarm in Puok besuchen (siehe >>).
Bloom, Tel. 092-601 328, www.bloomcambodia.com. Witzige Taschen aus alten Reissäcken. Unterstützt bedürftige Frauen und setzt sich für faire Löhne ein. außer Mo 8–17 Uhr.
Mekong Quilts, 5 Sivatha Blvd., Tel. 063-964 498, www.mekong-quilts.org. Schöne Sachen aus Stoff: Bettüberwürfe, Decken, Kinderspielzeug und Weihnachtsdekoration, gefertigt von Frauen aus ländlichen Gebieten in Kambodscha und Vietnam. 8–22 Uhr.
Nyemo, Angkor Nachtmarkt, www.nyemo.com. Herrliche Kissen, Tücher und Kinderspielzeug aus Seide und Stoffen. Unterstützt hilfsbedürftige Frauen. 16–24 Uhr.
Rajana, Sivatha Blvd., www.rajanacrafts.org. Schöner Silberschmuck und Dekorationsobjekte. Die NGO Rajana setzt sich für faire Arbeitslöhne und -bedingungen ein. 8–23 Uhr.
Rehab Craft, Pokambor Ave., www.rehabcraftcambodia.com. Von behinderten Menschen hergestelltes Kunsthandwerk, darunter viele Holzschnitzarbeiten. 9–21 Uhr.
Samatoa, Hospital St., Tel. 063-965 310, www.samatoa.com. Ausgefallene Seidenmode, die auch maßgefertigt wird. Setzt sich für fairen Handel und sozial verantwortliche Beschäftigung ein. 8–22 Uhr.
Senteurs d’Angkor und Boutique Kokoon, Hospital St., Tel. 063-963 830, www.senteursdangkor.com. Wunderbare asiatische Gewürze, Düfte und Teesorten; außerdem Kosmetik, Kerzen und Seidenartikel. Bildet die Landbevölkerung aus; die Zutaten werden regional eingekauft oder biologisch angebaut, 7–22 Uhr. Der Workshop und der Botanische Garten an der N6 Richtung Flughafen können kostenlos besucht werden, 7.30–18 Uhr.
Smateria, Alley West, www.smateria.com. Außergewöhnliche Taschen aus recycelten Materialien im italienischen Design. Unterstützt benachteiligte Frauen. 10–22 Uhr.
Three Seasons, The Lane, www.keokjay.com. 3 Labels in einem Geschäft: Elswhere, Zoco und Keo Kjay. Tolle Fair-Trade-Mode, deren Verkauf HIV-positiven Frauen hilft. 10–22 Uhr.
Wild Poppy, Alley West. Ausgefallene Kleider, Kinderkleidung und Schmuck. 5 % der Erlöse werden der NGO HUSK, www.huskcambodia.org, gestiftet. 9–22 Uhr.
Angkor Minimart, Sivatha Blvd. Viele westliche Produkte wie Wurst, Käse oder Yoghurt. 24 Std.
Angkor Trade Center, Pokambor Ave. Center mit Supermarkt, Fast-Food-Läden und einem Kino auf der 1. Etage. 9–22 Uhr.
Huy Meng Supermarket, Sivatha Blvd. Gut sortiert und gut besucht dank zentraler Lage und kundenfreundlichen Öffnungszeiten. 24 Std.
Lucky Mall, Sivatha Blvd. Mehrstöckiges Einkaufszentrum mit Filialen von U-care-pharma, Lucky-Supermarket und Lucky Burger Fastfood. Daneben Textilien, Schreibwaren, Geldautomat. 9–22 Uhr.
Lucky Supermarket, Lucky Mall. Die große Supermarktkette ist bestens sortiert und führt ebenfalls viele westliche Produkte. 9–22 Uhr.
Blue Apsara, St. 9, Tel. 012-601 483. Gebrauchte Bücher, darunter eine gute Auswahl deutschsprachiger Belletristik, um US$5. 8–22 Uhr.
D’s Bookshop, Hospital St. Second-Hand-Bücher, auch in deutscher Sprache, um US$5. Für Bücher, die in Zahlung genommen werden, gibt es US$2. 10–22 Uhr.
Monument Books & Toys, Pokambor Ave., www.monument-books.com. Tolle Bildbände und englischsprachige Bücher. Große Auswahl zur jüngeren Geschichte Kambodschas oder Angkor. Daneben Kochbücher, Kinderbücher und Kinderspielzeug. 8–21 Uhr.
Rogue, Hospital St., Tel. 012-703 264. Hier gibt es neben E-Books auch Musik und Filme zum Downloaden. Dazu das nötige Equipment wie iPods, Kopfhörer und auch T-Shirts. 9–22 Uhr.
Im Psar Chas und den beiden Nachtmärkten gibt es Ölgemälde zu kaufen – meist handelt es sich um naturalistische bunte Motive der Tempel von Angkor. Galerien in Siem Reap stellen Gemälde und Fotoarbeiten bekannter einheimischer oder in Kambodscha lebender Künstler aus. Die Leinwände werden zum Transport vom Rahmen genommen und können gerollt gut transportiert werden. Zuhause angekommen, muss das Werk dann wieder auf einen Rahmen gespannt werden.
Diwo Gallery, Pokambor Ave., Tel. 092-930 799, www.diwo-gallery.com. Fotografien des Franzosen Thierry Diwo. Hochwertige Skulpturen, die Exponaten aus dem Nationalmuseum in Phnom Penh nachempfunden sind. Kostenloser Shuttle-Service zur größeren Diwo Gallery 2 Richtung Tonle Sap. 8–22.30 Uhr.
Happy Cambodian Gallery, am Psar Chas. Farbenfrohe, naiv-ironische Gemälde des Künstlers Stéfane Delaprée (Stef). Kleinere Werke ab US$150. 8–22 Uhr.
McDermott Gallery, Passage, Tel. 012-615 695, www.asiaphotos.net. Sehenswerte künstlerische Schwarz-Weiß-Fotografien des bekannten Fotografen John McDermott. Im Obergeschoss Ausstellungen lokaler Künstler. Fotografien ab US$25. Weitere Filiale im FCC. 9–22 Uhr.
Sopheng Art Gallery, St. 9, Tel. 063-964 322. Bunte, naiv bis kubistische Ölgemälde der kambodschanischen Künstlerin Sopheng, ab US$55. 8.30–21.30 Uhr.
House of Peace, N6, 5 km Richtung Flughafen, Tel. 063-764 004, www.friedenshaus-kambodscha.de. Von der Deutsch-Kambodschanischen Gesellschaft gegründete Werkstatt zur Fertigung von Schattenspielpuppen. Die auf dem Gelände lebenden Waisen erhalten eine Schulausbildung und werden in der alten Handwerkstradition unterrichtet. Alle Puppen sind aus Leder handgefertigt und zeigen klassische Motive wie Götter, Dämonen oder Elefanten – ein tolles Souvenir, das auch noch wenig Platz im Gepäck einnimmt. Kleine Puppen ab US$7. Groß und aufwendig gestaltet, kostet dieses Souvenir bis zu US$150. 6–18 Uhr.
Garden of Desire, Passage, Tel. 012-319 116, www.gardenofdesire-asia.com. Zweite Filiale des kambodschanischen Designers Ly Pisith. Handgearbeiteter Silberschmuck mit Edel- und Schmucksteinen. Mo–Sa 10–22, So 16–22 Uhr.
WA Gallery, Oum Khun St. Tel. 092-746 2187. Antiquitäten wie Schmuck oder Skulpturen, aber auch zeitgenössische bunte Arbeiten wie die Neon-Buddhas der französischen Künstlerin Nicolette. Weitere Filiale im FCC. 8–22 Uhr.
Institute for Khmer Traditional Textiles (IKTT), 427 Rd. 63, Tel. 063-964 437, iktt.esprit-libre.org/en. IKTT wurde 1996 von dem Japaner Kikuo Morimoto gegründet, um die alte Tradition der Seidenweberei aus dem 8. Jh. wiederzubeleben. Gewebt werden traditionelle Motive, gefärbt mit Naturfarben aus Mandelblättern, Lycheeholz, Bananen und Kokosnüssen. In dem altes Holzhaus stehen im Erdgeschoss Webstühle, im Obergeschoss befindet sich der Verkaufsraum. Die meisten der schönen Seidenartikel werden in einem Dorf außerhalb gefertigt. 8–12 und 14–17 Uhr.
Spicy Green Mango, Alley West und The Lane. Bunte ausgefallene Patchwork-Kleider für Frauen und Kinder. 10–22 Uhr.
Sinnvolles Engagement
ConCERT, 560 Psar Kroum Rd., Tel. 063-063 511, www.concertcambodia.org, nennt sich die Netzwerk- und Informationsstelle für Ökotourismusprojekte und ehrenamtliche Arbeit. ConCERT arbeitet mit 26 der über 300 registrierten NGOs in der Region Siem Reap zusammen und überprüft deren Arbeit hinsichtlich Transparenz, Effizienz und Mittelverwendung. Im Büro kann man sich umfassend über die Arbeit informieren. Wer eine der Organisationen finanziell unterstützen möchte, kann über ConCERT spenden bzw. einen Termin mit der NGO vereinbaren lassen. Auch hilfreiche Sachspenden werden entgegengenommen. Ideen liefert dabei eine Übersicht, die von Flip Flops für US$1 über einen 50-kg-Sack Reis für US$50 bis hin zum Bau einer Schule für US$5000 viele Vorschläge enthält.
Darüber hinaus wird ehrenamtliche Arbeit vermittelt. Ein Bewerbungsformular ist hier erhältlich, gemeinsam werden Vorschläge ausgearbeitet, um die Fähigkeiten eines Interessenten möglichst effektiv unter Berücksichtigung eigener Wünsche einzusetzen (Vermittlungsgebühr US$200). Interessierte, die in einem Waisenhaus arbeiten möchten, bekommen hier einen Einführungskurs. Wer innerhalb von drei Tagen keine passende Stelle erhält, bekommt das Geld zurück. Mo–Fr 9–12 und 13–17 Uhr.
Gleich mehrere Restaurants und Hotels vermitteln einen prima Einblick in die kambodschanische Küche, u. a.:
Cooks in Tuk Tuks, im The River Garden Hotel, Tel. 063-963 400, www.therivergarden.info. Erst geht es zusammen auf den Markt, hier werden lokale Besonderheiten, Gemüse und Gewürze erklärt. Eingekauft wird nicht, die Zutaten befinden sich bereits im Hotel. Danach wird fröhlich geschält, geraspelt, geschnippelt, im Mörser zerdrückt, gekocht und gemeinsam gegessen. Außerdem gibt es ein kleines Rezeptheft sowie Ersatzvorschläge, was die exotischeren Zutaten anbetrifft. Nützliche Tipps helfen daheim bei speziellen Fragen, z. B. wie lange man was im Kühlschrank aufbewahren oder auch einfrieren kann. Tgl. um 10 Uhr für US$25 p. P. ohne Voranmeldung.
Le Tigre de Papier, Passage, Tel. 012-265 811. Start ist der gemeinsame Besuch des Psar Chas, dann wird zusammen gekocht und natürlich gegessen. Die Auswahl der 5 Gänge hängt vom saisonalen Angebot ab. Tgl. um 10, 13 und 17 Uhr für US$19, ohne Anmeldung.
Peace Café, Tel. 092-177 127, www.peacecafeangkor.org. Hier lernt man in einem Kurs, vegetarische Gerichte zu zaubern. Tgl. 11–13 Uhr für US$20, inkl. Rezeptbuch.
Raffles Grand Hotel d’Angkor, Tel. 063-963 888. Exklusiver Kochkurs. Mit dem Küchenchef geht es zum Markt. Nach der Erklärung der Geheimnisse kambodschanischer Zutaten wird das Essen unter fachkundiger Leitung zubereitet und anschließend verzehrt. Dazu gibt es ein Glas Wein, Kochbuch, Urkunde und Raffles-Schürze. US$85.
Temple Balcony Restaurant, Tel. 015-555 508. Bietet tgl. um 14 Uhr den sehr günstigen Kochkurs für US$10 (Voranmeldung notwendig).
New Green Leaf Book Café, St. 9, Tel. 016-606 951, www.newleafbookcafe.org. Yoga auf der Dachterrasse des Cafés. Fr, Sa und So, aktuelle Termine auf der Internetseite, 1 1/4 Std. für US$6.
Peace Café, Tel. 092-177 127, www.peacecafeangkor.org. Tgl. 1–3 Yoga-Kurse für US$5, 1 1/4 Std.
Wat Kok Chork, Tel. 092-768 837, www.fodcambodia.org. Einstündige Meditation mit dem Mönch Daro: Mo 14, Mi 10 und Fr 16 Uhr. Um eine Spende von US$5–10 für den Schulbetrieb des Klosters wird gebeten.
Quad Adventure Cambodia, nahe Wat Damnak, Tel. 092-787 216, www.quad-adventure-cambodia.com. In Begleitung eines Guides kann für eine Stunde bis hin zu einem Tag die Umgebung per Quad erkundet werden. US$30–170 je nach Mietdauer inkl. Schutzausrüstung und Abholung am Hotel.
The Happy Ranch Horse Farm, Tel. 012-920 002, www.thehappyranch.com. Wer mag, kann gemächlich auf dem Pferderücken die umliegenden Dörfer und Tempel besuchen. Der Kambodschaner Sary Pann ist seit seines amerikanischen Exils Pferdeliebhaber und sorgt dafür, dass die Tiere auf der Farm bestens gepflegt werden. Es gibt Reitstunden für Kinder, und auch erwachsene Anfänger können sich hier auf den Pferderücken wagen. Entspannt sind die Ausflüge mit dem Ponywagen. Reiten für US$28/Std., Halbtagesausflug US$69. 6–18 Uhr.
Zahlreiche Hotelpools bieten auch Nichtgästen nasskalte Erfrischung gegen eine oft geringe Gebühr. Diese reicht von einem Verzehrzwang im Golden Banana Boutique Hotel bis zu US$20 in Luxusherbergen wie im Raffles Grand Hotel. Aber auch einfache Unterkünfte rüsten inzwischen mit einem eigenen kleinen Pool auf. Und wer keinen eigenen Pool hat, fragt am besten im eigenen Hotel oder Guesthouse nach dem nächstgelegenen Pool; die Angestellten weisen meist gern den Weg. Kostenlos schwimmt man im Westlichen Baray im Archäologiepark.
Sightseeing kann anstrengen, doch glücklicherweise ist das Angebot für entspannende Momente danach groß und reicht von Fußmassagen über Ganzkörperpackungen bis hin zu Thai-, Khmer-, Japanischer Massage oder Heißen Steinen. Massagen werden rund um den Nachtmarkt ab US$4/Std. angeboten. Viele der Frauen haben allerdings keine richtige Ausbildung, und so ist die Massage eher wenig professionell. Einige Massagesalons bieten spezielle Massage (Kasten siehe >>).
Beliebt sind zudem Fischbecken, in denen die kleinen zappeligen Wasserwesen die abgestorbenen Hautschuppen von den Füßen knabbern. Das ist jedoch weder etwas für Kitzelige noch für Hygienebewusste.
Die hier gelisteten Wellnessoasen haben einen guten Ruf und ausgebildetes Personal:
Bodia Spa, Tel. 063-761 593, www.bodia-spa.com. Die Wellnessoase bietet Massage, Packungen, Waxing, Dampfsauna und Yacuzzi. Anwendungen mit eigenen Kräuterprodukten. 10–23 Uhr.
Body Tune, 293 Pokambor Ave., Tel. 063-764 141. Thai-Massage ab US$14/Std. 10–22.30 Uhr.
Frangipani, 615 Hup Guan St., Tel. 063-964 391, www.frangipanisiemreap.com. Im EZ mit Dusche ab US$20 für 30 Min., darunter Anti-Stress-Massage oder 4-händige Massage. Gesichtsbehandlungen. 10–22 Uhr.
Krousar Thmey Massage, Charles de Gaulle Blvd. Auch hier verdienen Blinde mit dem Handwerk des Masseurs ihren Lebensunterhalt. US$7/Std. 9–21 Uhr.
Stilvoll und naturgemäß teuer sind die Spas in den exklusiven Hotels wie im Raffles Grand Hotel oder im La Résidence d’Angkor.
Seeing Hands Massage 4, 324 Sivatha Blvd., Tel. 012-838 487. Gute Massagen von sehbehinderten Menschen. US$6/Std. 8–23 Uhr.
Viele Guesthouses und Hotels bieten Touren zu den Tempeln und den schwimmenden Dörfern (siehe >>) an. Die meisten arbeiten mit Tuk-Tuk-Fahrern zusammen, denen sie vertrauen und die einen guten Ruf bei Gästen haben.
Interessante Touren bieten auch folgende Unternehmen:
Bees Unlimited, Tel. 012-436 475, www.beesunlimited.com. Der Amerikaner Dani lebt seit 20 Jahren in Kambodscha und zeigt Besuchern das ländliche Leben. Er kommt ins Hotel und stellt eine individuelle Tour mit dem Tuk-Tuk zusammen. Meist geht es los mit einem Besuch des Psar Leu, in dem es exotische Früchte, Gemüse und landestypische Lebensmittel zu entdecken gibt – alles kann probiert werden. In den Dörfern zeigt er, womit die Dorfbewohner ihren Lebensunterhalt verdienen. Dani schaut einfach mal bei den Nachbarn herein: Korbflechter, Reis-Nudelhersteller, Schlangenjäger, Räucherstäbchenhersteller, oder darf es auch eine Probe traditioneller Schröpftechniken sein? Tagestour US$35 p. P.
Beyond Unique Escapes, Alley West, Ecke Sivatha Blvd., Tel. 063-969 269, www.beyonduniqueescapes.com. Außergewöhnliche und individuelle Touren. Etwa eine Tagestour zu den Dörfern, um den Alltag einer Familie zu erleben und z. B. bei der Reisernte zu helfen; Teilnahme an einer Wassersegnung im Kloster; Kochkurse in einem Khmer-Dorf. Alle Touren US$22. Teile der Einnahmen gehen an die NGO HUSK, www.huskcambodia.org. 7–22 Uhr.
Capitol Tours, Tel. 012-830 170, www.capitoltourscambodia.com. Touren mit dem Tuk-Tuk, Minivan oder Landrover, u. a. auch nach Preah Vihear, Koh Ker und Beng Mealea. Recht teure Tagestouren nach Angkor, zu den schwimmenden Dörfern und Prek Toal.
Naturschutzzentrum Sam Veasna, 63 St. 26, Tel. 063-963 170, www.samveasna.org. Die NGO organisiert ökologisch verträgliche Vogelbeobachtungs-Touren. Ein Teil der Einnahmen geht an Projekte im Ort, wie die Ausbildung lokaler Führer. Schwerpunkt liegt in der lokalen Förderung des Ökotourismus. Im Gegenzug verpflichten sich die Gemeindemitglieder u. a., nicht zu jagen. Sam Veasna ist der einzige Anbieter individueller 1- bis 4-Tages-Touren zum Ang-Trapaeng-Thmor-Vogelschutzgebiet, Tmatboey-Vogelschutzgebiet, den „Geier-Restaurants“ Chhep, Okoki und zu den Florican Grasslands. Weitere Vogelbeobachtungstouren zum Prek-Toal-Vogelschutzgebiet, Phnom-Kulen-Nationalpark, Beng Mealea und nach Kbal Spean. Tagestouren zwischen US$50 und 175 p. P. (bei 4 Pers.). 7–18 Uhr.
Osmose, Tel. 012-832 812, www.osmosetonlesap.net, bietet ebenfalls Touren zu den schwimmenden Dörfern und ins Prek-Toal-Vogelschutzgebiet (siehe >>).
Camouflage, Tel. 012-884 909, www.camouflagecambodia.com. Geführte Fahrradtouren zu den Tempeln von Angkor oder in die ländliche Umgebung. Mountainbiketouren am Phnom Kulen (US$85 p. P. inkl. Transport) oder Beng Mealea (US$55 p. P.). Als Halbtages-Familientouren fahren Kinder im Kindersitz oder mit dem eigenen Fahrrad (realistisch schaffen sie die Tour ab etwa 6 Jahren, kleine Räder stehen zur Verfügung), US$25. Mehrtagestouren möglich. Räder können auch unabhängig von einer Tour gemietet werden (s. u.). 7.30–20 Uhr.
Grasshopper Adventures, St. 26, Tel. 012-462 165, www.grasshopperadventures.com. Geführte Fahrradtouren zu den Tempeln oder in die ländliche Region. 7–18 Uhr.
Sabai Adventures Cambodia, Tel. 088-372 3121, www.sabaiadventures.com. Tagestouren mit einem Leihmoped in die dörfliche Umgebung oder zum Tempel Beng Mealea. Inkl. Hotelabholung, Fahrtraining und Mittagessen ab US$29. Mehrtagestouren möglich.
Siem Reap Dirt Bikes, Tel. 099-823 216, www.siemreapdirtbikes.com. Vermietet für geführte Touren gute 250-ccm-Geländemaschinen. Trips als Tagestour zu Beng Mealea bis hin zu 10 Tagen quer durch Kambodscha. Ab US$130.
Tagestouren zu den Tempeln von Angkor
Die meisten Touristen nehmen ein Tuk-Tuk, um die Tempel von Angkor und die etwas weiter entfernten Anlagen zu erkunden. Der Preis richtet sich nach der Entfernung der Tempel und liegt für eine Tagesausfahrt zwischen US$10 und US$30. Wer abends gegen 16.30 Uhr nur für den Sonnenuntergang nach Angkor Wat fährt, zahlt US$8. Zwischen US$10 und 15 kostet die Kleine Runde (Angkor Wat, Bayon/Angkor Thom, Ta Keo, Ta Prohm, Banteay Kdei, Prasat Kravan). US$15–20 zahlt der Gast für die Große Runde (kleine Runde ohne Ta Keo und Ta Prohm, dafür mit Pre Rup, Östlicher Mebon, Ta Som, Neak Poan und Preah Khan).
Ab US$20–25 wird man zum 35 km entfernten Banteay Srei gebracht. Noch weiter entfernt liegt Kbal Spean, wer hierhin will, zahlt etwa US$30. Für die anstrengende Fahrt bis Phnom Kulen ist mit ca. US$35 zu rechnen. Fahrten mit dem Motorradtaxi sind etwas günstiger. Der Preis ist relativ unabhängig davon, ob es morgens vor Sonnenaufgang losgeht, ein ganzer Tag bei den Tempeln verbracht wird, oder die Gäste nur kurz bei den Tempeln vorbeischauen und vor dem Mittag wieder zurück in Siem Reap sind. Man sollte bei den Termin- und Preisverhandlungen jedoch in etwa wissen, was man plant, damit der Tuk-Tuk-Fahrer nicht genervt wartet und zur Eile drängt bzw. der Gast an den Tempeln auf den Fahrer warten muss, weil dieser erstmal eine Mittagsverschnaufpause eingelegt hat.
Weiter entfernt gelegene Tempel
Von Siem Reap aus lassen sich problemlos in einem Tagausflug die weiter entfernt liegenden Tempel Beng Mealea und Koh Ker, Preah Vihear oder Banteay Chhmar anschauen. Für Touren (jeweils 2 Pers.) nach Beng Mealea (siehe >>) und Koh Ker (siehe >>) sind US$75 p. P. einzuplanen inkl. Transport mit dem Auto, Lunchbox und Wasser; mit einem gemieteten Auto inkl. Fahrer US$80. Preah Vihear liegt 4 Std. nördlich von Siem Reap an der thailändischen Grenze, als gebuchte Tour US$116 p. P. mit dem Landrover inkl. Mittagessen und Wasser. Mit dem Auto US$90 zzgl. US$25 Transport auf den Berg (siehe >>). Es ist auch möglich, Preah Vihear, Koh Ker und Beng Mealea an einem Tag zu besichtigen, sofern man vor Sonnenaufgang aufbricht und nicht zu viel Zeit bei den Tempeln verbringt. Der Tagesausflug zur Tempelanlage Banteay Chhmar (siehe >>) im Nordwesten schlägt mit US$98 p. P. inkl. Lunch und Wasser zu Buche. Die aufgeführten Preise beziehen sich auf eine Gruppe von 4 Pers.
Filialen der Apotheken-Kette U-care-pharma befinden sich am Ende Pub St., Hospital St., Tel. 063-965 396, 8–24 Uhr, und im Shoppingcenter Lucky Mall, Tel. 063-966 683, www.u-carepharmacy.com, 8–21 Uhr. Original-Medikamente und Drogerieartikel wie Sonnenmilch und Mückenschutz. Die Bedienung spricht Englisch. Weitere Filiale im Flughafen.
Hotels und Guesthouses vermitteln Mietwagen mit Fahrer ab US$30/Tag.
Mopeds dürfen nicht an Touristen vermietet werden, nur an nachweislich hier lebende oder arbeitende Ausländer. Dahinter steht wohl die Lobby der Motorrad- und Tuk-Tuk-Fahrer, die sonst arbeitslos würden. Und die Bestimmung dient wohl auch der Ruhe in den Tempeln, denn sicher würde der ein oder andere Mopedfahrer wenig rücksichtsvoll durch die Tempelanlage brausen.
Viele Hotels und Guesthouses vermieten einfache Fahrräder für US$1–2/Tag.
Camouflage (s. o.). Verleiht Fahrräder für US$3 und Mountainbikes für US$7/Tag inkl. Fahrradhelm und Schloss. Auch Kinderfahrräder und Kindersitze können gemietet werden. 7.30–20 Uhr.
Grasshoper Adventures (s. o.). Gute Fahrräder für US$8/Tag, Fahrradhelme US$1. Vermieten auch Kindersitze oder Fahrradanhänger für Kinder. 7–18 Uhr.
White Bicycles, www.thewhitebicycles.org. Für einen guten Zweck radelt man mit den Fahrrädern von White Bicycles, US$2/Tag. Der Gewinn geht an Dörfer, um dort sauberes Trinkwasser bereitzustellen und die Schulausbildung der Kinder zu ermöglichen. White Bicycles stehen u. a. vor dem Soria Moria Hotel, Ivy Guesthouse, La Noria Hotel und Rosy Guesthouse.
Geld tauschen die Geldwechselstände im Psar Chas. Hotels bieten oft einen schlechteren Kurs. Geldautomaten sind überall in der Stadt zu finden. Die Auszahlung erfolgt in US$, die Gebühr pro Auszahlung liegt zwischen 1 und 3 %. Die Canadia Bank erhebt als einzige Bank keine Transaktionsgebühr.
Acleda Bank, N6, www.acledabank.com.kh. Tauscht Bargeld und Travellers Cheques, außerdem Western-Union-Service. Mehrere Geldautomaten in der Stadt. Mo–Fr 8–15, Sa 8–11.30 Uhr.
ANZ Royal Bank, Samdech Tep Vong St., www.anzroyal.com. Barauszahlung auf Kreditkarte. Geldautomaten für Visa- und MasterCard. Mo–Fr 8–15, Sa 8–11.30 Uhr.
CAB (Cambodia Asia Bank), Sivatha Blvd., Tel. 063-965 315, www.cab.com.kh. Wechselt Geld und Travellers Cheques. Western-Union-Service. Geldautomaten akzeptieren Visa-, MasterCard und American Express. tgl. 7.30–21 Uhr.
Cambodian Commercial Bank, 168 Sivatha Blvd., Geldwechsel, MoneyGram. Geldautomat akzeptiert MasterCard. Mo–Fr 8–15 Uhr. Geldwechsel und Geld auf Kreditkarte. Außenschalter Mo–Fr 15–17, Sa, So 9–17 Uhr.
Canadia Bank, Sivatha Blvd., Tel. 063-964 808, www.canadiabank.com. Geldwechsel, kostenfreie Geldautomaten für Visa- und MasterCard. MoneyGram. Mo–Fr 8–15.30, Sa 8–11.30 Uhr.
SBC Bank (Singapore Banking Cooperation), 18A Sivatha Blvd., Tel. 063-963 838, und Lucky Mall, Tel. 063-963 737, www.sbc-bank.com. Western-Union-Service, Geldautomat akzeptiert Visa/MasterCard/Diners/Cirrus.
Touristeninformation, Sivatha Blvd., Tel. 092-795 585. Sehr freundliches Personal, das bei Hotelbuchungen, Bus- und Flugtickets oder Visaverlängerungen hilft. Bietet die gleichen Informationen wie Guesthouses und Touranbieter. 7–21 Uhr.
Khmer Angkor Tour Guide Association (KATGA), Tel. 063-964 347, www.khmerangkortourguide.com. Alle, die einen deutsch sprechenden Führer durch die Tempel suchen, finden in diesem Zusammenschluss lizenzierter Tourguides sicher einen passenden Guide. Zur Erlangung der KATGA-Lizenz ist eine Prüfung abzulegen. Deutsch sprechende Führer nehmen US$50/Tag. Wer etwas günstiger herumgeführt werden will, nimmt einen Englisch sprechenden Guide und zahlt US$25–30 pro Tag. KATGA-Guides sind an den dunklen Hosen und beigefarbenen Hemden mit Namensschild zu erkennen. Vermittlung über KATGA oder Guesthouses und Hotels.
Der The Siem Reap Visitor Guide bietet Infos zu Geschichte, Tempeln, Übernachtung und Restaurants. Die Hefte liegen kostenlos in Hotels und Restaurants aus und werden alle 3 Monate aktualisiert. Kompakte Infos über Restaurants, Hotels und Aktivitäten in den ebenfalls vierteljährlich erscheinenden Pocket Guides Siem Reap Drinking & Dining und Out & About.
Viele Cafés und Restaurants bieten ihren Gästen einen Gratiszugang ins Web. Internetcafés dagegen werden immer seltener, für 3000–4000 Riel/Std. kann man dort durchs Netz surfen oder mit den Lieben daheim skypen.
Ly Srey Vyna Krankenhaus, 113 N6, Tel. 063-965 088. Viele Reiseveranstalter schicken Kunden im Notfall hierhin. Die Ärzte sprechen Englisch, 24 Std. Notdienst. Erst-Konsultation US$50.
Naga Healthcare, 19A Hup Guan St., Tel. 092-793 180, www.nagahealthcare.com. Die Praxis des Niederländers Dr. Joost Hoekstra genießt einen sehr guten Ruf. Dr. Hoekstra spricht auch Deutsch. Erstkonsultation US$30. 8–12 und 14–18 Uhr.
Royal Angkor International Hospital, N6, Tel. 063-761 888, Notfall-Tel. 012-235 888, www.royalangkorhospital.com. Privatklinik von internationalem Standard, arbeitet mit dem Bangkok Hospital zusammen. Konsultationen ab US$145. 24 Std. Notaufnahme.
Siem Reap Provincial Hospital, Hospital St., Tel. 063-963 11. Das Staatliche Krankenhaus ist nur in Notfällen zu empfehlen.
Kampuchea Dental Clinic, Tel. 063-555 5112, 092-714 858, www.kampucheadental.com.kh. Empfehlenswerte Zahnklinik. Führt u. a. Wurzelbehandlungen durch und fertigt Kronen an.
Touristenpolizei, an der Ticket-Kontrollstelle Eingang Archäologiepark, Tel. 012-402 424.
Hauptpost, Pokambor Ave. Postkarten, Briefmarken, internationale Telefonate. 7.30–17 Uhr. Im Gebäude EMS-Kurierdienst (siehe >>). 8–12 und 14–17 Uhr.
DHL, 14-18 Sivatha Blvd., Tel. 063-964 848.
Rund um die Pub St. und Sivatha Blvd. häufen sich Betrügereien durch Frauen, die mit einem kleinen Baby im Arm umherlaufen, häufig im Eingangsbereich von Supermärkten. Sie fragen nach Milch für ihr Kind, lassen dieses von den Touristen kaufen und geben sie anschließend wieder zurück. Das Geld wird dann mit dem Supermarktbesitzer geteilt, das Restgeld an eine wartende Person abgegeben.
Ähnliches kann bei Fahrten zu den schwimmenden Dörfern passieren. Entweder soll der Tourist einen überteuerten Sack Reis kaufen, oder der Lehrer bittet um Schulmaterialien für die Schüler. In beiden Fällen wird auch hier der Einkauf zurückgebracht. Weitere Informationen zum Thema Sicherheit siehe >>.
SIM-Karten verkaufen zahlreiche Mobilfunkanbieter rund um den Sivatha Blvd. und den Psar Chas, Tipps dazu siehe >>.
Wichtige Telefonnummern
Polizei
Touristenpolizei Haupteingang Angkor Archäologie Park, Tel. 012-402 424;
Englischsprachige Polizisten, Tel. 097-778 0002, Tel. 012-969 991
Feuerwehr
Sivatha Blvd., Tel. 063-784 464, Tel. 012-390 806, Tel. 012-784 464
ChildSafe
Hotline Tel. 012-311 112, Tel. 063-761 096, Kalimyanmith@friends-international.org
Die einmalige Verlängerung eines Touristenvisums für 30 Tage übernehmen die Touristeninformation, Hotels, Guesthouses und Touranbieter. US$50, innerhalb von 3 Tagen. Business-Visa können für 1, 3, 6 oder 12 Monate verlängert werden, US$35/75/160/290.
Visa für Vietnam besorgen Guesthouses und Touranbieter für US$65 innerhalb von 3 Werktagen.
Wäschereien gibt es fast überall in der Stadt. Die meisten Hotels und Guesthouses bieten Wäscheservice für US$1–2/kg.
Motorradtaxis warten an Kreuzungen und an der Westseite des Psar Chas auf Fahrgäste. Fahrten innerhalb der Stadt US$0,50-1, nachts das Doppelte. Tagestouren zu den Tempeln US$10–15.
Taxis bzw. Autos mit Fahrer vermitteln Hotels und Guesthouses: Taxi nach Banteay Chhmar US$70, Banteay Srei US$30, Beng Mealea US$40, Battambang US$35, Koh Ker US$60, Phnom Penh US$60, Poipet US$25, Sihanoukville US$120.
Tuk-Tuk-Fahrer stehen überall im Zentrum oder fahren umher auf der Suche nach Fahrgästen. Fahrten innerhalb der Stadt für US$1–2, bei Regen oder nachts das Doppelte. Zu den Hotels etwas weiter draußen an den Ausfallstraßen, vor allem wenn es teure Unterkünfte sind, US$3. Tagesfahrten zu den Tempeln siehe >>.
Der Busbahnhof Chong Kov Sou liegt etwa 4 km östlich der Stadt. Die Busgesellschaften haben ein Büro am Abzweig zum Busbahnhof oder zusätzlich in der Stadt. Busse fahren entweder ab dem jeweiligen Büro, dem Bus-bahnhof oder einem anderen zentralen Punkt in Siem Reap. Tickets besorgen Hotels, Guesthouses und Touranbieter gegen einen kleinen Aufpreis. Alle Anbieter holen Gäste kostenlos im Hotel mit dem Minibus ab und bringen sie zur Haltestelle. Eigene Anreise zum Busbahnhof mit dem Motorradtaxi US$2, Tuk-Tuk für US$3.
ANLONG VENG, mit GST und Rith Mony um 13.30, 14.30 und 16.30 Uhr für US$5 in 3 1/2–4 Std.;
BANGKOK (Thailand), umsteigen an der thailändischen Grenze; mit Capitol Tours und Gold VIP um 8 Uhr für US$10 in 10–11 Std.; mit Gold VIP, Hang Tep und Virak Buntham (Sleeper-Bus) zwischen 2 und 2.30 Uhr für US$10–15 in 10 Std.;
Direktbus mit Nattakan um 8.15 Uhr für US$28 in 8 Std. inkl. Wasser, Kaffee, Snack und Mittagessen;
BANLUNG (RATTANAKIRI), mit Phnom Penh Sorya um 5 Uhr für US$16,50 in 12 Std.;
BATTAMBANG, mit Capitol Tours, Olympic Express, Phnom Penh Sorya und Rith Mony 9x tgl. zwischen 6.30 und 13.30 Uhr für US$5–6,25 in 4–5 Std.;
CAN TO (Vietnam), mit Hang Tep um 7 und 19 Uhr für US$39 in 16 Std.;
CHAU DOC (Vietnam), mit Hang Tep um 7 und 19 Uhr für US$38 in 15 Std.;
HO-CHI-MINH-STADT (Vietnam), umsteigen in Phnom Penh; mit Hang Tep, Mekong Express und Virak Buntham zwischen 6.30 und 7.30 Uhr für US$15–24, mit Hang Tep um 19 Uhr, Virak Buntham (Sleeper-Busse) um 19 und 24 Uhr für US$21/22 in 13 Std.;
KAMPOT, umsteigen in Phnom Penh; mit Giant Ibis und Phnom Penh Sorya um 7.45 bzw. 6.30 Uhr für US$21/12 in 10–13 Std.; mit Hang-Tep um 24 Uhr und Virak Buntham (Sleeper-Busse) um 19, 20.30 und 24 Uhr für US$17–27 in 12 Std., weiter nach Koh Tonsay inkl. Boot für US$39 in 15 Std.;
KEP, über Phnom Penh und Kampot, mit Hang Tep um 24 Uhr für US$27 in 13 Std.;
KOH CHANG (Thailand), mit Hang Tep um 8 Uhr für US$14 in 12 Std.;
KOH KONG, über Phnom Penh oder Sihanoukville; mit Hang Tep um 24 Uhr und Virak Buntham (Sleeper-Busse) um 19, 20.30 und 24 Uhr für US$17–27 in 12 Std.;
KOMPONG CHAM, mit GST, Neak Krorhorm und Phnom Penh Sorya 5x tgl. zwischen ca. 5.30 und 10.30 Uhr für US$5,50–6,50 in 5–6 Std.;
KOMPONG CHHNANG, mit Phnom Penh Sorya um 8 Uhr für US$10 in 9 Std.;
KRATIE, mit Neak Krorhorm und Phnom Penh Sorya um 5 und 7.30 Uhr für US$11–12 in 8–9 Std.;
LAOS, mit Phnom Penh Sorya um 5 Uhr über 4000 Inseln und Don Det für US$23 in 13 Std.; Pakxe für US$26 in 16 Std., mit AVT über Stung Treng in ca. 8 Std. für US$24;
PATTAYA (Thailand), umsteigen an der thailändischen Grenze; mit Gold VIP um 8 Uhr für US$20, Gold VIP, Hang Tep und Virak Buntham (Sleeper-Busse) um 2 bzw. 2.30 Uhr für US$17–20 in 14 Std.;
PHNOM PENH, mit Capitol Tours, Giant Ibis, GST, Gold VIP, Mekong Express, Neak Krorhorm, Olympic Express, Phnom Penh Sorya und Rith Mony 49x tgl. zwischen 5.45 und 18 Uhr für US$5–13 in 6–7 Std.; mit Hang Tep, Rith Mony und Virak Buntham (Sleeper-Busse) 8x tgl. zwischen 19 und 24 Uhr für US$8–12 in 5–6 Std.;
PHU QUOC (Vietnam), mit Hang Tep und Virak Buntham 3x tgl. zwischen 19 und 20.30 Uhr für US$36–44 in 15–16 Std. (Sleeper-Bus und Boot);
POIPET, mit Capitol Tours, Gold VIP und Hang Tep um 8 Uhr für US$6–8 in 3 1/2 Std., Gold VIP und Hang Tep um 2.30/2 Uhr für US$6–8 in 3 Std.;
PURSAT, mit Phnom Penh Sorya um 8 Uhr für US$7 in 7 Std.;
SEN MONOROM (MONDULKIRI), mit Phnom Penh Sorya um 5 Uhr für US$16,50 in 10 Std.;
SIHANOUKVILLE, über Phnom Penh; mit Gold VIP, Mekong Express, Phnom Penh Sorya und Rith Mony 11x tgl. zwischen 6.30 und 12 Uhr für US$10–24 in 11–12 Std., Hang Tep, Rith Mony und Virak Buntham (Sleeper Busse, Virak Buntham je nach Auslastung auch direkt) 4x tgl. zwischen ca. 20 und 24 Uhr für US$14–17 in 10–12 Std.;
SISOPHON, mit den Bussen Richtung Poipet für den gleichen Preis in 2 Std.;
SRA EM (für Preah Vihear), mit Rith Mony um 13.30 Uhr für US$5 in 6 Std.;
STUNG TRENG, mit Phnom Penh Sorya um 5 Uhr für US$15,50 über Kompong Cham in 11 Std., oder mit AVT auf der neuen Direktverbindung in ca. 5 Std. für US$15.
Die Busgesellschaft Hang Tep (im Backpacker Hostel) verkauft kombinierte Bus-Boot-Tickets zu den Inseln in Thailand wie Koh Samui, Koh Phan Ngan, Koh Tao, Koh Phi Phi oder Koh Lanta. Die anstrengende Anreise über Bangkok dauert mind. 24 Std.
Sammeltaxis stehen rund um den Busbahnhof und an der N6. Sie fahren los, sobald alle 6 Sitze verkauft sind. Besser am Morgen vorbeischauen, nachmittags kann die Weiterfahrt schwierig werden, wenn nicht genügend Passagiere zusammenkommen. Zur Not muss man die freien Sitze zusätzlich kaufen.
ANLONG VENG US$6,50, BATTAMBANG US$8, O’SMACH (Grenze Thailand) US$6,50, PHNOM PENH US$10, SISOPHON US$6.
Minibusse stehen an der N6 und fahren ebenfalls los, sobald genug Passagiere zusammen sind. Der Sitzplatz ist etwas günstiger als im Sammeltaxi, es kann aber sehr eng werden, wenn der Wagen extrem voll beladen wird.
Die Schnellboote nach Phnom Penh sind zwar eine Alternative zur Busfahrt, jedoch ist die Fahrt über weite Strecken eher langweilig, nur das letzte Stück entlang dem Fluss eröffnet schöne Blicke auf die Landschaft. Dafür ist die Fahrt 5x teurer als mit dem Bus.
Die meisten Reisenden sind von der Flussfahrt nach Battambang hellauf begeistert, denn es geht vorbei an malerischen Flusslandschaften. Je nach Wasserstand kann die Reisezeit bis zu 9 Std. betragen.
Die Boote starten im Hafen in der Nähe des schwimmenden Dorfes Chong Kneas, etwa 13 km südlich von Siem Reap. Tickets können über Angkor Express, Guesthouses, Touranbieter und Hotels erstanden werden; der Transfer zum Pier ist im Preis enthalten (Abfahrt im Hotel ab 5.30 Uhr). Tickets sollten einen Tag, in der Hauptsaison 2 Tage vorher, gekauft werden. Auf eigene Faust kostet die Anreise mit dem Motorradtaxi/Tuk-Tuk/Taxi US$3/8/11 und dauert 30 Min.
BATTAMBANG, um 7.30 Uhr für US$20 in 6–9 Std.;
PHNOM PENH, um 7 Uhr für US$35 in 5–6 Std., (Nov–März).
Der Flughafen Siem Reap International liegt etwa 7 km vom Stadtzentrum entfernt.
Inlandflüge mit Cambodia Angkor Air, www.cambodiaangkorair.com, nach:
PHNOM PENH, 4–6x tgl. in 45 Min., US$70–136;
SIHANOUKVILLE, tgl. in der Hauptsaison, sonst (Mai–Okt) 4x wöchentl. in 1 Std., ab US$116.
Von Siem Reap starten internationale Flüge nach:
CHINA (Guangzhou, 1x tgl.; Shanghai, 2x wöchentl., Peking 1x tgl.);
LAOS (Vientiane, 1x tgl. in 1 Std.; Luang Prabang, 1x tgl. in 1 3/4 Std., Pakxe, 1–2x tgl. in 1 Std.);
MALAYSIA (Kuala Lumpur, 1–2x tgl.);
PHILIPPINEN (Manila, 4x wöchentl.);
SINGAPORE, 2x tgl.;
SÜDKOREA (Seoul, 3x tgl.);
THAILAND (Bangkok, 6x tgl. in 1 Std.);
VIETNAM (Hanoi, 5x tgl.; Ho-Chi-Minh-Stadt, 5x tgl.; Da Nang, 2x wöchentl., jeweils in 1 Std.).
Flugpläne unter www.cambodia-airports.com.
Zum/am Flughafen: Vom Zentrum zum Flughafen oder in umgekehrter Richtung kosten Taxis/Tuk-Tuks oder Motorradtaxis US$7/4/2 für die 20-minütige Fahrt. Viele Unterkünfte bieten ihren Gästen kostenlosen Transfer.
Wer ohne Visa anreist, füllt das in der Ankunftshalle ausliegende Visa-on-Arrival-Formular aus, gibt dieses am 1. Schalter samt Reisepass, Passfoto und US$30 ab. Der letzte Beamte in der Reihe ruft dann den Vornamen auf und händigt den Pass mit dem Visum aus.
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Ein Besuch der Tempel von Angkor ist für die meisten Reisenden das Highlight ihres Kambodscha-Besuches. Die Tempel, die seit 1992 zum Unesco-Weltkulturerbe zählen, liegen auf einer Fläche von etwa 400 km2 verteilt (mehr zur Geschichte siehe >>); die berühmtesten sind aber alle von Siem Reap aus leicht zu erreichen.
Tuk-Tuk-Fahrer bieten zwei klassische Touren an: die Kleine Tour, die Angkor Wat, Angkor Thom, Ta Prohm und einige andere bedeutende Tempel beinhaltet, und die etwas längere Große Tour, die auch Tempel wie den Preah Khan miteinschließt. Die Tempel sind im Folgenden in der Reihenfolge dieser Touren beschrieben. Weitere Ausflüge zu entfernteren Zielen sind möglich, z. B. zum wunderschönen Banteay Srei. Auch dafür haben die Fahrer passende Angebote parat, und man kann sich gut seine eigene Tour zusammenstellen. Möglich wäre auch eine historische Route: Dabei würde man beim ältesten Tempel anfangen und chronologisch vorgehen. Das erfordert allerdings ziemlich viel Fahrerei. Wer nur wenig Zeit hat, kann sich auch eine private Tagestour zusammenstellen, die sich z. B. um Angkor Wat, Angkor Thom und Banteay Srei aufbaut. Ergänzende Hinweise und Besuchstipps zu den einzelnen Tempeln finden sich in den jeweiligen Steckbriefen.
An allen größeren Tempeln warten ganze Schwärme von Getränkeverkäuferinnen, und auch einfache Gerichte sind erhältlich – ebenso wie Souvenirs; angeboten von Kindern, die über ganz erstaunliche Sprachkenntnisse verfügen. Auch Bücher zu den Tempeln werden von fliegenden Händlern angeboten: gut geeignet für alle, die mehr wissen wollen, als wir hier darstellen können. Einige Tipps dazu finden sich auf siehe >>.
Als sich Jayavarman II. im Jahr 802 am Phnom Kulen (siehe >>) zum ersten Gottkönig von Kambuja (Kambodscha) ausrufen ließ, legte er den Grundstein für den fast 600 Jahre andauernden Devaraja-Kult (von Sanskrit: deva, Gott; raja, König), mit dem die Könige des Reiches ihre Herrschaft sicherten und rechtfertigten. Als besonders beschützter Vertreter oder gar Inkarnation eines (aus der hinduistischen Glaubenswelt stammenden) Gottes auf Erden waren sie unantastbar – und ihre Macht unbeschränkt.
Äußeres Zeichen dieser Macht war der jeweilige Staatstempel, den ein König errichten ließ. Mehrere äußere Einfassungen umgeben den Tempel, der oft in mehreren Stufen oder pyramidenförmig angelegt ist. Ganz oben im Zentrum steht ein zentraler Turm, in dem ein Heiligtum verehrt wurde, das den König und seine Macht symbolisiert; meist ein Lingam, manchmal auch eine Statue. Die umgebenden Nebentürme, Galerien und Vorkammern dienten zum einen rituellen Zwecken, zum anderen symbolisierten sie in ihrer architektonischen Anlage die Ordnung des Kosmos.
Fast alle Könige versuchten, ihre Vorgänger zu übertreffen; sei es in der Ausdehnung des Reiches, sei es in der Größe des Tempels. Auch die Bautechniken entwickelten sich im Laufe der Zeit weiter. So kommt es, dass die Tempel immer größer und prächtiger wurden – mit Angkor Wat als Höhepunkt.
Die Staatstempel waren jedoch nicht die einzigen Bauwerke, die die Könige hinterließen. Oft errichteten sie weitere Tempel zur Verehrung der Vorfahren, und gründeten später, als der Hinduismus nicht mehr die vorherrschende Glaubenrichtung war, buddhistische Klöster. Große künstliche Seen (Khmer: baray), Wassergräben, Brücken und Anleger sind weitere Zeugen dieser Zeit. Von den Palästen und Wohnstätten, seinerzeit aus Holz gebaut, sind jedoch keine Spuren mehr vorhanden.
Auch von den Kunstschätzen, die einst die Tempel schmückten, ist vieles verschwunden. Jahrhundertelang bedienten sich Tempelräuber in Angkor, und noch heute tauchen auf Auktionen seltene und wertvolle Stücke ungeklärter Herkunft auf – Kunstraub ist kein Phänomen der Vergangenheit. Die meisten Statuen in den Tempeln sind Repliken, und was die Jahrhunderte unbeschadet üerstanden hat, kann heute zum Teil in Museen betrachtet werden: vor allem im Angkor National Museum in Siem Reap und im Nationalmuseum im Phnom Penh. Geblieben sind jedoch die Flachreliefs in Angkor und im Bayon, sowie Tausende in Stein geschlagene Wächterfiguren und – die steinernen Apsaras (Kasten siehe >>), die einst schon den Gottkönigen und ihrem Hofstaat ihr Lächeln schenkten und heute die Besucher aus aller Welt bezaubern.
Das richtige Ticket
Für den Besuch der meisten Tempel im Bereich von Angkor muss ein Ticket gelöst werden, das es in drei Varianten gibt: für einen Tag (US$20), für drei aufeinander folgende Tage (US$40), jeweils ab Kaufdatum; und für sieben Tage (US$60), gültig innerhalb eines Monats. Die meisten Reisenden entscheiden sich für das Drei-Tages-Ticket. Am Vorabend des ersten Tages darf man jeweils schon zum Sonnenuntergang in die Anlage; passend für eine erste stimmungsvolle Stippvisite auf den Phnom Bakheng oder in Angkor Wat. Das Ticket muss stets mitgeführt und oft vorgezeigt werden.
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Der Phnom Bakheng ist ein beliebtes Ziel für den Vorabend einer Angkor-Tour. Wer am Spätnachmittag das Ticket für den nächsten Tag am Haupteingang zu den Tempeln kauft, kann bis zu diesem Tempelberg weiterfahren, um den Sonnenuntergang zu genießen. In der Hauptsaison ist es allerdings ziemlich voll. Dabei passiert man die äußere Mauer von Angkor Wat, die schön von der tiefstehenden Sonne beleuchtet wird – das weckt Vorfreude auf den nächsten Tag …
Datierung: spätes 9., frühes 10. Jh. (geweiht 907)
Königlicher Erbauer: Yashovarman I. (reg. 889–ca. 915)
Stil: Bakheng
Religion: Hinduismus (Shiva)
Lage: 1,7 km nordwestlich von Angkor Wat, an der Straße, Zugang von Osten
Besuch: Besuchsdauer ca. 1 Std. (inkl. Aufstieg)
Nicht verpassen: die Aussicht auf die Türme von Angkor Wat sowie Phnom Krom (Südwesten), Phnom Bok (Nordosten), Phnom Kulen (Westen) und den Westlichen Baray
Phnom Bakheng bedeutet „starker Berg“, und die 70 m hohe Anhöhe erschien König Yashovarman I. der richtige Ort, seinen Staatstempel zu errichten, als Mittelpunkt seiner neuen Hauptstadt Yashodharapura. Auch der Tempel selbst ist ein „Bergtempel“: Steile Stufen führen auf die oben abgeflachte, fünfstöckige Pyramide, auf der fünf Prasats in Quincunx-Form angeordnet waren (heute nur noch teilweise erhalten). Im mittleren stand der Königliche Lingam Yashodhareshvara, durch den Shiva verehrt wurde. Die Anordnung der fünf Prasats war damals eine Neuerung und sollte die Gipfel des Weltbergs Mehru versinnbildlichen. In den folgenden Jahrhunderten wurde noch öfter auf dieses Modell zurückgegriffen – am augenfälligsten in den Türmen von Angkor Wat. Einst führten drei Wege auf den Berg, heute ist nur noch die Haupttreppe im Osten begehbar. Nachdem man die zwei Wächterlöwen passiert hat, sollte man gut darauf achten, wohin man tritt, denn die Stufen sind teilweise verfallen.
Rund um die 76 x 76 m messende Basis der Pyramide standen früher 44 Ziegelsteintürme, von denen nur noch einige erhalten sind. Die Treppen, die von allen vier Himmelsrichtungen auf den Tempel führen, werden von steinernen Wächterlöwen bewacht. Kleinere Türme flankieren den Weg nach oben; pro Ebene zwölf in symmetrischer Anordnung. Insgesamt gibt es neben dem zentralen Heiligtum 108 weitere Türme – die Zahl der Vollkommenheit in der hinduistischen und buddhistischen Mythologie (und auch der christliche Rosenkranz hat 108 Perlen).
Der größere zentrale Turm ist, obwohl sein Dach nicht mehr vorhanden ist, der am besten erhaltene Turm der Anlage. Vier Türen öffnen sich zu den Seiten. Eine Devata im nordöstlichen Abschnitt zeigt die Narben von Gewehrkugeln; wahrscheinlich hat sie einem gelangweilten Soldaten für Schießübungen gedient. In den frühen 1970er- Jahren wurde Phnom Bakheng von den Roten Khmer als Artilleriestellung genutzt. Der westliche Bereich zeigt schön gearbeitete Wandpfeiler und die am besten erhaltene Devata, die von einem reich geschmückten Bogen umgeben ist.
Datierung: frühes 10. Jh., Umwidmung 948
Königliche Erbauer: Harshavarman I. (reg. 910–923) und Rajendravarman II. (reg. 944–968)
Stil: Übergang von Bakheng zu Koh Ker
Religion: zuerst Ahnentempel, dann Hinduismus (Shiva)
Lage: 150 m nördlich von Phnom Bakheng, auf dem Weg nach Angkor Thom
Besuch: weniger bedeutendes Monument, kann vom Phnom Bakheng aus erreicht werden; 15 Min.
Dieser kleinere Tempel war wohl der erste Tempelberg in der Region Angkor, der aus dauerhaften Materialien wie Ziegelsteinen, Laterit und Sandstein (für die Dekorationen) errichtet wurde. Und er ist der einzige, der kein Staatstempel ist: Sein Erbauer, Harshavarman I., ließ ihn zur Verehrung seiner Eltern errichten. Erst später wurde er von Rajendravarman II., der die Hauptstadt von Koh Ker wieder nach Angkor zurückverlegte (siehe >>), im Rahmen einer Restaurierung Shiva gewidmet.
Auf der 12 m hohen, vierstufigen Pyramide, deren unterste Plattform 27 x 27 m misst, steht ein einzelner, 13 m hoher Turm. Die Pyramide ist sehr steil, und das gilt auch für die Treppen, die auf allen vier Seiten auf die oberste Plattform führen. Am besten begehbar sind die westliche und die nördliche. Das quadratische Zentralheiligtum hat eine Tür nach Osten und drei falsche Türen an den anderen Seiten. Sie sind recht gut erhalten und weisen die typischen Dekorationen dieser Epoche auf: viel ornamentales Blattwerk, das an Holzschnitzereien erinnert. Vom Stuck, der den Tempel umgeben haben muss, ist so gut wie nichts erhalten – außer den Löchern, an denen er befestigt war. Am östlichen Türsturz kann man noch Indra auf seinem dreiköpfigen Elefanten Airavata reitend erkennen.
Datierung: 10. Jh.
Königlicher Erbauer: Yashovarman I. (reg. 889–ca. 915)
Stil: Bakheng
Religion: Hinduismus (Shiva)
Lage: nahe Baksei Chamkrong, 300 m westlich der Straße
Besuch: nur mäßig interessant; 5 Min.
Prasat Bei bedeutet „Drei Türme“; und diese stehen nebeneinander in nordsüdlicher Ausrichtung auf einer 24 x 10 m großen Lateritplattform. Der Tempel, Ende der 1960er-Jahre teilweise renoviert, wurde vermutlich nie fertiggestellt. Bei beiden Seitentürmen fehlen die Dachaufbauten. Nur am zentralen Turm und am Südturm finden sich verzierte Türstürze; sie zeigen Indra auf seinem Elefanten, der einmal mit drei Köpfen (zentraler Turm), einmal mit einem Kopf dargestellt ist (Südturm).
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Datierung: erste Hälfte 12. Jh.
Königlicher Erbauer: Suryavarman II. (reg. 1113–ca. 1155)
Stil: Angkor Wat
Religion: Hinduismus (Vishnu)
Lage: 5,5 km nördlich von Siem Reap, der erste Tempel an der Hauptzufahrtsstraße nach Angkor
Besuch: zum Sonnenaufgang, vormittags, nachmittags, am besten mehrfach; mehrere Stunden. Teil fast jeder Tour. In den inneren Bereichen ist angemessene Kleidung erforderlich (Knie und Schultern bedeckt).
Nicht verpassen: die achtarmige Vishnustatue am westlichen Eingangstor, die Basreliefs der Galerien (vor allem das „Kirnen des Milchozeans“), die Apsaras rund um das zentrale Heiligtum
Detailansicht der Karte folgt
Angkor Wat, die „Stadt, die ein Tempel ist“, ist das großartigste Monument, das je in Kambodscha erbaut wurde. Von der harmonischen Komposition der riesigen Anlage bis hin zu den feinsten Details seiner Reliefs – noch heute trifft zu, was der portugiesische Reisende Diogo de Couto vor fast einem halben Jahrtausend schrieb: „Dieser Tempel ist so besonders, dass man ihn mit Worten kaum beschreiben kann, und mit keinem anderen Gebäude der Welt vergleichen.“ Und: „Ein Land, das eine derartige architektonische Meisterleistung vollbracht hat, darf nicht untergehen!“ – diese Worte von Louis-Adolpe Bonard, dem ersten Gouverneur von Cochinchina (1861–63), haben vielleicht dazu beigetragen, dass Kambodscha als Staat weiter existierte und nicht zwischen Thailand und Vietnam aufgeteilt wurde.
Die grundlegende Architektur ähnelt anderen kambodschanischen Tempeln: Mehrere Einfassungen umgeben ein zentrales Heiligtum, einen hohen Turm, der von vier weiteren Türmen umgeben ist; Symbol des Weltbergs Mehru. Ein großer Unterschied besteht jedoch zu allen anderen Tempeln in Angkor: Angkor Wat ist nach Westen ausgerichtet, nicht nach Osten. Über die Bedeutung dieser Tatsache rätseln die Forscher seit Generationen: War der Tempel vielleicht ein großes Grabmal? Die Reliefs der ersten Galerie verlaufen gegen den Uhrzeigersinn und zwingen den Besucher damit, das Heiligtum wie bei einer Totenprozession „verkehrt herum“ zu umlaufen. Heute glaubt man, dass der Tempel zuerst als Staatstempel von Suryavarman II. und nach seinem Tode dessen Verehrung diente. Gesichert ist diese Interpretation aber nicht. Zu Lebzeiten von Suryavarman hatte Angkor Wat die Funktion eines Staatstempels und einer Königsstadt – mehrere zehntausend Menschen sollen auf dem Areal gelebt haben.
Wer sich die riesige Anlage erschließen will, kommt meist mit einem Besuch nicht aus. Tatsächlich empfehlen sich mindestens zwei Besuche zu verschiedenen Tageszeiten, um das Sonnenlicht einmal auf der Westseite und einmal auf der Ostseite zu haben. Im Licht der Sonne sind die Strukturen der Reliefs viel besser zu erkennen. Einige der schönsten Apsaras des Tempels an den östlichen Wänden des Westeingangs wirken z. B. im Licht des frühen Morgen am besten.
Steigende Touristenzahlen in Angkor
Während 1993 knapp 120 000 Besucher die Tempel von Angkor besuchten, kamen 20 Jahre später, im Jahr 2013, bereits fast 4 Mio. Urlauber. Knapp 17 % der Reisenden sind Europäer. Die größte Gruppe davon sind Franzosen mit etwas über 3 %, gefolgt von den Deutschen mit einem Anteil von immerhin fast 2 %. Die meisten Besucher stammen indes aus Asien.
Die Basreliefs in Angkor Wat erzählen von Königen, Göttern und Dämonen.
Der Besucher nähert sich dem Tempel über den Haupteingang im Westen. Zunächst wird der Wassergraben über einen 220 m langen Dammweg überquert. Dieser Graben diente zum Schutz der Stadt und als Wasserspeicher. Gespeist wird er bis heute durch den Siem-Reap-Fluss. Die Umfassungsmauer misst 1025 x 802 m. Der westliche Eingang ist der bei Weitem größte Zugang zu der Anlage. Insgesamt ist er 235 m breit. Mittig steht der dreiteilige Gopuram, der schon die Architektur des Haupttempels vorwegzunehmen scheint; ein zentraler Gipfel, flankiert von kleineren Erhebungen, die mit Galerien angeschlossen sind. Im südlichen (linken) Teil steht eine sehr verehrte, 4 m hohe Vishnustatue. Möglicherweise war sie einst das zentrale Heiligtum und wurde erst später aus dem Haupttempel an diese Stelle versetzt.
Nach dem Durchqueren des Einganges entfaltet sich vor dem Auge des Betrachters das grandiose Panorama von Angkor Wat. Ein weiterer steinerner Dammweg von 350 m Länge führt zum Haupttempel. Bevor man ihn begeht, sollte man sich aber noch die Zeit nehmen, die wundervollen steinernen Apsaras an der Ostseite des Gopurams zu betrachten: Besonders schön sind die an der Südostecke des Hauptturm, und bemerkenswert (weil selten) die an der Südostecke des Südturms, die beim Lächeln ihre Zähne zeigt.
Von dem von Naga-Balustraden gesäumten Dammweg, der zum Tempel führt, gehen auf jeder Seite in regelmäßigen Abständen sechs Treppen ab, die früher in ein Wegenetz mündeten, das die Stadt durchzog. Heute ist davon nichts mehr zu erkennen. Auf halber Strecke liegen zwei „Bibliotheken“, Nebengebäude unbekannten Zweckes, die aufwendig verziert sind. Dahinter befinden sich zwei Wasserbecken, wobei im linken meist auch in der Trockenzeit noch Wasser steht – das hier zu schießende Foto mit dem Tempel und seiner sich im Wasser spiegelnden Silhouette ist wohl eines der bekanntesten Bilder Südostasiens. Der Weg endet in einer zweistufigen Terrasse, die ebenfalls von steinernen Nagas gesäumt ist. Man kann sich vorstellen, dass hier früher Empfänge stattgefunden haben und der König von hier aus mit seinem Volk kommunizierte.
In einem Pavillon hinter der Nordwestecke der Esplanade berichtet eine Ausstellung des GAPC (German Apsara Conservation Project) über die schwierige Aufgabe, die Apsaras von Angkor zu restaurieren und zu konservieren. Dieses Projekt der Fachhochschule Köln ist hier unter der Leitung von Prof. Dr. Hans Leisen seit 1995 tätig. Mehr Informationen unter http://gacp-angkor.de.
Angkor Wat und seine frühen Besucher
Der Botaniker Henri Mohout machte die vom Dschungel überwachsenen Tempel von Angkor im Jahr 1860 weltbekannt. Nicht nur im Ausland wurde so die einstige Größe des Landes erkannt, auch die Khmer selbst wurden sich erneut ihrer Vergangenheit bewusst. Nachdem im Jahr 1907 die Thai das Gebiet an Kambodscha zurückgegeben hatten (siehe >>), begannen französische Forscher mit der Restaurierung der Tempel und der Übersetzung der Inschriften. Die ersten Touristen kamen ins Land. Dazu gehörte 1901 Pierre Loti, der seine Pilgerfahrt nach Angkor in einem Buch veröffentlichte. Bereits in den 1920er-Jahren war eine rege Reisetätigkeit nach Angkor zu verzeichnen. Mit dem Madrolle Nord-Indochina wurde 1932 der erste Reiseführer über die Region veröffentlicht. Es entstanden die ersten beiden Herbergen: Eine einfachere Bettstatt soll Berichten zufolge ganz nah bei den Tempeln gestanden haben. Das Holzhaus namens Sala eröffnete 1925, und der Besucher blickte wohl direkt von der Terrasse auf die Tempel. Viele Holzhäuser standen einst um Angkor Wat (wie Pierre Loti berichtet, s. dazu auch Literaturtipps siehe >>), die damals noch von Mönchen bewohnt waren. Das luxuriöse Hotel d’Angkor öffnete 1931/1932. Die betuchten Gäste besuchten nicht nur die Tempel, sie gingen z. B. auch in den umliegenden Wäldern auf die Jagd. Die meisten Reisenden kamen von Saigon nach Angkor Wat. Die Fahrt dauerte Berichten zufolge etwa 15 Std. – so viel schneller geht es heute aufgrund von Grenzformalitäten und Zwischenstopps auch nicht.
Hinter der Terrasse führt eine Treppe zur Dritten Einfassung, die den Inneren Tempelbereich umfasst. Sie ist als offene Galerie angelegt und von einem Gewölbedach geschützt. An der Innenwand befinden sich die berühmten Flachreliefs von Angkor Wat, die mit einer Höhe von 2 m und auf einer Länge von 540 m mehr als 1000 m2 bedecken. Bis hierhin und nicht weiter durfte sich das Volk dem Tempel nähern – und sich auf den Reliefs über die Größe und Macht ihres Gottkönigs und mythische Geschichten informieren. In acht Abschnitten (die vier Seiten sind jeweils von einem Tempelaufgang durchbrochen), die gegen den Uhrzeigersinn gelesen werden, sind jeweils einzelne Themen behandelt.
Hier tobt die Schlacht von Kurukshetra, der Höhepunkt der Auseinandersetzungen zwischen den Clans der Pandavas und der Kauravas – der Krieg zwischen diesen bildet den roten Faden des berühmten altindischen Epos Mahabharata. Von links marschiert die Armee der Kauravas; von rechts kommen die Pandavas. An den Außenseiten marschieren die Soldaten im unteren Bereich noch in Reih und Glied; darüber sieht man Generäle auf ihren Streitwagen. Etwa 5 m vom linken Rand entfernt oben erkennt man den Kaurava-Führer Bhishma, der von Pfeilen durchbohrt ist. Zur Mitte hin verdichtet sich die Szene zu einem dramatischen Kampfgetümmel. Im Zentrum treffen Arjuna und sein Wagenlenker, der vierarmige Krishna, die aufseiten der Pandava kämpfen, auf den an seinem Haarknoten zu erkennenden Brahmanen Dronacharya, der nun die Kauravas anführt. Dazwischen liegt ein verzweifelter Kaurava-Führer, dessen Pferde und Wagenlenker von Pfeilen getroffen sind. Überall sieht man Soldaten im Nahkampf. Die Schlacht endete nach 18 Tagen ohne Überlebende und markierte so das Ende eines yuga, eines Weltzeitalters.
Szenen aus dem Ramayana, dem zweiten großen indischen Epos, und andere hinduistische Legenden sind im Pavillon an der Südwestecke dargestellt. Aus dem Ramayana stammt die Geschichte vom Kampf zwischen den Affenbrüdern Valin und Sugriva (Süddurchgang, Ostseite). Valin liegt sterbend in den Armen seiner Frau, umgeben von trauernden Affenkriegern. An der Südseite des Westdurchgangs schüttelt ein 20-armiger Ravana mit vielen Köpfen den Berg Kailash, auf dem Shiva sitzt. Die Nordseite des Ostdurchgangs zeigt das Wasserfest in Dvaravati; geschmückte Boote werden über fischreiches Gewässer gerudert. Auf einem findet eine Partie Schach statt; man kann sogar die einzelnen Figuren unterscheiden.
Der erste Bereich dieses Reliefs (bis zur 6. Säule) zeigt den König Suryavarman II. (zwischen 4. und 5. Säule) bei einer Audienz, umgeben von Priestern, Hofdamen und Soldaten. Der zweite Abschnitt illustriert auf über 90 m eine Königliche Prozession. Der von 15 Schirmen beschützte Suryavarman II. (die größere Figur zwischen 14. und 15. Säule) wird begleitet von einem großen Heer und 18 Generälen. Bannerträger und eine Kapelle marschieren voran. Historisch interessant ist die Vorhut am Ende dieses Abschnitts: Sie besteht aus siamesischen Söldnern (zu identifizieren an ihren Schnurrbärten und Helmbüschen).
Die Galerie des Himmels und der Höllen war gewiss als Antrieb zu einem gottgefälligen Leben gedacht. Am Anfang der Galerie sieht man die guten Menschen auf dem Weg in eines der 37 Paradiese: Paläste, die von Garudas und Löwen getragen werden. Die himmlischen Paläste sind im oberen Bereich abgebildet. Grausam erscheinen die Strafen, die die 32 Höllen im unteren Bereich für Sünder bereithielten: Die Maßlosen werden in zwei Teile zersägt, den Reisdieben glühende Eisen in den Körper gedrückt, Jähzornige auf Scheiterhaufen geworfen. Über allen wacht der vielarmige Gott des Todes Yama auf einem Büffel (ggü. der 7. Säule). Seine beiden Assistenten etwa 3 m weiter entscheiden über Wohl und Wehe der Toten: Fällt ihr Urteil negativ aus, so öffnet sich die Falltür, und der Betroffene purzelt in die Unterwelt.
Die Darstellung vom „Kirnen des Milchozeans“ (Kasten siehe >>) ist wohl das berühmteste Relief von Angkor Wat. Die ersten 5 m des 49 m langen Reliefs zeigen das Heer der Asuras (Dämonen) mit Elefanten und Streitwagen. Anschließend sieht man, wie 92 Asuras mit runden Augen und hohem Haarschmuck am Körper der Naga-Schlange Vasuki ziehen. Ihre fünf Köpfe werden vom Dämonenkönig Ravana gehalten. Dieser ist, ebenso wie der Affenkönig Hanuman auf der entgegengesetzten Seite, eine Hinzufügung der Khmer-Künstler zu der indischen Geschichte. Im Zentrum bildet ein Pfahl als Andeutung des Berges Mandara die Drehachse. Vishnu in seiner Verkörperung als Schildkröte Kurma verhindert, dass dieser im Meer versinkt. Oben versucht Indra, ihn vom Kippen abzuhalten. 88 Devas (Götter), mandeläugig und mit konischem Haarschmuck versehen, ziehen von der anderen Seite an der Schlange; auf den letzten 5 m sieht man ihr Heer. Unterhalb der Szene erblickt man das Meer, in dem Fische, Krokodile und Drachen leben. Oberhalb sind auf einer dritten Ebene die Wesen dargestellt, die beim Quirlen entstanden sind: die göttlichen Apsaras, oder in der Mitte der Elefant Airavata und das Pferd Uchaishrava.
Wer an dieser Stelle der Meinung ist, nun genug Reliefs gesehen zu haben, kann den Rundgang hier beenden und ins Tempelinnere fortschreiten: Die meisten Highlights hat man nun gesehen. Die folgenden Reliefs zeigen zwar noch durchaus sehenswerte Stellen, sind aber insgesamt – bis auf die Schlacht von Lanka im südlichen Abschnitt der Westgalerie – für die viele Besucher weniger spannend.
Getanzte Mythologie: das Ramayana-Epos in Kambodscha
Der klassische Tanz ist neben den weltberühmten Tempeln von Angkor das große kulturelle Erbe Kambodschas. Nach Jahrzehnten des Krieges und der fast völligen Auslöschung durch die Roten Khmer gewinnt der Tanz wieder an Bedeutung: identitätsstiftend nach innen, Kraft, Anmut und Harmonie verkörpernd nach außen. Wie schon zu Zeiten der Gottkönige sind die Tänzer und Tänzerinnen heute wieder ein Symbol ihres Landes.
In Kambodscha kennt jedes Kind die Abenteuer von Prinz Ream und Prinzessin Seda, vom mutigen Affen Hanuman und dem bösen Dämonen Reab. Im Westen ist die Geschichte weit weniger bekannt.
Das Reamker, die kambodschanische Version des fast 2000 Jahre alten indischen Ramayana-Epos, stellt einen zentralen Teil des Repertoires im klassischen Khmer-Tanz dar. Früher dauerte die Aufführung des gesamten Epos viele Tage und Nächte lang – heute werden nur noch einzelne Szenen getanzt. Die meisten Aufführungen konzentrieren sich auf einige wesentliche Elemente und die Hauptfiguren Seda, Ream, Hanuman und den Dämon Reab.
Die Geschichte
Prinz Ream, sein Bruder Leak und die schöne Prinzessin Seda haben sich ins Exil in den Wald zurückgezogen. Sie wollen ein einfaches Leben führen. Aus dem Unterholz beobachtet der böse Dämon Reab die königlichen Waldbewohner. Er will die Prinzessin entführen und ersinnt eine List: Durch seine magische Kraft verzaubert er seinen Diener in einen goldenen Hirschen. Als Prinzessin Seda diesen goldenen Hirschen sieht, bittet sie ihren Prinzen, ihn für sie zu fangen.
Prinz Ream begibt sich auf die Jagd und bittet seinen Bruder, auf seine Braut aufzupassen. Um auch ihn von Seda wegzulocken, ersinnt der Dämon eine weitere List: Er ruft mit Reams Stimme nach des Bruders Hilfe.
Leak zieht einen magischen Kreis um Seda, der alles Böse abhalten soll. Nur wenn Seda diesen Kreis verlassen würde, begäbe sie sich in Gefahr. Dies merkt der Dämon, als er versucht, zu Seda vorzudringen. Den magischen Kreis kann er nicht durchbrechen. Eine dritte List wird ihm helfen.
Er nimmt die Gestalt eines Einsiedlers ein. Kränklich hustend, begibt er sich in die Nähe Sedas und erweicht, wie erhofft, ihr Herz. Sie begibt sich aus dem magischen Kreis, um dem Greis Hilfe anzubieten. Diese nimmt der Greis gerne an. Doch statt hilfsbedürftig zu sein, bedrängt er Seda und macht ihr unschickliche Angebote.
Sie solle ihm in seinen Palast folgen, seine Braut werden. Seda weist ihn von sich, bezichtigt ihn der Lüge und schickt den Einsiedler davon. Nun nimmt der Dämon wieder seine wahre Gestalt an. Da der magische Kreis durchbrochen wurde, ist es ihm nun ein Leichtes, Seda zu entführen.
Als Ream und Leak zu ihrem Lager zurückkommen, finden sie es verlassen vor. Verzweifelt suchen sie nach Prinzessin Seda. Leak rät seinem Bruder, den Affengeneral Hanuman um Hilfe anzurufen.
Hanuman erhört den königlichen Ruf und eilt mit seiner Affenarmee zu Hilfe. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zu der Insel Lanka – dorthin, wo der Dämon Prinzessin Seda gefangen hält. Auf ihrem Weg hilft ihnen die goldene Meerjungfrau, das tiefe Wasser zu überqueren. Dazu bedarf es allerdings Hanumans männlich-schmeichlender Verführungskünste.
Die Truppen Hanumans unter der Führung Reams erreichen die Insel der Dämonen. Die große Schlacht beginnt. Ream gelingt es, den bösen Dämonen Reab zu besiegen. Jetzt macht er sich auf die Suche nach seiner Prinzessin.
Seda ist derweil verzweifelt. Wird ihr Prinz sie jemals finden? Wie lange wird sie sich noch den Annäherungen des Dämonen widersetzen können? Als Prinz Ream ihr Gemach betritt, ist sie glücklich. Beide beschließen, an den Palast zurückzukehren und allen von ihren Abenteuern zu erzählen.
Die Reliefs in diesem Abschnitt sind erst Mitte des 16. Jhs. entstanden und von geringerer Qualität. Auf 52 m wird vermutlich ein Sieg Vishnus über die Asuras abgebildet. Er steht, von beiden Seiten attackiert, genau in der Mitte auf seinem Reittier Garuda. An Ende des Reliefs reitet eine Schar Krieger auf Pfauen heran.
Auch auf diesem 66 m langen Abschnitt findet sich eine Kampfszene, die im 16. Jh. in geringerer Qualität entstand. Wieder kämpft Vishnu gegen Dämonen; hier in seinem Avatar Krishna, der sich in Übergröße mit seinen acht Armen gut gegen die Angreifer abhebt. Agni, der Feuergott, mit vier Armen und sechs Köpfen auf einem Nashorn stehend, hat ein großes Feuer entzündet, das jedoch von Garuda gelöscht wird. Im hinteren Bereich, knapp 10 m vor dem Ende, verletzt Krishna den Dämonenkönig Bana mit seinem Diskus, lässt sich aber am Ende (der Geschichte und des Reliefs) von Shiva, vor dem er auf dem Berg Kailash kniet, überzeugen, Banas Leben zu schonen. Hier findet sich zudem die einzige Abbildung des elefantenköpfigen Ganesha im gesamten Tempel.
Die Kriege zwischen Göttern und Dämonen finden ihre Fortsetzung in diesem Abschnitt, der zur Zeit Suryavarmans II. entstand. 21 verschiedene Gottheiten des hinduistischen Pantheon sind hier in der Schlacht versammelt: darunter Vishnu auf seinem Reittier Garuda, Indra auf seinem Elefanten Airavata, Brahma auf seiner Gans Hamsa, Varuna, der Gott des Ozeans, auf einer Naga-Schlange, der vielarmige Kriegsgott Skanda auf seinem Pfau. Shiva steht auf seinem Streitwagen und spannt seinen Bogen, und auch der Gott des Todes, Yama, ist dabei; sein Streitwagen wird von einem Büffel gezogen.
Die epische Schlacht um Lanka ist das Thema dieses 51 m langen Teilstückes. Analog zur nebenan liegenden Schlacht um Kurukshetra, erreicht hier das zweite große Hindu-Epos, das Ramayana (in Kambodscha: Reamker), seinen Höhepunkt. Es ist die wohl meisterzählte (und getanzte) Geschichte (Kasten siehe >>) des Landes. Detailreich werden die Kämpfe der vielen Protagonisten illustriert. Dabei sind die Hauptdarsteller im mittleren Bereich versammelt: beginnend zwischen dem 8. und dem 9. Pfeiler mit Rama (Khmer: Ream), der von Hanuman getragen wird, und seinem Bruder Lakshmana (Leak) mit einem Bogen. Im Zentrum des Reliefs tobt eine wilde Schlacht zwischen den Heeren der Affen und der Dämonen. Zwischen dem 13. und dem 14. Pfeiler kann der Dämonenkönig Ravana (Reab) dann leicht an seinen 20 Armen und zehn Gesichtern identifiziert werden. Zwischen dem 15. und dem 16. Pfeiler gibt es eine viel fotografierte Szene, bei der ein Affe in einen Pferdekopf beißt. Am schönsten wirkt die Galerie kurz vor Sonnenuntergang im Licht der tief stehenden Sonne.
Das Kirnen des Milchozeans
Die Geschichte vom Kirnen („Buttern“) des Milchozeans ist eine alte hinduistische Erzählung aus dem Epos Bhagavata Purana. Es geschah einmal … dass Amrita, der Nektar der Unsterblichkeit, in einem der periodischen Zyklen von Vergehen und Entstehen des Universums nicht aus dem Kosmischen Ozean entsprang. Das brachte Chaos ins Leben der Götter, die den Nektar brauchten, um ihre Überlegenheit über die Asuras, die Dämonen, zu wahren. Der Ozean musste folglich gebuttert werden, eine große Aufgabe, die die Beteiligung aller erforderte. Vishnu schlug vor, die Dämonen zur Mithilfe zu bewegen, indem die Götter ihnen einen Anteil an dem Trank anböten. Die Götter stimmten zu, als Vishnu ihnen versprach, persönlich die Dämonen am Trinken zu hindern.
Der Berg Mandara wurde als gewaltige Achse eingesetzt und die Schlange Vasuki vom Meeresboden geholt und als riesiges Seil um den Berg geschlungen. Die beiden Parteien sollten an deren Enden rhythmisch ziehen, um auf diese Weise den Ozean zu quirlen und Amrita zu produzieren. Der Schlange Vasuki gefiel dies natürlich nicht; sie spuckte ein starkes Gift aus, um die an ihr zerrenden Parteien zu vernichten. Hier kam Shiva zu Hilfe, der das Gift trank. Er überlebte, doch fortan war seine Kehle von innen blau. In einer gemeinsamen Anstrengung entstand schließlich das gewünschte Elixier. Tatsächlich konnten sich die Dämonen als Erstes ihren Anteil daran beschaffen. Gerade als sie es trinken wollten, erschien jedoch Vishnu in der Gestalt der Mohini, einer so schönen Frau, dass die Asuras völlig durcheinandergerieten und ihren Trank vergaßen. In der Folge tranken die Götter das Amrita bis auf den letzten Tropfen leer. Ein Aufruhr entstand, doch wurden die Götter aufgrund ihrer wiedergewonnenen Überlegenheit leicht mit den erzürnten Dämonen fertig.
Beim Kirnen des Milchozeans entstanden neben dem Nektar der Unsterblichkeit noch einige Nebenprodukte: Suranhi (die Kuh des Überflusses), Varuni (die Göttin des Weines), Lakshmi (die Göttin des Reichtums, die Vishnus Frau wird), der dreiköpfige Elefant Airavata, das siebenköpfige Pferd Uchaishrava und nicht zuletzt – all die himmlischen Apsaras.
Durch den westlichen Gopuram erreicht man über eine Treppe die Erste Terrasse der Tempelpyramide. Sie wird von kreuzförmigen Gängen unterteilt. Bassins füllen die Zwischenräume. In der nordwestlichen und südwestlichen Ecke stehen zwei „Bibliotheken“. Viele Apsaras laden zu näherer Betrachtung ein, und die Säulen und Fenster sind aufwendig verziert. Die südliche Galerie ist als Preah Poan (tausend Buddhas) bekannt. Der Name stammt aus einer Zeit, als hier unzählige Buddhastatuen standen, zusammengetragen in den Jahrhunderten, als Angkor Wat als buddhistisches Kloster diente. Die meisten sind in den 1970er-Jahren von den Roten Khmer zerstört worden. Einige überlebten in den Archiven der Conservation d’ Angkor. Heute sind einige Statuen jüngeren Datums dazugekommen.
14 Aufgänge führen auf die Zweite Terrasse, die 115 x 100 m misst. Die Türme an den Ecken sind nur noch teilweise erhalten. Die umlaufende Galerie und zwei „Bibliotheken“ sind mit über 1500 Apsaras geschmückt, jede einzelne bis ins feinste Detail herausgearbeitet. Im weichen Licht des frühen Morgens oder späten Nachmittags wirken sie noch attraktiver.
Über eine steile Treppe erreicht man schließlich die Dritte Terrasse. Auch sie ist von einer Galerie (60 x 60 m) umgeben; zwei weitere Galerien verbinden sie mit dem Zentralheiligtum. Die vier Ecktürme und der erhöht stehende Hauptturm bilden zusammen die wohl bekannteste Silhouette Kambodschas und sind seit den 1950er-Jahren Bestandteil der Nationalflagge des Landes. Hier ist man nun angekommen – im mythischen Herzen des Landes.
Die Tempel von Angkor aus der Vogelperspektive
Die Tempel von Angkor aus der Luft betrachtet: ein fantastisches, wenn auch nicht ganz preiswertes Vergnügen.
Angkor Ballon, Startpunkt bei Windstille zwischen Flughafen Siem Reap und Angkor Wat, Tel. 012-520 810. Der angeleinte Fesselballon steigt bis zu 200 m hoch, und die Gäste erleben für 19 Min. einen spektakulären Blick über die gesamte Anlage rund um Angkor Wat. Etwa 30 Passagiere passen in die Gondel. US$15 p. P., Kinder US$7,50. 6–18 Uhr.
Helistar, 25A N6, Siem Reap, Tel. 063-966 072, www.helistarcambodia.com. 20-minütige Rundflüge über die Tempel von Angkor bis zu den schwimmenden Dörfern für US$200 p. P.; 8 Min. über Angkor Wat kosten US$90, wer auch die umliegenden Tempel sehen will, zahlt US$150.
HNZ Helicopters Cambodia, 658 Hup Quan St., Siem Reap, Tel. 063-963 316, www.helicopterscambodia.com. Das neuseeländische Unternehmen bietet ebenfalls Rundflüge über die Tempel. Die Flüge dauern von 8–48 Min., die Preise liegen zwischen US$90 und 430 p. P. inkl. Hoteltransfer zum Flughafen. Der Hubschrauber fasst 5 Pers., ab 3 Pers. wird geflogen. Wer noch tiefer in die Tasche greifen will, kann bis Preah Vihear oder Koh Ker fliegen. 7–19 Uhr.